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    Aspergerautismus bei Frauen

    Hi
    an alle Frauen mit Aspergerautismus:
    Was unterscheidet euch von Männern mit Aspergerautismus?
    Wie wurdet ihr erkannt/diagnostiziert?
    Auf welche Schwierigkeiten stoßt ihr im Leben? Wie unterscheiden sie sich zu neurotypischen Personen oder zu männlichen Autisten?
    Habt ihr zusätzliche Komorbiditäten (oder vielleicht sogar ADHS)? Woran macht ihr fest welche Symptome zu Asperger und welche zu ADHS passen?
    Wie wart ihr als Kind? Seid ihr aufgefallen? (Ich habe gelesen, dass weibliche Autisten als Kind oft kaum auffallen, weder positiv noch negativ, ich hingegegen war sehr laut und wild)
    Was hat euch eine Diagnose gebracht?
    Was hebt euch von neurotypischen Menschen ab?


    Ich hab in letzter Zeit wieder viel über die weibliche Form des Aspergerautismus gelesen/gehört (durch Erfahrungsberichte) und erkenne mich da immer wieder drin, aber irgendwie zweifel ich trotzdem stark, ob das wirklich stimmt oder ob ich einfach nur "komisch" bin, ich weiß ja auch nicht wie sich "normale" Leute fühlen (sollten). Außerdem frage ich mich was mir eine Diagnose, sollte es doch zutreffen bringen. Bei meiner ADHS Diagnose war ich mir zu 100% sicher, aber hier gibt es einfach so viele Ungereimtheiten die man auch auf ADHS oder ne Sozialphobie schieben könnte, aber in jedem Onlinetest (ja I know das ist kein Ersatz für eine Diagnostik) kommt raus, dass ich darunter falle und bei Erfahrungsberichten (wohlgemerkt nur von Frauen, mit ass-Männern kann ich mich kaum identifizieren) denke ich auch bei fast allem, dass das schon sehr zu mir passt. Habe aber das Gefühl, dass mir die ADHS Diagnose gar nichts gebracht hat, also weiß ich nicht ob mir die Autismus Diagnose ertwas bringt, oder meint ihr wenn ich beides bescheinigt bekomme ist es einfacher mich zu therapieren? Ich stehe derzeit mit einer Verdachtsdiagnose auf einer Warteliste für die gesicherte Diagnose (es dauert wohl noch ca. 1,5 Jahre bis ich dran bin).


    Punkte die mir an mir diesbezüglich auffallen:


    Ich habe und hatte immer Obsessionen - also bzgl. verschiedener Themen. Europäische und ägyptische Geschichte (so zwischen 8 und 14), später Psychologie mit dem Augenmerk auf Dissoziative Identitätsstörung, davon sammel ich jeden Schnipsel den ich finden kann. Dann kommen immer mal wieder "kleinere" Obsessionen hinzu, die sich dann über mehrere Monate ziehen, aber wieder abebben.


    Ich habe Probleme Gespräche zu halten, wenn mich das Thema oder die Person mit der ich rede nicht interessiert. Generell hasse ich Smalltalk. Ich weiss oft nicht wie ich richtig reagieren soll, was ich für Fragen stellen soll um ein Gespräch aufrecht zu erhalten. Es ist mir immer sehr unangenehm und ich verhaspel mich oft, es sei denn ich rede über spannende Sachen, dann kann ich recht eloquent sein, aber für viele oft auch zu schnell.


    Ich hab mir in der Schule immer recht schwer getan.


    Ich schaue Menschen nicht in die Augen. Nie. Nicht einmal meinen Freunden oder Eltern. Das ist für mich echt schwierig.


    Ich bin oft Reizüberflutet. Ich arbeite in einem Großraumbüro und es ist der Horror für mich. Insbesondere wenn noch gebohrt wird oder wenn alle durcheinander reden. Oft sitze ich da und halte mir die Ohren zu.


    Ich bin extrem tollpatschig, falle hin, stosse mich, lasse alles fallen, stoße Dinge um.


