Citalopram - Wann schlägt die Wirkung richtig an?

    Ich nehme jetzt seit 14 Tagen Citalopram.


    5 Tage 10mg und seit dem 5 Tag 20mg. Es wurde mir von einem Facharzt für Psychiatrie verschrieben. Ich hatte es schon in der Vergangenheit des öfteren genommen.


    Heuer dürfte ich es zu schnell abgesetzt haben weshalb ich durch Arbeit und privaten Umstände wieder in reinkam. Meine Beschwerden sind eine Kombination aus Ängsten, Überforderung und Depression.


    Im Moment schwanke ich noch sehr mit meinem Empinden. Ein Tag so ein Tag so. Besonders das Aufwachen und den bevorstehende Tag zu meistern kostet mich immer eine Überwindung.


    Innere Unruhe habe ich teilweise schon noch sehr, zeigt sich in brennende, kribbelnden Unterarmen. Teilweise Kopfweh, grundlose Nervosität und ich bin zum Teil sehr unkonzentriert und habe manchmal ein leichtes Benommenheitsgefühl. Das ein wenig neben sich stehen hat schon vor der Einnahme von Citalopram begonnen. Soll eine Begleiterscheinung der Depression sein. Ich denke und grüble noch viel und die große Motivation fehlt mir auch noch ein wenig.


    Im Moment nehme ich die Citalopram am Morgen ein mit einer halben Bromazepan. Am frühen Abend auch noch mal eine halbe Bromazepan. Das schlecht sein hat sich seit 3 Tagen dazugesellt


    Ich hoffe sosehr das ich bald über das gröbste hinweg bin habe aber im Gegensatz zu früher eine enorme Erwartungshaltung. Fallweise habe ich ja kurze Momente wo ich das Gefühl habe jetzt stimmt's.


    Zu meiner Frage:


    1.Nach 9 Tagen 20mg Dosis darf ich mir noch nicht so viel erwarten oder? Geht es in Wellen aufwärts. Wann merkt man die Wirkung richtig?


    2.Die teilweise Unkonzentriertheit ist doch sehr störend gerade unter Menschen. Vergeht das wieder hoffentlich, habt da irgendwer Erfahrung damit.


    LG und danke für eure Antworten.

  • 15 Antworten

    Hallo chi,


    wenn ich so nachdenke, dann kann ich mich erinnern, dass so richtig der Durchbruch beim letzten mal auch ungefähr nach 6-8 Wochen war. Ich bin selbstständig und kann leider in der Einschleichphase komplett in den Krankenstand gehen, was zusätzlich anstrengender ist :-(


    Im Moment gibt es noch diverse Nebenwirkungen bei mir wie


    Übelkeit nach der Tabletteneinnahme


    übermäßiges Gähnen


    diffuser Schwindel oder Watte im Kopf


    ja nach Tagesverfassung auch mal innere Unruhe, Nervosität


    Konzentration kann auch noch relativ rasch weniger werden, speziell wenn ich ein paar Stunden vorm Laptop sitze.


    Lg und danke für deine Antwort

    Bin jetzt beim 12 Tag wo ich Citalopram mit 20mg nehme. Gestern hatte ich einen Außentermin und mußte weiter weg fahren mit dem Auto. der Termin ging gut über die Bühne wenngleich ich speziell beim reden und Konzentrieren es noch merke das der Akku noch nicht zu 100 Prozent da ist. Aber für mich war das ein schöner Erfolg. Am Abend bin ich dann eine große Runde im finstern spazieren gegangen und genoss die Ruhe. Zuhause dann habe ich mir es mit meinem Schatz gemütlich gemacht. Im Moment wechseln sich die Tagen und Phasen noch ab. Einmal ein guter Tag dann wieder einer wo ich merkte dass ich mit der Konzentration und Aufmerksamkeit schnell abschweife bzw. ich einfach schneller müder werden.


    Wie ging es auch in der Anfangszeit so zwischen 1-4 Woche. Ging es auch in Wellen Bergauf und Bergab ab in Summe dann doch immer weiter Bergauf. Würde mich über eure Erfahrungen sehr freuen.


