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    Es wird NICHT funktionieren, solange du nicht verinnerlicht hast das dir KEIN Partner der Welt aus dem Ganzen raushelfen kann. Er kann dich unterstützen, aber mehr auch nicht...den Rest MUSST du ALLEINE erledigen.


    Auch ein Partner garantiert KEINE Rückfälle usw.


    Das ist knallharte Arbeit.

    Das weiß ich ja alles, deshalb habe ich ihm auch gesagt, dass ich erst NACH der Therapie, wenn ich überhaupt bis dahin was für ihn empfinde, eine Beziehung eingehen werde.

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    Eine Behinderung hat nicht immer was mit dem IQ zu tun.

    Das stimmt. Aber so psychisch eingeschränkt, dass ich nicht mehr auf dem normalen Arbeitsmarkt zugelassen werden kann, bin ich nun auch nicht.

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    Und das hinterlässt den Eindruck, dass Du genau das in einer weiteren Therapie (und vermutlich auch in den Vergangenen) genauso machen wirst: "Ich will jetzt nicht, weil es mir nicht gut genug geht".

    Nehmen wir mal an, ich bin in der Psychiatrie. Mir wird es sicherlich nicht alle Tage, an denen ich dort bin super gehen, sonst könnte ich ja gleich wieder nach Hause, oder? Und sicher wird es solche Tage geben aber ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass ich zuhören, reflektieren und umsetzen kann.

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    Mir wird es sicherlich nicht alle Tage, an denen ich dort bin super gehen, sonst könnte ich ja gleich wieder nach Hause, oder?

    Im Gegenteil. Du wirst aus Deinem Alltag rausgerissen und mußt Dich umstellen. Musst Dich anpassen. Etwas, was Dir bisher unmöglich war. Siehe Thema "Betreutes Wohnen".


    Und genau DAS meine ich doch: Wie willst Du weiterkommen, wenn Du jegliche Konfrontation und

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    aber ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass ich zuhören, reflektieren und umsetzen kann.

    erreichen, wenn Du die Dir unangenehmen Dinge wie hier vermeidest, weil es Dir "nicht gut geht"?

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    Im Gegenteil. Du wirst aus Deinem Alltag rausgerissen und mußt Dich umstellen. Musst Dich anpassen. Etwas, was Dir bisher unmöglich war. Siehe Thema "Betreutes Wohnen".


    Und genau DAS meine ich doch: Wie willst Du weiterkommen, wenn Du jegliche Konfrontation und

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    aber ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass ich zuhören, reflektieren und umsetzen kann.

    erreichen, wenn Du die Dir unangenehmen Dinge wie hier vermeidest, weil es Dir "nicht gut geht"?

    Dort bin ich doch rund um die Uhr und man sieht und hört die Menschen, die mit einem reden. Das ist was ganz anderes wie hier.

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    Juley, können die in deiner Einrichtung nicht für dich wo anrufen?

    Könnten sie sicherlich, aber ich bin erwachsen und muss in der Lage sein, mich selbst um Dinge zu kümmern (in dem fall geht's um amb. Therapie), sonst kann ich gleich für immer hier bleiben und mich vor der Welt verstecken ;-)

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    Könnten sie sicherlich, aber ich bin erwachsen und muss in der Lage sein, mich selbst um Dinge zu kümmern (in dem fall geht's um amb. Therapie), sonst kann ich gleich für immer hier bleiben und mich vor der Welt verstecken ;-)

    Ja, na klar. Wirst du schon schaffen. Mach es am besten, wenn es dir gut geht. ;-)


    Ich habe gerade wieder so ein komisches Gefühl im Bauch, ich verstehe mich selber nicht.


    Der Typ, der angeblich was von mir will, ist gerade auf einer Party, er sagt, es sind dort mehr Mädchen als Jungs und es gibt Alk...wieso bin ich nur so eifersüchtig? Ich will doch gar nichts von ihm??!

    Wenn du nichts von ihm möchtest, wärst du nicht eifersüchtig ;-)


    Vielleicht wollte er genau das erreichen. Du gibst ihm einen Korb und dann erzählt er von der Party, in der Hoffnung, dass du dich doch für ihn entscheidest. Finde ich, gelinde gesagt, nicht nett von ihm.

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    Aber genau so, wie Himbeere sich hier gibt, das liegt an ihrer Erkrankung. Sie kann NICHT anders. Da ist eine innere Kraft, die sie daran hindert.

    glaube ich zu gern, dass es super schwer ist und kann es auch selbst nachvollziehen.


