Ich kenne diese Schlafproblematiken auch, gerade aus meiner Arbeitslosenzeit. Wenn da keine Regelmäßigkeit ist, man ist nicht ausgelastet – schwupps-di-wupps wird die Nacht zum Tage, man liegt/sitzt mit gefühlten tellergroß geöffneten Augen da und nichts geht mehr. Und der Tag ist ebenso gelaufen. Ich habe diese Phase so im Durchschnitt alle ein/zwei Monate mal für ca. eine Woche....irgendwie rutsche ich dann da rein.


    Und sich hier dann zu zwingen zu einem Rhythmus zurückzufinden der einem gut tut – das ist sehr schwer. Man muß den inneren Schweinehund mehr treten als bei sonstigen Dingen. Muß aber nun mal sein, wenn sich das hauptsächliche Leben (die nötigen oder gewollten Aktivitäten) tagsüber abspielt.


    Ich meine aber, wir hatten hier das Thema schon mal... ":/ ....dass Du, Himbeere, Dir da einen anderen Rhythmus aneignen müsstest? Glaube mir, das macht für das gesamte Wohlbefinden viel aus.

    Es wiederholt sich: Gibt es nicht, darf ich nicht, geht nicht. Du bist von Klinik über betreutes Wohnen usw. einiges durch. Sicherlich gibt es überall immer mal Probleme und Dinge laufen nicht optimal. Aber dass immer alles gar nicht geht, es keine Hilfe gibt, alle nur blöd sind: Das Muster fällt sehr deutlich auf.


    Und auch Widersprüche: Du hast kein Geld, Deinem Vater ist alles egal – aber du machst den Führerschein. Wie geht das?


    Fazit: Statt immer nur zu betonen, was nicht geht etc.: Nutze die Optionen, die Du hast. Du hast einen Therapeuten, also mach' Dir jetzt die Therapie durchs Nichterscheinen nicht auch kaputt. Du sabottierst Dich selber gewaltig.


    Und was das Schlafen angeht: ich war jetzt etliche Monate arbeitslos. Vor 2h war ich auch selten im Bett, zum Einschlafen dauerte es noch länger. Total verschobener Rhythmus, der mir (als psychische Gesundem) gar nicht gut tat. Und körperlich auch nicht.


    Jetzt geht's arbeitstechnisch wieder los, fieserweise um 8h morgens PÜNKTLICH mit noch 80 Minuten Anfahrt eine Strecke. Mir graut es davor, es wird verdammt hart – und ich hab' schon eine Dreifach-Wecker-Kombi. Und ich arbeite jetzt seit 10 Tagen daran, vor Mitternacht ins Bett zu gehen. Bin mittlerweile bei 23h. Schlafen klappt dann nicht, aber so langsam kommt der Rhythmus.


    Das geht alles nicht so. Aber es wären Punkte, an denen DU problemlos und ohne jegliche Hilfe ansetzen könntest.


    Und vielleicht hätte es auch positive Effekte auf die Situation mit Deinem Vater, wenn Du zu "normalen" Zeiten wirklich wach bist.

    Ich frage mich natürlich an der Stelle, ob du wirklich keinen kausalen Zusammenhang zwischen spätem Zubettgehen und morgendlicher Müdigkeit siehst, oder ob das eine Mein-Name-ist-Hase-und-ich-weiss-nix-Masche ist. Bloß nicht den Fehler bei sich selbst suchen.


    Das ist der derart logisch, das muss dir doch nun einleuchten.


    Und da ist deine Selbstverantwortung gefragt. Bei einer Rhythmus-Umstellung kann dir nun keiner helfen. Das musst du alleine hinbekommen, alt genug bist du allemal.

    Zitat

    Und auch Widersprüche: Du hast kein Geld, Deinem Vater ist alles egal – aber du machst den Führerschein. Wie geht das?

    Bin ja bisher stille Mitleserin gewesen, aber diesen Punkt verstehe ich auch nicht ganz. Ich habe auch meinen FS gemacht vor Jahren und weiss sehr gut, wieviel das kostet. Oder haben wir da etwas falsch verstanden oder überlesen?


    Darüber hinaus würde mich interessieren, ob du garnicht merkst, dass du ständig völlig fadenscheinige Gründe suchst, weswegen irgendwas nicht geht.


    Aufstehen kriege ich nicht gebacken, aber nur weil ich keinen Freund habe.


