• Borderline

    Hm, ich dachte ich eröffne mal einen Faden für die Borderliner... Oder für deren Angehörige... Oder wen es auch immer interessiert... Hier können Fragen gestellt werden, die vielleicht andere Betroffene beantworten können oder Anregungen oder einfach nur ein Austausch zwischen "gleichgesinnten"... Ich hoffe, euch gefällt die Idee...
  • 1 Antworten

    Hallo *:), hab als "Angehörige" mal eine Frage

    Ich dachte mir, es kann mir doch sicher jemand Literatur empfehlen über Borderline/r, deren Persönlichkeitsstrukturen...Symptome dieser Kategorie bei Jugendlichen :-/


    Nicht nur aus Bequemlichkeit (|-o) frag ich hier, irgendwie frisst mich das Thema gerade an und möchte mich jetzt nicht durch einen Berg Fachliteratur wühlen...

    @ :)

    Artikel I.

    Cleenis Beitrag...

    ...enthaelt viele sehr gute Gedanken, finde ich. Mir imponiert diese gewissenhafte Art, ueber sich selber nachzudenken und anderer Leute Beitraege nachdenklich zu pruefen, sehr. @:)


    Ich moechte vielleicht noch hinzufuegen, dass ich Borderline fuer ein sehr extremes Beispiel halte, was die Wirkungen und Probleme von kategorisierenden Diagnosen betrifft, aber das trifft alles nicht nur fuer Borderline, und nicht nur fuer psychische Erkrankungen zu.


    Es gibt ja in der Medizin Sachen, die sehr einfach zu diagnostizieren sind, wie z.B. Beinbrueche, aber die Sachen, die ich immer mal so habe (und auch die meisten Leute, die ich kenne) gehoeren nicht dazu. Da rennt man von Pontius zu Pilatus und bekommt unterschiedliche Sachen zu hoeren, die man alle nicht so richtig einleuchtend findet. Also ich glaube, dass allgemein eine Diagnose, die einen in eine klare Schachtel packt, nur eine Gedankenkruecke ist, aber kein Verweis auf "Wahrheit". Nur dass im Falle "Borderline", was eine besonders wenig "greifbare" Diagnose ist, die Folgen davon sehr wesentlich sind, also positive wie negative.

    Zitat

    Aber irgendwie zeigt dies, dass wir schon in irgendwelche Kategorien MÜSSEN um nicht alleine zu kämpfen.

    Das ist wohl so - so sehr ich die Diagnostik kritisiere, letztlich kommt man doch nicht aus, ohne ein irgendwie kategorisierendes Wort zu finden.


    Mir geht's nicht darum, zu sagen, "Borderline gibt es eigentlich gar nicht, ihr seid eh alle unterschiedlich", sondern eher, dass, wenn so ein Wort erstmal gefunden ist, man es zwar benutzt, wo es nuetzlich ist, sich aber nicht davon beherrschen laesst - "ich bin Borderline, Klappe zu"...


    Zu Cynderel:

    Zitat

    was meint ihr.. warum uns so viele therapeuten ablehnen.. weil sie uns nicht gewachsen sind..

    Sicher... ist aber auch viel verlangt von den armen kleinen Therapeuten, euch allen gewachsen zu sein... die haben schliesslich auch ihre Schwierigkeiten mit dem Leben, manchmal ziemlich ernsthaft, und stehen nicht ueber allem...

    lewian

    genau das wollte ich auch damit aussagen -denn - nicht alle - die therapeutisch tätig sind..haben auch die klassifikation dazu.


    nicht alle..haben automatisch ein gefühl dafür..und nicht alle..dürften diesen beruf ausüben..na ja....mir persönlich ist es erst einmal passiert..das mich einer grundsätzlich abgelehnt hat..


    aber der nächste hat dafür gepasst..


    man muss eben nur suchen..um zur passenden therapie zu finden..


    hier müssen sich zwei suchen..denn..alleine schafft man es nicht.