    Aber sie wird eine Therapie gar nicht erst erhalten können, wenn das Krankenkassenproblem nicht gelöst wird. Und das kann nur sie oder ihr Vater machen.


    Ein anderes Problem sehe ich darin, je weniger jemand etwas macht, desto schwieriger wird ist, die Hürde wird immer und immer höher.

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    Dort bin ich doch rund um die Uhr und man sieht und hört die Menschen, die mit einem reden. Das ist was ganz anderes wie hier.

    Es geht doch auch nicht um einen direkten Vergleich.


    Bezüglich des Typen bin ich raus.

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    Der Typ, der angeblich was von mir will, ist gerade auf einer Party, er sagt, es sind dort mehr Mädchen als Jungs und es gibt Alk...wieso bin ich nur so eifersüchtig? Ich will doch gar nichts von ihm??!

    nach meiner unqualifizierten Meinung nach: du suchst krampfhaft jemanden, mit dem du eine Beziehung eingehen kannst, der dir helfen kann .... du weißt, dass er in dich verknallt ist, das ist schon eine Erklärung genug.


    Ich glaube nicht, dass es eine Eifersucht in Richtung 'den mag ich sehr gern, ich möchte ihn für mich' sondern eher in die Richtung 'der mag mich, der mag mich sicherlich umsorgen und ich wäre nicht mehr allein'.


    Das ist nicht gesund. Halte deine Gefühle aus.

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    Dort bin ich doch rund um die Uhr und man sieht und hört die Menschen, die mit einem reden. Das ist was ganz anderes wie hier.

    Ja da bist du rund um die Uhr und kannst eben nicht einfach mal so abhauen, wenn dir irgendwas unangenehm ist oder dir grad nicht in den Kram passt.


    Hier kannst du einfach den PC ausmachen, oder nicht mehr in den Faden schauen.


    All das kannst du auf Station nicht. Da musst du dich wohl oder übel deinen Ängsten etc stellen.

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    Der Typ, der angeblich was von mir will, ist gerade auf einer Party, er sagt, es sind dort mehr Mädchen als Jungs und es gibt Alk...wieso bin ich nur so eifersüchtig? Ich will doch gar nichts von ihm??!

    Vielleicht bist du eifersüchtig, weil er "angeblich" was von dir will und somit nur dir das Recht zu steht ?

    Himbeere,


    danke für deine Antworten.

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    Willst du selber in die Psychiatrie oder denkst du, das erwartet man von dir ? Egal jetzt, wer diese Erwartungen haben könnte.


    Das habe ich für mich entschieden.

    Das ist der wichtigste erste Schritt :)^

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    Was sind die Gründe für dich, warum du in die Psychiatrie gehen willst?


    Depressionen, Antriebslosigkeit, Fressanfälle, medikamentöse Einstellung, fehlende Tagesstruktur, Verarbeitung von früheren Traumata, zwischenmenschliche Probleme.

    Das sind alles wichtige Punkte, die du im Erstgespräch erwähnen solltest.

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    Was sollte deiner Meinung nach das Wichtigste in einer stationären Therapie für dich persönlich sein. Also welche Ziele kannst du dir vorstellen und wobei genau brauchst du stationäre Hilfe? Und wie sollte diese stationäre Therapie aussehen ?


    Naja, das kann man eigentlich aus den obigen Gründen ableiten. Verbesserung der Stimmung, Frustabbau, Vermeidung impulsiven Handelns, Vermeidung von Essstörungen, medikamentöse Einstellung, Tagesstruktur erlernen, wie geht man mit Menschen um und das ich aktiver werde.

    Ja, aus den obigen Gründen kann man das ableiten. Ich dachte nur , du könntest mal so deine Gedanken und Ideen aufschreiben, was genau in der Therapie für dich gut wäre. Es gibt zum Beispiel die Kunsttherapie, die Musiktherapie oder in manchen Kliniken Tanztherapie. Könntest du dich auf so etwas einlassen ? Oder auf morgendlichen Frühsport? Oder auch auf die üblichen Gruppentherapien.?


    Bist du bereit, Medikamente einzunehmen?


    Bist du bereit, die Regeln in der Klinik und innerhalb der Therapie einzuhalten ?


    Tagesstruktur erlernen - das du eine brauchst, ist klar. Und das du in der Klinik eine erstmal aufgesetzt bekommst , ist auch klar. Damit du in einer Struktur reinfindest.