    Ich weiss nicht ob ich empathisch bin. Ich dachte eigentlich ja, aber an sich verstehe ich, glaube ich, oft einfach nur den psychologischen Vorgang. Ich finde Emotionen eher logisch als nachvollziehbar, falls das Sinn ergibt. Ich bin mir jedenfalls nicht mehr sicher ob Empathie das ist was ich fühle.


    Ich finde die meisten Menschen anstrengend und komisch, aber für die bin ich die Person die komisch ist.


    Ich weiss nicht, ob es was damit zutun hat, aber ich weiss seit meinem 3. Lebensjahr von fast jedem Haus/jeder Wohnung in der ich war so einigermaßen deren Aufbau, wo welches Zimmer ist usw (sofern ich es halt gesehen habe).


    Ich habe eine extrem ausgeprägte Sequenz-Raum-Synästhesie (umfasst Jahre, Monate, Tage, Jahrhunderte, mein Leben, lässt sich steuern, ist sehr dynamisch aufgebaut und sehr detailreich) sowie eine sehr leicht ausgeprägte Ticker-Tape-Synästhesie (kann ich einschalten wenn ich will, ist also steuerbar)


    Ich habe einen sehr guten Orientierungssinn.


    Ich weiss nicht, ob ich sonderlich intelligent bin, falls das relevant ist, eigentlich kommt es mir nicht so vor, aber es wurde mir ab und zu mal gesagt dass ich nicht dumm bin.


    Ich habe Probleme richtig zu reagieren. Ich muss viel über Mimik und Gestik nachdenken und mir ist es oft peinlich wenn ich etwas falsch gemacht habe, mir erscheint es als müssten das andere Leute nicht.

    Generell bin ich sozial sehr unsicher da ich oft nicht weiß wie ich richtig reagieren soll.


    Ich werde oft als "kalt" beschrieben obwohl ich eigentlich ein sehr emotionaler Mensch bin. Ich kann diese Emotionen nur absolut nicht verbalisieren. Allerdings wird mir die Kälte auch unterstellt wenn ich rational an etwas herangehe und nicht emotionalisiert Themen behandle die von vielen sehr Emotional wahrgenommen werden (z. B. das Thema Abtreibung)

  • 49 Antworten
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    *:) Ich vermute bei mir auch stark Asperger, eventuell noch ADS zusätzlich. Diagnostik habe ich gerade durch, warte nun noch auf Diagnose.


    Helfe kann ich dir bei deinen Fragen nicht unbedingt. Teilweise erkenne ich mich in deien Schilderungen wieder, teilweise bin ich auch ganz anders. Aber generell ist ja jeder Aspie anders.

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    Madame Charenton schrieb:

    was erwartest du dir von der Diagnose?

    Dass man mir im Anschluss angepasst auf meine Probleme helfen kann. Ich habe starke Einschränkungen im Alltag, teilweise auch weil ich sie mir selber schaffe (ich habe strenge Vorgaben für meinen Tagesablauf, wenn das nicht eingehalten wird werde ich sehr nervös und schlecht gelaunt) die teilweise komplett unsinnig sind, nach denen ich aber gefühlt handeln MUSS ... Generell hab ich Probleme im Job, Probleme mit anderen Menschen, Probleme mit mir selber. Ich will einfach dass man mir helfen kann dass es dann weniger wird. Dass ich vielleicht irgendwann einfach normal bin.

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    sportfan schrieb:

    *:) Ich vermute bei mir auch stark Asperger, eventuell noch ADS zusätzlich. Diagnostik habe ich gerade durch, warte nun noch auf Diagnose.


    Helfe kann ich dir bei deinen Fragen nicht unbedingt. Teilweise erkenne ich mich in deien Schilderungen wieder, teilweise bin ich auch ganz anders. Aber generell ist ja jeder Aspie anders.

    Viel Erfolg!


