Auf Atmung fixiert

    Hallo, ich habe seit einigen Wochen mit diversen Ängsten zu tun und seit ca. 2-3 Wochen bin ich auf meine Atmung fixiert. Habe ständig das Gefühl, bewusst atmen zu müssen oder nicht genug Luft zu bekommen. Hat jemand sowas schon mal erlebt?

  • 5 Antworten

    Ja, das hatte ich auch schon. Bei mir war es der Beginn einer depressiven Erkrankung und Angststörung.


    Zu diesem Zeitpunkt wusste ich das aber noch nicht. Nachdem es mir immer schlechter ging und ich


    noch weitere Beschwerden bekam wurde ich von einem Psychiater mit einem Antidepressivum


    behandelt und nach ca 4 Monaten ging es mir wieder richtig gut.


    Klar, man kann auch eine Gesprächstherapie machen, wenn die Depression und/oder Angststörung


    nicht bereits das ganze Leben diktiert, aber ich bin kein Liebhaber von Psychotherapien. Bei mir sind die


    völlig nutzlos.

    Bis jetzt bin ich noch nicht in Therapie. Warte gerade auf einen Platz. Ich hatte allerdings schon eine erfolgreich abgeschlossen, aber wie das so oft ist, kommt dieser ganze Quatsch gerne zwei mal.


    Hat denn sonst noch jemand einen Tipp, wie man den Fokus wieder von der Atmung wegbekommt?

    Hallo Nerdtorious,


    das kenne ich auch. Bin selbst Angstpatientin. Bist du wirklich dauerhaft auf deine Atmung konzentriert?


    Mir hat es geholfen, mehrere Male ganz bewusst und langsam in den Bauch zu atmen, am besten dabei hinlegen. Immer schön langsam und ruhig Luft holen und die Bauchdecke beim Heben und Senken beobachten oder ein Buch drauf legen und versuchen zu entspannen.


    Wie ist es, wenn du dich mit jmd. unterhältst?

    Den Fokus bekommst Du nur von der Atmung weg, indem Du nicht mehr auf die Atmung achtest.


    Ich weiss, das ist nicht einfach. Atemübungen würde ich auf keinen Fall machen, die kann ich auch


    wenn es mir gut geht nicht machen, weil sie unweigerlich ein Angstgefühl erzeugen.


    Vielleicht kannst Du Dich mit einem Hobby ablenken. Moderater Sport ist auch sehr gut.


    Triff Dich mit Deinen Freunden und unternimm was mit ihnen. Bleibe nicht alleine zuhause.


    Und mein Arzt hat mal zu mir gesagt : "Arbeit ist die beste Medizin"


    Und da ist was dran. Arbeiten kann man natürlich nur, wenn es einem nicht zu schlecht geht.


    Mein Rat ist: Ablenkung und nochmal Ablenkung.