Naja für mich wäre das nichts dauerhaft zur Miete zu wohnen, vorallem im Alter sehe ich da Probleme und viel Platz brauche ich auch. Ist doch schöner, wenn man ein Gäste-WC hat oder ich in einem 20qm Arbeitszimmer schön arbeiten kann und nicht in einer 26qm Wohnung einen Schreibtisch mit 100 Papierstapeln habe und der Rest liegt auf dem Boden rum und ich finde mich nicht zurecht.

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    Solange man sich wohl fühlt und auch problemlos paar Gäste empfangen kann passt doch alles. Da ist mir egal, was als normal erachtet wird. Gibt immer welche die mehr haben. Ich fühle mich wohl in meiner 1,5 Zimmer-Wohnung. Gut ich reihe mich auch in die Küchen-Jammer-Gruppe ein aber ansonsten ist alles optimal.

    Zitat

    Was läuft schief, läuft überhaupt was schief, und wenn ja, was, und wieso sehe ich es nicht? Sehr merkwürdiges Gefühl.

    deine wohnsituation scheint für dich ein zeichen deines "scheiterns" zu sein!? wenn man mit der schule fertig wird, ausbildung oder studium beginnt, hat man meist ja irgendwelche ziele vor augen: wenn ich groß bin, dann reise ich nach xyz, kaufe mir auto abc und habe dann eine wunderhübsche 4-zimmer-wohnung in efg!


    und dann fängt man in einem job an und merkt, dass das geld irgendwie nicht für alles reicht, oder findet zwar einen job der spaß macht, aber da verdient man wenig, oder findet gar keinen job, oder es läuft in der liebe was schief, oder man wird in eine stadt versetzt, die teurer ist als man dachte...


    ... und bei dir scheint irgendwie das dubiose gefühl des scheiterns im raum zu stehen!?


    ich bin ende 40 und mein jetziger mann ist über 50. wir beide leben in einer kleinen 2-zimmer-wohnung (und nein, wir brauchen keinen rückzugsraum!), obwohl wir beide in diesem alter woanders stehen wollten. aber unsere ersten ehen sind schiefgegangen, beruflich lief nicht immer alles gerade, kinder können teuer sein, auch wenn unsere 4 schon quasi erwachsen sind...


    ... aber unsere wohnung ist unser liebesnest, unser lebensmittelpunkt, unser schutzraum!

    @ Jan74

    Lol, genau diese Gedanken haben mich auch letztens gestreift, sich aber nicht zum Problem festgesetzt.


    Mein "Statusleben" hatte ich mit ca. 36 Jahren für 11 Jahre lang. So wie ich wohnte, so hatte eine Beamtin zu wohnen...in einem Haus für sich allein, mit Rundbalkon, eigenem Parkplatz und allem Schnickschnack.


    Nur Mist, wenn der Wohnstatus nur angemietet ist und es nach 11 Jahren aus ist.


    Heute wohne ich auf 26m² Altbau, Uraltbau mit uralten Möbeln, kein Teil mehr heil durch die Umzüge, viel gestapelter Schrott aus den größeren Wohnungen in der kleinen Hucke in die Ecke gestapelt.


    Wie schon gesagt wurde...ein Student wohnt so. Ich schlafe auch auf dem Boden, bin Baujahr 1961. ;-D


    Da kam mir auch der Gedanke: Wenn ein Student mit einer Matratze auf dem Boden schläft, ist das völlig normal. Wenn ich das mache, ist das assig... ;-D


    Was mich zusätzlich stört, dass mein Geist genauso jung ist, als könnte ich wirklich Student sein. Ich müßte mich viel älter fühlen, den ganzen Tag über das Wetter jammern usw...Enkel zu Besuch bekommen usw...aber nichts davon gehört zu meinem Leben.


    Wollt ich nur mal sagen. Du bist nicht der Einzige, der nicht "artgerecht" wohnt. ]:D

    Zitat

    Du bist nicht der Einzige, der nicht "artgerecht" wohnt.

    Der ist gut! ;-D :)^


    Merke, dass mich das Thema beschäftigt. Ich glaube, es ist letztlich nicht mal die Wohnsituation selber. Sondern diese Vorstellungen, die man hat. Wie Die Seherin auch schreibt.


