Wir haben bei uns hier auch eine "FKK-Villa", für die in der Stadt einiges an Werbung gemacht wird. Auf deren Homepage steht auch, wie es da abläuft: 60 Euro Eintritt, und "Thema Sex: Die Damen sind keine Angestellten der ###### und arbeiten daher alle selbstständig und auf eigene Rechnung. Die Damen nehmen jeweils 50,-€ pro halbe Stunde und bieten Ihnen dafür. "Französisch ohne" und "GV mit Schutz" an." Extrawünsche sollen mit den Damen seperat besprochen werden.


    Die Damen werden dann auf der nächsten Seite vorgestellt. Name, Alter, Größe, Körbchengröße, Konfektiosgröße und Herkunft. Sowie natürlich sexuelle Vorlieben. Da kann der Freier dann anklicken, was er zusätzlich zum oben genannten Standardprogramm bevorzugt (z.B. Gesichtsbesamung :°( , Natursekt :-X , Analverkehr %:| , 3er :-o usw), und dann bekommt er die "passenden" Damen, meist mit Foto, angezeigt. So richtig schön wie im Katalog. :(v


    Für 6000 Euro Einkommen pro Monat, müssten also täglich 2 Stunden "Standardprogramm" (Französich ohne bzw GV mit Gummi) abgeleistet werden. Oder halt ein paar Sonderwünsche mehr. Die Preise für "Zungenanal" oder "Bi-Sandwich" könntest Du dann frei verhandeln.


    Diese 6000 Euro, wenn Du sie denn behalten darfst, müsstest Du dann aber natürlich voll versteuern. Solltest Du mit dem Gedanken spielen, das ganze "schwarz" zu machen, dann solltest Du täglich beten, dass dieser Job niemals auffliegt. Missgünstige Koleginnen, abgezockte Freier, Gewerbeaufsichtsamt/Zoll, oder, was der Super-Gau wäre: Kunden oder Vorgesetzte aus Deinem Ausbildungsbetrieb. Ärger mit Chef wird es sowieso geben, falls Du Dir Deinen "freiberuflichen Nebenjob" bei ihm genehmigen lassen willst. Eine Prostituierete in einer Kanzlei ist wohl nicht so ganz in seinem Sinne.


    Verbann diese dumme Idee also schnellstmöglich aus Deinem Kopf, und lass Dich nicht einwickeln. Weder Puffbetreiber noch Freier können Dir das geben, was Du brauchst.


    Ansonsten rutscht Du bald die nächsten Stufen nach unten. :°_ :)*

    Zitat

    Und wie soll das funktionieren mit arbeiten wenn du in die Tagesklinik gehst? Das wird sich doch sicher einige Wochen hinziehen, da kannst du doch nicht arbeiten.

    @ MaryPoppins:

    deshalb will sie doch diesen Job machen – immer am Wochenende.

    @ Buxbaumhecke:

    sie schreibt doch, dass sie den Job anonym machen will. Da wird sie wohl kaum beim Chef um Erlaubnis fragen...DAS wäre vermutlich auch das geringste Problem...


    ...aber stimmt, möglicherweise besucht ein Kunde – oder gar der Chef selber – dieses "Etablissement". Und bestimmt kontrolliert das Gewerbeaufsichtsamt manchmal und hätte dann gerne die Papiere der "Damen" gesehen

    Also ich muss ja mal sagen, dass ich die Idee, als Prostituierte zu arbeiten, nicht für die schlechteste hier halte.


    Für eine gewisse Zeit, um zu etwas Geld zu kommen, um eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen, oder anders herum, etwas weniger abhängig zu werden, also ich finde, es gibt wesentlich schlechtere Ideen!

    @ Der kleine Prinz

    Ich finde sogar, dass es überhaupt keine schlechte Idee ist; unter der Voraussetzungen, dass man diesen Beruf auch ausüben kann, ohne sich dabei selbst zu hassen. Die Frage wäre dann, ob die TE die Konstitution dafür hat...

    @ Prinz:

    Das ist nicht Dein Ernst, oder? Es mag vielleicht für gesunde, psychisch stabile Leute eine Lösung sein.


