• Cenibles Faden

    Hallo, nach einer kleinen Pause melde ich mich (fast gesund) wieder. :-) Da es von der Moderation aus ok ist und ich an mir arbeiten möchte, eröffne ich diesen neuen Faden und erzähle euch erstmal, wie es momentan aussieht (wenn ihr mehr Hintergrundinfos braucht, könnt ihr in meinem alten Faden rumblättern oder mich einfach fragen). Gewichtstechnisch habe…
  • 26 Antworten

    Es ist auch okay, dass sie das Gespräch ein bisschen leitet und Dich etwas fragt, wenn es Dir dann leichter fällt, aber äußerst du nicht irgendwelche Themen, die du gern besprechen würdest? Woher soll die Therapeutin denn wissen, was gerade wichtig zu besprechen wäre? Weiß sie, dass du Dich selbst verletzt hast und wenn nicht, hast du vor, es ihr zu sagen?

    So direkt sage ich das nicht, aber wenn sie mich danach fragt, sage ich die Wahrheit. Bei uns ist das Hauptthema die Stimmung von mir, darum dreht sich alles, sie richtet die Therapie danach, dass es mir möglichst bald besser geht mit den Themen etc... da ist ja 'alles inklusive'.


    Ich habe mich heute im Spiegel gesehen und mich irgendwie etwas erschreckt, bei meinem Oberkörper zeichnen sich die Brustkorbknochen ab und der Bauch fühlte sich und sah nicht mehr so gewaltig aus wie sonst immer. Ich würde mich gerne mal neutral sehen können. Vllt tue ich es ja schon? Hmm

    Zitat

    So direkt sage ich das nicht, aber wenn sie mich danach fragt, sage ich die Wahrheit.

    Hast du Dir mal überlegt, dass die Selbstverletzung ja mit Deiner Stimmung zusammenhängt und das deshalb eigentlich schon ganz schön wichtig ist? So als Ausdruck Deiner Stimmung bzw. ja auch Dein Umgang mit ihr?


    Was hindert Dich daran, es von Dir aus anzusprechen, eben weil die Stimmung und SVV so zusammenhängen?


    Du kommst mir ziemlich passiv vor, aber vielleicht täusche ich mich auch.

    Ich bin in der Tat ziemlich passiv, ich bin froh, das sie damit umgehen kann. Allgemein bin ich ein ruhiger Mensch.


    Eigentlich hängt alles mit der Stimmung zusammen. Und sie weiß, dass ich mich verletze. Aber ich muss nicht jedes Mal, wenn ich das mache, das thematisieren, verstehst du wie ich das meine? Sie hat halt im Hinterkopf die Selbstverletzungen und sieht das alles im Zusammenhang.

    Passiv und ruhig ist aber nicht dasselbe ;-) .

    Zitat

    Aber ich muss nicht jedes Mal, wenn ich das mache, das thematisieren, verstehst du wie ich das meine?

    Ich hasse es, wenn ich es thematisieren muss, aber meistens muss ich das tatsächlich. Wenn du den Zusammenhang genauer ergründen willst, musst du jedes einzelne Mal SVV als eigenes ansehen. Überleg Dir (und schreibe es Dir auf), was genau davor passiert ist, wie du Dich gefühlt hast, was der Auslöser war. Und wie Dein Gefühl dabei war und danach.


    So in der Art musste ich das mal in der Klinik machen. Im ersten Moment dachte ich auch nur "Boah wie superätzend", aber da wurde mal deutlich, dass es unterschiedliche Auslöser gibt und ich jeden für sich selbst betrachten muss. Und ja, ich hatte da auch mal sowas banales wie Langeweile stehen. Erstmal ist es sehr fraglich und eine Diskussion wert, wieso ich bei langeweile bitte auf die Idee komme, mich zu verletzen und zweitens kam dabei raus, was die Langeweile mit mir macht. War nämlich keine stupide "Ich weiß nichts mit mir anzufangen"-Langeweile, sondern knallharte Überforderung mit mir selbst und der Zeit.