    Ja stimmt, das macht es für mich umso schwerer festzustellen ob ich mit meiner Vermutung richtig liege

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    Nur, damit ihr auf dem aktuellen Stand seid:


    Asperger Autismus ist als Diagnose nicht haltbar gewesen. Es gibt jetzt "nur" noch Diagnosen aus dem Autismusspektrum. Zu denen gehört, dass Betroffene mehr oder weniger ab Geburt auffällig sind. Und glaubt mir, wenn ihr das dahingehend gewesen wärt, wäre es auch den desinteressiertesten Eltern und dem schlechtesten Kinderarzt aufgefallen.


    AD(H)S muss man vernünftig diagnostizieren lassen. Ehrlich gesagt halte ich die Diagnostik für schwierig und solange nicht mindestens ein Test am Computer mit dabei war, würde ich nicht viel darauf geben.


    Du benennst Dinge, die durchaus die Kriterien einer oder mehrerer Persönlichkeitsstörungen erfüllen (zwanghaft, selbstunsicher, schizoid).


    Wenn du Bedarf hast, an dir zu arbeiten und dir durch eine vermeintlich festgelegte Diagnose nicht einfach nur eine Rechtfertigung für sein Verhalten abholen zu wollen, sondern eben über die Erklärung hinaus auch eine Veränderungsmotivation mitbringst, würde ich es über eine Psychotherapie versuchen.

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    Also meine Diagnose bzgl ADHS zog sich über 3 Termine. 1 Termin war Befragung durch den Arzt (ging eine Stunde lang) außerdem musste ich meine Zeugnisse dort abgeben.

    Dann gab es einen Tag an dem ich bestimmt 10 Tests am PC und Tablet gemacht habe (musste Stundenlang auf so einen Rechner starren und bei Anomalien immer Drücken) - es waren Unterschiedliche Aufgaben. Dazwischen gab es noch Tests bzgl meiner Kindheit und Jugend und Erwachsenenalter. Das war sooo anstrengend, ich hätte den Rechner fast mehrmals durchs Fenster geworfen weil es einfach nur ein Draufstarren und Knopfdrücken war und mich das halb wahnsinnig gemacht hat, eine der Aufgaben hat fast 1h gedauert. Da hat sich einfach nur ein Balken von oben nach unten bewegt und immer wenn er weit ausgeschlagen ist musste man drücken. Ich glaube selbst neurotypische Leute wären in dieser Situation fast ausgeflippt. Dazu war auch noch das Fenster offen und die Sonne hat geblendet. Bei allen Test, bis auf einem war ich unterdurchschnittlich, bei einem überdurchschnittlich gut.


    Ich habe mich an einer Uniklinik testen lassen, ich denke die wissen schon was sie machen.


    Ich soll in dieser Klinik angeblich auch therapiert werden aber bisher habe ich nur die Tabletten bekommen, die ich nicht vertrage weil ich davon 1h nach der Einnahme brechen muss (hab jetzt am 26.1 einen weiteren Termin da werde ich das ansprechen), aber ich habe nicht das Gefühl, dass 1x im Monat dort sein etwas bringt, leider gibt es bei mir in der Nähe aber niemanden der sich damit auskennt, zumindest finde ich im Internet niemanden. Und selbst wenn, da muss man dann ja wieder Jahre drauf warten. Es ist ganz schön ermüdend Hilfe zu wollen aber immer ewig warten zu müssen.

    Ich würde gerne eine Ergotherapie machen aber bisher hat man mir nicht wirklich weitergeholfen oder mich an entsprechende Stellen weitergteleitet. Ich fühle mich trotz der ADHS Diagnose in diesem Bereich halt total hilflos, es bringt mir nichts das zu wissen wenn mir niemand sagt wie man es besser machen kann (so dass es auch klappt) - ich habe enorme Probleme mit Strukturen (habe zwar welche, die aber in großen Teilen unsinnig sind aber komme da nicht alleine raus, da ich so fest daran halte)

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    kruskal_wallis schrieb:

    Nur, damit ihr auf dem aktuellen Stand seid:


    Asperger Autismus ist als Diagnose nicht haltbar gewesen. Es gibt jetzt "nur" noch Diagnosen aus dem Autismusspektrum. Zu denen gehört, dass Betroffene mehr oder weniger ab Geburt auffällig sind. Und glaubt mir, wenn ihr das dahingehend gewesen wärt, wäre es auch den desinteressiertesten Eltern und dem schlechtesten Kinderarzt aufgefallen.

