• Borderline

    Hm, ich dachte ich eröffne mal einen Faden für die Borderliner... Oder für deren Angehörige... Oder wen es auch immer interessiert... Hier können Fragen gestellt werden, die vielleicht andere Betroffene beantworten können oder Anregungen oder einfach nur ein Austausch zwischen "gleichgesinnten"... Ich hoffe, euch gefällt die Idee...
  • 1 Antworten

    Stecke mal wieder voll drin in der Borderlinesch****! Dieses schwarz-weiß-denken geht mir so auf die nerven. Warum kann nicht mal was nur "okay" sein? Warum muss es immer entweder ganz gut oder ganz schlecht sein? Bei anderen klappt das doch auch *heul*

    hey


    war ja schon lang nicht mehr drinnen, wie gehts euch allen??


    mir gehts nicht so besonders....ich merk schon wieder ganz starke züge die dem bl ähnlich sind.....


    bei mir ist es genauso wie bei dir ** HappyMalli, entweder ganz oder gar nicht so quasi....find so schwer zu mitte, meine balance...


    mein freund trägt mich eigentlich auf händen, doch ich "spucke" quasie darauf, manchmal frag ich mich echt, obs mir nicht einfach besser helfen würde, wenn er einfach "härter" zu mir wäre, kann sein das ich ausflippen würd, aber ich glaube das ich viel besser, mit sowas umgehen könnt, was daraus lernen könnt, vielleicht sind das grad die grenzen die ich brauche und die mir so viel nicht geben....


    gestern schon wieder, ich hab einen "eigentlich harmlosen" (für mich nicht, aber objektiv gesehen schon) streit angefangen, aus wahrscheinlich tiefenpsychologischen gründen, das endlich die bez. vorbei (bissl schwer zu erklären) und krieg mich nicht mehr ein, obwohl er gar keine schuld hatte, heute war er als ich nach hause kam, total lieb zu mir und ich hab ihn total abgewiesen, hab mich in ein zimmer versperrt und wollte alleine sein....der kerl tut eh schon wirklich alles für mich und ich bin so abweisend zu ihm, ertrage keine nähe, will einfach nur alleine sein, meine ruhe haben und führe mich auf wie die mitleidige prinzessin auf der erbse, die den tatsachen nicht ins auge sehen kann und noch immer vor sich hinträumt,....ich frage mich, wann ich endlich aufwache.....


    manchmal denke ich mir ganz sachlich betrachtet, dass das bez. aus, wirklich das beste wäre, weil ich mal lernen sollte verantwortung zu übernehmen und das schein ich ja echt nicht im griff zu haben....


    ...auch jetzt er weiß nicht was ich habe, ich kann ihn so gut ignorieren, aber wenn er das machen würde, mensch dann würd ich ihn total zur "sau" machen, ich will echt nicht im mitleid oder so versinken, aber ich bin echt ein schlechter mensch und ich will mich nicht immer auf dieses bl ausreden, ich will endlich aus meinen fehlern lernen und das die therapie in die ich gehe auch früchte trägt.....


    alles ein scheiß....sorry...

    Zitat

    manchmal denke ich mir ganz sachlich betrachtet, dass das bez. aus, wirklich das beste wäre, weil ich mal lernen sollte verantwortung zu übernehmen

    warum ist das sachlich betrachtet? Für wen oder was würdest du damit die Verantwortung übernehmen? Ich komme rein sachlich betrachtet zu einem anderen Ergebnis: Er entscheidet für sich und hat seine Verantwortung für sich. Du kannst dir natürlich "ich bin ein schlechter Mensch, nicht auszuhalten und die Beziehung mit mir muss die Hölle sein" sagen und eine Trennung mag sich im Moment des Selbsthasses als das einzige verantwortliche präsentieren, ist es aber nicht, im Gegenteil, es ist Verantwortungsflucht die sich mit der Verantwortung eines anderen tarnt.


    Ich rede mir selbst ein so ein psychisches Wrack zu sein dass es reichlich unverantwortlich wäre das beziehungtechnisch jemand anzutun und zwar so effektiv dass ich dieses Glaubensmuster gar nicht mehr loswerde obwohl in blinkend kreischender Leuchtschrift "Flucht" draufsteht. (wobei ich auch nicht ernsthaft versuche es loszuwerden, Flucht ist schließlich höchst angenehm/einfach^^)


    Sorry für's reinplatzen. *:)

    Zitat

    warum ist das sachlich betrachtet? Für wen oder was würdest du damit die Verantwortung übernehmen? Ich komme rein sachlich betrachtet zu einem anderen Ergebnis: Er entscheidet für sich und hat seine Verantwortung für sich. Du kannst dir natürlich "ich bin ein schlechter Mensch, nicht auszuhalten und die Beziehung mit mir muss die Hölle sein" sagen und eine Trennung mag sich im Moment des Selbsthasses als das einzige verantwortliche präsentieren, ist es aber nicht, im Gegenteil, es ist Verantwortungsflucht die sich mit der Verantwortung eines anderen tarnt.


