Bärentatze

    WANN beginnt Dein neuer Betreuer seine Arbeit?


    - Wie weit kennt er Deine Geschichte schon?


    - Warum schliesst eine Umschulung eine Therapie aus (bzw. umgekehrt)?


    - Was genau hindert Dich daran, jeden Tag bei 5 Therapeuten auf der Liste anzurufen?

    Optimismus

    Mein Betreuer hat seine Arbeit seit diesem Montag aufgenommen, jedoch klärt er in erster Linie erst mal ab, wo die neue Unterkumft sein könnte, es stehen wohl 2 Standorte zur Auswahl, jedoch ist noch nicht ganz klar zu welchem Datum diese genutzt werden können.


    Im Groben kennt er wohl meine Geschichte, da er zusammen mit meiner damaligen Betreuerin den Hilfeplan erstellt hat. Wir hatten auch diese Woche kurz noch mal darüber gesprochen, das ich mir ja ein soziales Umfeld aufbauen möchte und es mir jedoch sehr schwerfällt, da ich nicht so weiß, welche Interessen ich so habe und welche Sachen überhaupt machbar wären.


    Frage, was sollte er genau wissen?

    Zitat

    – Warum schliesst eine Umschulung eine Therapie aus (bzw. umgekehrt)?

    Naja, die Umschulung wird mir alles erdenkliche abverlangen und wie soll ich mich da auf die Therapie einlassen können? Ich gehe mal davon aus, das der Unterrich immer bis 16:30 Uhr geht und wie soll ich dann noch zum Therapeuten gehen?

    Zitat

    Was genau hindert Dich daran, jeden Tag bei 5 Therapeuten auf der Liste anzurufen?

    Wenn ich dir das mal beantworten könnte, ich weiß es selber nicht. Zum Teil mags daran liegen, das ich da teilweise gar nicht durchblicke, da die meisten ja nur immer nen AB drann haben und ich so schnell gar nicht notieren kann, wann ich sie denn erreichen könnte, wobei auch das Hören eine Rolle spielt.

    Bärentatze

    Zitat

    Naja, die Umschulung wird mir alles erdenkliche abverlangen und wie soll ich mich da auf die Therapie einlassen können? Ich gehe mal davon aus, das der Unterrich immer bis 16:30 Uhr geht und wie soll ich dann noch zum Therapeuten gehen?

    Dann frage ich mal anders herum: Glauben Deine alte Betreuerin, Dein neuer Betreuer und Du wirklich, dass Du eine Umschulung packst, mit all Deinen Problemen in Deinem Lebensrucksack? Seid Ihr alle wirklich der Meinung, dass das ZUERST kommen sollte, bevor andere Probleme, die dasjenige der Arbeitslosigkeit, der Interesselosigkeit, der Esssucht, des Fehlens des Zwischenmenschlichen, etc. pp. gelöst sind? Ich habe da – mit Verlaub und aus der Ferne – doch erhebliche Zweifel dran. Nichts für ungut, Bärentatze. Aber ich glaube, Ihr versucht da gerade das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Ich denke, Du solltest mal mit Deinem neuen Betreuer wirklich Klartext reden oder ihn mal diesen Faden lesen lassen.


    :)*

    Du sprichst mir da ehrlich gesagt aus der Seele, ich empfinde es auch erstmal wichtiger ein halbwegs normales Leben zu erreichen, wobei natürlich die Arbeit auch eine große Rolle spielt jedoch wäre das erstmal zweitrangig.


    Mit Stuttgart ist es auch so, ich fands für mich erstmal wichtig, mich an einem Ort wohl zu fühlen und dann kann man dort auch an einem Job arbeiten.

    Bärentatze

    Im übertragenen Sinne kommt es mir manchmal vor, als ob Du Stabhochsprung betreiben willst, hast aber noch nicht rennen gelernt und auch nicht, wie man so eine lange Stange in Ruhe überhaupt balanciert. Sowas kann fast nur in Bauchlandungen enden, es sei denn, Du bist ein Naturtalent, was ja nicht ausgeschlossen ist... Es liegt mir wirklich fern, hier Pessimismus um mich zu streuen, aber eine gesunde Portion Realismus könnte nicht schaden, damit man dann optimistisch in die Zukunft gehen kann. Was meinst Du dazu?

    Ich denke, das wäre die bessere Lösung. Was glaubst Du, wie Du ein Kundengespräch führen willst, wenn Du schon so nicht weisst, was Du sagen sollst? Und wie soll das erst gehen, wenn ein Kunde mal gereizt oder ungeduldig ist, etc. Bist Du fähig, dann immer noch die richtigen Worte und den richtigen Ton zu finden, wenn es Dir schon so schwer fällt?