    Es gibt verschiedene Auslöser bei mir. Wut, Schuldgefühle, Traurigkeit, Leere, aber z.B. manchmal auch Freude. Das muss ich trennen und getrennt aufarbeiten und einordnen.

    Ich sollte das auch in der Klinik machen, habe es aber damals nicht gemacht.


    Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, warum ich das tue. Bei mir würde wahrscheinlich auch sowas wie Langweile als Grund stehen, obwohl mir das Schneiden natürlich keinen Spaß macht (mir macht in letzter Zeit nichts Spaß, vllt liegts daran). Mir geht es nach dem Schneiden auch nicht wirklich besser, wie es die Meisten beschreiben, aber es macht schon was mit mir, ich glaube nicht, dass man sowas wirklich grundlos tun kann.

    Das meine ich übrigens mit passiv.


    Du könntest dem Ganzen mehr auf den Grund gehen, aber tust es anscheinend nicht.


    Damit kommst du nicht wirklich vorwärts, sondern bleibst auf der Stelle stehen.


    Ich hab das auch eine Weile gemacht (mein Thread wurde damals deshalb auch gesperrt) bzw. mache es immer wieder mal (auch in der Klinik, aber dann braucht man einen Schubser). Es bringt einem nichts, wenn man was machen sollte/könnte und es - aus egal welchen Gründen - nicht tut. Wie soll sich dann was ändern?


    Warum hast dus nicht gemacht? Was hindert Dich daran, es jetzt zu machen?


    Du musst schon die Dinge annehmen, die Dir gereicht werden, sonst machst du nämlich tatsächlich weiter wie in den anderen Threads. Und dann weiß ich nicht, was du hier erwartest?

    Weil ich es damals nicht besser wusste und es heute auch nicht weiß, warum ich all das tue.


    Bin aber gerade motiviert, etwas zu ändern und mich nur noch auf die Berufsschule & Arbeit zu konzentrieren und hab alle Tabletten und Klingen weggeworfen und kein 'Trigger-Essen' mehr gekauft.


    Ich berichte, wie es läuft. :-)

    So, ich bin natürlich rückfällig geworden, aber ab morgen startet Tag 1 ohne Fressen, Nichts-Essen, Tabletten oder Schneiden. Ich nehme mir 3 normalgroße Mahlzeiten vor, gewogen wird nicht mehr, Klingen und Tabletten sind entsorgt. :)^


    Ich werde hier täglich schreiben, wie der Tag war und würde mich freuen, wenn ihr mich bei Durchhängern ein bissl in den Arsch tretet. ;-)

    Lass Dich davon nicht entmutigen! Das gehört dazu, wirklich. Aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Zeiträume, in denen man es schafft, immer größer und größer und größer werden.


    Ich hab manchmal extrem gute Wochen, manchmal ists wieder schwerer, aber - auch, wenn es so leicht klingt, dabei aber so schwer ist - nicht aufgeben :)* .


    Ich kämpfe praktisch gerade zeitgleich mit Dir mit ;-) .

    Wie läuft es bei dir gerade? :)*


    Bei mir kämpfe ich momentan wirklich um jeden Tag, jede Stunde..


    ich bin so würdelos, bin tatsächlich zur Mülltonne heute gegangen und die Tabletten wieder herausgekramt. Verkackt. Übergefressen habe ich mich dazu auch noch. Therapie habe ich auch abgebrochen, ich darf mich aber jederzeit wieder melden. Es wühlt mich alles zu sehr auf, mich zieht es irgendwie nur noch runter, wenn ich darüber dort rede. Sie hat mir eine Klinik sehr nahe gelegt, es sei mir schwierig mit wöchentlichen 1h-Sitzungen noch helfen zu können, sie meinte, ich hätte nichts zu verlieren in meiner Situation. Die Tabletten helfen mir momentan zu überleben... ich darf mich nicht umbringen, ich muss durchhalten - zur Liebe meiner Eltern und Hündin.

    Die Auflage für diesen neuen Faden ist der TE bekannt. Es ist nun erforderlich geworden auch diesen Faden zu schließen.