    Ich merke es gerade bei mir: Endlich Weiterbildung fertig und okay bezahlter Job. Wieder mal Ausgaben für Zweitwohnung, aber geht. Die Gedanken an Urlaub, Hobbies,... Und nun: OP in der Probezeit, Job weg, ALG reicht nicht mal für beide Mieten. Da zerplatzen die ganzen Pläne, was man gerne mit seinem Leben machen würde.


    Wenn man dann schon mal MEHR hatte so wie Du: Klar, dass das an einem nagt.


    Da bleibt dann wohl nur: Bewusste Änderungen (inkl. der Investitionsbereitschaft). Oder einfach schauen, ob das JETZT nicht doch okay ist. Ob man nicht doch mit kleinen Änderungen viel erreicht und sich dann wohl(er) fühlt.


    Ist halt auch wieder so ein Fall von Normendenken... "Man" sollte... Nur: Wer ist "man"?


    ??Wenn ich mir einen Bekannten angucke: Promoviert, hoher Posten im öffentlichen Dienst, vebeamtet auf Lebenszeit, hat regelmäßig mit Bundesministern zu tun. aber wohnt auf 23qm mit Mitte 30, Zimmerchen mit Küchenecke, nicht mal die ist separat. Aber er ist viel unterwegs und spart halt auf Eigentum, was hier in der Stadt mehr kostet als das großzügige und recht neue Haus seiner Eltern in unserer Heimatstadt. Nennt seine Wohnung liebevoll "Hundehütte".??

    @ In-Kog Nito

    Kann Dir leider keine PN schreiben... ??Hatte Anfang Juli dann doch die Klinikstelle angefangen. Also noch Probezeit. Hatte schon Fehltage: 1x Erkältung, 2x Migräne bzw. die akuten Gyn-Probleme. Das vor dem hintergrund der bestehenden Scherbehinderung wg. Knie. Als ich jetzt den OP-Termin nach Rücksprache mit Chef festmachen wollte, gab's die Kündigung. Ohne Vorwarnung, ohne alles. War das erste Gespräch mit dem Chefarzt überhaupt. Allerdings will man mich gerne neu einstellen: Befristeter Vertrag statt unbefristet, komplett neue Probezeit. Zum Kotzen, irgendwie. Alle meine Kollegen stehen komplett hinter mir, nur der eine Chefarzt tickt nicht mehr frisch. Der andere hat mich operiert und sieht überhaupt kein Problem.??

    Zitat

    Mit (vermeintlichen) Ansprüchen von anderen Leuten hat das aber gar nix zu tun.

    Sicher :=o? Ich bin ja der Meinung, dass solche Statussymbole immer was mit den anderen Leuten zu tun haben. Man kann was herzeigen, angeben, sich dabei gut fühlen, bewundert zu werden. Nur hat das viel mit der inneren Einstellung zu tun. Mir ist es z.B. total schnuppe, was andere denken oder nicht denken und meinen wahren Freunden ist es herzlich egal, ob ich in meiner 1-Zimmer-Wohnung lebe oder ein Luxus-Appartement hätte. Denn die sind an mir und nicht an meiner Wohnung interessiert. Mich persönlich juckt es nicht die Bohne, eine kleine Wohnung zu haben. Ich bin da nicht besonders anspruchsvoll. Es liegt ja auch daran, wie man seine Prioritäten setzt. Mir sind andere Dinge, wie z.B. zu verreisen etc. einfach wichtiger. Klar, gibt es auch Leute, die sich alles aufeinmal leisten können, Haus mit Garten, 4x im Jahr verreisen, Markenklamotten etc., aber da hilft auch nichts Jammern, denn dann hat man einfach den falschen Job, kein Glück im Lotto, nicht geerbt oder den falschen Partner. ;-D


    Aber ich versteh grundsätzlich schon, wie es gemeint war, dieses "dass man ab einem bestimmten Alter anders wohnen "sollte" und sich wie ein Langzeitstudent in der kleinen Wohnung fühlt". Aber lieber hab ich meine kleine Wohnung, die ich ohne Probleme bezahlen kann, als ein Haus mit Schulden.