    Jeder hat Probleme, nirgendwo ist alles Gold was glänzt, aber du bist 23 Jahre alt, fang endlich an Eingenverantwortung zu übernehmen...

    Wie die anderen schon gesagt haben, geh Zeitungsaustragen oder sonst was! Ich selbst mache das seit über 5 Jahren und werde quasi jede Woche gefragt ob ich jemanden kenne, der da ne Anstellung will. Für sowas musst du nur ein klein bisschen Verantwortungsbewusstsein haben, ansonsten kann das wirklich jeder (außer du sitzt im Rollstuhl oder so)...


    So wie sich das mit deinen 'ein paar' Bewerbungen liest, kann ich mir vorstellen das diese auch geschrieben sind. Wenn man in deinem Text hier schon so wenig Elan/Spaß am Arbeiten liest, wird das in der Bewerbung wohl genauso laufen und dann ist klar, warum dich keiner will. Das hat mMn auch nichts mit Behinderung o.Ä. zu tun. Wenn du gut bist oder Einsatz-/ Lernbereitschaft zeigst nimmt dich für nen Nebenjob JEDER, egal ob ausgebildet oder so!!


    MfG

    Zitat

    Jeder hat Probleme, nirgendwo ist alles Gold was glänzt, aber du bist 23 Jahre alt, fang endlich an Eingenverantwortung zu übernehmen...

    Oder an DEN Punkten zu arbeiten, die verhindern, dass Du Eigenverantwortung übernimmst. Was auch immer das ist – aber es sollten Dinge sein, die IN DIR liegen. Nicht an Vater, fehlendem Freund,...


    Ja, es ist schwer sich zu motivieren, wenn man vielleicht das Gefühl hat, keine Perspektive zu haben ("Für was soll ich aufstehen?"). Aber dann muss man halt mal eine Vorleistung erbringen und den Popo hochkriegen, damit sich nachfolgend eine Perspektive ergeben kann.


    Und wenn man das nicht kriegt, muss man sich Hilfe holen. Aber selbst DAS findest Du ständig Ausreden.

    Ich halte es auch für das beste, wenn du konsequent versuchst deinen Tag/Nachtrhytmus umzustellen... Ich glaube dann würde dir einiges gleich leichter fallen, auch wenn ich verstehen kann, dass das die erste Zeit super schwer sein wird @:)


    Hast du schonmal versucht mit einem ganz konsequenten Tagplan zu arbeiten?


    Ala:


    8:00 Uhr aufstehen (oder aber: dein Vater weckt dich wenn er das Haus um 6:00 Uhr verlässt. Wichtig ist dann nur: aufstehen. Nicht nur die Augen kurz aufmachen und sich 'nur noch eine halbe Stunde' einräumen)


    Bis 9:30 Uhr: anziehen, frühstücken, Termine für den Tag planen


    9:30 Uhr: Joggen (oder irgendeine andere Beschäftigung)


    11.00 Uhr: Bewerbungen vorbereiten, nachbereiten, ...


    12.30 Uhr: Mittagessen


    13:30 Uhr: Fahrstunde / Termin xyz / Spazieren gehen / etc


    Quasi einen Plan, der dir hilft Ordnung in deinen Tagesablauf zu kriegen. Dazu evtl wirklich ein stundenweiser Job wie Zeitungen austragen oder zumindest (sportliche) Betätigungen an der frischen Luft, evtl gleich nach dem Frühstück um den Kreislauf hochzukriegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das nicht einfach sein wird. Gerade am Anfang nicht. Aber irgendwann ist der Rhythmus einfach drin! @:)


    Ansonsten wäre es wohl wichtig, dass du erkennst, dass eine Beziehung nicht wie von Zauberhand deine Probleme lösen wird. Im Gegenteil - ich denke es ist der bessere Weg erstmal deine Probleme anzugehen, bevor du dich in eine Beziehung begibst.

    Himbeere war zu einer stationären Therapie!


    Die Klinik ist mir bekannt. Aber auch dort kann man niemanden mit "dem Eimer kaltem Wasser" aus dem Bett treiben. Egal wo sie stationär aufgenommen wird, die Gefahr des "Nicht-Mitarbeitens" ist einfach gegeben. Wie eben auch in der ambulanten Therapie. Wenn sich die Therapeuten einer Region gut kennen, dann wird die Anforderung schon mal etwas angezogen.

