• Borderline

    Hm, ich dachte ich eröffne mal einen Faden für die Borderliner... Oder für deren Angehörige... Oder wen es auch immer interessiert... Hier können Fragen gestellt werden, die vielleicht andere Betroffene beantworten können oder Anregungen oder einfach nur ein Austausch zwischen "gleichgesinnten"... Ich hoffe, euch gefällt die Idee...
  • 1 Antworten

    Malika

    ich meinte auch nicht, dass solch umfangreiche Dinge ambulant gemacht werden sollen. Weiß nicht so recht, bin da skeptisch. Ich sprach eher davon, dass ich sowas bei stationären Aufenthalten am Besten finde. :-| Ihr hättet das auch gerne hier machen können - mir ist es egal.


    Und übrigens, ich bin nun wirklich nicht der Mensch, der nach außen zeigt wie es mir geht. Aber das tut nichts zur Sache.


    Nur wenn Du, Malika, schonselbst schreibst, dass Du es selbst erst merkst (das Loch), wenn es schon zu spät ist, das zeigt doch schon, dass Du vielleicht auch lieber die Finger davon lassen solltest, odeR? Ich meine Du schreibst sinngem.: "Ich merke selbst erst viel zu spät, dass ich hätte aufhören sollen" und schreibst im gleichen Atemzug, dass Du es dennoch machen willst. Versteh ich nicht. :-/


    In meinen Augen überwiegen da definitiv die Nachteile. :-/ Aber wie gesagt, das ist euer Bier und ich will hier niemanden von was abhalten oder so. Wollte es wirklich nur mal so gesagt haben... ;-)

    @ :)

    Hm, clair, ich meine, wenn ich immer darüber nachdenken würden, also bei jeder Kleinigkeit, ob mir das im Nachhinein gut tut oder nicht und es dann immer lassen würde, weil ich mir da halt nie sicher sein kann, dann kann ich ja gar nichts mehr machen... Denn meine Aussage war halt nicht nur auf diesen Test bezogen, sondern auf mein ganzes Leben... Theoretisch sollte ich dann auch den Chor und den Gottedienst meiden, weil es da manchmal auch Sachen gibt, die mich triggern... Oder Zugfahren oder allgemein die Öffentlichkeit, weil ich da sehr oft Gesprächsfetzen aufschnappe, die mich runter ziehen...


    Von daher habe ich es mittlerweile aufgegeben mir darüber gedanken zu machen...


    Na ja und den Test habe ich jetzt in einem anderen Faden eröffnet, weil du geschrieben hast, dass dich auch das Mitlesen triggert... Und ich denke, dass das auch bei anderen so sein wird/kann (kann mich da ggf. auch selber nicht ausschließen) und da ich nicht möchte, dass du/ihr euch von diesem Faden deswegen fern haltet, habe ich halt einen neuen eröffnet ;-)

    @ :)@:)@:)@:)@:)@:)

    Ist ja auch voll okay,

    wollte es nur mal so anbringen... ;-) Klar kann man nicht ständig jedem Trigger aus dem Weg gehen. Du wirst schon wissen was Du machst. :)^ Das mit dem eigenen Faden dafür, finde ich auch gut, denn auch wenn ich nicht so oft hier im Borderline-Faden schreibe, lese ich doch oft mit... ;-)


    Na dann, schöne Rest-Pfingsten euch! @:)

    Danke, clair, das wünsche ich dir auch!


    Obwohl es mir im Moment lieber wäre, wenn Pfingsten schon vorbei wäre ;-)


    Arbeit Arbeit Arbeit ;-)

    Mir wäre es auch lieber, wenn Pfingsten schon vorbei wäre...

    Sagt mal, ihr kennt es doch sicher, wenn ihr wahnsinnig agressiv werdet, oder? Also so richtig, dass man alles klein schlagen könnte und so.


    Habe mich gerade mit ner Bekannten aus der Klinik getroffen. Sie hat erzählt, dass sie (sie ist momentan wieder stationär - Psychotherapiestation) einen übelsten Wutanfall hatte und mit Tavor vollgestopft wurde. Ich finde das absolut bescheuert. Wenn ich solche Anfälle habe, enden die bei mir meist mit einem tierischen heulanfall (eigentlich weine ich nie!!!). Denn irgendwie konnte ich dann ofensichtlich was "rauslassen" was ich sonst nicht kann. Wenn man in einem solchen Moment aber ruhiggestellt wird, dann wird einem doch das Ventil verstopft, oder? Wie seht ihr das? Ich fände es besser, einen dann erstmal machen zu lassen... Soweit man sich in einer solchen Situation eben nicht zu sehr in Gefahr bringt... :-/


    Bin grade ziemlich durcheinander. Hoffe ihr versteht das trotzdem irgendwie... :-

    @ :)@:)@:)

    hm, also das finde ich auch übel, wenn man da mit Medikamenten vollgestopft wird...