    Ich rede mir selbst ein so ein psychisches Wrack zu sein dass es reichlich unverantwortlich wäre das beziehungtechnisch jemand anzutun und zwar so effektiv dass ich dieses Glaubensmuster gar nicht mehr loswerde obwohl in blinkend kreischender Leuchtschrift "Flucht" draufsteht. (wobei ich auch nicht ernsthaft versuche es loszuwerden, Flucht ist schließlich höchst angenehm/einfach^^)


    Sorry für's reinplatzen.

    wahrscheinlich hast du recht, aber so kanns nicht mehr weiter gehen, ICH muss etwas an mir ändern, doch ich weiß auch, dass das nicht von heut auf morgen gehen wird, und nicht außerdem nie vollkommen sein werde und dann denk ich mir, ich möchte nicht, dass er mich weiterhin so aushalten muss, auch wenn er sich für mich entscheidet, vielleicht meint ich das auch so.....aber du hast wahrscheinlich recht....

    Zitat

    ich möchte nicht, dass er mich weiterhin so aushalten muss

    kann ich nachfühlen, allerdings bzgl mehrerer Motivationen das nicht zu wollen.


    Einmal dass es eben was auszuhalten gibt das man verursacht. Das ist allerdings eine recht subjektive Betrachtung wobei du wahrscheinlich zwangsläufig die eigenen Maßstäbe anlegst, vllt kann man schon objektiv sagen das die Abweisung nicht angenehm für ihn ist. Aber wie drastisch das ausfällt kann außer ihm wiederrum niemand sagen. Wärst du dagegen an seiner Stelle wäre das für dich vllt kaum auszuhalten, an der Stelle steht nur halt er und er entscheidet das aushalten zu wollen und scheinbar auch zu können. :)*


    Eine andere Motivation wäre diese seine Entscheidung und sein umfassendes Verzeihen nicht annehmen zu können. Ich stelle mir das jedenfalls sehr schwer vor. Manchmal mag ich mich so heftig gar nicht dass die Vorstellung jemand mag mich furchtbar schrecklich ist. Vllt geht's dir auch so? Seinen Willen mit dir zusammensein zu wollen, seine Verzeihung und seine Liebe anzunehmen würde auch irgendwie heißen dir selbst zu verzeihen. Naja, und das geht halt manchmal nicht, da will man sich lieber ordentlich hassen.


    Eine wieder andere Motivation: Angst, ... davor dass er sich umentscheidet, dass er es nicht mehr aushält.

    Zitat

    ICH muss etwas an mir ändern, doch ich weiß auch, dass das nicht von heut auf morgen gehen wird

    ja, das ist deine Verantwortung (wobei ich als jemand der auf Zwang ungünstig reagiert für mich dann eher sagen würde das kann ich wenn ich will im Sinne höchster Sinnhaftigkeit zu meiner Verantwortung machen^^). Zu dieser Verantwortung gehört vermutlich auch dir die Zeit zu geben die es braucht. Dass eine der obigen Motivationen dazugehört oder etwas gutes oder produktives darstellen würden denke ich dagegen nicht. Wenn irgendwas davon zu finden ist soll das Ganze aber nicht heißen "merz das sofort aus", weiß nicht ob sich der Beitrag so anhört, so würde ich es jedenfalls nicht meinen.


    Die Motivation einzeln betrachtet lassen vllt nur einfacher mit sich umgehen. Bei der ersten zum Beispiel mit Rationalisierung, denn egal wie objektiv oder subjektiv man das betrachtet ob er die Beziehung aushalten kann und will ist allein seine Verantwortung. Bei der zweiten Motivation lässt sich vllt ein wenig Akzeptanz einbringen, also dass du hinnimmst dass du eben mal für ne Weile so bist und um dich nicht als Verletzerin zu fühlen mit ihm irgendwelche abgemachten Vereinbarungen für solche Fälle triffst (z.B. stillscheigend dann beidseitig automatisch möglichst viel Abstand zu verwirklichen, ins Zimmer verkriechen finde ich beispielsweise echt in Ordnung).


