Liebe Jutta,


    habe soeben deinen schweren Leidensweg gelesen.


    Ich bin noch ganz erschüttert, weil ich wirklich nicht wusste, dass es dir so schlimm geht, denn du erwähntest in deinen letzten Berichten nichts von dieser so akut-schweren Situation.


    Von daher tut es mir außerordentlich Leid, dir von der Dauer der Einnahme der A.D. geschrieben zu haben.


    Bei deinen letzten Postings hatte ich eher ein positives Gefühl was deine Seele und den Akutzustand anbelangte.


    Aber ja, liebe Jutta, SEHR gut kann ich nachvollziehen, dass es einem in DIESEM Zustand erst mal total egal ist, wie lange man die A.D. einnimmt, Hauptsache, man kann wieder atmen,


    danken, bitten,sich ein wenig erfreuen und überhaupt ÜBERLEBEN !!


    Wie gut ich das kenne.....


    Allerdings möchte ich dir dennoch (wenn ich darf) ans Herz legen, nach Möglichkeit NICHT mit Diazepam, also den Benzos zu beginnen, denn glaube mir, die Abhängikeit die durch diese Tabletten in relativ kurzer Zeit entstehen kann , und irgendwann entzogen werden muss, sorgt für sehr große Entzugs-Symptome , die über einen langen Zeitraum gehen.


    Z.B. reagiert die Schilddrüse auf so schwer erlebte Traumen auch sehr negativ, daher würde ich dir nochmals zu einer S.D. Untersuchung mit dem TSH Wert, den freien Werten: fT3 und fT4 raten.


    Selbst wenn Ärzte meinen, die Werte sind o.k. weil sie im Normbereich liegen, muss das NICHT der Fall sein, denn das Befinden ist entscheidend!


    Ich kann mir gerne deine Werte ansehen.


    Liebe Jutta, denke daran, was ihr schon alles gemeistert habt,es kann nur noch besser werden. Versuche dennoch das zu sehen, was schon alles an Positivem geschehen ist.


    ER hat euch bis heute beschützt und wird es auch weiterhin tun.


    In lieber Verbundenheit

    Danke für Deine lieben Worte Siggi.


    Ich habe hier nichts von den Depressionen geschrieben weil ich gar keine Kraft hatte dazu und weil ich auch gar nicht wusste wo ich anfangen soll und wie ich diese irrealen Gefühle und Gedanken überhaupt beschreiben kann.


    Ich hatte auch die Befürchtung das man das nicht verstehen könnte, denn was da im Körper und im Kopf abgeht kann man dann selber nicht mehr verstehen, wie sollen es dann andere erst???


    Ich nehme Diazepam nur im äussersten Notfall. Aber meine Schwester ist mittlerweile leider davon abhängig.


    Sie kann nicht mehr ohne weil sie auch unter enormer Anspannung und Angst steht.


    Sie war auch schon bei meinem Neurologen um eine andere Lösung zu finden, doch der sagt das sie das Diazepam erst ausschleichen lassen soll bevor sie ein AD bekommen kann.


    Ich hatte sie immer davor gewarnt. Ich weiss ja wie schön die Wirkung ist und es ist verlockend.


    Aber ich bin auch realistisch und weiss dass nur die Aufarbeitung und Verarbeitung echte Erleichterung bringen wird.


    Ich hoffe, das meine Schwester es dann schafft vom Valium wegzukommen.


    Ich hatte das Diazepam nur erwähnt weil ich so grosse Angst vor der Traumatherapie habe weil ja dann alles wieder hoch kommt :°(....


    Ich wünsch Dir einen schönen ersten Tag in diesem neuen Jahr :)_.

    @ :)@:)

    Jutta

    Liebe Jutta,


    erstmal möchte ich dir und allen Anderen, die hier im Faden lesen/schreiben, ein recht frohes, gesundes und glückliches Neues Jahr wünschen!;-D@:):)*;-D@:):)*;-D@:):)*;-D@:):)*;-D@:):)*;-D@:):)*

    Zitat

    Ich hatte das Diazepam nur erwähnt weil ich so grosse Angst vor der Traumatherapie habe weil ja dann alles wieder hoch kommt :°(....

