Borderline

    Hm, ich dachte ich eröffne mal einen Faden für die Borderliner... Oder für deren Angehörige... Oder wen es auch immer interessiert... Hier können Fragen gestellt werden, die vielleicht andere Betroffene beantworten können oder Anregungen oder einfach nur ein Austausch zwischen "gleichgesinnten"...


    Ich hoffe, euch gefällt die Idee...

  • 1 Antworten

    grüss dich kerry,


    wie es entsteht ist nicht sicher, es gibt wissenschaftliche untersuchungen drüber das es schon an frühkinderlicher nerven schädigung aufgrund von vernachlässigung, missbrauch etc gibt.


    syntome sind breit gefächert aber ich denke für ein genaues verständniss möchte ich gern auf wikipedia verweisen: http://de.wikipedia.org/wiki/B…%B6nlichkeitsst%C3%B6rung


    es ist breit gefächert, therapie möglichkeiten sind schwierig da man eben nicht weis woran es liegt.


    das eine abschliesend, borderline ist wohl einer der unangenehmsten formen von psychischen störungen die man haben kann, da sie ne menge störungen vereinen.


    viel "spass" beim lesen, aber nie vergessen. es gibt immer unterschiedliche formen und schwere von krankheiten!

    Ja, Wikipedia beschreibt das schon sehr gut!!!


    Wenn mich jemand fragt, was Borderline ist, dann antworte ich meist: "Borderliner sind Grenzgänger... Bei mir ist es so, dass ich


    mich ständig im Grenzbereichen bewege, aber die Grenzen nicht erkennen kann... Bezogen auf Gefühle, Beziehungen und so weiter... Die Grenzen sind mir nicht klar, aber ich überschreite sie ständig... Falle von einem Extrem ins andere... Mal mag ich jemanden total und dann hasse ich ihn plötzlich... Mal möchte ich jemanden ganz nah bei mir haben und dann stoße ich ihn wieder weg..."


    Das ist Borderline in meinen Worten... Und eben dieses nicht erkennen von Grenzen macht es mir/macht es den Borderlinern oft so schwer ein normales Leben zu führen... Womit ich jetzt nicht sagen will, dass Bordis das nicht können; dass es ausgeschlossen ist... Aber einfach ist es halt nicht...


    Und deswegen - so denke ich - ist es wichtig, sich untereinander auszutauschen... Die Erfahrungen zu schildern... Denn nur, wenn man in etwa weiß, was in dem anderen vor sich geht, kann man ihm auch brauchbare Tipps und Anregungen erteilen!


    **MAL EINE ALLGEMEINE FRAGE AN DIE BORDIS HIER:


    ihr euch selber? Denn viele Menschen glauben ja: wer sich selber
    der ist gleich ein Borderliner, aber das stimmt nicht! Ich kenne mehrere Bordies, die das nicht tun!**

    Zitat

    Ich kenne mehrere Bordies, die das nicht tun!

    Und auch umgekehrt! Ein Arzt hat mal an mir versucht Borderline zu diagnostizieren, obwohl kein einziges Symptom auf mich zutrifft (außer dass ich mich selbst verletze). Der dachte wohl autoagressiv=Borderliner.

    Zitat

    Ich kenne mehrere Bordies, die das nicht tun!

    Und auch umgekehrt! Ein Arzt hat mal an mir versucht Borderline zu diagnostizieren, obwohl kein einziges Symptom auf mich zutrifft (außer dass ich mich selbst verletze). Der dachte wohl autoaggressiv=Borderliner.

    hallo @ all

    bin wider auf den dam ,geht zwar noch nicht gut aber schon besser.....


    leider habe ich grade einen schweren schub hinter mir , weil was viele nicht wissen ist das dise erkrankung auch in schüben verlaufen kann, so wie bei mir.


    ich versuche es mal zu beschreiben .....