    Ganz so einfach ist es nicht. Betroffene sind auch keineswegs von Geburt an auffällig. Dies gilt insbesondere für das Asperger-Syndrom, das bei mir als solches diagnostiziert ist. Auffällig wurde ich erst mit ca. zwei Jahren, und zwar, weil ich mich mit Dingen beschäftigte, die für mein Alter äußerst ungewöhnlich waren. Ich hatte zwar spät zu sprechen begonnen, doch zeichnete ich mit drei Jahren bereits perspektivisch. Mit knapp fünf konnte ich lesen und schreiben.


    Was allen Autisten gemeinsam ist, betrifft die im Vergleich zu neurotypischen Menschen völlig andere Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung. Ansonsten sind Autisten so verschieden wie alle Menschen.

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    Monsti schrieb:

    Nein, erst mit knapp 3 Jahren. Ist aber auch ungewöhnlich.

    hab mich vertippt, sorry :D man kann die Beiträge hier irgendwie nicht bearbeiten

    Es ist extrem ungewöhnlich.

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    Wie gehts der Katze? Hast du dein Privatleben mittlerweile im Griff? Ebenso wie das Kiffen?


    Ist die Entfernung zum Therapieplatz immer noch ein Problem, oder hat sich das gelegt?

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    Vorab: Ich kenne mich weder mit ADHS noch mit Autismus aus.


    Aber ich gebe meinen Senf dazu weil viele (wenn nicht alle) Dinge die Du beschreibst könnte ich unterschreiben und habe eigentlich weder das eine noch das andere, zumindest hat nie für mich oder jemand anderen etwas in solch eine Richtung gezeigt.


    Ich versuche mal in der selben Reihenfolge Deiner Aufzählung zu bestätigen, was bei mir ebenfalls vorliegt.


    Ich mag auch keinen Smalltalk, kann dafür aber über Dinge, die mir liegen, sehr viel reden. Ich schaue auch nicht in die Augen bzw. nur gelegentlich wenn ich dran denke weil ich oft genug gehört habe, dass man das "tun sollte". Ich kann Dir von niemandem, nichtmal direkt nach einem längeren Gespräch, die Augenfarbe nennen. Soziales miteinander ist eher "erlernt" und "erzwungen", weil sich andere wohler fühlen wenn man sich so verhält wie sie es erwarten. Aber allein, dass ich das tun kann, war für mich ein indiz, dass es doch eigentlich nicht krankhaft ist sondern für mich einfach anstrengend weil es für mich irgendwie "unnatürlich" ist? Kann mich da aber auch täuschen.


    Reizüberflutung, definitiv, ich arbeite seit ein paar Jahren in einem großen Büro und finde das schrecklich, leider geht der Trend (in meiner Branche) immer mehr dahingehend, "open space" für kreative Gedanken und sowas. Mag sein für die meisten funktioniert das, ich werde massiv unproduktiv.


    Die Absätze mit Tollpatschig, Empathie und, dass Menschen "anstrengend" sind treffen ebenfalls zu.

    nubudyknuws schrieb:

    Ich weiss nicht, ob es was damit zutun hat, aber ich weiss seit meinem 3. Lebensjahr von fast jedem Haus/jeder Wohnung in der ich war so einigermaßen deren Aufbau, wo welches Zimmer ist usw (sofern ich es halt gesehen habe).

    Interessantes Beispiel, habe darüber nie nachgedacht. Aber als Kind habe ich von unserem Heimatdorf (und irgendwann auch noch etwas breiter gefasst) "Karten" gemalt, mit den Straßen und einigen anderen Details, lange bevor ich Luftbilder oder echte Karten davon gesehen hätte. Meine Eltern waren immer sehr überrascht über den Detailgrad.