    Bei einer Traumatherapie kommt sicherlich sehr viel hoch, was du verdrängt hattest u. es wird sehr viel angesprochen, was in dir wieder arbeiten wird. Ich kenne das gut. (habe zwar keine Traumatherapie gemacht, aber tiefenpsychol. Thera ist ähnlich) Am Anfang wirst du über bestimmte Dinge gar nicht reden wollen u. die/der Thera wird sich behutsam an diese Themen gemeinsam mit dir rantasten. Mir ist es auch sehr schwergefallen, einem wildfremden Menschen mein Innerstes anzuvertrauen. Aber nach einigen Sitzungen wirst du merken, dass du reden willst u. es geht dann ganz alleine u. du bist ganz erstaunt, dass du dich doch darüber so intensiv äußern kannst. Selbst da, wenn du reden willst, wird es nach der Thera immer wieder in dir arbeiten. Aber es wird weniger werden, zum Schluss ist es nur noch an dem Tag der Thera so u. dann siehst du vieles auch wieder positiver. Mit Diazepam wäre ich auch sehr, sehr vorsichtig! Ich habe ganz am Anfang auch mal ein Benzo bekommen u. da hat mein Arzt mir auch gleich gesagt, dass das abhängig macht. Bei mir war vll. das Gute, dass bei mir Beruhigungsmittel oft paradox wirken: Ich war aufgewühlter als vorher u. konnte es alleine deshalb schon auch nicht mehr nehmen.


    LG und dicke Umarmung!:)_:)_:)_:)_:)_:)_:)_:)_:)_


    Britta

    Liebe Jutta,


    habe soeben diesen Link gefunden, der eventl. eine kleine Hilfe


    für deine Schwester sein könnte.


    Ich denke, dass es sicher von Vorteil ist, im Vorab zu wissen, wie ein Entzug zu meistern ist, was ich beachten- und wie ich mich eventl. verhalten kann.


    Ich wünsche euch Allen weiterhin die nötige Kraft.


    Ganz lieben Gruß:)_

    Liebe Siggi,


    danke das Du an uns denkst. Es wäre nett wenn du den Link beifügst ;-):-D.


    Ich hatte in letzter Zeit soviel mit meinen Gedanken und körperlichen Beschwerden zu tun, ich habe mich selber noch nicht schlau gemacht. Ich möchte auf jeden Fall das meiner Schwester geholfen wird das sie vom Valium weg kommt.


    Aber sie muss es auch wollen. Ich habe ihr ja damals schon gesagt wie schnell sie davon abhängig werden kann. Aber ich verstehe sie auch voll und ganz. Diesen Zustand zu ertragen ist sehr sehr schwer. Ich bin froh das ich es mit wenigen Tropfen geschafft habe im äussersten Notfall....


    LG, Jutta

    @ :)@:)@:)

    Oh je, liebe Jutta.....


    sorry vielmals!!


    Ja, das geschieht , wenn frau zu "schnell denkt" und zu langsam handelt.


    Ich habe soeben einige Passagen dieses Links durchgelesen, ich kannte diesen Link nicht.


    Wow.... es ist einmalig, welches Wissen, Erfahrung, Ratschläge, Diagnosen etc, diese Professorin hat.


    Diese Erfahrungen sind so wertvoll und hilfreich, denn ein normaler Arzt ist mit derlei Problematik total überfordert.


    Voilà, liebe Jutta.


    http://www.benzo.org.uk/german/index.htm


    Ich umarme euch alle ganz fest und bin in Gedanken sehr oft bei euch:)_


    Herzlichst

    Liebe Jutta,


    auch von mir die allerbesten Wünsche für das neue Jahr - und ganz besonders für Euren lieben kleinen Schlumpf!


    Ja, ich kann das gut nachvollziehen - eigentlich ist es ja logisch, dass man nach solch einem Dauerstress in Depressionen fällt.


    Ich verstehe Dich, dass Du auch gar keine Kraft hattest, darüber zu schreiben.


    Ich wünsche Dir und Deiner Schwester von ganzem Herzen, dass Ihr da wieder herauskommt und dann auch die Trauma-Therapie in Angriff nehmen könnt!


