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    Ich habe doch gar nichts gegen die Soteriastation gesagt, ich wollte damit nur andeuten, dass mir dort primär erst mal nicht wirklich geholfen haben, da die dort ein ganz anderes Therapiekonzept als auf der Depressionsstation haben.

    Ich denke, dir wird dort trotzdem geholfen. Du hast dort erstmal einen strukturierten Tag, was für Menschen mit Depressionen wichtig ist. Aufstehen, Tagesprogramm, feste Mahlzeiten usw. Die Gruppentherapien sind natürlich auf Schizophrene abgestimmt, aber schaden Menschen mit Depressionen sicher nicht.


    Es ist ja auch nur eine Frage der Zeit, bis du auf die Depressionsstation wechseln kannst. Wenn es Einzelgespräche mit Psychologen gibt, wirst du sicher anders "behandelt" als ein Schizophrener. Die Psychologen sind ja nicht nur für Schizophrene ausgebildet.


    Mach es einfach und denk nicht zuviel nach.

    Meine Depressionen werden immer schlimmer. Ich komme momentan zu gar nichts. Die Krankenkasse sagt, ich bin nicht versichert und seit Oktober wurden keine Beiträge mehr gezahlt, sie wollen es inzwischen einklagen. Ich war am Montag beim Arbeitsamt wegen der Krankenkasse, die haben mich wieder weggeschickt. Es ist im Grunde ganz klar, dass mein Papa die Beiträge für die KK zahlen muss, da sein Einkommen ausreichend ist, nur streikt er dagegen und meint, dass ich mich selbst um meinen Kram kümmern muss, erwachsen sei und alt genug; eigentlich bräuchte ich für sowas wieder eine gesetzliche Betreuung. Am Dienstag ist es zu Hause wieder eskaliert, ich habe mich nach 3!! Jahren wieder geschnitten, obwohl ich das eigentlich nie wieder tun wollte. Jeder macht Druck. Bis April 2014 muss ich meine praktische Führerscheinprüfung absolviert haben weil ich ansonsten wieder von ganz neu beginnen muss. Ich habe inzwischen wieder fast täglich Suizidgedanken und letztens einen Suizidversuch, wo mir mein Papa allerdings die Tabletten aus der Hand gerissen hatte. Ich würde am liebsten sofort in die Klinik gehen aber habe Angst wegen dieser verdammten Krankenkasse, die ihre Beiträge haben wollen.

    Jetzt mal ehrlich.Das mit der Krankenkasse ist doch nur eine Ausrede iwas nich tun zu müssen.


    Du kannst bestimmt auch aus der Klinik heraus agieren,oder?


    Bist ja nich inner geschlossenen denk ich mal.


    Tu Dir selbst einen Gefallen und gehe so schnell es geht in die Klinik,auch wenn es erstmal eine andere Station ist.Aber Dir wird schon mal geholfen.


    So lange Du hier rumeierst kann auch nix besser werden.


    Und wieso wurden keine Beiträge mehr gezahlt?

    Zitat

    dass ich mich selbst um meinen Kram kümmern muss, erwachsen sei und alt genug; eigentlich bräuchte ich für sowas wieder eine gesetzliche Betreuung.

    Hat Er auch Recht.DU bist alt genug und solltest Dich um Deine Sachen kümmern.Krankheit hin oder her.Kenne welche denen geht schlechter als Dir und kümmern sich trotzdem um Ihr Leben.


    Dann suche Dir einen Betreuer.Der wird Dir auch helfen.

    @ Nici17810

    Zitat

    Jetzt mal ehrlich.Das mit der Krankenkasse ist doch nur eine Ausrede iwas nich tun zu müssen.


    Du kannst bestimmt auch aus der Klinik heraus agieren,oder?

    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber kann eine Klinik sie überhaupt aufnehmen, wenn seit zwei Monaten keine Krankenkassenbeiträge eingezahlt wurden, und man es sich deshalb mit der Krankenkasse "verscherzt" hat?

    Ja, eine Klinik kann aufnehmen. Gerade in der Psychiatrie sind diese Versicherungsprobleme ALLTAG. Aber da es in Kliniken auch erfahrene Sozialarbeiter gibt, für die die Lösung solcher Probleme zum Alltag gehören inkl. ALLER Ämtergänge sowie guter Kontakte, Tricks & Kniffe, ist das kein Problem. In der Klinik, wo ich zuletzt gearbeitet habe, war 1/4 der Patienten bei Aufnahme nicht richtig versichert. Neben den obdachlosen Alkoholikern waren es v.a. diese jungen Patienten, auf die das zutraf. Wo Verantwortung zwischen Ämtern und Eltern hin- und hergeschoben wurden.


    Und einen akut suizidalen Patienten wird man eh aufnehmen. Zumindest notfallmäßig zur Stabilisierung und Einleitung klärender Schritte.


    Aber wenn man vorher immer schon in allem ein Hindernis sieht, sich von jeder Hürde abbringen lässt und zu Hause bzgl. der Symptome so richtig ausagiert, dann ist so ein komplexes System halt nur schwer zu durchbrechen.