Ein Wechsel zu Citalopram kann Vorteile bringen, ist aber eher unwahrscheinlich.


    EKG ist notwendig. Empfohlen sind EKG und Blut alle 6 – 12 Monate. Nicht alle Ärzte achten darauf, die Gefahr ist relativ niedrig. Allgemein sind Citalopram und Cipralex ziemlich gut verträglich, die Gefahr von QT-Intervall niedrig.


    Seltsam ist, dass FDA und BfArM vor Citalopram und Cipralex warnen wegen QTc, bei anderen viel stärker QT-verlängernden Präparaten aber keine Warnung rausgeben. Desweiteren sprechen Statistiken gegen die Warnung und du damit zurückgezogenen höheren Dosierungen.


    Höhere Dosierungen können (trotz gegenteiligen Aussagen) durchaus bei Zwängen und Ängsten mehr Wirkung bringen und die QT-Zeit nicht bedenklich erhöhen. Entsprechendes z.B. hier nachzulesen:


    http://www.mind-and-brain-blog.de/1025/qtc-verlaengerung-unter-citalopram-ist-die-warnung-noch-gerechtfertigt/


    Prof.Dr. Gründer, stellv. Leiter der Psychiatrie der Uniklinik Aachen zitiert hier einen Forschungsbericht aus dem Psychiatrie-Journal einer sehr umfangreichen Untersuchung.


    Seltsam ist, dass vor Citalopram gewarnt wird, während Trizyklika keine Warnung erhalten, obwohl die Gefahr deutlich höher ist. Anscheinend waren in der Praxis die Fälle dann doch relativ selten.

    Zitat

    EKG ist notwendig. Empfohlen sind EKG und Blut alle 6 – 12 Monate.

    Und wie soll ich meine Ärztin darauf aufmerksam machen?! Ich glaube nicht, dass Ärzte es schön finden, von ihren Patienten/Laien in die richtige Bahn gelenkt zu werden.


    Würde ich denn herztechnisch irgendwelche Symptome haben, die ein EKG rechtfertigen würden?!


    Meinst du, ich kann bedenkenlos erhöhen und um weitere 5 mg steigern? Dann wäre ich bei 20 mg Cipralex was ich 40 mg Citalopram entsprächen.

    MissGuilty, ich würde bis zum Termin beim Facharzt erstmal abwarten.


    Im übrigen kann man nicht verallgemeinern, wie ein Medikament wirkt. Es gibt durchaus auch Menschen, denen Fluoxetin bei Ängsten gut hilft, kenne z.B. eine ehemalige Mitpatientin, bei der das so ist. Ebenso, wie es Menschen gibt, die dadurch zugenommen haben, anstatt abgenommen, wie es häufig der Fall ist.


    daher:

    Zitat

    Und es gibt ken Mdikament, was alles abdeckt? Angstzustände mit Zwängen und Stimmungsaufheller bei Depressionen?!

    Ich denke, da muss jeder selbst entscheiden. Entweder die Medikamente selber probieren oder sich auf Aussagen anderer verlassen. Ich selbst habe halt die Erfahrung gemacht, dass bei mir Medikamente schon anders gewirkt haben, als bei der "Allgemeinheit". Wenn also bei z.B. Fluoxetin in der Packungsbeilage steht, dass Angstgefühle auftreten können, heißt dass ja nicht automatisch, dass du zu dem Prozentsatz gehörst, bei dem das auftritt.

    Zitat

    Und mein "Zwang" beschränkt sich auf's permanente Hände waschen. Meine Ängste hab ich halbwegs im Griff. Es ist aber immer noch so, dass ich z. B. kein Einkaufswagen anfassen kann. %:|

    Dir sollte aber auch klar sein, dass kein Medikament die Zwänge ganz verschwinden lassen wird. Da gehört auch eigene Arbeit dazu ;-) Medikamente sind nur eine Hilfe. Hast du schon Erfahrungen mit Expositionen?

    Zitat

    Doch, cipralex und citalopram sind gegen alle Sachen wirksam.

    Anscheinend aber nicht bei allem Menschen, die diese Medikamente nehmen ;-)

    Angst und Spannung aushalten, dem Zwang nicht nachgeben, bis die Angst wieder nachlässt....


    Wie gesagt, Medikamente können da durchaus unterstützend wirken, aber man sollte sich nicht komplett auf diese verlassen.


    Du hast noch keine Exposition gemacht, so wie ich das lese?

    Hände waschen als Zwang sehen? Dann hätte ich aber auch einen Zwang mehr. Ich wasche mir die Hände nachdem ich Geld angreife, nachdem ich in öffentlichen Gebäude etwas angreife, bei Einkaufwagen etc etc etc. Nach jedem mal mit den Öffis Desinfektionsmittel!


    Ich muss jetzt nicht zwanghaft Händewaschen, ich halts auch ein paar Stunden ohne aus (selbst wenn ich was angegriffen habe, dann greife ich mir halt einfach nicht mehr ins Gesicht), ich weiß nicht wie das bei dir ist...


    Ich wasche mir alleine schon die Hände, weil ich der Hygiene andere Menschen nicht vertraue und ich schon öfters lümmle und nicht gleich zig Keime haben möchte.


    Kurz gefasst: Ich finde Hände waschen wichtig :D


    P.S 100ster Post yeah ]:D

    Zitat

    P.S 100ster Post yeah ]:D

    :)= :)^ :-D


    Ja so in etwa läuft das bei mir auch ab. Nur das ich mehrfach hintereinander die Hände wasche und öfters. Also vor'm Essen/Kaffee machen, nach dem Essen, nach dem Naseputzen meines Kindes usw. Ist schon belastend, zumal wir ein recht hohen Seifenverbrauch haben. Das desinfizieren lass ich lieber sein, weil ich weiß, dass da eher schädlich ist, als alles andere. :-/

    Es ist halt immer die Frage, wie hoch der Leidensdruck ist. Ich habe für mich mittlerweile akzeptiert, dass ich bezüglich Waschen / Hygiene sehr empfindlich bin (ja, es ist ein Zwang) und versuche das ganze in dem Rahmen, wie es jetzt ist, zu belassen. Manchmal sehr schwer :-/ Mehr darf es definitiv nicht werden, da es mich so schon einschränkt.

    Zitat

    Das desinfizieren lass ich lieber sein, weil ich weiß, dass da eher schädlich ist, als alles andere.

    Das ist schonmal gut, dass du das unterlassen kannst :)^