    Ganz ganz viel Kraft Euch allen, und auch ich denk immer wieder an Euch! :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*

    liebe jutta...


    ich denke noch oft an euch, an diverse abende im chat, besonders den einen, wo timo operiert wurde.


    also zeit für mich, mal wieder hier "nach dem rechten" zu schauen...


    was ich da lese, erstaunt mich nicht, aber du tust mir unendlich leid...


    laß dich trösten, mir ging es genauso, geht es auch phasenweise immer noch so. ich nehme auch ad's und auch mir ist völlig egal, was nach den ad's kommt. ich würde sie ein leben lang nehmen, wenn es mir damit besser geht.


    bitte mach dir bewußt, das diese medis nur eine krücke sind, sie heilen nicht die ursache.


    meine therapie wird nun bald beginnen und auch ich habe gewisse angstmomente, aber was solls, ich will es angehen.


    ich wünsche dir und deinen lieben alles alles gute!!!


    drück dich!!!

    Liebe Jutta @:)


    hier haben Dir ja schon viele liebe Menschen geschrieben, dass sie Dich verstehen können....und ich glaube, es gibt davon noch sehr viel mehr :)_ Manche können es nicht zeigen, andere sind überfordert, damit so umzugehen, wie Du es Dir wünschst....ich habe die Erfahrung gemacht, das es gut tut, in schwierigen Phasen des Lebens offen - zumindest mit mir nahestehenden Menschen - mit der eigenen Belastung umzugehen. Das Verständnis war meist größer, als ich erwartet hatte. Manchmal findet man keine Worte...oder die "falschen"....das Letztere habe ich sicher schon häufiger getan, ohne es überhaupt zu bemerken...


    Wenn jemand nach meiner Offenbarung unsicher reagiert hat, wie er mit mir umgehen kann, dann habe ich gesagt, was mir gut tun würde....einfach zuhören, in den Arm nehmen....manchmal wollte ich tröstende oder ermunternde Worte, Tipps und die Erfahrungen meines Gegenübers, manchmal konnte ich sie nicht ertragen...., manchmal wollte ich in meiner Trauer trotzdem lachen und albern sein...wie sollte mein Gegenüber es wissen, wenn ich es nicht sage? Das ist das Heikle an der "fröhlichen" Maske vor dem weinenden Gesicht...ich bekomme nicht die Reaktion, die ich mir wünsche....Es gibt auch Menschen, von denen wollte ich nicht getröstet werden, bei Ihnen war ich "normal" bis distanziert...und das war auch gut so....ich habe die Reaktion bekommen, die ich mir gewünscht habe: nämlich keine ;-)


    Es ist schön, dass das AD immer mehr seine Wirkung zeigt...ich schick Dir noch ein paar kleine Kraftfreunde zur Unterstützung nach Hause :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*


    :)_@:)

    Hallo Amygdalla,


    danke für Deine lieben Worte und die Kraftsternchen :)_.

    Zitat

    ich habe die Erfahrung gemacht, das es gut tut, in schwierigen Phasen des Lebens offen - zumindest mit mir nahestehenden Menschen - mit der eigenen Belastung umzugehen.

    Ja, das bin ich jetzt auch. Aber vorher hatte ich einfach keine Kraft dazu. Habe auch ständig geweint und das war mir unangenehm weil mein Gegenüber sicher nicht verstanden hätte warum " denn jetzt schon wieder ".


    Eben aus grosser Angst heraus man könne es eh nicht verstehen und denken ich bemitleide mich nur selber. Und wenn ich doch über mein Gefühlschaos gesprochen hätte, hätte es wahrscheinlich nur grosse Unsicherheit ausgelöst.


    Ausserdem wollte ich auch oft nicht reden. Einfach nur meine Ruhe haben....


    Neben der Familie wissen jetzt auch einige andere Bescheid. Und das Verständnis ist grösser als ich gehofft hatte.

    Zitat

    Manchmal findet man keine Worte...oder die "falschen"....das Letztere habe ich sicher schon häufiger getan, ohne es überhaupt zu bemerken...

    Möchte nicht wissen wie oft mir das schon passiert ist ;-):-D.


    Das geht wohl jedem so...

    Zitat

    Wenn jemand nach meiner Offenbarung unsicher reagiert hat, wie er mit mir umgehen kann, dann habe ich gesagt, was mir gut tun würde....einfach zuhören, in den Arm nehmen....manchmal wollte ich tröstende oder ermunternde Worte, Tipps und die Erfahrungen meines Gegenübers, manchmal konnte ich sie nicht ertragen...., manchmal wollte ich in meiner Trauer trotzdem lachen und albern sein...wie sollte mein Gegenüber es wissen, wenn ich es nicht sage? Das ist das Heikle an der "fröhlichen" Maske vor dem weinenden Gesicht...ich bekomme nicht die Reaktion, die ich mir wünsche....Es gibt auch Menschen, von denen wollte ich nicht getröstet werden, bei Ihnen war ich "normal" bis distanziert...und das war auch gut so....ich habe die Reaktion bekommen, die ich mir gewünscht habe: nämlich keine

    Ja, so langsam kommt es ja bei mir ;-).