    Aber für jemanden mit Missbrauchshintergrund, schwerwiegenden psychischen Problemen (zumindest in der Vorgeschichte), einer Zeit mit gesetzlicher Betreuung und v.a. jemanden, der noch vor einigen Wochen nicht mal zu einer NORMALEN Ausbildung mit einem wohlwollenden Chef in der Lage war: Klar, tolle Lösung. :|N :(v

    Zitat

    es gibt wesentlich schlechtere Ideen!

    Es gibt schlechtere, allerdings auch bessere. Auf den psychologischen Aspekt kann ich da nicht so gut eingehen, da lass ich anderen den Vortritt. Aber wirtschaftlich gesehen, erscheint mir das ein bisschen wie eine Milchmädchenrechnung.


    'Anonym' arbeiten und 'nichts verrechnen' müssen, das sind in der heutigen Zeit Illusionen. Solang man da nicht in den Bereich der Illegalität abrutscht, und das tun Saunaclubs in der Regel nicht – ist das von staatlicher (also auch steuerlicher Seite) ein durchaus reglementiertes Gewebe – bei dem man allen Beteiligten äußerst genau auf die Finger schaut.


    Das wird sich hier mal wieder wesentlich rosiger und ertragsreicher ausgemalt als es wirklich ist.

    naja...es gibt finanzielle und emotionale abhängigkeit...zusätzlich zu allem genannten sehe ich hier die gefahr einer emotionalen abhängigkeit


    ich spinn jetzt mal rum: himbeere80 macht den job, aber aus welchen gründen auch immer möchte sie aufhören und der typ der ihr den job "vermittelt" hat, erklärt ihr dann "du kannst mich doch nicht im stich lassen"


    ist auch nicht sooo abwegig

    Zitat

    deshalb will sie doch diesen Job machen – immer am Wochenende.

    Tja, und in der Kanzlei will sie doch im Mai wieder anfangen wenn ich mich recht erinnere.

    Zitat

    Mein Chef möchte, dass ich ab Mai wieder bei ihm anfange, sofern der Aufenthalt in der Tagesklinik bis dahin abgeschlossen ist.

    Na, das wird dann ja nicht klappen, also doch ins Etablissement

    Zitat

    Das ist nicht Dein Ernst, oder? Es mag vielleicht für gesunde, psychisch stabile Leute eine Lösung sein.

    Doch, es ist schon mein Ernst. Es täte einigen Leute gut, mal von ihrer emotionalen Argumentation etwas runter zu kommen und etwas neutraler und unvoreingenommener über eventuelle Perspektiven zu diskutieren. Vielleicht stellt sich heraus, dass dieser Weg alles nur noch verschlimmern würde, vielleicht aber verstärkt sich auch die Meinung, dass die Weg auch eine Chance sein kann.


    Er kann nämlich u.U. auch zu Gesundung, Stabilität und Unabhängigkeit führen. Man muss aber den eingefahrenen Blickwinkel etwas verändern, um auch positive Aspekte sehen zu können.


    As to Missbrauchshintergrund: ich weiß, dass viele Prostituierte einen Missbrauchshintergrund haben. Man kann nicht von vorneherein sagen, dass das in dem Metier ein großer Nachteil ist.

    Zitat

    Aber für jemanden mit Missbrauchshintergrund, schwerwiegenden psychischen Problemen (zumindest in der Vorgeschichte), einer Zeit mit gesetzlicher Betreuung und v.a. jemanden, der noch vor einigen Wochen nicht mal zu einer NORMALEN Ausbildung mit einem wohlwollenden Chef in der Lage war: Klar, tolle Lösung. :|N :(v

    :)^

    Zitat

    Es täte einigen Leute gut, mal von ihrer emotionalen Argumentation etwas runter zu kommen und etwas neutraler und unvoreingenommener über eventuelle Perspektiven zu diskutieren.

    Anschaffen zu gehen ist aber nunmal mit Emotionen verbunden und nicht neutral.

    Zitat

    Er kann nämlich u.U. auch zu Gesundung, Stabilität und Unabhängigkeit führen.

    Ja, geeenau. Das was du als "sehen positiver Aspekte" siehst ist schon sehr abwegig.

    Zitat

    Man kann nicht von vorneherein sagen, dass das in dem Metier ein großer Nachteil ist.

    Für den Job ist das sicher kein Nachteil. Für die Psyche schon.