• Borderline

    Hm, ich dachte ich eröffne mal einen Faden für die Borderliner... Oder für deren Angehörige... Oder wen es auch immer interessiert... Hier können Fragen gestellt werden, die vielleicht andere Betroffene beantworten können oder Anregungen oder einfach nur ein Austausch zwischen "gleichgesinnten"... Ich hoffe, euch gefällt die Idee...
  • 1 Antworten

    Hi Lilian,


    finde es toll, dass du dich auf die Tagesklinik einlässt. Es ist schwer zu aktzeptieren, dass die Krankheit manchmal Züge hat, die allein nicht mehr zu kontrollieren sind. Ich kenne das...Ich bin auch grad in ner Tagesklinik und es ist ok. Immerhin kannst zu Hause schlafen und hast schon noch deine Privatsphäre.


    Lg und Mutsternchen für dich :)*:)*:)*

    Hallo Vicky!


    Wie gehts dir denn?


    Ich fühle mich im Moment wieder total scheiße, alles nervt mich an, mittlerweile sogar meine Tiere :-(


    Die haben mir sonst immer Kraft gegeben, aber jetzt...


    Mein Mann will wahrscheinlich ausziehen und sicher wär das auch das beste für uns beide, aber obwohl ich ihn sowieso seit einiger Zeit überheupt nicht mehr ertragen kann, macht es mich doch wieder tottraurig!


    Ich habe dann auch noch jemand anders kennengelernt, den mag ich sehr sehr gerne (und er mich auch...), aber selbst das macht mich traurig! Was soll ich denn jetzt bloß machen???


    Ich weiß echt nicht mehr weiter!


    Meine Thera sagt, erst mal keine grundlegenden Entscheidungen treffen (kann ich ja auch gar nicht, würde ich ja 2 Stunden später schon wieder bereuen...), aber dieser Schwebezustand, in dem ich nicht weiß, wo es lang gehen wird, macht mich auch irre!


    In der Tagesklinik bin ich grade "zwangsbeurlaubt", also ich soll mal ein paar Tage sehen, wie ich ohne die Klinik klarkomme. Finde ich zum kotzen! Ich weiß ja, dass ich da nicht ewig bleiben kann, aber ich fühle mich da einfach so wohl, sicher, richtig zuhause!


    Schätze mal, noch ca. 3 Wochen, viell. 4, dann ist Schluß. Aber Mitte/Ende August ist bereits die stationäre Aufnahme für ne DBT!


    Wenn mein Mann nicht hierher zurückkommt (er ist im Moment selbst in der Klinik), was mach ich dann mit den ganzen Tieren??? Lässt sich schon lösen, aber das zu organisieren, kostet auch schon wieder soviel Kraft, die ich nicht habe...


    Jammer, klag....musste mal wieder raus {:(

    @ Lilian:

    Ich finds auch super, dass du dich auf die TK einlassen willst, alles Gute!!! :)*

    Hallo @:)


    ich muss jetzt mal kurz Wut raus lassen Ahhhhhhhhhhh


    Ich hab hier im Forum einen Beitrag gelesen, indem eine Frau beschrieben hat, dass sie als Praktikantin in einer Tagesklinik einen Mann der da Patient war kennengelernt hat. Ich hab nicht mehr alle Beiträge durchgelesen, aber es ging dann um so tolle Menschnen, die mal! mit Borderlinern zu tun hatten und da dann voll die scheisse erzählt haben und dass eine Beziehung mit uns garkeinen Sinn macht und so... bei so einer scheisse bekomm ich echt nen puren Hass >:(>:(>:(>:(>:(>:(>:(

    @ Grossie

    hört sich grad alles nicht so leicht an bei dir...lass dich mal drücken :°_:°_:°_Mit den Tieren lässt sich doch sicher ne Lösung finden, der für sie sorgt. Die stationäre DBT macht viel Sinn, ich merk es selber. Ich hab zwar noch viele Probleme und so, aber ich bin schon weiter. Das mit der Zwangspause in der TK, naja keine Ahnung wie ich das finden soll, vor allem weil du ja eh dann stationär weg gehst...Naja schicke dir viele Kraftsternchen :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*

