Ich bn beruflich in diesem Bereich unterwegs - und kann nur sagen, dass es vielen Menschen schlecht geht, weil das Umfeld brav mitspielt. Das mag auf den ersten Blick toll sein, wenn nichts gegen den Willen des Betroffenen gemacht wird. Das Problem: Man hält ihn aber IN der Problemsituation. Wenn Dein Bruder keine Eltern hätte, die ihn aufnehmen nud versorgen, dann wäre der Druck, etwas tun zu müssen, deutlich größer - und damit die Chance, Hilfe zu bekommen.


    So nimmt man diese Chenace jemandem, der offensichtlich zu krank ist, selber noch angemessene Entscheidungen zu treffen. Das wäre, als würde man ein bewusstloses Unfallopfer nicht behandeln, weil es ja nicht sagt, was es will/nicht will.


    Ruf' morgen umgehend den sozialpsychiatrischen Dienst des zuständigen Gesundheitsamtes an und schildere, wie dramatisch die Situation ist, inkl. der familiären Verstrickungen. Und bitte dringend um Hilfe. Damit magst du anfangs anecken - aber die Wut wird verfliegen. Die Selbstvorwürfe, wenn Deinem Bruder aufgr. des Nichthandelns etwas geschieht, werden es nicht.

    Sorry aber das klingt schon nach einer heftigen "Co-Abhängigkeit". Dein Bruder ist massiv krank und deine Eltern wollen ihn nicht "weggeben" damit ihm geholfen werden kann ? Kann es sein das sie ihn irgendwie so als "Nesthäkchen" sehen und ihren Lebenszweck darin sehen sich um ihn zu "kümmern" ?


    Ich halte es auch für absolut unumgänglich gegen den Willen deiner Eltern und deines Bruders zu handeln und ihn sofort stationär einweisen zu lassen damit ihm geholfen werden kann.