    Es gibt sicher noch mehr mögliche Motivationen, die sind mir beim reinfühlen nur als erstes eingefallen. Ich erwarte übrigens keine Antwort, wenn dir nicht nach schreiben ist mach dir also keinen Kopf deswegen, ich würde das nicht werten.

    Zitat

    Eine andere Motivation wäre diese seine Entscheidung und sein umfassendes Verzeihen nicht annehmen zu können. Ich stelle mir das jedenfalls sehr schwer vor. Manchmal mag ich mich so heftig gar nicht dass die Vorstellung jemand mag mich furchtbar schrecklich ist. Vllt geht's dir auch so?

    ich denke mir geht es genauso, vor allem eben Liebe kann ich sehr sehr schwer annehmen...


    ich glaube im insgesamten, trifft alles zu, ich habe angst er könnte sich doch umentscheiden und dass ich das alles nicht annehmen kann, grad im mom. gehen wir getrennte wege, ich bin zu stolz um mit ihm zu sprechen, ich benehme mich wieder so, als müsste er zu mir kommen und verzeihen, dabei war doch ich diejenige, die es begonnen hat, er versteht mich überhaupt nicht (was ich auch verstehen kann) und ich hoffe mir manchmal insgeheim (in meinem irrationalen teil des gehirns, auch wenn ich weiß, dass das falsch ist), das ich so lange durchhalte nichts zu sprechen, dass er entweder wieder zu mir kommt und er mir verzeiht (ich weiß wie schlecht das ist) oder das er zu mir kommt und sagt es ist aus, damit ich nicht mehr so lange warten muss, dass er es irgendwann mal tut, wenn ich ihm schon so viel von meiner seele gezeigt habe, das er mich noch mehr trifft, als wenn er es jetzt tun würde...


    danke fürs lesen und zuhören und schreiben


    lg

    Zitat

    grad im mom. gehen wir getrennte wege

    ist vllt kurzfristig für den Moment besser so :)*

    Zitat

    ich bin zu stolz um mit ihm zu sprechen

    Der Anteil daran ist vllt gar nicht so groß. Du schreibst noch zwei Motivationen die wie du selbst siehst nicht so gut wären. Es fällt dir schwer der Erkenntnis eine Handlung folgen zu lassen und das hat sicher gewichtige Gründe also nimm dir nicht übel wenn du die Überwindung nicht aufbringst. Meiner Erfahrung nach fährt man, v.a. wenn so große Diskrepanz in einem herrscht mit Akzeptanz am besten. Vielleicht schaffst du es ja doch noch :)* ich wünsche es dir, und wenn's nicht geht nimm's dir wie gesagt nicht übel, jedenfalls so weit wie's geht.

    Zitat

    damit ich nicht mehr so lange warten muss, dass er es irgendwann mal tut, wenn ich ihm schon so viel von meiner seele gezeigt habe, das er mich noch mehr trifft, als wenn er es jetzt tun würde...

    ja das verstehe ich nur zu gut, weiß aber nicht wie man dem entgegenwirken kann, die Angst vor Verletzungen, erst möglich durch die Öffnungen die eine Beziehung mit sich bringt, und auch nur dass die Chanche besteht verletzt zu werden wodurch auch immer ist auch für mich ein weiterer der (vermutlich zahlreichen^^) Gründe eine Beziehung gar nicht erst einzugehen. Meine einzige Beziehung war ziemlich regelmäßig schmerzhaft was zu einem größeren Teil meiner Überempfindlichkeit anzulasten ist. Wenn ich fantasierend in die Zukunft denke vermute ich man muss das Risiko willentlich eingehen, wie weiß ich leider nicht sonst würde ich es dir sagen. Deine mittelbewusste Hoffnung er macht Schluss oder genauso mein generelles Verschließen ist natürlich eine sehr destruktive Lösung aber das weißt du ja selbst. Ich wünsch dir auch hier die erforderliche Überwindung. Zu einem Teil ist die sinnvolle Lösung bestimmt schon in dir. @:)

    ich frag mich wie er das schafft, sind ja nun wieder ein paar tage vergangen, tja und er hat mich angeredet total liebevoll, ob ich nicht doch mit ihm reden wollen würd, was mich so sehr drückt, ich mein mensch ich packs nicht, woher nimmt er nur seine kraft??? er ist selbst nicht grad in einer familie aufgewachsen, wo viel geredet wurde, nein gerade eher das gegenteil, bestimmte dinge, über die man nicht sprechen "durfte" wurden einfach unter den teppich gekehrt....


