Bore-out und mobbing - kein Ausweg!

    Hallo miteinander,


    ich bin knapp 57 Jahre alt, seit 26 Jahren im gleichen Betrieb (öffentlicher Dienst), fühle mich gemobbt durch den Vorgesetzten und gleichzeitige gewissermaßen "kaltgestellt".


    Ich sitze im Büro und habe überhaupt nichts zu tun. Würde mich, wäre ich jünger und gesund, garantiert nach einem neuen Job umsehen. Aber ich bin nun mal schon älter, dazu chronisch krank und mit SbA und so ist das alles andere als einfach.


    Am meisten nervt, wenn man dann mal was zu tun hat, dann bekommt man das "geistig" gar nicht mehr auf die Reihe und versagt auch wieder.


    Hinzu kommt, dass mein Vorgesetzter die Angewohnheit hat, immer nur hinter dem Rücken der Kollegen und mir was zu sagen. Nie direkt! Das macht, dass ich nur sehr schlecht reagieren kann. Und leider ist es so, selbst wenn es nachweislich falsch ist, was gesagt wurde, das interessiert keinen!


    Dank meiner chronischen Erkrankung bekomme ich schon teilweise EM-Renta und ich habe ursprünglich schon gedacht, das dann durchziehen zu können ... aber es fällt immer schwerer ...


    Ausk... muss auch mal sein. Aber ich freue mich über Beiträgt.


    Vanadis

  • 7 Antworten

    personalrat gibt es, aber da wird zuviel gemauschelt zwischen Personalrat und Personalabteilung. Und nein, ein Wechsel kommt nicht in Frage, in viereinhalb Jahren geh ich in Schwerbehindertenrente.


    War auch schon bei einer Frau vom Integrationsfachdienst. Außer Rollenspielchen hatte sie keine Vorschläge. Andere empfahlen mit den Gang zum Anwalt. Aber das ist nur Eskalation. Bin am überlegen, ob "Augen zu und durch" nicht die beste Alternative ist.


    Und das, was ich hier verdiene, ist zwar nicht die Welt, aber das bekomme ich anderswo nicht. Ich sitze gewissermaßen in der Falle!

    Zitat

    Und das, was ich hier verdiene, ist zwar nicht die Welt, aber das bekomme ich anderswo nicht.

    Weiß mans? Ich würde mich auf andere Stellen bewerben; es hilft auch deinem Selbstbewusstsein, wenn Du eingeladen wirst und Du erkennst, dass deine Erfahrung geschätzt wird. Und das auch dann, wenn Du oder der Arbeitgeber sich letztlich anders entscheiden.


    Du bist doch in einer relativ sicheren Situation: Dein Einkommen ist sicher! also schau dich um, und schau, ob es andere stellen gibt, wo man mehr verdient, oder welche wenigstens spannender sind!


    Für mich hört sich das alles so an, als ob Du dich schon aufgegeben hast. - Das ist nicht gut. Und läßt sich ändern. :)_

    Hi Vanadis,


    leider kann ich Dir nicht helfen, sondern Dir nur sagen, dass ich Dich (leider) sehr gut verstehen kann. Ich bin in einer ziemlich ähnlichen Situation, nur um einige Jahre jünger als Du. Ich sitze auch schon lange fest, weil ich einfach nichts anderes finde, egal, was ich tue. Es ist immer so leicht, zu sagen: "Bewirb Dich doch und mach was anderes." So einfach ist es eben nicht immer und Deine Situation ist ja noch einmal besonders. Mir tust Du wirklich leid, weil ich die Situation wie gesagt wirklich aus meinem täglichen Leben kenne.


    Liebe Grüße


    Nike

    Hallo Vanadis!


    Ich bin 40 und arbeite auch im öffentlichen Dienst. Bei mir gibt es auch Phasen, in denen ich Wochenlang nichts zu tun habe und nur die Zeit im Büro absitze. Ich habe daher begonnen Ahnenforschung zu betreiben (das geht sehr gut online, und Internet hab ich ja zur Verfügung), damit mir nicht fad ist. Eigentlich ist das sogar richtig interessant, und die Zeit im Büro vergeht plötzlich wie im Fluge!


    LG