    Ich reg mich grad noch mehr auf >:(>:(>:(


    Bei Behinderungen und sonstigen Krankheiten ist das wo ich mich vorher schon geärgert hab. Wir Bordis werden da hingestellt als wenn mit uns kein normales Leben möglich ist >:(>:(>:(>:( Was soll denn der Scheiss, lauter Besserwisser, null Plan aber hauptsache große Fresse!!!!! >:(>:(>:(>:(>:(>:(>:(

    Ist es nicht genau das, was Durchschnittsleute überfordert?


    Daß du dich so in den Ärger reinsteigern kannst, kann ich 1:1 nachvollziehen, auch wenn ich von Borderline (wenn auch nur knapp) verschont blieb... Wenn jemand sich so in eine Emotion hereinsteigert, sind Leute, die das von sich nicht kennen, einfach hemmungslos überfordert. Und die innere Anteilnahme, wenn man ihnen am Herzen liegt, ist genau das, was dann bei denen ein dauerhaftes Stressniveau produziert. Das wiederum macht den Umgang noch schwieriger, so daß es dann oft eines Tages heißt "Finger weg von denen"..


    Ich habe eine ganze Reihe Bordis kennengelernt in der Vergangenheit und kam bislang immer gut mit denen aus. Das setzte aber voraus, daß man im Kontakt alle Stressthemen meidet oder zumindest nur sachlich angeht (was nicht leicht ist). Ab einem gewissen Punkt muß man sich innerlich soweit distanzieren, daß man sich auf sich konzentriert und den andern eben ziehen läßt, bis es besser ist. Das aber zulassen zu können, erfordert relativ viel Wissen und Erfahrung. Und wenn man emotional gebunden ist, wird das ganze nochmal schwieriger.


    Aaaber: schwierig heißt nicht = unlösbar.

    vielen danke für die netten antworten.


    was passiert denn genau in einer tagesklinik. mein psychologe meinte, absolut nicht viel, jedenfalls in unserer stadt.


    wie muss man sich das vorstellen?


    geht man da auch am we hin?


    ich suche eine therapie. laut psychologe sei das dort mehr eine betreuungsstelle. keine therapie und so.


    lg

    @ Kater

    Ich bin mir meiner Problematik bewusst. Ich weiss, dass ich nicht die Partnerin bin, die sich jeder Mann in diesem Fall wünscht. Mein Freund hat schon oft zu mir gesagt, wie weh ihm das tut was ich mache. Er gibt mir unter anderem die Kraft nicht aufzugeben. Einfach nur weil es ihn gibt! Was mir sehr wichtig ist, dass mein Freund nie in die Rolle eines Therapeuten kommt, dann wird es nämlich schwierig, verstehste was ich mein?

    @ Lilian:

    Mach doch in der Tagesklinik einfach mal einen Termin für ein Vorgespräch aus, dann kannst du dich ja informieren und dir mal den Therapieplan oder Wochenplan zeigen lassen. Also, die Tageskliniken, die ich kenne, sind Therapie pur, manchmal schon ein bißchen viel davon!


    Wo ich jetzt bin, gibt es jeden Tag 3 große Therapieblöcke, z.B. Gesprächsgruppe, soziales Kompetenztraining, Ergotherapie, Musiktherapie, Gestaltung, Sport und Bewegung, Entspannung, Genusstraining usw.


    Manches hört sich viell. ein bißchen komisch an, aber ich habe alles schätzen gelernt, obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war! Ich dachte, Gesprächsgruppen sind nichts für mich, kann eh nicht vor andern reden, mich beschäftigen kann ich alleine, dafür brauch ich keine Ergo und musikalisch bin ich nun mal nicht...


    Aber ich hab mich einfach mal drauf eingelassen und bin total froh darüber!