    Später als Jugendlicher, wenn ich Computerspiele spielte, in denen man z. B. ein Haus "bauen" konnte, habe ich immer das Haus aus meiner jüngeren Kindheit nachgebaut so gut es in dem jeweiligen Spiel eben ging mit der Lage der Räume und den Verbindungen über den Flur.


    Mit der Mimik / Gestik geht bzw. ging es mir genauso. Ich denke das sind Dinge, wie auch oben mit dem "Blickkontakt", die ich durch viel üben künstlich anpassen kann, sodass es anderen nicht oder nur sehr selten auffällt. Aber ja, ich muss da teilweise drüber nachdenken, damit ich so "reagiere" wie es andere automatisch tun würden. Denn reagiere ich so, wie ich es ohne nachdenken tun würde, würden es alle falsch verstehen.


    Die "soziale Unsicherheit" hatte ich lange Zeit auch, ist aber deutlich besser geworden, sogar so gut, dass ich keine Angst vor einer neuen Gruppe mehr habe, im Gegenteil, ich bin sogar recht überzeugt, mit jedem irgendwie klar zu kommen. Aber das war früher genau umgekehrt und wurde nur durch "training" und viel Konfrontation (aus Alternativlosigkeit) besser.


    Das mit der "für andere empfundenen Kälte", obwohl ich mich selbst als sehr Mitfühlend bezeichnen würde, trifft sicher auch zu. Auch das lässt sich aber mit ein paar geschickten Worten gut verstecken, sodass jeder zufrieden ist und einen nicht mehr komisch findet.


    Allerdings hätte ich mich, wie gesagt, bisher nicht mit Autismus in Verbindung gebracht. Kann mich natürlich auch irren. Aber wahrscheinlich ist das wie mit allem, es gibt dann halt "neurotypische" und "Autisten" aber es gibt auch alles dazwischen, jede Zwischenstufe. Ich würde mich einfach als Introvertiert bezeichnen. Bei Dir kann ich natürlich nichts sagen, dazu reicht so eine Beschreibung in einem Forum ja nicht.


    Ich wollte Dein Problem (ist es denn eins?) damit auch keineswegs kleinreden. Nur sagen, dass die aufgezählten Eigenschaften welche sind, die auch andere Menschen haben und Du damit nicht allein bist. Das wichtigste ist sowieso, wie es Dir damit geht und ob Du damit umgehen kannst oder ob Du gerne Hilfe bei der ein oder anderen Sache hättest. Unabhängig von einer Diagnose.

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    Woher weißt du denn dass du nicht betroffen bist?

    Masking ist eigentlich typisch für Autisten, insbesondere für Frauen. (Also das nachahmen Gesellschaftlicher und Sozialer Regeln, dadurch werden Frauen auch oft nicht als Autisten erkannt)


    Ich vergesse bis heute die Augenfarbe meines Parnters, weil ich es einfach nicht als wichtig erachte und zu selten darauf achte

    Oh man ich würde sooo gerne endlich zur Diagnostik und wissen ob ich mir das jetzt auch noch auf die Fahne schreiben kann oder nicht. Ich persönlich bin mir sehr unsicher, gerade weil es halt Neurotypische und Neurodiverse Leute gibt die gleiches erleben, sich dann aber wieder in anderen Punkten unterscheiden.

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    Es gibt u.a. den Aspie Quiz, mit dessen Hilfe man sich m.E. gut orientieren kann. Ich habe diesen Test schon öfters gemacht (die Fragen wechseln), und immer war das Ergebnis eindeutig.


    Meine Diagnose erhielt ich erst in ziemlich fortgeschrittenem Alter. Sie half mir, um bestimmte Entwicklungen und Schwierigkeiten, aber auch besondere Potenziale zu verstehen. AS kann man übrigens per Therapie nicht beseitigen. Dank Diagnose hatte ich begriffen, dass dies auch gar nicht erstrebenswert ist. Ich akzeptiere seitdem, dass ich halt anders bin als die überwiegende Mehrheit und dies auch für immer bleiben werde. Ich habe aufgehört mich zu verstellen, nur um endlich zur Mehrheit zu gehören, weil dies nämlich übermäßig anstrengend ist.