    Bei uns, also als ich noch stationär war, war da eine Schwester, die der Meinung war, dass man Bäume schütteln sollte, wenn man einen Wutanfall hat... Im ernst da ich da keinen bock drauf hatte (in der Öffentlichkeit) hab ich meine Wut so gut es ging runter geschluckt und mich im Park verkrochen...

    bis

    vor einigen wochen hätte ich auch noch geglaubt das man wutanfälle nicht stoppen sollte..aber ich habe irgendwo gelesen dass wut nicht gerade förderlich ist ..wenn man sie rauslässt..


    sicherlich gibts einen gewissen punkt..wo man wut gesteuert rauslassen sollte..aber -nur gesteuert..alles andere soll angeblich ungesund sein...ich weiß leider die quelle nicht mehr..


    ich suche sie aber gelegentlich mal raus..

    ich

    bin heute total ängstlich..und soooo angespannt..kneif andauernd meine kiefer aufeinander..


    ähm..liegt das am kommenden vollmond??


    bin soooo aggrieeeeee..meine arme familie8-)

    :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)* viele Kraftsternchen für diejenigen hier lasse, die es im Moment gebrauchen können :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*


    Einen schönen Abend wünsche ich euch @:):-x*:)

    Bin heute auch irgendwie hibbelig gewesen... Musste ständig irgendwas machen... Konnte nicht ruhig sitzen... Obwohl ich schon den ganzen Tag totmüde war...

    Wegen der Wut:

    Das Mädchen befindet sich in stationärer Behandlung - ist also unter ständiger ärztlicher Aufsicht. Und sie soll wegen der SV lernen, die Wut rauszulassen. Der an dem Abend diensthabende Arzt ist auch ihr Therapeut!!! Und dieser wurde sofort gerufen. Er hätte sie doch lassen können und den Wutanfall beobachten oder so. Danach wäre er da gewesen um drüber zu reden. Aber wenn man das sofort im Keim erstickt? Wo solls denn hin? Aber sich wundern, wenn man dann wieder zur

    greift? Klasse! :)^

    Manchmal denke ich, dass sich manche Ärzte und Therapeuten diesen "Ausbrüchen" nicht gewachsen fühlen... Die sind viel zu unsicher um einen "machen zu lassen"...

    noch mal zu Lewian@:)

    Zitat

    Es ist so schwierig, psychische Probleme irgendwie klar in den Griff zu bekommen.

    Ich habe mich jetzt die Tage gefragt, ob es so außergewöhnlich ist, psychische Probleme klar zu definieren. Denn ja wie du sagtest, sind wir Menschen sehr unterschiedlich und dies überhaupt nicht nur auf irgendwelche Probleme bezogen. Warum sollte es dann bei Problemen einfacher sein? Mir kamen dann so Sätze die gerne gebraucht werden: "psychische Probleme sind nicht so sichtbar wie z. B. die Tatsache, dass ein Mensch z. B. im Rollstuhl sitzt. Hinter dem Sichtbarsein des Rollstuhls steckt ja trotzdem auch eine Geschichte und Gefühle, die den ganzen Menschen ausmachen und da reicht der Rollstuhl auch nicht aus um zu wissen, wie es in dem Menschen vorgeht, was diesen einzelnen Menschen ausmacht. Da ist der Rollstuhl ein Teil vom ganzen. Hmmm nun sehe ich da keinen großen Unterschied mehr zum "Borderline". Denn auch mit der Borderline-Diagnose wird nicht der ganze Mensch automatisch beschrieben. Ich möchte betonen, dass ich damit NICHT!!!! die Probleme herunterspiele, die jeder einzelne hat!!! Frage mich aber, wem genau diese Diagnose dann im Endeffekt nützt. Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr muss ich mir selbst eingestehen, dass es schon manchmal so ist, dass die Diagnose auch ein "Entschuldigungsschild" zu sein scheint: denn wenn ich mal grantig reagiere, kann ich ja sagen, dass ich Borderline habe. Aber ich denke, dass es mir selbst hilft, wenn ich mir mein Verhalten erklären kann, ich weiß, warum ich so oder so reagiere und es möglich sein könnte, dass Borderline da mit reinspielt. Aber ich denke auch: dass es trotzdem keine Entschuldigung sein dürfte, wenn ich andere z. B. damit verletze. Denn andere zu verletzen, dazu hat niemand ein Recht. Wenn da angefangen wird Ausnahmen zu machen, wird es sehr schwierig werden da überhaupt Grenzen zu finden, inwieweit dies oder jenes zulässig ist. Vor allem wer soll sich da das Recht rausnehmen dürfen, zu entscheiden, was erlaubt ist und was nicht?


