Cenibles Faden

    Hallo,


    nach einer kleinen Pause melde ich mich (fast gesund) wieder. :-) Da es von der Moderation aus ok ist und ich an mir arbeiten möchte, eröffne ich diesen neuen Faden und erzähle euch erstmal, wie es momentan aussieht (wenn ihr mehr Hintergrundinfos braucht, könnt ihr in meinem alten Faden rumblättern oder mich einfach fragen).


    Gewichtstechnisch habe ich etwas abgenommen (49/50kg mit Kleidung bei 167), ich war aber auch etwas krank. Essenstechnisch ist es aber irgendwie besser geworden, wenn man das so sagen kann. Ich habe mich jetzt schon länger nicht erbrochen und essen tue ich zwar immer noch chaotisch und oftzu viel aufeinmal (was in Übelkeit endet), aber ich kann ja nicht gleich so viel erwarten.


    Vielleicht habt ihr ein paar Ratschläge, wie ich mich beim Essen stoppen kann ohne den Rest des Tages in ein Loch zu fallen (obwohl es auch passiert, wenn ich zu viel auf einmal esse).


    Zudem bin ich seit 4 Tagen komplett (eig. ungewollt) nüchtern. Ich sollte dies zum Anlass nehmen, so weiterzumachen, aber die Motivation hängt dabei ziemlich.


    Selbstverletzungstechnisch ist auch seit einer gefühlten Ewigkeit nichts mehr passiert. Ich sehne mich aber schon sehr danach und schwelge damit in Erinnerungen wie andere über ihren Strandurlaub... :-X


    Stimmungstechnisch ist das komisch zu beschreiben.. es ist irgendwie die meiste Zeit eine Art von angenehmer Melancholie und manchmal aber auch einfach dieses sinnlose Scheiß-Gefühl. Aber insgesamt würde ich das als besser betrachten.


    Was Spezielles habe ich mir erstmal nicht vorgenommen, ich möchte natürlich, dass sich meine Stimmung bessert, aber konkrete Ziele habe ich nicht, erstmal möchte ich die nächste Zeit unbeschadet durchkommen. Jedoch würde ich mich über Tipps freuen, wie ich weiter gewollt abstinent bleiben kann, ich habe ja schon den Anfang geschafft und es mir viel schlimmer vorgestellt. Trotzdem ist die Motivation nicht richtig da, obwohl ich auch einige positive Aspekte spüre, wenn ich mal einfach ich bin.


    Insgesamt würde ich die jetzige Entwicklung vorsichtig als positiv bezeichnen.


    Liebe Grüße & einen schönen Abend @:)

  • 26 Antworten

    Nüchtern ist immer gut, nur weiter so.


    Rausgehen, etwas unternehmen, sich ablenken, blöß nicht einsam vor der Glotze abhängen.


    Je mehr man alleine zu Hause rumgammelt, desto mehr denkt man ans Essen.

    Sobald ich abends von der Arbeit nachhause komme, bin ich wig nur am Essen, egal ob ich tagsüber viel oder wenig gegessen habe. Gewohnheiten sind zwar schwer zu ändern, aber gut, dass ich das erstmal wahrnehme..


    Ansonsten bin ich dabei herauszufinden, was mich irgendwie ausfüllt oder ablenkt oder sowas ähnliches.


    Vllt würde täglicher Sport was bringen, würde ich gerne wieder so machen, aber wie soll ich das zeitlixh schaffen? Wie macht ihr das?

    Täglicher Sport ist nicht nötig.


    Denk immer dran, bei Selbstverletzungen gibt es Narben,


    Möchtest du die haben?


    Statt Süßkram Abends kleine Tomaten, Paprika etc essen und Süßkram gar nicht erst kaufen.

    Zitat

    Sobald ich abends von der Arbeit nachhause komme, bin ich wig nur am Essen, egal ob ich tagsüber viel oder wenig gegessen habe. Gewohnheiten sind zwar schwer zu ändern, aber gut, dass ich das erstmal wahrnehme..

    Bewusst essen, also nicht nebenbei. Nebenher weder TV, PC noch Buch. Setz Dich an Deinen Tisch und esse das, was du am Tag brauchst. Willst du mehr und Dich überfressen, musst du am Tisch sitzen bleiben. Kannst natürlich dann den ganzen Abend da sitzen, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du irgendwann was anderes machen willst.

    Übrigens macht Nährstoffmangel Heißhunger. Wenn du also chaotisch isst und nicht ausgewogen, dann musst du damit rechnen, dass der Heißhunger bleibt. Kannst also abwägen, ob du lieber gezielt bei den regelmäßigen Mahlzeiten was draufpackst, sodass du damit hinkommst oder tagtäglich gegen den Heißhunger kämpfst ;-) .