    du lebst ganz "normal" (zwar krank aber das merkst du nicht,man kennt es ja)


    dan pasiert etwas ,was nicht in deiner welt past (emotional )


    jetzt merkst du, das du doch nicht "normal" bist.


    was dan pasiert, kann ich nicht in worte fassen ,ich nenne es einfach mal schub .


    es endstäht ein abselutes caos welches für den betroffenen nicht zu ertragen ist ,es gipfelt meist in einem zusammenbruch ,mit selbstverletzung etz..


    zum guten schluß (so wie bei mir jetzt) kommt die phase wo man anfangen muss mit den neuen erfahrungen wider "normal" zu leben.


    die neuen erfahrungen werden nur leider nicht als solche war genommen sondern ganz schnell wider vergessen wie der schmerz .die meisten borderlinner sind leider nicht in der lage sich an schmerz oder nichtextreme gefühle zu erinern .


    meist ist es dan aber ein über leben bis zur nächsten katersdrophe


    gruß

    ich hab noch n alten text von mir gefunden, ich glaube, als antwort auf ne aehnliche frage in nem andren thread.... anfuehrend und abschliessend mit der bitte, nichts zu "zerpfluecken". der text ist, mich persoenlich betreffend, auch nicht (mehr?) in allen teilen aktuell, aber im grossen und ganzen stimme ich damit immernoch ueberein.


    "ich bin zwar als geheilt entlassen (soweit man bei bl ueberhaupt "geheilt" sagen kann.. aktuell stabil wuerde es eher treffen), aber trotzdem macht mich dieses unverstaendnis aggressiv, mag sein, dass ich da auch wieder in alte verhaltens- und denkweisen reinrutsche...


    auch ich bin zum teil auf dem stand einer 3-jaehrigen (jedenfalls emotional), zum teil auf dem stand einer 10-jaehrigen (alltaegliche dinge, haushalt, ..), zum teil auf dem stand einer 20-jaehrigen (pass, koerper) und zum teil noch weit drueber (iq, und aehnliche dinge, berufsleben).. das zur inneren zerrissenheit.


    ich hatte panische angst, mich von meiner kleinen perfekten welt zu loesen, aus der ich alles "verdraengen" konnte, was nicht reinpasste, aus der ich rausekeln, manipulieren, intrigieren konnte, in der ich meine gefuehle leben konnte und nich kontrollieren, in der ich FREI war - und ich fuehlte mich frei, wirklich frei - und nicht gefangen in normen und gesetzen, regeln.


    ich denke, trotzdem sollte man verstaendnis fuer die krankheit bzw die betroffenen aufbringen, dass sie selbst nicht anders KOENNEN, dass ihr verhalten reine ueberlebensstrategie ist. und dass man angst hat, panische angst, aus dieser strategie, die man jahrelang zum reinen ueberleben genutzt hat, wieder auszubrechen, in die welt zurueckzukehren, die man aus angst, aus selbstschutz verlassen hat, ist normal, vllt sogar gesund. kein bl kann sich sicher sein, dass er nicht wieder mit "unaushaltbaren" situationen konfrontiert wird und dann schutzlos dasteht.. diese angst hab ich heute noch oft, und oft werd ich noch mit dingen konfrontiert, die mir unaushaltbar erscheinen oder es zum teil auch sind. auch als "gestoerte" hab ich die "normalos" verstehen koennen, bzw nachvollziehen, aber ich konnte nicht so SEIN. das war nicht ich.


    auch war es bei mir so, dass ich mich, meine persoenlichkeit, zu 90% ueber meine krankheit definierte und 10% ueber mich. dh ich WAR ueberemotional, ich WAR gestoert, ich wusste nicht, wer ich war, ich schwebte einfach nur im leben, ich war (und bin) einfach ein dunkelkind, ich WAR einfach die krankheit und es gab nur wenige dinge an und in mir, die nicht krankheit waren.