    Ich weiß, dass Himbeere schon stationär war. ;-) So bleibt nur das Fazit: Behandlung trotzdem nicht ausreichend – oder eben doch fehlende Motivation bei Himbeere.


    Es gibt nur die beiden Aspekte. Und so unschön, es ist, wenn Behandler dem Patienten die Schuld geben, wenn es nicht läuft: Manchmal ist es tatsächlich so.

    Ach ja, und mit dem "Rhythmus finden":


    Nach dem Aufstehen bloß nicht direkt vor PC oder TV setzen, dann wird man nicht wach. Rausgehen, Spaziergang, Joggen, Putzen, Bügeln, Einkaufen, sonstigen Haushaltskram,...


    Mind. 3-4 Stunden aktiv sein, bevor man sich wieder ruhig hinsetzt. Und dann auch nicht auf Sofa & Bett lümmeln und wieder einschlafen.

    Zitat

    Dass da ein Zusammenhang besteht zu deiner morgendlichen Müdigkeit, darauf bist du noch nicht selbst gekommen?

    Das weiß ich natürlich. So ist es momentan bei mir. Es gab auch schon Phasen, an denen ich um 23 Uhr schlafen ging und morgens um 8 Uhr wach war. Diese Phasen kommen immer wieder und ich werde natürlich versuchen, meinen derzeitigen Rhythmus wieder umzustellen.

    Zitat

    Es wiederholt sich: Gibt es nicht, darf ich nicht, geht nicht.

    Das stimmt doch nicht. :-( Bitte lese meine Beiträge mal richtig. Wenn ich schreibe, dass mein Vater keine Haustiere erlaubt, dann ist das wirklich so. Und wenn ich schreibe, dass mir ein Partner beim morgendlichen Aufstehen helfen würde, dann habe ich tatsächlich schon diese positive Erfahrung gemacht, als ich einen Partner hatte. Ich bin für vieles offen und nehme gerne die Hilfe und Unterstützung an. Du verstehst da anscheinend was falsch, vielleicht nimmst du mich auch anders wahr und deutest das Geschriebene von mir nicht richtig.

    Zitat

    Und auch Widersprüche: Du hast kein Geld, Deinem Vater ist alles egal – aber du machst den Führerschein. Wie geht das?

    Das ist doch kein Widerspruch. Es ist richtig, dass ich kein Taschengeld bekomme oder Geld zum Vergnügen oder Weggehen. Mein Vater hat mir angeboten, den Führerschein zu bezahlen aber deswegen bekomme ich doch trotzdem kein Taschengeld.

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    Du hast einen Therapeuten, also mach' Dir jetzt die Therapie durchs Nichterscheinen nicht auch kaputt.

    Ich hatte einen Therapeuten. Die Therapie wurde von seiner Seite aus schon abgebrochen.

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    Bin ja bisher stille Mitleserin gewesen, aber diesen Punkt verstehe ich auch nicht ganz. Ich habe auch meinen FS gemacht vor Jahren und weiss sehr gut, wieviel das kostet. Oder haben wir da etwas falsch verstanden oder überlesen?


    Darüber hinaus würde mich interessieren, ob du garnicht merkst, dass du ständig völlig fadenscheinige Gründe suchst, weswegen irgendwas nicht geht.


    Aufstehen kriege ich nicht gebacken, aber nur weil ich keinen Freund habe.

    Bitte weiter oben lesen. Ich verstehe nicht, was daran nicht zu verstehen ist, dass mein Papa mir den Führerschein bezahlt?


    Und so habe ich das mit dem Freund und dem Aufstehen nicht geschrieben. Das ist Blödsinn. Ich habe geschrieben, dass mir ein Freund beim morgendlichen Aufstehen helfen würde und unterstützend sein könnte. Nicht, dass ich zwingend einen Freund zum Aufstehen brauche! Das ist auch wieder falsch rübergekommen.

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    So wie sich das mit deinen 'ein paar' Bewerbungen liest, kann ich mir vorstellen das diese auch geschrieben sind.

    Ich schicke jeden Tag neue Bewerbungen ab. Ich spreche hier nicht von "ein paar" Bewerbungen, es handelt sich um viele Bewerbungen. Und natürlich ist es absoluter Quatsch, dass mein Anschreiben motivationslos geschrieben wurde und dies auch beinhalten sollte. Wenn ich wirklich keine Lust hätte, würde ich mir doch gar nicht erst die Mühe machen und überhaupt eine Bewerbung schreiben, oder? :|N

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    Und wenn man das nicht kriegt, muss man sich Hilfe holen. Aber selbst DAS findest Du ständig Ausreden.