    letztens hab ich ihm wieder mal ganz ehrlich gesagt "ich will an dieser beziehung nicht kämpfen, da ich keine kraft mehr habe" und dabei war ich wieder mal ganz schön kalt und unsensibel (aber wehe er tät das bei mir)....und was macht er, er nimmt mich in den arm und sagt mir, wir haben alle mal keine kraft, doch ich stehe zu dir


    bamm da war ich erstmal sprachlos....ich frage mich wie kriegt er das fertig.....


    ich mag doch nicht immer so egozentrisch sein, ich möchte auch auf ihn eingehen....ihm eine freude machen, ihm zeigen, dass ich für ihn da bin....


    ich sollte glücklich sein, doch es macht mich unglücklich, dass ich nicht so leicht kann....

    Hallo,


    nutzt es was, diesen Faden wieder aufzuwärmen? ICh habe ihn bei der Suche nach Borderline Beiträgen kurz abgestaubt und reingelesen.


    Vielleicht kann man diesen Faden ja weiterführen.


    Zu mir in Kurzfassung (etwas mehr steht in meinem Faden) hat meine Psychologin nahe gelegt, mich mit Borderline auseinanderzusetzen.


    Viele Dinge treffen auf mich zu, wobei ich mir nicht so sicher bin, ob das nicht auf sehr viele Menschen zutreffen könnte.


    Was ich als einzig, wirklich starkes Indiz dafür sehe, ist meine absolute Überemotionalität und der Verlust des Urvertrauens und den damit einhergehenden Komplikationen.


    Komplikationen im Sinne von, man mistraut sogar den liebsten Menschen um einen herum, beobachten jede Mimik, Gestik um sich vor einer Enttäuschung zu schützen indem man das Gesagte mit dem Verhalten analysiert.


    Es ist für mich alles neu, ich habe schon lange (Jahrelang) das GEfühl, etwas stimmt nicht mit mir. Ich reagiere schon ewig über, konnte das noch nie kontrollieren, aber es wird wohl immer schlimmer...


    Und momentan stört es mich nicht nur privat, sondern auch berfulich. Mn traut sich wirklich wenig zu, mistraut allen und nimmt sich doch sowieso nur das negative zu herzen, weil es das Einzige ist, das man kennt.


    Ja... soviel zu mir.


    LG

    Hallo Deepestblue,


    was für eine Therapieform machst du denn? hat deine Thera schon tests gemacht bezüglich BL?


    LG


    Malli

    Sie ist Verhaltenstherapeutin. Ich arbeite mit dem Buch, mache Übungen und gehe Achtsamer mit den Mitmenschen um. Es ist echt schwierig, aber wir arbeiten dran.


    Was für tests sollte sie denn machen?


    Meinst du allgemeine Borderline Tests?


    Oder die man im Internet auch machen kann? Demnach müsste jeder daran leiden, zumindest bei jenen, die ich gemacht habe.


    LG

    nein, nicht die aus dem internet, sondern so "richtige". ich musste damals auch fragebögen ausfüllen (mit meiner threa zusammen) und noch andere tests machen (weiß aber nicht mehr genau, welche... ist schon länger her...


    lg


    malli

    kann mir jemand erklären, was ich habe. ob es sich um BL handelt oder nicht. oder ist es etwas ganz anderes? ich bin noch nicht zu einer thera gegangen. werde es aber in nächster zeit mal beim hausarzt probieren.


    symptome:


    extreme stimmungsschwankungen


    svv


    1 "ernst gemeinter" suizidversuch


    ständig gedanken an suizid


    depressionen?


    kann nich über gefühle sprechen


    übermäßige fröhlichkeit, maske (kompensation?)


    seit neuestem auch schlafstörungen


    gefühl der leere


    gefühlsdistanz zu allen menschen (außer zu einer einzigen freundin, die ich vor kurzem eingeweiht habe)


    "grundloses" weinen (nur, wenn ich allein bin & mir sicher bin, dass mich keiner hört)


    negatives denken


    antriebslosigkeit + keine motivation


    schnell kalte hände (zusammenhang?)


    immer unausgeschlafen (obwohl ich doch ca. 8 stunden schlafe)


    ... mehr fällt mir zurzeit nicht ein


    hoffe auf tipps, damit ich beim arzt nich total uninformiert dastehe...


    *:)