    Dann kamen mir da noch so Gedanken, ob es vielleicht gar nicht so nachteilig ist, dass psychische Probleme nicht gleich so sichtbar sind: denn beim gebrochenen Bein sieht man was Sache ist und meint genau zu wissen, weshalb der andere dann so und so reagiert. Doch wenn mir jemand sagt, dass er psychische Probleme hat und so oder so reagiert, wie kann ich dies nachprüfen? Dies wird sehr schwierig werden, also denke ich, dass es vielleicht auch ein "Versteck" hinter der Diagnose sein kann, denn was soll mir der andere denn da rein reden können? Er kann es doch gar nicht verstehen, weil es ja so schwer sichtbar ist. Und dies kann auch zum Vorteil genutzt werden, denn was soll der andere denn für Argumente bringen können, wenn ich es doch selbst bin, die da nur genau bescheid weiß?

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    Da stehen zo Symptom-Listen drauf und so Definitionen wie "wenn mindestens vier von sechs der folgenden Dinge zutreffen"... Jetzt gibt es aber sehr unterschiedliche moegliche Kombinationen da von "vier aus sechs" (bin Mathematiker ), woraus folgt, dass "Borderline" fuer sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder verwendet werden kann, die kaum etwas gemeinsam haben.

    ja und zusätzlich zu dem ganzen kommen ja noch die ganzen anderen menschlichen Eigenschaften, die nichts mit Borderline zu tun haben müssen. Was ist, wenn ein Mensch von sich aus ein impulsiver Typ ist? Muss dies was mit Borderline zu tun haben? Es gibt so viele Charakterzüge und wenn ich nun mal schnell gekränkt bin oder mich verletzt fühle, muss doch im Prinzip gar nichts mit der Diagnose zu tun haben. Es gibt ja diese vier Charaktertypen unter anderem den Hystrionischen Typ. Was ist, wenn dieser Typ zusätzlich Dinge hat, die dann auf die Borderline-Diagnose zutreffen, heißt es dann automatisch, dass, weil er hystrionischer Natur ist, dass dies dann zur Borderline-Diagnose dazu gezählt wird?

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    Die Medizin und weitgehend auch die Psychologie sind heute leider gepraegt von dieser "wissenschaftlichen" Idee, alles in Kategorien einteilen zu muessen. Einige von euch wissen sehr genau, wofuer das gut ist: "Dann hat es halt einen Namen"... das kann beruhigend sein, fuer Patienten, aber auch fuer Aerzte und Therapeuten. Man macht etwas behandelbar, wenn man ihm einen Namen gibt. Und ein Arzt kann kompetent erscheinen, wenn er sagen kann, "dies ist die Krankheit XY, da macht man dann das und das".

    ja weil wir irgendwie für alles immer eine Erklärung brauchen. Andererseits ist es aber auch so, dass erst genau dies und jenes nachgewiesen werden muss, ehe uns bestimmte Fördermittel, oder Hilfsmittel zustehen. Also müssen wir schon mal ausgegrenzt werden, damit wir in eine bestimmte Kategorie fallen um dann Hilfe zu bekommen, um dann vielleicht wieder mit der Hilfe integriert werden zu können: also erst aussondern um dann Mittel zu bekommen um wieder dazuzählen zu können. Ich habe mal erlebt, das einem Menschen eine bestimmte Pflegestufe nicht zugestanden wurde, weil ein bestimmtes Merkmal fehlte, dafür aber ein anderes da war, was aber in dem Kategorienkatalog nicht stand. Tja Pech gehabt, so traurig das auch ist. Aber irgendwie zeigt dies, dass wir schon in irgendwelche Kategorien MÜSSEN um nicht alleine zu kämpfen.

