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    Eigentlich gehts wirklich fast nur um das "es könnte ein Indiz dafür sein, dass was falsch läuft".

    Hm, das ist wirklich seltsam, also "seltsam" in Form von interessant ;-), denn solche Gefühle hatte ich noch nie, so ein Denken wäre mir nie in den Sinn gekommen. Wäre wirklich interessant zu wissen, was diese Gefühle für eine Ursache haben. Muss ich mal drüber nachdenken, finde ich ganz spannend, eben weil es nichts damit zu tun, angeben zu wollen oder sich grundsätzlich unwohl zu fühlen. *:)

    Ich kann den TE verstehen. Bei mir ist es so, dass ich eine grosse Küche habe, diese ist aber schon 30 Jahre alt, die Geräte sind ca. 15 Jahre alt und in Ordnung. Die Küche ist nicht kaputt, nicht abgestossen, es ist eine teure Markenküche gewesen damals und damit vermutlich besser als jene Kaufhausküche No Name oder ne Billig Markenküche.


    Dennoch ist das Desgin nicht das Beste, sie ist zwar hell, was einiges ausmacht, trotzdem fühle ich mich damit manchmal auch nicht wohl. Weil ich kaum bzw. keine Leute kenne die so eine alte Küche noch haben. Fliesen sind auch die alten im Flur und Küche, Bad. sauber und geil, aber das Design..zum Glück nur Beige. Rausreissen ist sehr teuer. Neue Küche sowieso. Also freundet man sich irgendwie an, arbeitet mit anderen Dingen die erheblich günstiger sind, wie neue Tapete, Wandfarbe, Gardinen, Deko etc.

    @ Jan:

    Klingt nach Kopf-vs.-Bauch-Dilemma. ;-) Einerseits klare Vorstellungen, andererseits Erleichterung über die nicht bekommene Wohnung. Sagt doch auch was aus... ;-)


    ??Zwei Wohnungen: Neuer Job in 90 km Entfernung, tägl. Pendeln zu teuer, in der Pampa, keine Öffis. Aber eben auch nicht der Traumjob, wegen dem ich hier vor Ort direkt und sofort und vor Ablauf der Probezeit alle Zelte abbrechen wollte. Ist auch nur ein kleines Appartment und die Miete kostet weniger als 2 Wochen Pendeln.??

    Mir sagt das vor allem, das ich noch nicht wirklich meinen Weg gefunden habe. Weder das eine (jetzige Wohnung) noch das andere (die Wohnung die ich nicht bekommen habe) ist wirklich "das richtige". Vermutlich kommt das ganze merkwürdige Gefühl daher. Gefangen in einer Lebenssituation, die nicht "das richtige" ist, aber so tief gefangen, übermannt vom Gegrübel, das ich gar nicht mehr klar sehe, was eigentlich das richtige wäre.. so kommts mir oft, oft vor. An der Wohnung manifestiert sich das nur, aber das eigentliche Problem ist ein ganz anderes.. aber welches nur!?


    Ich merke auch, dass sich mein Zufriedenheitsgefühl mit der Wohnung bessert, je mehr ich auf anderen Gebieten Fortschritte machen. Als es mir 2010/2011 ganz mies ging, hab ich ganz viel an Schuld daran der Wohnung zugeschrieben. Jetzt, wo es mir viel viel besser geht, bin ich auch auf einmal mit der Wohnung weitgehend versöhnt..

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    Finds aber ganz interessant in diesem Faden dass die Damen mehr auf "schöne, große Wohnung" fixiert zu sein scheinen als die Herren.

    ich glaube, dass bei frauen – vorsicht, tiefer griff in die klischee-kiste! – der nesttrieb ein wenig ausgeprägter ist.


    mir selber ist gar nicht die größe wichtig, sondern ob dieses nest mit liebe zu meinem schutzraum gemacht worden ist – von mir und meinem mann!


    wie ich ja ganz am anfang geschrieben habe:


    ich bin ende 40 und mein jetziger mann ist über 50. wir beide leben in einer kleinen 2-zimmer-wohnung (und nein, wir brauchen keinen rückzugsraum!), obwohl wir beide in diesem alter woanders stehen wollten. aber unsere ersten ehen sind schiefgegangen, beruflich lief nicht immer alles gerade, kinder können teuer sein, auch wenn unsere 4 schon quasi erwachsen sind...