    Naja und wenn man schon mal was Luxuriöseres gewöhnt war, klar, dann fällt es schwer(er), sich wieder auf was Kleineres einzustellen. Wobei ich auch anders aufgewachsen bin als ich jetzt lebe, aber es ist mir irgendwie nicht wichtig, vielleicht weil ich ein paar Sachen hinter mir hab, die wesentlich schlimmer sind als eine kleine Wohnung.


    Hinzu kommt noch, dass ich Leute, die extrem in diese Richtung gehen, mit solchen Dingen angeben zu müssen, wahnsinnig lächerlich finde. Eine Bekannte von mir (alleinstehend) hat z.B. eine riesige 90m² Bude, obwohl sie fast nur bei ihrem Lebensgefährten hockt. Ein Zimmer als "Gästezimmer", fragt sich nur, wo die Gäste sind :=o ;-D. Eine Luxus-Küche in rot-schwarz mit allem drum und dran musste auch rein, obwohl sie nie!!!! kocht (heul). Aber Hauptsache was vorzeigen können :=o. Dass die restlichen Zimmer auch entsprechend eingerichtet sind, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Dann eine riesige teure Karre von Auto mit Wahnsinns-PS (da sie ja gern schnell fährt – aaaah ja!), dafür aber dreckig (innen und außen), als hätte sie noch nie eine Waschanlage und Staubsauger gesehen. Dann brauchte Madame dringend eine Freisprechanlage fürs Auto, da sie gaaaanz wichtige Telefonate (aber nicht berufllich!) im Auto führen muss. Schwiegereltern in spe schenkten ihr eine zu Weihnachten, aber die war nicht gut genug, also selbst noch eine gekauft. Sorry, aber da frag ich mich: geht's noch?! Ich könnt mich jedes Mal kaputt lachen und bin auf ihren Lebensstil kein bisschen neidisch. Das wäre mir alles viel zu anstrengend, dieses "was denken andere über mich und damit könnte ich vielleicht wieder angeben"! Im Übrigen sollte ich noch erwähnen, dass besagte Bekannte keine Top-Managerin o.Ä. ist und auch nicht studiert hat, aber für diesen ganzen Kram haut sie einfach gerne Geld raus, um anzugeben. Nur was hat das für einen (tieferen) Sinn? ":/


    Und Vorteile hat eine kleine Wohnung defintiv auch: Weniger Heizkosten, weniger zu putzen, vielleicht auch gemütlicher und man kann nicht so viele Dinge anhorten! :)^ ;-D

    Hm ja, es hat wirklich nix mit Statusdenken zu tun. Eigentlich gehts wirklich fast nur um das "es könnte ein Indiz dafür sein, dass was falsch läuft".


    Ich hatte ja meine präferierte Wohnung schon beschrieben und mit 3 Zi, 75 qm, denke ich nicht, dass das viel mit "Statussymbol" zu tun hat. Aber halt irgendwie, ja, "artgerecht", nicht "unterprivilegiert". Dieses "unterprivilegiert wohnen und sich ohnmächtig fühlen, daran irgendwas zu änder" (zumal das Ziel ja auch wirklich nur die 75 qm Bude ist), ist einfach bizarr. Wobei es eher um das merkwürdige Ohnmachtsgefühl geht. Meine Wohnung an sich ist ok, ich fühl mich hier wohl. Hatte mich sogar neulich für eine grössere beworben und sie nicht bekommen, und war sogar erleichtert (obwohl sie wirklich schön war). Dachte, nee, es reicht zur Zeit so wies ist hier, und auf die Kosten und den Aufwand beim Umzug hab ich grad gar keine Lust, hab zur Zeit wichtigere Lebensbaustellen.


    Mit Angebergehabe etc hab ichs wirklich nicht.. auch kein tolles Auto etc.

    @ sunflower

    doof, allet jute!


    Wieso hast Du denn zwei Wohnungen=

    ich weiß, was du meinst.


    wir haben mal irre viel geld bei der börse verloren und wir wohnen nun ganz gut,


    aber wenn ich so sehe, was andere befreundete familien nun allmählich so stemmen...


    schaffen sich die 2. eigentumswohnung als kapitalanlage an, damit jedes der kinder eine hat später usw.


    tja...


    man ist wohl nie zufrieden.