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    Der Begriff ist nicht einmal 100 Jahre alt. Die Frage "habe ich wirklich Borderline" hat keine Antwort... weil ihr alle so verschieden seid (natuerlich, aehnlich auch auf bestimmten Gebieten), und es in einer Welt voll Verschiedenheiten kein "wirklich" gibt. "Borderline" ist ein Versuch, mit euch umzugehen, euch einzuordnen. Es ist keine "Wahrheit", denn eine solche Wahrheit koennte niemand beobachten.

    ja:-/, wie bei anderen Dingen auch: ich glaube, mir selbst ist auch nicht geholfen, wenn ich probiere genau zu gucken, ob denn noch dieses und jenes Merkmal zutreffen könnte und ich dann so eingeschränkt bin mit meiner Sicht, weil ich ja genau irgendetwas erwarte. Mir ging es so, als ich las, dass es zu impulsiven Gefühlsausbrüchen kommen kann. Hmm aber es ist bei mir nicht so, ich bin da eher introvertiert und es bekommt niemand mit. Klar steht das Gegenteil auch drinne. Aber was ist dann daran Borderline, muss es Borderline sein? Hilft es mir in dem Moment? Ich dachte jedenfalls immer: dir glaubt es doch niemand. Du zeigst so wenig nach außen, aber innerlich kämpfe ich auch solche Kämpfe mit mir, aber es bekommt niemand so mit. Es würde aber niemand so für voll nehmen. Meine Therapeutin hat mich auch erst darauf aufmerksam gemacht und in vielen Punkten finde ich mich auch wieder, aber die sind nicht so für andere sichtbar. Da habe ich schon an mir gezweifelt. Doch jetzt frage ich mich dann schon: wozu will ich dies denn, dass es sichtbar ist? Ich weiß es doch für mich, warum muss ich dann Merkmale zeigen, die ich nicht habe, aber die so leichter sichtbar für andere sind? Vieles fällt erst auf, wenn es von unseren eigenen Vorstellungen abweicht. Dann sieht man, dass derjenige vielleicht doch "anders" ist. Aber dies ist doch auch wiederum bei jedem unterschiedlich und anders.

    Zitat

    "Borderline" ist nur insofern unheilbar, als dass man vermutlich in den naechsten 100 Jahren nichts entdecken wird, was Diagnostiker daran hindert, jemanden, der schon mal als "Borderline" diagnostiziert wurde, wieder so zu diagnostizieren.


    "Heilung" koennte bedeuten, das Beste aus eurem Leben und den Gegebenheiten machen zu koennen - sich mit dem Leben wohlfuehlen zu koennen.


    Wenn das so waere, gaebe es keinen Grund, warum es keine Heilung geben koennte. (Bei einigen sind die Gegebenheiten halt schwierig - aber es geht ja darum, das Beste daraus zu machen.)

    Ich habe mich da auch gefragt, ob es vielleicht auch sein könnte, dass wenn ein Mensch lernt mit sich umzugehen, also das beste für SICH draus zu machen, ob er dann vielleicht gar nicht mehr unter die Kategorie "Borderline" fällt:-/. Denn je mehr ich mich mit mir auseinander setze und Möglichkeiten finde, nicht mehr selbstschädigend zu reagieren, desto weniger Merkmale treffen zu, die für die Diagnose Borderline wichtig sind. Ich weiß nicht, ob jemand einen anderen als Borderline diagnostizieren würde, wenn er ihn in einem Zustand trifft, wo er sich besser mit sich klar kommt. Aber innerlich sind ja trotzdem noch so viele verschiedene Gefühle, die vielleicht dann doch noch in die Kategorie passen würden. Vielleicht gilt es deshalb als unheilbar, weil Menschen dann einer anderen Kategorie entsprechen und gar nicht geguckt wird, wie er denn anfing, als er noch Borderline-Merkmale zeigte. So werden jedes Mal Personen dazu gezählt die diese Merkmale aufweisen, also könnte es ja gar nicht heilbar sein in dem Sinne.


    Ich glaube Heilung kann wirklich nicht bedeuten, aus uns einen ganz anderen Menschen zu machen uns so verhalten zu müssen, "wie es jeder normale auch macht", und so zu tun, als ob nie irgendetwas vorfiel, weshalb jeder Mensch zu diesen oder anderen Mitteln greift um für sich zu überleben (auch wenn sie für andere als zerstörerisch wirken können). Denn dies gehört alles zu diesem einem Menschen dazu und damit und daran kann er nur wachsen.


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