    Lg

    Ich hab ein andres ssri genommen (sertralin) und bei mir dauerte es 8 wochen bis ich merkte, dass ich nicht mehr so tief falle in meiner stimmung. Wir erhöhten die dosis dann noch auf das doppelte und meine stimmung stabilisierte sich weiter.


    Das mit dem nachmittagsschläfchen hatte ich auch in den ersten 8 wochen. Liess dann aber wieder nach.


    Nur der tremor blieb ca. 3 monate.


    Man brauch schon etwas geduld.

    Bei mir hat es auch etwa 2 Monate gedauert. Zuerst hat es noch nicht so wirklich geholfen und ich hatte dann in der Klinik noch mal ein Abklärungsgespräch wegen den Medikamenten. Wir sind dann auf 30mg hoch. Der Arzt meinte dann, wenn es so auch nicht bessert bringt es nichts noch weiter hoch zu gehen und wir würden dann sonst ein anderes ausprobieren. Dann wurde es besser.


    Es kann also gut sein, dass ein bestimmtes AD nicht bei allen gleich gut wirkt. Wenn du meinst das ist bei dir so, würde ich dir vorschlagen, noch mal den Arzt zu konsultieren. Aber es scheint ja jetzt schon auch besser zu werden und so 8 Wochen würde ich schon Zeit geben.


    Ja also vorher war es so, dass ich teilweise so ca. 4 Tage im Bett durchgeheult habe. Also aufwachen, heulen und dann halt so weiter. Dann kamen ein paar bessere Tage und dann gings wieder los. Mit Citalopram hatte ich nach wie vor Stimmungsschwankungen, aber das Geheule dauerte vielleicht mal 2 Stunden und dann gings auch wieder. Ich bin nicht mehr so tief gefallen, würd ich mal sagen. Und die Grundstimmung war eher neutral mit bisschen Motivation und Lebensfreude und nicht mehr nur düster.


    Insbesondere hat es mir geholfen zu wissen, dass die dunkle Stimmung auch wieder vorbeigeht und ich sie einfach aussitzen muss. Das fühlt sich ja oft an, als würde es nie mehr besser werden?


    Wie gings dir die letzten Tage so?

    Zitat

    Ich bin nicht mehr so tief gefallen, würd ich mal sagen.

    So würde ich es auch beschreiben.


    Natürlich ist es leichter die Wirkung an etwas handfestem festzumachen.


    Bei mir war es auch die Heulerei.


    Vor Einnahme heulte ich jeden Tag. Spontan. Mehrmals. Alles war ausweglos und die Heulerei trat ganz plötzlich in mein Leben. Am Anfang konnte ich es noch verstehen (Verlust eines nahen Familienangehörigen), aber es wurde einfach nicht besser...es wurde nur schlimmer mit der Heulerei. Nervenzusammenbrüche kamen hinzu.


    Dann holte ich mir Hilfe.


    Fing an die Tabletten zu nehmen.


    Ich bemerkte die Wirkung daran, dass ich zwar sehr sehr traurig war, aber nicht zusammenbrach und zu heulen anfing. Das Weinen wurde weniger. Irgendwann wurde (mit Hilfe der Therapie) auch die Traurigkeit besser. Diese war nie wirklich weg, aber sie überwältigte mich nicht mehr tagsüber.


    Das fand ich das schlimmste.... Es überfiel mich immer...spontan...ohne Gründe. Das Weinen hat mich mehr alle gemacht als die Traurigkeit. Denn die Traurigkeit kann man verbergen. Wenn man aber heulattacken hat, kann man nichtmal rausgehen...denn es könnte ja wieder passieren :-/

    Bin bei Tag 17 mit 20mg Citalopram. Heulattacken hatte ich nie, bei mir geht es mehr Richtung Burnout mit Angst und fallweisen Panikattacken. Psychiaterin sagte auch zu mir das es nach 14 Tagen in Wellen mit guten und schlechten Tagen immer weiter aufwärts gehen wird. Es kommt wahrscheinlich darauf an, wie lange man schon akut an seinen Symptomen laboriert.

    Hallo an alle!


