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    As to Missbrauchshintergrund: ich weiß, dass viele Prostituierte einen Missbrauchshintergrund haben. Man kann nicht von vorneherein sagen, dass das in dem Metier ein großer Nachteil ist.

    Ach ja, und nur weil angeblich viele Prostituierte einen entsprechenden Hintergrund haben, ist das ein Beweis, dass es eine gute Idee ist? Und DIE Lösung für Himbeere?


    Schon mal HINTER die Fassade einer Prostituierten mit Missbrauchshintergrund geschaut? Wie es dem MENSCHEN geht und nicht nur dem funktionierenden Sexobjekt?

    Ich kenne diesen "Weg" jedenfalls nur von/bei Betroffenen, die TOTAL kaputt sind. Und den "Job" auch nur mit Medikamenten/Drogen/Alkohol aushalten. Gibt es, ja. Aber GUT tut es niemandem und LÖSUNGEN sind es bestenfalls vorübergehend (solange jung, knackig und frisch genug und noch nicht alt und kaputt) auf finanzieller Ebene.

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    ich weiß, dass viele Prostituierte einen Missbrauchshintergrund haben. Man kann nicht von vorneherein sagen, dass das in dem Metier ein großer Nachteil ist.

    oh nein, es ist auf keinen Fall von Nachteil, mit einem Mißbrauchshintergrund in das Metier einzusteigen....zumindest nicht für den Zuhälter. Sexueller Mißbrauch mindert häufig das Selbstwertgefühl der Frauen, hindert sie ggf. daran, ihre Sexualität selbstbestimmt zu leben. Unsichere, in ihrer Psyche angebrochene Menschen begeben sich durchaus sehenden Auges in Situationen, die schlecht für sie sind, weil sie ihnen eben auch auf bizarre Art vertraut sind. Daher sind Frauen mit Mißbrauchshintergrund, die also bereits in ihrer sexuellen Selbstbestimmung verletzt wurden, einfach von einem Zuhälter ggf, leichter zu "führen".

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    Daher sind Frauen mit Mißbrauchshintergrund, die also bereits in ihrer sexuellen Selbstbestimmung verletzt wurden, einfach von einem Zuhälter ggf, leichter zu "führen".

    Genauso gut kann man aber auch argumentieren, dass Frauen mit einem Missbrauchshintergrund einen schnellen Weg zur eigenen Unabhängigkeit suchen. Und egal, wie man selber zur Prostitution steht, kann man nicht abstreiten, dass es zumindest die finanzielle Unabhängigkeit ermöglichen würde. Das ist übrigens ein Grund, warum Frauen mit diesem Hintergrund in der Geschichte häufig als "erste Feministinnen" aufgefallen sind, weil sie unabhängig waren und selber bestimmen konnten.


    Ich denke es ist keinem damit geholfen, wenn man versucht die TE aus der eigenen moralischen Vorstellung heraus zu beraten; sondern man sollte überlegen was für die TE die beste Lösung ist. Da spielt dann eher die Frage, was sich die TE aus diesem Weg erhofft, ob sie es dadurch erreichen kann und ob sie überhaupt in der Lage ist diesen Weg zu beschreiten. Letztendlich sind es aber Fragen, die die TE für sich selber beantworten muss, eben nach ihrer eigenen Moralvorstellung.

    Ist das jetzt Zufall dass ausgerechnet Männer hier noch zur Prostitution zuraten ?


    Und was die finanzielle Unabhängigkeit (die auch nur gegeben ist wenn frau ohne Zuhälter arbeitet) betrifft: was tut frau dann wenn sie aus Altersgründen ihren Job nicht mehr ausüben kann ? Wenn sie schon 65 ist bekommt sie vielleicht eine Rente aber was ist wenn mit 40 schon nix mehr geht ?

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    nach ihrer eigenen moralischen Vorstellung

    du bist hier der erste, der von Moral spricht.

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    weil sie unabhängig waren und selber bestimmen konnten.

    was kann man da bestimmen? Den Preis? Die äußersten Grenzen? Ansonsten ist es Dienstleistung, der Kunde bestimmt, was er möchte.

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    Ich lese hier nichts von Moral als Motivation, davon abzuraten.

    Dann liesst du aber nicht sehr aufmerksam. Du selber hast z.B. das Wort "Nutte" gebraucht; das ist weder ein neutrales noch ein angemessenes Wort...findest du nicht? Jmd. anderes schrieb, dass das keine Frau tun muss/sollte.

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    Ist das jetzt Zufall dass ausgerechnet Männer hier noch zur Prostitution zuraten ?

    Was willst du damit unterstellen? Ausserdem ist deine Aussage falsch! Keiner hat der TE dazu geraten, sondern man hat diese Option lediglich nicht von Anfang an verteufelt. Ich selber gehe nicht zu Prostituierten und ich selber würde mich auch nicht prostituieren, selbst wenn ich eine Frau wäre. Aber ich bin nicht die TE und nur weil ich selber ein Problem damit habe, heißt dass nicht, dass die TE deswegen auch eins haben muss!


    Und was die finanzielle Unabhängigkeit betrifft: Hat die TE davon geschrieben, dass sie bis 65 in diesem Gewerbe arbeiten möchte? Sie selber vergleicht sich doch mit Studentinnen die sich zum Studium etwas dazu verdienen und das wäre dann wohl auch die Basis aufgrund dessen sie es erwägen würde, diesen Job auszuführen. Wie es allgemein bzw. für andere Frauen aussieht, weiß ich nicht, aber ich kann mir zumindest vorstellen, dass einige es auch nebenberuflich machen.