Asperger Autismus

    Bei meeiner Tochter wurde erst jetzt, im Alter von 17 Jahren, der Asperger Autismus festgestellt. Ich hab sowas schon seit Jahren vermutet, immer wieder Ärzte und Kliniken darauf aufmerksam gemacht.


    Heraus kamen die Diagnosen: ADHS, soziale Phobie und Ängste und Zwänge. Darauf wurde sie behandelt. In der Schule oft gemobbt, ,adete sie vor zwei Jahren in der Kinderjugendpsychiatrie.


    Nun haben wir diurch Zufall einen Speziualisten in Bochum gefunden, der die Diagnose Asperger gestellt hat. Die Austestungen sind durch, ich hatte recht. leider beginnt erst jetzt eine entsprechende Therpie.


    Was mir immer an meiner Tochter auffiel war, sie hatte nie Freunde und wurde immer ausgegrenzt. Sie grüsste niemanden, obwohl ich ihr erklärte, dass ich das nötig finde. Motorische Ungeschicklichkeit, sich immer abgrenzen, sich von anderen Menschen beobachtet fühlen, den Menschen nicht in die Augen zu schauen.


    Wenn sie irgendwohin geht z.B zum Arzt, empfindet sie es nicht für nötig, dort ihren Namen zu nennen. Sie spricht erst, wenn ihr gegenüber spricht.


    Fehlendes Empathieverhalten. Ich denke, es ist wirklich eine Mischung aus all den oben genannten Diagnosen.


    Ich suche Betroffene, Angehörige, Selbsthilfegruppen zum Austausch. Erzählt mir, wenn ihr auch unter Asperger leidet, was in euch vorgeht.


    Welchen Beruf kann sie ausüben, denn sie spricht ja von alleine nicht mit anderen Menscheen. Sie macht jetzt Fachabi, wollte gerne im sozialen Bereich etwas machen. Muß man das Ganze beim Arbeitgeber angeben? Bekommt sie Schwerbehinderung? Gibt es Trainingsprogramme oder Möglichkeiten, besser mit der Krankheit umzugehen?


    Sie sehnt sich nach Freundschaften, aber alle grenzen sich von ihr ab. Liegt es daran, dass sie sehr naiv, kindlich wirkt? Sie ist sehr unsicher, körperlich kaum belastbar. Ich mache oft mit ihr Sport, aber auch da hat sie kaum Interesse, geht nie an ihre Grenzen.


    Würde mich über Tipps freuen ;-D

  • 7 Antworten

    Wie kommt sie auf die Idee, im sozialen Bereich was zu machen, wenn sie sozial behindert ist?


    Warum ausgerechnet das?


    Mein Sohn ist auch Asperger, er ist ein Teenager, Diagnose, nachdem es in der 5. Klasse Gym ordentlich gekracht hat. Wir haben ihn von Anfang an eingebunden, weil er seine Andersartigkeit schon in der Grundschule als solche empfunden hat. Er hat sich entschieden, sich darauf einzulassen, beobachtet scharf, ahmt andere nach, lernt aus dem Verhalten/Reaktionen, auch, wenn er es selbst nicht so machen würde oder nicht versteht.


    Auf die Art wird er nun Klassensprecher, weil er sozial fast "perfekt" ist, da nicht intuitiv, sondern antrainiert.


    Aber das ging nicht von heute auf morgen, mit 17 ist das schwierig. Das A und O ist eben die Bereitschaft sich anzupassen, ob man will oder nicht, ob man es einsieht, oder nicht.


    Die Steuerung der Einschränkung kann über den Verstand erfolgen, wenn das der Asperger einsieht, ist das der jackpot.


    Wir arbeiten in der Schule mit Nachteilsausgleich und ich fange jetzt erst so allmählich an, ihn sein Freundesleben komplett selbst gestalten zu lassen, vorher habe ich das immer viel gemanaget, also die Jungs eingeladen jemanden mitgenommen, ihm erlaubt, Kidner auch über das normale Maß bei uns zu beherbergen....


    Er ist auch immer wieder mal ein paar Sitzungen bei einem auf das Autismussprektrum spezialisierten Psychotherapeuten, der mit ihm auch Verhaltenstraining macht.


    Er bekommt auch Ritalin (auch ADS), das hilft wirklich wirklich sehr, ohne würde viel nicht klappen, weil er seine Umgebung dann zur Hälfte nicht wahrnehmen würde.

    @ criecharlie

    Ich antworte Dir mal in dieser Diskussion, weil es hier um das Thema Autismus geht.

    Zitat
    Zitat

    Therapie dann eher um die Frage, wie Du mit dieser Persönlichkeitsstörung gut leben kannst.


    Bei Angststörungen ist der therapeutische Ansatz anders. Im Rahmen einer Therapie kann man einen angemessenen Umgang mit der Angst lernen,

    wo ist denn da der Unterschied?

    Die Antwort auf diese Frage steht in dem Nebensatz hinter dem Komma, den Du beim Zitieren weggelassen hast.

    criecharlie

    Zitat

    Auf die Art wird er nun Klassensprecher, weil er sozial fast "perfekt" ist, da nicht intuitiv, sondern antrainiert.


    Aber das ging nicht von heute auf morgen, mit 17 ist das schwierig. Das A und O ist eben die Bereitschaft sich anzupassen, ob man will oder nicht, ob man es einsieht, oder nicht.

    So leicht ist das nicht. Kennst Du einen Aspie, kennst Du EINEN Aspie!! Bitte keine Allgemeintipps.