    Genauso geht es mir auch. Manchmal will ich einfach nur Ruhe, manchmal albern sein usw. Genau wie Du es beschrieben hast.


    Ich will halt immer keinem zur Last fallen oder den Tag versauen mit meinen Sorgen und deshalb habe ich oft geschwiegen, auch wenn ich gerne mal geredet hätte um mich etwas zu erleichtern.


    Ich besser mich :-D.


    Gedanklich und gefühlsmässig wird es langsam immer besser. Essen tu ich auch wieder etwas :)^.


    Hatte lange nur von Fresubin Aufbaunahrung Trinkpäckchen gelebt ( eklig ).


    Nun muss noch langsam die körperliche Kraft wiederkommen.


    Und dann können wir hoffentlich endlich mit der Traumatherapie beginnen.


    Denn die Alpträume und alle weiteren unangenehmen Dinge die passieren wenn ich wieder an den Unfall erinnert werde kann ein AD nicht "wegzaubern".


    Vor allem leide ich sehr im moment an den Schmerzen im Unterleib. Aber das ist auch psychisch bedingt.


    Doch es kann nur besser werden :)^.


    Ich wünsch Dir auch viel Kraft für den Umgang mit Deinen Patienten :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*.


    Ganz liebe Grüsse :)_


    Jutta

    Hallo ihr Lieben,


    ich danke Euch das ihr immer noch an uns denkt.


    Deswegen geht es mir auch schon besser :-D.


    Obwohl ich gerade wieder ein Tief habe. Wir haben schon vor Timo's Geburt etwas sehr schlimmes erleben müssen und ich dachte ich hätte das ganz gut verarbeitet. Doch in Wirklichkeit habe ich das nur verdrängt. Ich war sehr abgelenkt durch Timo.


    Irgendwie kommt es mir so vor als würde ich wieder von vorne beginnen mit allem.


    Nun kommt die Trauer durch die ich lange verdrängt habe. Immer wenn sie kam habe ich mich abgelenkt, doch nun lasse ich sie zu.


    Ich hatte vor einigen Jahren 2 Fehlgeburten in den ersten Wochen und dann wurde ich wieder schwanger mit unserer Tochter. Doch leider hörte auch ihr Herz auf zu schlagen. Obwohl sie es bereits bis zur 20.SsW geschafft hatte. Und ich musste sie dann tot zur Welt bringen.


    Seitdem ist es vorbei mit dem Kinder bekommen.


    Das alles habe ich immer gerne verschwiegen und verdrängt obwohl es wahnsinnig weh tut.


    Ich wollte es mit mir alleine ausmachen. Und wollte auch nicht darauf angesprochen werden.


    Jetzt kommen immer wieder die Gedanken hoch das hier eigentlich 3 Kinder rumspringen würden die ihrer Mama und ihrem Papa manchmal mächtig den letzten Nerv rauben würden, die aber auch ganz viel Glück und Sonnenschein ins Haus bringen würden ;-)


    Aber ich werde nun nicht mehr schweigen. Es ist besser das alles auszusprechen und ich werde das auch zum Thema machen in der Therapie.


    Denn ich möchte wieder ganz normal leben und glücklich sein.


    Unsere 3 Sternchen leben ja weiter: In unseren Herzen.


    Julia hat sogar ihren eigenen Garten, ein schönes Grab. Und ich gehe oft zu ihr und spreche mit ihr. Dabei sind wir uns sehr nah.


    Aber im allgemeinen geht es aufwärts. Etwas Kraft habe ich wieder und mir ist nicht mehr so schwummerig.


    Und die Gedanken werden immer positiver. Nämlich das ich das alles schaffen werde :)z.


    Ich wünsche allen hier im Faden soviel Kraft wie benötigt wird :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*.


    Lasst euch nicht unterkriegen, es geht immer irgendwie weiter :)^.


    Eure Jutta