    aber dieses gewachsenen sein für einen Klienten, hat nicht speziell etwas mit Borderline zu tun, finde ich. Wenn sich zwei Suchen, dann ja, denn der Klient muss einfach dazu auch bereit sein und dies hat dann nichts mehr damit zu tun ob der Therapeut "uns gewachsen ist". Denn "UNS" ist so weit gefächert, wie alle Menschen nunmal sind, auf der Klientenseite und auch auf der Therapeutenseite. Deshalb finde ich, dass es, damit eine Therapie gelingen kann, beide Seiten wollen müssen und nicht Sache ist, wer wem gewachsen ist, denn dies rückt den Klienten meiner Meinung nach irgendwie einen Pult der aber nur verlieren kann. Denn der Klient möchte Hilfe und nicht der Therapeut.

    Zitat

    aber dieses gewachsenen sein für einen Klienten, hat nicht speziell etwas mit Borderline zu tun,

    in dem fall schon (finde ich) denn ..hier weiß er sofort das es fast immer aussichtslos ist diesen kampf mit dem patienten zu gewinnen. Die meisten rutschen immer wieder ins krankheitsbild hinein..und das bedeutet -für viele -persönlicher rückschlag.

    dies geschieht doch aber nicht nur bei der Borderline-Diagnose. Diese Rückschläge, Tiefschläge, gibt es bei jedem Menschen, ja es kommt darauf an, wie sehr es den einzelnen mitnimmt.


    Ich finde nicht, dass es ein Kampf in der Therapie ist, bei dem der Therapeut mit dem Klienten kämpft, vielleicht verstehen wir uns da jetzt auch falsch.


    Ich denke schon, dass der Therapeut und der Klient wissen, dass es zu Rückschlägen kommt und wenn es der Klient noch nicht weiß, dann wird er höchstwahrscheinlich die Erfahrung machen. Und dann finde ich es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und dies ist doch dann auch ein Therapieschritt!!! Und kein auswegsloser Kampf.


    Ich weiß nicht, ob es so gesagt werden kann, dass die meisten da wieder zurückrutschen, falls du es darauf beziehst, dass überhaupt keine Änderung stattfindet. Es ist schwer ja, und es kostet Kraft. Doch es ist immer die Entscheidung vom Klienten, ob er diesen Kampf aufnehmen will oder nicht. Der Therapeut hat damit nichts zu tun, also kann er doch eigentlich gar nicht den Kampf verlieren. :-/

    na ja

    eigentlich...verstehst du mich nicht..und..ich bin gerade nicht so in der lage es zu erklären..mach ich aber ..wenn ich wieder besser drauf bin..oder..lewian erklärt es -ich sehe, er hat es verstanden.


    lg

    also ich würde deine Ausführungen ja gerne verstehen, deshalb schrieb ich, was ich verstanden habe und welche Ansicht ich habe.


    Ich weiß nicht, ob Lewian wirklich damit ausdrücken wollte, dass die Therapeuten nicht die Klassifizierung haben, wie du es ausdrückst.


    Ich habe es so verstanden, dass es allgemein bezogen war, wie Therapeuten auch empfinden können, denn es sind ja auch Menschen. Ich bin mir aber dessen bewusst, wie gesagt, dass es auch "schwarze Schafe" gibt, wie überall.

    Zitat

    in dem fall schon (finde ich) denn ..hier weiß er sofort das es fast immer aussichtslos ist diesen kampf mit dem patienten zu gewinnen. Die meisten rutschen immer wieder ins krankheitsbild hinein.. und das bedeutet -für viele -persönlicher rückschlag.

    Ich habe dich hier so verstanden, dass der Therapeut davon ausgeht bei einer Borderline-Diagnose einen Kampf von vornherein schon verloren sieht. Ich frage mich da, welchen Kampf du meinst? Denn gewiss hat garantiert jeder seine Probleme und es ist bestimmt auch nicht einfach sich mit sich in einer Therapie mit sich auseinander zu setzen. Doch so wie es da steht, klingt es so aussichtslos und dies muss es aber nicht sein, wie ich finde. Und ich weiß nicht, ob es viele Therapeuten so sehen:-/.