    Könntest du dir vorstellen , damit jetzt schon für dich mal so anzufangen. Jeden Morgen um eine bestimmte Zeit aufzustehen ?

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    Am liebsten wäre mir eine DBT aber ich gehe jetzt erst mal in die normale Psychiatrie und mache im Anschluss in einer anderen Klinik vielleicht noch eine DBT. Verhaltenstherapie wäre wohl die beste Lösung bei mir

    Eins nach dem Anderen. Erstmal die normale Psychiatrie. Alles weitere wird dort dann geschaut, was für dich am Besten ist.

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    Wie stellst du dir eine für dich gute stationäre Therapie vor ?


    Nette Mitpatienten, nette Therapeuten, nettes Klinikspersonal.

    Das wäre das Ideal. Aber die Realität ist nicht immer nur nett. Soll dich nicht abschrecken.Aber ich glaube, du hast schon selbst die Erfahrung gemacht, das es nicht immer nur nett ist. Also im Leben.


    Was ist, wenn du mit einer Mitpatientin ein Zimmer teilen wirst, die du nicht leiden kannst. Brichst du die Therapie ab oder gibt es Ideen, was du dagegen evtl unternehmen kannst ?

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    Wie stellst du dir eine für dich gute stationäre Therapie vor ?


    Nette Mitpatienten, nette Therapeuten, nettes Klinikspersonal.

    Das ist ein guter Wunsch und liegt in deiner Zukunft.

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    Was kannst du für eine gute stationäre Therapie tun bzw was bist du bereit mit einzubringen ?


    Ich versuche morgens zu allen Terminen zu gehen, auch wenn ich mich zwingen muss. Ich werde Hilfe annehmen und sie umsetzen. Werde alles machen, was man mir sagt

    Der letzte Satz klingt, als wärest du ein kleines Kind, das artig sein will. Nicht böse sein, aber es klingt so. Damit wärest du in der Rolle einen kleinen Kindes. Du bist aber kein kleines Kind mehr.


    Du kannst nicht alles machen, was man dir sagt. Denn ich glaube nicht, das du aus dem Fenster springst, wenn es dir jemand sagt. Dazu bist du zu intelligent.


    Ich gehe mal davon aus, das du damit eigentlich meinst, das du dich an die Regeln der Klinik halten willst und alles dafür tun willst, das es dir irgendwann mal so gut geht, das du entlassen werden kannst. Das beinhaltet auch, das du dir Hilfe holen wirst, wenn es dir schlecht geht. Das du dich der Therapie nicht verweigerst, wenn du mal keinen Bock haben solltest.

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    Wozu bist du nicht bereit ?


    Wenn mir jemand sagt, dass ich nur für eine Behindertenwerkstatt geeignet bin, da werde ich gar nicht erst darauf eingehen. Die können das ja wohl mit IQ-Tests prüfen.

    hm, eine Behindertenwerkstatt kann auch dazu dienen, das du über einen langen Zeitraum eine feste Tagesstruktur erlernst und erlebst. Denn in evtl 6 Wochen oder 10 Wochen kann man das zwar erlernen, aber bist du wieder alleine - kann das schnell wieder kaputtgehen.


    Behindertenwerkstätte sind nicht für "minderintelligente "Menschen", sondern Menschen mit "Behinderungen" .Und psychische Erkrankungen sind auch Behinderungen im Leben. Es gibt auch Einrichtungen für psychisch erkrankte Menschen, die durch die Einrichtungen eine berufliche Eingliederung erleben können.

    himbeere hör auf verzweifelt nach einem Partner zu suchen! Bereit für eine Beziehung bist du erst wenn du wieder auf dem Damm bist, glaub mir! So hart es ist, du musst da allein durch.


    Eine Beziehung ist - gerade wenn einer oder vll sogar beide krank ist/sind - nicht nur rosarot und toll und einfach und super... An einer Beziehung muss auch gearbeitet werden und vll der Partner unterstützt werden. Das kannst du aber in deiner aktuellen Lage nicht! Und ich weiß wovon ich rede...


    Aber ich denke bei dir können wir uns die Finger wund tippen, du bist scheinbar noch nicht weit genug unten.


    Trotzdem hoffe ich, hier bald mal was positives von die zu lesen. @:)

    Ich bekomme immer mehr das Gefühl, Himbeere, dass die Ursache, bzw. das Problem das der Lösung im Weg steht, Deine krampfhafte Suche nach einem Partner ist.