    Vielleicht irre ich mich auch. Aber so würde ich das aus der Ferne und den vielen Fäden und Postings einschätzen.

    Auch wenn ich nicht so denke, es gibt genug Arbeitslose, die trotzdem glücklich sind und ne Freundin haben.


    Das eine Therapie notwendig wäre, steht außer Frage und es stimmt schon, ich glaube nicht, das ich mit dem unzufriedenen Leben so eine Ausbildung durchstehen würde.

    Zitat

    Auch wenn ich nicht so denke, es gibt genug Arbeitslose, die trotzdem glücklich sind und ne Freundin haben.

    Sowas sollte aber niemals ein Zustand sein, mit dem man sich in irgendeiner Weise arrangiert. Ich brauche ja wahrscheinlich nicht erläutern, was passiert, wenn das jeder so macht. Und es ist einfach nur erbärmlich, wenn jemand, der die Wahl hat, etwas an diesem Zustand zu ändern, darauf spekuliert, dass er als Einzelner keinen Unterschied macht und das System deswegen weiter ausreizen kann.

    Das habe ich auch nicht behauptet, jedoch sind die meisten auch unverschuldet in so einer Situation. Es mag zwar ein paar geben, denen es gefällt, bis Mittags um 12 zu schlafen und dann das Frühstück mit ner Dose Bier zu beginnen, jedoch kann dies kein Leben sein.


    Ich meine halt damit, das das Glücklichsein an erster Stelle steht.

    Bärentatze

    Zitat

    Ich meine halt damit, das das Glücklichsein an erster Stelle steht.

    Ich weiss schon, was Du meinst. Ich hoffe aber für Dich, dass Du nicht dem Irrtum unterliegst, dass alle anderen, die eine Arbeit, eine Wohnung, eine Partnerschaft und weiss was noch alles haben, pausenlos glücklich sind. Kein Mensch ist permanent glücklich. Das Glück kommt und geht phasenweise. Ich persönlich finde es wichtig, dass ich grundsätzlich meine innere Zufriedenheit habe, dann kann ich die Glücksmomente auch wirklich als solche wahrnehmen und geniessen.


    Weisst Du, ich glaube, was bei den meisten so anstösst an Deinen Aussagen, dass Du nach wie vor noch immer vieles auf äussere Umstände schiebst und noch nicht entdeckt hast, welches Potential eigentlich in Dir steckt. Jeder Mensch kann aus jeder Situation grundsätzlich etwas machen. Bitte sag jetzt nicht wieder, dass bei Dir jedoch der Fall ganz anders ist. Ist er nicht. Ja, es gibt Einschränkungen. Die streite ich keineswegs ab. Aber es gibt auch Wege, diese Einschränkungen nicht weiter einschränken zu lassen, als es unbedingt "nötig" ist. Dafür musst DU aber etwas tun – nicht die anderen. Ja, Hilfe darf und muss man mitunter annehmen, bzw. suchen und darum bitten. Ich hab noch nicht raus, was Dich da so blockiert, dass Du es nicht anpackst. Ich kann Dir nur immer wieder empfehlen, eine sehr offenes Gespräch mit Deinem Betreuer zu führen. Sonst dümpelst Du in 10 Jahren noch bei med1 rum und erzählst, was alles jedoch wiederum schief gelaufen ist. Das kannst Du doch nicht wollen, oder?


    Gehst Du heute wieder Gassi?

    Irgendwie kann ich deinen Beitrag gerade nicht nachvollziehen. Ich stehe einer Therapie doch offen gegenüber.


    Was meinst du mit den außeren Umständen? Übrigens, da muss ich dich leider enttäuschen, in mir steckt leider kein Potential.


    Die Einschränkungen die ich habe, lassen sich fast nicht auffangen. Das mit meinem Gehör wäre leichter, wenn ich die Hörgeräte bekommen würde, die mir eigentlich zustehen müssten.


    Was meint du damit, dass ich mich selbst blockiere? Ich gehe doch davon aus, das du meinst, warum ich mich gegen eine Therapie stelle, was ja gar nicht der Fall ist.


    Was den Betreuer anbelangt, er ist für solchen Sachen was mein Problem ausmacht gar nicht zuständig und warscheinlich wirds auch keine andere Einrichtung geben, die so ein Personal besitzt, die mir bei meinen eigentlichen Problemen hilft.


    Durch das Praktikum wars mir nicht möglich, neue Termine fürs Gassigehen festzulegen, ich kann erst am Donnerstag wieder anrufen, um mich in die Liste eintragen zu lassen. Ich werde auch abklären, wies mit dem Hundeführerschein aussieht, da ich anfang nächsten Monat wohl erstmal 1 1/2 Wochen Urlaub mache, wenn man das so nennen kann.