    Frage an euch. habt ihr am Anfang der Einnahme des Medikamentes auch diese Schwankungen des Befindens gehabt. Warum ist das so. Bei mir ist das oft auch unter Tage sehr unterschiedlich. Manchmal komme ich nicht so schnell aus dem Bett, einmal ist der Vormittag okay, einmal ist der Nachmittag besser, der Abend ist zu 90 Prozent immer schön und mir geht es gut. Ich nehme seit 2,5 Wochen Citalopram 20mg. Es wird in Summe schon besser aber sehr, sehr langsam. Teilweise bin ich oft noch recht unkonzentriert, gerade in Anwesenheit von Menschen bzw. auf Terminen.


    Vielleicht stresse ich mich und mache mir selbst zuviel Druck dass ich schnell Gesund werde. Das im Moment mein Selbstvertrauen und der Glaube an Besserung noch nicht gerade überwältigend ist sorgt mich auch. Gerade das sich selbst beobachten und checken wie es mir gerade geht sollte man ja nicht machen. Oft habe ich auch noch das Gefühl ein wenig neben mir selbst zu stehen, dass wechselt aber auch und ist Tagesabhängig je Situation.


    Wie ging es euch in den ersten 8 Wochen nach Beginn der Einnahme von Antidepressiva

    Antidepressiva - wann spürt man eine deutliche Wirkung?

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    (Urspr. Titel: "ANTIDEPRESSIVA - WANN KAM DER ENTSCHEIDE. DURCHBRUCH DER WIRKUNG")




    Hallo an alle!


    Frage an euch. habt ihr am Anfang der Einnahme des Medikamentes auch diese Schwankungen des Befindens gehabt. Warum ist das so. Bei mir ist das oft auch unter Tage sehr unterschiedlich. Manchmal komme ich nicht so schnell aus dem Bett, einmal ist der Vormittag okay, einmal ist der Nachmittag besser, der Abend ist zu 90 Prozent immer schön und mir geht es gut. Ich nehme seit 4 Wochen Citalopram 20mg. Die gute Tage werden speziell in den letzten 2 Wochen immer mehr und ich mache auch alles.


    Vielleicht stresse ich mich und mache mir selbst zuviel Druck dass ich schnell Gesund werde. Das im Moment mein Selbstvertrauen und der Glaube an Besserung noch nicht gerade überwältigend ist sorgt mich auch. Gerade das sich selbst beobachten und checken wie es mir gerade geht sollte man ja nicht machen.


    Wie ging es euch in den ersten 8 Wochen nach Beginn der Einnahme von Antidepressiva?


    Wann hattet ihr das Gefühl und Gewissheit - jetzt bin ich durch oder darüber hinweg?

    Wirkungsmaximum bei Citalopram liegt bei ca drei Monaten. Also Geduld mit Dir und dem Medikament.


    Und es hängt auch sehr davon ab was man erwartet. Erwartest Du sofort so zu "funktionieren" wie früher oder ist Dir klar, dass dies nur als Unterstützung zu einer Therapie dient? Machts Du Therapie dazu? Wie lautet die Diagnose?


    Ich habe vor vielen Jahren mal Citalopram bekommen, ich kann mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht an irgendeine Wirkung erinnern (40 mg). Mag aber daran gelegen haben, dass ich keine Serotoninstörung hatte und auch keine Depressionen, sondern eine Störung der Schilddrüse, die da nicht entdeckt wurde.


    Die Ursache meiner Probleme lag woanders, daher evtl. keine Wirkung.

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    Wirkungsmaximum bei Citalopram liegt bei ca drei Monaten. Also Geduld mit Dir und dem Medikament.


    Und es hängt auch sehr davon ab was man erwartet. Erwartest Du sofort so zu "funktionieren" wie früher oder ist Dir klar, dass dies nur als Unterstützung zu einer Therapie dient? Machts Du Therapie dazu? Wie lautet die Diagnose?


    Ich habe vor vielen Jahren mal Citalopram bekommen, ich kann mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht an irgendeine Wirkung erinnern (40 mg). Mag aber daran gelegen haben, dass ich keine Serotoninstörung hatte und auch keine Depressionen, sondern eine Störung der Schilddrüse, die da nicht entdeckt wurde.


    Die Ursache meiner Probleme lag woanders, daher evtl. keine Wirkung.