    Da hast du recht, De.liée, ich versuche schon direkt morgens genügend zu essen (z.B. große Portion Haferbrei mit Banane oder 1-2 Vollkornbrötchen + Obst etc..), damit sich im Laufe des Tages kein Heißhunger entwickelt. Ich halte zur Zeit mein Gewicht, also scheint es okay sein. Naschen tue ich leider auch gerne mal eine ganze 100g-Tüte, aber es schadet mir ja nicht. :-)


    Heute jedoch habe ich mich geschnitten, aber ich sehe es nur als kleinen Ausrutscher, der möglichst schnell heilen soll. [...] Sollte ich sicherheitshalber zum Hausarzt gehen, damit sie sich die Wunde angucken kann oder wäre das übertrieben (desinfizieren kann ich ja selber)? [...]


    Liebe Grüße *:)

    Zitat

    nach einer kleinen Pause melde ich mich (fast gesund) wieder.

    Nein, tust Du nicht. Du machst genau da weiter, wo Du aufgehört hast. Hör auf, es Dir schön zu reden.


    Ich sehe weder, dass Du Krankheitseinsicht zeigst, noch dass Du Dir endlich fachlich kompetente Hilfe gesucht hast.


    Auf Deine detaillierten Beschreibungen von Gewicht, Nichtessen sowie Selbstverletzung werde ich auf keinen Fall eingehen. Dies ist lediglich eine Fortsetzung Deiner geschlossenen Fäden. Du wirst schon wissen, warum Du die Moderation nicht darum gebeten hast, diese wieder zu öffnen.


    Mach die Augen auf und such Dir Hilfe!

    Ich würde zum Arzt gehen. [(...) Bezug auf gelöschte Passage] Ist eine Überwindung, ich weiß, aber besser ist es. Hab ich auch schon gemacht (Notaufnahme nachts) und es war besser so.

    Zur Notaufnahme gehe ich damit nicht (da ich gehe nur hin, wenn die Blutung nicht gestoppt werden kann, das ist echt unangenehm) aber zum Hausarzt werde ich, je nachdem wie es sich entwickelt, wohl Montag gehen. Die Ärztin ist dort sehr nett und einfühlsam. :-)


    Chance007, ich meinte mit fast gesund, dass ich wieder körperlich gesund bin, ich war erkältet. Und doch, ich gehe jetzt einmal die Woche zur Therapie und wir werden wahrscheinlich darüber reden, was man gegen diese Stimmung machen kann..bzw. was man alles ausprobieren kann. Ich habe das Gefühl mich langsam mehr öffnen zu können, das ist gut, ein Riesenfortschritt für 2 Jahre für mich.


    P.S. Tut mir leid wegen der detaillierten Beschreibung, aber ich wollte wissen, wie ihr das einschätzt mit der Wunde und ob ich damit wirklich zum Arzt gehen sollte. Sorry nochmal.

    Jo, nähen kann mans eh nicht mehr.

    Zitat

    wir werden wahrscheinlich darüber reden, was man gegen diese Stimmung machen kann..bzw. was man alles ausprobieren kann.

    Wahrscheinlich? ":/

    Ich weiß ja nicht zu 100% worüber wir in Zukunft reden werden. Ich lasse mich leiten, ich weiß sowieso nicht, was mit mir los ist.

    Ne, du leitest. Du sprichst an, was dich bedrückt, was du fühlst. Du sprichst an, was passiert ist.


    Da geht man nicht hin und fragt: "Und, was machen wir heute?"


    Ich hatte bisher keine Therapie, die so abgelaufen wäre. Den Grundstein legst du, sie/er greift auf.

    Ich sehe es wie Chance007. Ich habe deine beiden anderen Fäden mitverfolgt und du machst hier genauso weiter wie damals.

    Zitat

    Und doch, ich gehe jetzt einmal die Woche zur Therapie und wir werden wahrscheinlich darüber reden, was man gegen diese Stimmung machen kann..bzw. was man alles ausprobieren kann. Ich habe das Gefühl mich langsam mehr öffnen zu können, das ist gut, ein Riesenfortschritt für 2 Jahre für mich.

    Was daran soll neu sein? Auch in deinen anderen Fäden sagtest du, du gehst zur Therapie. Aber auch damals hast du nicht die Punkte angesprochen, an denen du dringend arbeiten müsstest! Nein du hast dich nur in Ausflüchte verstrickt, so wie du es hier wieder machst. In der Therapie geht es um DICH, also leite sie so, dass es dir auch endlich was bringt. Aber ich glaube das willst du gar nicht wirklich...

    Nein, bei uns leitet sie das Gespräch, das ist auch gut so, weil ich Probleme habe mich zu öffnen. Andere Therapeuten hätten mich schon längst aufgegeben und könnten nicht mit mir richtig arbeiten (ich war auch früher bei anderen, die waren schnell genervt von meiner Verschwiegenheit, ich bin halt so und keine Person, die viel redet).


    Früher bin ich nur einmal im Monat dort hingegangen.