    und was mir zwischendrin einfaellt: es ist wirklich superschwer, da so sachlich ranzugehen, weil man diese ganzen vielfaeltigen und so gewaltigen gefuehle dabei einfach nicht beschreiben kann. man sagt, bl empfinden emotionen ca. 20 mal so stark wie "normalmenschen" (nicht wissenschaftlich belegt...), von daher kann sich wohl auch jeder denken, wie unkontrollierbar diese gefuehle sind.


    zum thema "kraft".. sicher haben bl sehr viel kraft, wenn es um - fuer aussenstehende - destruktive verhaltensweisen geht (manipulieren, aggressionen, ..), aber diese kraft entsteht erst aus den aufkommenden emotionen heraus, die der bl nicht kontrollieren kann. fuer vermeintlich konstruktive dinge bringt der bl normal weder begeisterung noch emotionen auf (wenn, nur gegenwehr), weil er ja damit seinen selbstschutz aufgeben muesste.


    viele (wenn nicht sogar alle) bl sind mit dingen konfrontiert worden, die sie nicht ueberlebt haetten (psychisch), wenn sie sich nicht in diese schutzmechanismen und die daraus folgende krankheit gefluechtet werden und davon ausgehend muss ich sagen, dass diese reaktion gesuender ist, als jede andere reaktion darauf.


    "Auch wenn das ein Hilferuf ist, dann gehört dazu, dass man sich auch helfen lässt!"


    helfen, ja. aber richtig. und zum richtigen zeitpunkt. und von der richtigen person. und der richtigen geschwindigkeit. und der richtigen methode. und und und... nur weil jmd ein angebot ablehnt oder 2, heisst das ja nicht, er will sich nicht helfen lassen...!


    zum thema "von der masse abheben".. da hab ich genug andere dinge, da brauch ich sv nicht fuer.. musik, kleidung, schmuck, haare, einstellung, themen, interessen, beruf, ... auch damals schon.


    ich bitte darum, das jetzt nicht im einzelnen zu zerlegen, ich bin nicht sicher, ob ich auf alles eine - fuer andere - zufriedenstellende antwort geben koennte.. zuviel davon sind einfach nur heftigste emotionen.."


    ich denk, das trifft es ziemlich gut.


    zustand aktuell: wuetend, allein, traurig, zerrissen, ueberfordert, *nur noch WEG*

    hallo unreal....

    ich kann deinen beitrag gut nachvolziehen und auch verstehen...


    nur möchte ich dir an dieserstelle einen kleinen denkanstoß geben.


    nicht jeder mensch kann die gebalten ladungen an information und emotionen die du in deinen beiträgen zu weilen rüberbringst nachvolzihen geschweigedenn verstehen.


    versuche es doch mal mit bröckchen lass die leute das vorherige erstmal verarbeiten.


    ist nich böse gemeint ....ich kennne das von mir auch... und bin dan sauer wen keiner mehr zuhören mag...... geht ja auch teilweise nicht weil wir sie überfordern.


    lg mike

    unreal,


    also ich finde es sehr mutig und stark von dir, dass du das so aufgeschrieben hast!!! Das du so versucht hast deine Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen... Denn das ist nicht einfach!!! Und es ist deine Sichtweise zu den Dingen...


    Und ich denke wer "uns" verstehen will, für den ist genau so ein Text sehr hilfreich, wenn auch vielleicht anfangs ein wenig verwirrend oder überfordernd... Aber so ist es eben... So sind wir!

    Wer das nicht versteht, der will es wahrscheinlich auch nicht verstehen... Denn ich denke, wer uns verstehen will, der wird sich mit diesem Text/diesen Texten auseinander setzten, auch wenn er sie vielleicht zwei oder drei Mal lesen muss, um alles zu verstehen...

    Ich selbst leide nicht unter borderline, finde aber immer wieder interessant, wie unterschiedlich sich die Krankheit anscheinend äußert.


    Und stimmt schon, wenn´s nicht interessiert, der muss ja nicht hier lesen.