    Du hast momentan 1000 andere Dinge zu tun, die wichtiger sind, als einen Freund zu finden. Ich verstehe es nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Du Dich mehr mit Typen beschäftigst, als mit allem anderen.


    Es wird jetzt höchste Zeit, dass Du Prioritäten setzt! Ich verstehe, dass man gerne einen Partner hätte; dass man vielleicht auch die rosa – rote Brille aufhat und glaubt, mit einem Partner würde alles leichter und alle Probleme wären vergessen. Das ist aber falsch.


    Natürlich bereichert eine Partnerschaft das Leben und natürlich hat man Beistand – Aber dasselbe wird auch indirekt von einem selbst gefordert. Es ist zwar ein abgedroschener Spruch, aber es stimmt schon, dass nur wer sich selbst liebt, geliebt werden kann.


    Nun ist es innerhalb einer Beziehung natürlich auch nicht immer so, dass jeden Tag, jede Stunde alles perfekt ist. Da wirst Du immer mal Konflikte haben – Und wenn Du instabil bist, wird Dich jeder einzelne Streit jedesmal an den Punkt bringen, an dem Du z.B. zuletzt warst, als Du meintest, Du würdest verarscht.


    Bring bitte erstmal alles bei Dir in Ordnung – Und dann wirst Du sehen, klappt das mit den Beziehungen auch viel besser und Du wirst glücklicher!


    Objektiv betrachtet finde ich es manchmal auch etwas hart wie Himbeere hier nach jedem Satz von ihr angegangen wird, und sich rechtfertigen muss. Aber ich muss da klar sagen: Es ist erst mal Wahnsinn (im positiven Sinne), wie viele – wildfremde – Menschen sich so um jemanden im Internet kümmern – Und das nun seit über 2 Jahren, wenn ich mir den Eingangspost ansehe.


    Und ja, man bekommt das Gefühl, als würde sich alles immer und immer wiederholen. Himbeere fängt etwas an, wirkt erstmal motiviert und hält sich ein Hintertürchen offen.


    Und ja, es wirkt seltsam, dass Du für Dinge wie Duschen etc. keine Kraft hast (Ich habe im Bekanntenkreis jemanden , der depressiv ist und habe das auch schon beobachtet) aber soooo viel Energie in "Typen" steckst – Das finde ich so seltsam! Und das gibt vielen hier das Gefühl, dass Du es dir etwas drehst, wie Du es brauchst. Aber da sind wir einfach beim Thema Prioritäten. Ich wollte da nur mal ne "Lanze" für die jenigen brechen, die auf den ersten Blick Himbeere schon angehen... Aber ich zumindest kann es nachvollziehen. Es ist wirklich anstrengend.

    _Ayana_

    Zitat

    Und das gibt vielen hier das Gefühl, dass Du es dir etwas drehst, wie Du es brauchst.

    So sieht es aus.


    Insgesamt erinnert mich das ganze Verhalten von Himbeere immer an den Spruch "Wer feiern kann, kann auch arbeiten".


    Ich habe durchaus schon Menschen wie sie erlebt oder erlebe sie noch. Geht es um Dinge die als "unangenehm" empfunden werden – dann geht es ihnen ganz schlecht – geht es aber um "angenehm" Empfundenes, dann sind sie voll auf der Höhe. Und das ist nunmal bei psychischen Erkrankungen nicht so. Im Gegenteil.


    Irgendwann ist der Leidensdruck SO groß, dass da gar nicht mehr gefragt werden muß "Was soll ich denn als Grund angeben?" o. Ä.. Man will einfach, dass sich Etwas ändert, weil der normale Alltag unerträglich, nicht mehr "lebbar" wird. Weil man selbst die Dinge nicht mehr machen kann, die man machen will.


    Aber Himbeere kann durchaus die Dinge machen die sie machen will – wenn sie ihr von Anderen ermöglicht werden. Sie braucht zum Rausgehen nur Kontaktlinsen. Sie braucht zum Daten nur ein wenig Taschengeld. Sie braucht für ihren Alltag nur das Internet.....dann funktioniert das super.


    Dass es ihr insgesamt so wie ihr Leben aussieht nicht gut geht – das glaube ich ihr, das ist nicht der Punkt. Ich meine, wer fühlt sich schon wohl damit, wenn er ständig dafür sorgen muß, dass Andere für Einen sorgen? Stelle ich mir unglaublich anstrengend vor.

