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    Bärentatze


    Auch den herausragenden Beiträgen und Empfehlungen von Optimismus (und vielen anderen) zum Trotz, scheint es dich nicht im Geringsten voranzubringen. Was erwartest du dir eigentlich von diesem Faden?


    No_Name_

    Hier geht es um Anregungen, die ich gegebenen Falls für mich umsetzen kann.

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    Ich lese aus den letzten Zeilen von Bärentatze, dass er momentan in der Klinik mehr Kontakte hat, als wir hier vielleicht denken, für seine Verhältnisse.


    Sauergurke

    Das siehtst du aber falsch. Das Gegenteil ist der Fall.

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    Ich habe die letzten Seiten durchgelesen und ich bin ehrlich gesagt etwas geschockt ":/ :-/


    Waltraut1933

    Wieso? Naja, es zeigt sich halt, das es sehr schwierig ist, mir überhaupt helfen zu können, da man dort gesehen hat, das ich der erste bin, der so große Probleme hat und es sehr schwer ist, mir überhaupt Hilfestellung geben zu können.

    Bärentatze

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    Vielleicht kann man das, was mir fehlt, auch gar nicht das Zwischenmenschliche nennen.

    Wie würdest Du es dann nennen?

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    Hier geht es um Anregungen, die ich gegebenen Falls für mich umsetzen kann.

    Ich frage mich gerade, was es braucht, dass Du eine Anregung umsetzt und ich frage mich genau so, was Du wirklich unter Umsetzung verstehst. Kannst Du mir das näher erklären bitte?

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    Naja, es zeigt sich halt, das es sehr schwierig ist, mir überhaupt helfen zu können, da man dort gesehen hat, das ich der erste bin, der so große Probleme hat und es sehr schwer ist, mir überhaupt Hilfestellung geben zu können.

    Schwierig ist nicht unmöglich. Manche Dinge dauern wirklich länger und brauchen Geduld, Ausdauer und Durchhaltewillen. Du bist nun in einer Institution mit Fachleuten, die müssen das Ganze auch erst mal erfassen. Schon das allein braucht Zeit. Das ist fast wie mit der Erforschung eines neuen Medikamentes, von der Idee der Wirksamkeit gewisser Substanzen, bis dieser Stoff dann wirklich als Arznei auf dem Markt zugelassen wird, vergehen oft Jahre. Und bis diese Medikamente dann beim Patienten die gewünschte Wirkung bringen, dauert es noch mal seine Zeit. Wie gesagt: Wunder dauern etwas länger und es geschieht immer das, woran Du glaubst. Das beste Medikament wird versagen, wenn Du nicht an dessen Heilwirkung auch glaubst. Damit meine ich keineswegs, dass man auch Smarties nehmen könnte und Krebs wäre geheilt. Aber ich erlebe sehr sehr oft in meinem Job, dass die innere Einstellung eines Klienten das A und O für die Begleitung ist.


    Ich habe Dir schon mehr als einmal geschrieben, dass Du eine wichtige Fähigkeit hast, um die Dich so mancher beneiden könnte: Deine Beharrlichkeit. Ich habe allerdings immer noch nicht herausgefunden, was es braucht, dass Du diese Beharrlichkeit für, statt gegen Dich einsetzen kannst. Das konnte ich auch in 5 Jahren nicht entdecken – leider. Aber Du bist nun in sehr guten Händen. Nutze diese Therapie für Dich, besprich doch dieses Thema mal mit Deiner Therapeutin, versucht gemeinsam herauszufinden, welche Strategie hilfreich sein könnte – aber erwarte nicht, dass nach diesem Gespräch bereits alles paletti ist.

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    @ Bärentatze:


    Empfindest Du eigentlich etwas für Deine Mitmenschen? Ich meine nicht Mädchen. Sondern zum Beispiel Deine Nachbarn. Menschen auf der Straße. Deine Kollegen in der Therapie.


    Was fühlst Du für die?

    Die einzelnen Schicksale nehmen mich schon imotional mit, da es auch sehr liebe Menschen sind. Gerade von den elteren Damen 50+ bekomme ich auch ein sehr positives Feedback, weshalb auch manche nicht verstehen, warum ich dort bin, um meine sozialen Kompetenzen zu verbessern.

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    Bärentatze


    Keine Gesprächsthemen haben.


    Wodurch könntest Du zu Gesprächsthemen finden?

    Das frage ich mich auch, da ich nunmal keine Interessen habe.

    Einen Ratschlag habe ich umgesetzt, in dem ich eine vollstationäre Therapie mache. Im Tierheim habe ich eine Ehrenamtlich Tätigkeit aufgenommen, wo ich dann aber feststellen musste, das ich dazu nicht fähig bin, da ich noch nicht mal in der Lage bin, mit Hunden zu arbeiten, was mich innerlich schon hart getroffen hat.

    Bärentatze

    Magst Du mal etwas von den Damen dort erzählen? Was genau spricht Dich dort an? Worüber habt Ihr denn gesprochen?

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    Das frage ich mich auch, da ich nunmal keine Interessen habe.

    Wie könntest Du denn Interessen finden oder entwickeln?

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    Einen Ratschlag habe ich umgesetzt, in dem ich eine vollstationäre Therapie mache.

    Stimmt – das hast Du. Und ich denke, dass das eine Deiner besseren Entscheidungen war, die Du getroffen hast. Es wäre nun noch sehr sehr sehr wichtig, dass Du dort wirklich mitmachst. Vielleicht ist es bereits so – wenn ich allerdings die Postings von Dir hier lese seit Du dort bist, zweifle ich doch sehr daran. Und Geduld dafür zu haben, scheint Dir im Moment auch noch schwer fallen. Ich frage mich, wie Du das erlangen könntest.

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    Im Tierheim habe ich eine Ehrenamtlich Tätigkeit aufgenommen,

    Stimmt ebenfalls.

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    wo ich dann aber feststellen musste, das ich dazu nicht fähig bin, da ich noch nicht mal in der Lage bin, mit Hunden zu arbeiten,

    Ich glaube, Du hast dort – wie schon oft – einfach das Handtuch zu früh geworfen. Aber nun ja – es ist nun, wie es ist. Könntest Du Dir vorstellen, mal ein Buch über Hunde zu lesen?

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    was mich innerlich schon hart getroffen hat.

    Ja, das kann ich mir vorstellen. Womöglich war es für Dich wieder eine Art "Beweis", dass Du für alles ungeeignet bist? Ich denke einfach – aus den Erfahrungen der letzten Jahre – dass Du oft zu früh aufgibst. Alles hat seine Zeit und braucht seine Zeit. Und da muss man auch mal was durchhalten. Je eher Du das erkennen kannst, je eher wirst Du Erfolgserlebnisse verzeichnen können.

    Eine Therapie besteht nicht nur darin, dass man körperlich anwesend ist sondern auch aktiv mitarbeitet. Ich kann zwar nicht beurteilen, was in den Sitzungen abläuft, sehe aber dass du ständig hier online bist. Das sieht nicht nach aktiver Mitarbeit aus. Eine Therapie funktioniert leider nicht so, dass man einfach da ist und die anderen für einen seine Probleme lösen. Wenn das so einfach wäre, dann wären wir wohl alle glücklich und sorglos.