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    Wenn ich das so lese, frage ich mich echt, wie ich nach diversen OPs klar gekommen bin. Ich hab mich immer bewusst gegen Hotel Mama entschieden, auch wenn das Angebot stand. Aber das ist natürlich einfacher, wenn einem jeder Handgriff abgenommen wird, kommt man auch super wieder auf die Beine mit dieser Taktik %-|

    Ich kann das ein bisschen nachvollziehen, ich hatte vor kurzem auch zwei Operationen nacheinander und war dann so fertig, dass ich noch eine Woche Hotel Mama in Anspruch genommen habe und danach Hilfe von meinem Freund und auch jetzt brauche ich gelegentlich noch Hilfe von Freunden, weil ich nichts Schweres tragen kann. Wenn man dann keine Freunde hat, dann verstehe ich schon, warum man lieber zu Mama geht.


    Was ich aber nicht verstehe ist, wieso Mama dann nicht mit nach Stuttgart fährt. Sie ist ja nun mit ihrem offenbar nicht ganz einfachem Sohn aufgewachsen und meistens sind Mütter doch daran interessiert, dass ihre Kinder gut behandelt werden. Hast du sie mal gefragt, Bärentatze?

    Meine Eltern würden behaupten, das ich gar keine Probleme hätte.


    Meine Mutter würde sich ja schon für den einen Tag Urlaub nehmen, jedoch mal eben nach Stuttgart fahren, würde halt allein schon finanziell nicht gehen.


    Wenn das KH nicht so ein Drahma raus machen würde, mit der Nachbetreuung, wäre das auch alles kein Problem gewesen.


    Es gibt jedoch schon Gründe, warum es besser ist, es hier bei mir zu Hause zu machen. In Stuttgart die Wohnung liegt im obersten Stock und dort ist auch kein Aufzug vorhanden und wenn eine Verletzung am Knie hat, wären die tausend Treppen nicht gerade gesund dafür.

    Kein Krankenhaus der Welt macht ein DRAMA wegen der Nachbetreuung. Ich bin wie gesagt sogar ins Ausland gegangen und war auch noch recht angeschlagen... Aber klar, man kann es sich immer einfach machen.

    Ich habe es immer so erlebt, dass sich das Krankenhaus darum gekümmert hat, dass man irgendwie betreut wird, falls man nicht alleine klar kommt. Aber bei Tatze ist das natürlich mal wieder fast unmöglich.

    Krankenhäuser, Ärzte und vor allem Patienten sehen das immer aus verschiedenen Blickwinkeln. Für jeden Patienten ist "seine" Operation immer die grösste im Augenblick. Da helfen auch keine Aussagen von wegen, dass andere "Schlimmeres" erlebt haben. Vielleicht will der Arzt, bzw. das Krankenhaus ja auf Nummer sicher gehen, dass absolut GAR NICHTS schief gehen kann, damit einer späteren Therapie nicht eine Komplikation, die verschlampt wurde, weil man nicht rechtzeitig reagiert hat, weil man stundenlang im Internet überlegt hat, was dieses und jedes Symptom bedeuten könnte, sich schlau gemacht hat, welche Fachprofessoren dafür genügend ausgebildet wären, die aber leider von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, da zu teuer/zu weit weg, etc., im Weg steht. Bei einer Person, die so viele gesundheitliche Nebenschauplätze hat, könnten in der Tat Komplikationen von ungeahnten Ausmassen entstehen, die niemand von uns wirklich abschätzen kann. Und dann wäre der TE ganz allein in einer fremden Stadt, wo er zu niemandem Kontakt hat, mit niemandem reden, keinen anrufen kann. Da kann es echt sinnvoller sein, dass er zu den Eltern fährt, die sicher zur Not das Allerschlimmste verhindern könnten – und wenn es ist, dass sie den Notarzt rechtzeitig alarmieren. DAS kann elementar wichtig sein. Bei jeder OP kann es zu Komplikationen kommen. Sie sind zwar selten – ich kann sie auch nicht in Prozenten ausdrücken – wen es trifft, den in der Regel zu 100%. Ich könnte mir vorstellen, dass Bärentatze das auf jeden Fall verhindern will, damit er bald in die Therapie in die Tagesklinik gehen kann – und wenn möglich sogar eine Arbeit findet, die ihm und seinen Fähigkeiten entspricht, wo er dann auch endlich die Frau seiner Träume, Freunde und Hobbies finden kann.


    Lieber Bärentatze, ich wünsche Dir für Deine schwere, bevorstehende Operation, dass sie wirklich komplikationslos verläuft, dass Du keine grossen Nachbehandlungen hast und schon bald wieder wie ein junges Reh durch die Geografie hüpfst. :)*

    Ich will hier noch mal die Frage aufgreifen, was ich denn in diesem Jahr geschafft hätte, da ich mir diese schon immer selbst stelle:


    Es hat sich rein gar nichts geändert, bloß, dass ich mir noch mehr Lebensqualität selbst genommen habe, bezüglich des Wohnens.


    Es ist ja nicht so, das ich nicht versucht hätte, etwas zu ändern. Ich habe ein Ehrenamt aufgenommen und habe für eine Weiterbildung(Hundeführerschein) sehr viel Zeit investiert, mit den Ergebnis, das ich es mir hätte auch sparen können, da ich auch dazu nicht fähig bin. Und wieder einmal muss ich feststellen, das mein Problem Anschluss zu finden, sich wieder bewahrheitet hat. Wenn man schon im Pott damit scheitert, hat mans im Ländle doppelt so schwer damit.


    So langsam weiß ich echt nicht mehr ein und aus, da ich vor der Entscheidung stehe, in Stuttgart bleiben oder wieder zurück gehen. Man kann in Stuttgart sehr gut leben, wenn man studiert hat oder in einen guten Betrieb arbeitet und natürlich kommunikativ ist.


    Leider habe ich keine der Voraussetzungen und kann wenn überhaupt, wohl meine Ziele in meiner Heimat verwirklichen.


    Dann stellt sich allerdings die Frage, wo soll ich hier hinziehen, da ich schon gemerkt habe, das es in einer Großstadt schon die Vorteile gibt, die ich brauche. Wäre ja auch alles kein Problem, da man in Essen Wohnungen bekommt, jedoch auf Grund meines Aussehens hätte ich dort die selben Probleme, wie hier auch.


    Düsseldorf wäre zwar hier die Topmöglichkeit, jedoch hat man da auch das selbe Problem, dort eine Wohnung zu bekommen.


    Ich hatte heute versucht, den Termin für nächste Woche in der Tagesklinik um eine Woche zu verschieben, leider ohne Erfolg. Nun bleibt mir nur der andere Termin im Januar.


    Vielleicht muss einfach doch ohne gehen, da ich einfach nicht die Zeit habe, noch länger auf eine Therapie zu warten. Es würde ohne hin dauern, bis die Therapie erste Erfolge bringen würde.

    Ja, ich komme aus NRW.


    Das mit der OP hat sich erledigt, da ich gestern bei einem sehr gutem Arzt war und der von einer OP abgeraten hat.


    Ich bin aber noch bis nächste Woche Freitag krankgeschrieben. Es wäre eine Kniespiegelung gewesen, also nix wildes.