    ... aber unsere wohnung ist unser liebesnest, unser lebensmittelpunkt, unser schutzraum!

    Wir haben eine größere Wohnung wegen den Kindern, immerhin sind es drei an der Zahl. Wir haben schon überlegt wie es den wäre eine Wohnung zu kaufen, aber ich wüßte nicht was ich mit ner großen Wohnung sollte wenn die Kinder ausgezogen sind.


    Das Geld kann ich mir auch sparen.


    Deshalb möchten wir nach dem Auszug der Kinder lieber eine kleine feine Wohnung kaufen.


    Heizen wird nicht günstiger, putzen fällt im Alter immer schwerer usw.


    Da sind mir Dinge wie entweder Erdgeschoss, Aufzug und in der Nähe von Ärzten etc.pp viel wichtiger.


    Also gerne zentrumsnah.


    Mein Lieblingszimmer ist das Wohnzimmer, das muß groß sein, der Rest ist mir schnuppe. Küche , hauptsache meine Schränke passen rein.


    Bad, am liebsten mit Fenster, ansonsten heizt ein kleines Bad viel besser. Schlafzimmer, betrete ich nur zum pennen und so :=o .


    Die Kinderzimmer betrete ich hier nur nach dem aufräumen, ansonsten ist mir die Gefahr auf Legosteine oder diverse kleinteile zu treten einfach zu groß ]:D .


    Zu schätzen weiß ich aber unser Gästeklo, sehr wichtig bei drei Kindern, obwohl ich da auch manchmal warten muß.


    Ja, die Wohngegend finde ich sehr wichtig, ansonsten verbringe ich ja keine 24h zuhause.


    Aber wenn dann halt mein Wohnzimmer.

    Zitat

    Deshalb möchten wir nach dem Auszug der Kinder lieber eine kleine feine Wohnung kaufen.

    wenn ich früher vor meinen kindern geschwärmt habe, was ich mit deren zimmern mache, wenn die ausgezogen sind, haben die die augen verdreht... eines tages hat mein (damals 15jähriger) sohn gesagt: "aber mom, das ist unlogisch! es sterben viel zu viele alte frauen in viel zu großen wohnungen! sinnvoller wäre es doch, wenn du ausziehst und wir die 4 zimmer hier für eine wg nutzen!"


    zuerst ist mir zwar die spucke weggeblieben, aber so haben wir es dann letzendlich 3 jahre später gemacht :)z

    Zitat

    Für mich muss aber auch die Wohngegend passen.


    Das natürlich auch. Ich würde in keinem "Problemviertel" wohnen wollen.


    Blair_W

    Sehe ich völlig anders :=o .


    Würde ich nicht in einem "Problemviertel" wohnen, könnte ich mir niemals meine 100 m² Altbauwohnung mit begrüntem Hinterhof leisten.


    Es gibt viel weniger Probleme im "Problemviertel" als im "bürgerlichen Quartier", da würde ich NIE wohnen wollen ]:D . In meiner Nachbarscahft darf man auch mal laut sein, keiner beschwert sich über Besuch und meine Nachbarn zerreissen sich auch nicht das Maul über meine "unorthodoxen Arbeitszeiten" und mein Aussehen ]:D.


    Angst hab ich auch nie, ganz im Gegenteil, im "Problemviertel" sind auch nachts noch Leute unterwegs und es ist nicht so ausgestorben wie in anderen Viertel, wo man sich zu Tode erschreckt, wenn man doch mal jemandem begegnet.