    Am Wochenende findet dort nichts statt, nur Mo-Fr 7:45 bis 15:45, danach ist man aber auch echt platt!


    Viele Grüße @:)

    Vicky,


    klar versteh ich das. Grenzen ziehen und einhalten ist eine sehr wichtige Sache. Und daß ein Partner einem durch seine pure Anwesenheit einem unglaublich Kraft geben kann auch!


    Was ich nur mal selber gern wüßte.. was kann man tun, wenn man seinen Partner sieht und dessen Probleme und wie er damit nicht fertig wird, man selber aber wirklich ganz genau weiß, wie er da rauskommt. Nur der Partner will davon nichts hören und quält sich lieber weiter.. da bleibt doch früher oder später nur der Arschtritt!?

    @ Kater

    eine Therapie kann nur funktionieren,wenn der Betroffene mitmacht.Und die Erkenntnis muss jeder selber bekommen, dass ist bei den meisten pychischen Erkrankungen so. Der Partner kann ne Hilfe sein, sollte aber niemalsTherapeutinfunktion einnnehmen, dass ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

    siehst du, was ich meine? Allein zu sagen "ok, du willst nichts tun und ich nehme Schaden, wenn ich das noch lange mittragen muß, also muß ich dich verlassen" kommt einer Erpressung gleich.. aber es abzuwarten auch.


    Wie soll man mit so einer Zwickmühle umgehen, vor allem, wenn man den Partner über alles liebt? Wenn eine Änderung nicht mehr aufschiebbar ist: Kopfentscheidung (und dadurch leiden) oder emotionales Leiden (wegen Ausweglosigkeit)?

    Kater

    ich kenne deine geschichte nicht. lese grad die letzten beiträge hier von dir. du bist in einer bl-beziehung?


    genau das habe ich hinter mir. bin als gesunde und lebensfrohe frau in diese beziehung. absolut unwissend, mit "wem" ich es zu tun habe.


    irgendwann kam die erkenntnis. tja, da war es für mich schon zu spät. ich hing in der co-abhängigkeit drin. war innerlich schon total kaputt. die ganze manipulation wurde mir erst viel später klar.


    ich wollte ihn zur therapie "bewegen". jede bitte, jder verzweielte kampf war umsonst. mir ging es immer schlechter. irgendwann kam nur der wunsch:abhauen. nur noch abhauen. ich konnte nicht mehr. und dann zog ich aus.


    ich dachte, mit meinem umzug ist alles wieder gut.


    nein.


    ein irrtum.


    es geht bergab. immer nur bergab.


    ich muss jetzt eine therapie machen. ich, die helfen wollte. die für disen mann versucht hat, das leben schöner werden zu lassen.


    heute weiß ich, es war von vornherein ein nicht zu gewinnender kampf.


    er wollte keine therapie. er sah nicht ein, dass da was nicht in ordnung war.


    jetzt lebe ich zum teil sein leben. hab probleme in meiner beziehung. nur, jetzt bin ich der part, der "unmöglich" ist. der ganz schnell den schalter umlegt. unberechenbar. ach, einfach unglaublich.


    eine fremde persönlichkeit ist in mir.


    dinge, die mir angst machten, lebe ich jetzt.


    ich wünsche mir nur, dass das was ärzte und psychologen sagen acu stimmt. dass innerhalb von 6 bis 12 monaten das alles für mich ein ende hat. dass dann diese bl-züge wieder aus mir verschwunden sin. und es sind nur züge. wie klein sind diese doch gegen das echte borderline.


    und ich muss sagen, mir machen schon diese züge zu schaffen. ich bin nur noch kraftlos. kenne mich selbst kaum wieder. fremdgesteuert.


    aber ich sehe es ein. will häderingend eine gute therapie. nur raus.


    lg

    Grossie


    danke für die antort.


    genau so etwas stelle ich mir vor. genau das.


    wie lange geht das. wie viele wochen?


    inwieweit kannst du erste positive dinge im alltag spüren?


    lg