    Erstmal an Himbeere: Ich hoffe auch, dass du es jetzt wirklich durchziehst mit der Therapie und dann auch auf die Beine kommst!


    Nutze die Chancen, die sich dir geben. Wenn dein Ex-Chef dir wirklich noch eine Chance, bei ihm eine Ausbildung zu machen, geben will, wenn du wieder stabil bist, dann arbeite darauf hin!

    Zitat

    Ich habe durchaus schon Menschen wie sie erlebt oder erlebe sie noch. Geht es um Dinge die als "unangenehm" empfunden werden – dann geht es ihnen ganz schlecht – geht es aber um "angenehm" Empfundenes, dann sind sie voll auf der Höhe. Und das ist nunmal bei psychischen Erkrankungen nicht so. Im Gegenteil.

    Da muss ich jetzt einfach mal fragen: Wie kommen denn da eigentlich immer alle drauf?


    Ich beurteile jetzt nicht, was bei Himbeere genau Sache ist. Aber im Allgemeinen kenne ich es auch so, dass die Befindlichkeiten schwanken.


    Ich hatte eine recht schlimme Zeit, in der ich schon am Ende war, wenn ich nur an die Schule gedacht habe. Dann ging es mir WIRKLICH schlecht, ich hatte Panikattacken, körperliche Symptome, usw.


    Sobald mir dann klar war, dass ich an dem Tag nicht zur Schule gehe oder auch als ich dann den Entschluss gefasst hatte, die Schule ganz abzubrechen, ging es mir aber auch besser. Solange ich "geschützt" vor meinem PC sitzen konnte (ich war zu der Zeit auch internetsüchtig) und chatten, etc. – war alles ok. Aber Hobbies nachgehen? Zur Schule gehen? No way!


    Wenn das Thema Schule bzw. Zukunft überhaupt wieder auf dem Plan stand – ging es mir aber wieder schlecht. Und das nicht, weil ich es so wollte, sondern weil mich da einfach die pure Panik erfasste.


    Ich kenne es auch heute noch ab und zu, dass es mir gut geht – aber wenn dann jemand etwas von mir verlangt, was mich in Panik versetzt, dann geht es mir schlagartig schlecht. Sobald die "Gefahr" vorüber ist, ist es wieder gut.


    Ich finde also nicht, dass Himbeere mit ihrem Verhalten "beweist", dass sie nicht psychisch krank ist. Für mich erschient es eher so, dass Himbeere meistens die Krankheitseinsicht fehlt und sie denkt, sie bräuchte z. B. nur einen Partner, der sie liebt und dann ändert sich schon alles.

    @ Himbeere:

    Mir ging es übrigens recht ähnlich. Als ich dann bei einer ambulanten Therapeutin mal zum Erstgespräch war und wir natürlich auch darüber geredet haben, was ich denn den ganzen Tag mache und was ich im Internet denn überhaupt den ganzen Tag machen kann, etc. – waren ihre WOrte zu mir, dass sie mir nicht helfen könne. Sie hat mir stattdessen zwei Kliniken genannt, in die ich gehen könnte. Damals habe ich mir auch gedacht "Klinik? ICH?? Wieso? SO schlecht geht's mir nun auch nicht. Nö, will ich nicht!"


    Ein Jahr später habe ich es dann doch gewagt. Und es hat etwas geholfen. Ich wünsche mir heute, ich hätte direkt auf die Therapeutin gehört und wäre direkt in die Klinik gegangen. Das Jahr dazwischen war nämlich nur verlorene Zeit.


    Auch in den letzten Jahren fehlte mir die Krankheitseinsicht oft. Ich wollte mir schon seit Ewigkeiten wieder einen Therapeuten suchen – wenn es mir gut ging, habe ich aber gedacht "Ach nee, lass mal... Mir geht's doch gut. Ich will niemandem den Platz weg nehmen, der ihn wirklich bräuchte", usw. und wenn es mir schlecht ging, fehlte mir die Kraft und Energie, mich darum zu kümmern.


    Im Sommer habe ich den Schritt endlich gewagt, um meine Ausbildung nicht zu riskieren.


    Ich kann dir daher nur raten: Lies dir die Beiträge hier durch, wenn es dir gut geht. Mach dir DANN klar, dass wieder schlechte Zeiten kommen werden. Und dass du dich dafür JETZT schon um Hilfe bemühen musst.