    Ach ja? Wieso habe ich mich dann damals hinters Telefon geklemmt und nach einem Therapeuten gesucht und auch einen gefunden, wenn ich keine Hilfe wollen würde? ":/

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    Hast du schonmal versucht mit einem ganz konsequenten Tagplan zu arbeiten?

    Nein, eigentlich nicht. Aber ich gehe am Tag davor immer alles gedanklich durch, was am nächsten Tag gemacht werden muss und welche Termine anstehen.

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    Nach dem Aufstehen bloß nicht direkt vor PC oder TV setzen, dann wird man nicht wach. Rausgehen, Spaziergang, Joggen, Putzen, Bügeln, Einkaufen, sonstigen Haushaltskram,...

    So mache ich es eigentlich immer. Ich setze mich nach dem Aufstehen direkt an den PC. TV schaue ich nie.


    Das sollte ich dann mal tatsächlich angehen.

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    Und da beschwerst du dich? Ich finde das ziemlich großzügig.

    Ich beschwere mich doch gar nicht.


    Ich habe halt nur kein Geld für Aktivitäten, deshalb bin ich ja auch ständig allein zu Hause.

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    Du hast einen Therapeuten, also mach' Dir jetzt die Therapie durchs Nichterscheinen nicht auch kaputt.

    Ich hatte einen Therapeuten. Die Therapie wurde von seiner Seite aus schon abgebrochen.

    Und die nächste Ausrede. Nicht er ist Schuld, sondern DU. Du bist nicht erschienen!

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    Ich habe geschrieben, dass mir ein Freund beim morgendlichen Aufstehen helfen würde und unterstützend sein könnte. Nicht, dass ich zwingend einen Freund zum Aufstehen brauche! Das ist auch wieder falsch rübergekommen.

    Und wo ist dann das Problem?

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    Ich schicke jeden Tag neue Bewerbungen ab. Ich spreche hier nicht von "ein paar" Bewerbungen, es handelt sich um viele Bewerbungen.

    Wie viele konkret hast du in welchem Zeitraum rausgeschickt? Hast du mal jemanden drüberschauen lassen, dass alles korrekt und professionell ist? Sind es gute Fotos?

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    Hast du schonmal versucht mit einem ganz konsequenten Tagplan zu arbeiten?

    Nein, eigentlich nicht. Aber ich gehe am Tag davor immer alles gedanklich durch, was am nächsten Tag gemacht werden muss und welche Termine anstehen.

    Nicht aber! Mach es einfach mal. Erstell dir einen Tagesplan und halte dich dran.

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    So mache ich es eigentlich immer. Ich setze mich nach dem Aufstehen direkt an den PC. TV schaue ich nie.


    Das sollte ich dann mal tatsächlich angehen.

    Dann sollten wir dich morgen nicht vor 12 Uhr hier online sehen.

    Um einen Taschengeld-Job zu bekommen, erst mal, brauchst du keine Bewerbungen schreiben.


    Hier hängen Zettel in den Läden für Aushilfen und Inventur-Hilfen.


    Denke da ist eine große Bewerbung garnicht notwendig, wenn man erstmal nachfragt.


    Oder eben auch Kleinanzeigen in den Werbungs-Zeitungen von Privatleuten. Da kannst du anrufen und weißt schnell woran du bist.


    Und natürlich nimmst du Hilfe nicht an, wenn du Termine beim Therapeuten versemmelst.

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    Ich habe halt nur kein Geld für Aktivitäten, deshalb bin ich ja auch ständig allein zu Hause.

    Bumm, nächste Ausrede. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, in der Natur sein kostet kein Geld. Und wenn man sich ne nette Walkinggruppe sucht (zum Beispiel), hat man auch gleich ein paar nette Leute um sich rum.


    Frag doch deine Nachbarn, ob du deren Hund ausführen darfst oder such bei dir im Ort jemanden, der einen Hundeausführer sucht. Dann kommst du noch viel schneller ins Gespräch mit anderen Hundebesitzern. Und nebenbei verdienst du Taschengeld für "andere Aktivitäten".