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    Sauergurke

    Zitat

    Das sagt wer? Hast du Therapeutin gelernt? Auch wenn es der Abschluss eines anderen Staates ist, kannst du einen solchen vorweisen und mir als Fachmann so etwas schreiben?

    Das kann ich in der Tat. Ich verdiene mein tägliches Brot mit solcher Arbeit. Ich werde den Teufel tun, hier irgendwelche Diplome zu posten. Ich weiss, was ich habe, was ich weiss, was ich nicht weiss, was ich kann, was ich nicht kann und vor allem was sich gehört und was nicht.


    Und nun beende ich diesen unnötigen Schlagabtausch in der Öffentlichkeit.

    Zitat

    Das kann ich in der Tat. Ich verdiene mein tägliches Brot mit solcher Arbeit. Ich werde den Teufel tun, hier irgendwelche Diplome zu posten. Ich weiss, was ich habe, was ich weiss, was ich nicht weiss, was ich kann, was ich nicht kann und vor allem was sich gehört und was nicht.

    Übrigens die Lehrer, die mich auf Schulen für Sehbehinderte und Blinde Kinder unterrichtet haben, hatten zuvor ein Studienfach absolviert, welches sie den Umgang mit eben dieser Personengruppe Lehrte. Diese Lehrer haben uns nicht regelmässig daran erinnert, dass wir eine Behinderung haben, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Wir hatten in einer Schule direkt nebenan eine andere Schule, in der Kinder mit Gehörschaden unterrichtet wurden. Dort waren ebenfalls entsprechend ausgebildete Lehrer tätig, die den Umgang mit behinderten Menschen studiert haben. Mit eben diesem Wissen ist es möglich, Menschen mit diesen Behinderungen zu fördern. Eine Seh- und Hörminderung ist eine Sinneseinschränkung. Nicht umsonst haben diese Leute gelern, welches Verhalten sich eben durch solche Sinneseinschränkungen entwickelt.

    Opti, ich mein jetzt nicht Dich damit, es soll durchaus Berufsgruppen geben, welche angezweifelt werden. Jahre lang wurde ein Therapeut noch nicht mal von der gKK anerkannt und bis heute ist nicht wirklich erwiesen, das es hilfreich ist.


    Den einzigen Vorteil, den ein Therapeut bringt, ist, dass er ein neutraler Gesprächspartner ist.

    Zitat

    Den einzigen Vorteil, den ein Therapeut bringt, ist, dass er ein neutraler Gesprächspartner ist.

    Er bietet eine Chance. Eine Erfolgsgarantie gibt's nie. Ob's Erfolg hat, hängt ja auch nicht allein am Therapeuten, sondern auch am Klient. Wenn der nicht will (oder kann), kann der Therapeut egal wie gut sein, es bringt nix.

    In meinem Fall, wird er mir wohl nicht helfen können. Weder man konnte das kommunikative im Kindesalter lernen oder nicht.


    Das zweite Problem, die fehlenden Interessen und die fehlenden Fähigkeiten. Da gibt es wohl keine Lösung.


    Es ist wie mit meiner Schwerhörigkeit, ich werde nie wieder richtig hören können.

    Zitat

    In meinem Fall, wird er mir wohl nicht helfen können. Weder man konnte das kommunikative im Kindesalter lernen oder nicht.


    Das zweite Problem, die fehlenden Interessen und die fehlenden Fähigkeiten. Da gibt es wohl keine Lösung.

    Wie wäre es denn damit, zu akzeptieren, dass es wohl keine Lösung gibt, die dir hilft?

    Bärentatze

    Zitat

    In meinem Fall, wird er mir wohl nicht helfen können. Weder man konnte das kommunikative im Kindesalter lernen oder nicht.

    Es geschieht immer das, woran DU glaubst und Wunder dauern etwas länger.


    Schau mal – sogar ein Regenwurm ist lernfähig – in jedem Alter. Menschen lernen zusätzliche Berufe jenseits der 30, 40, ja sogar 50. Sie sind lernfähig. Es gibt Studien, die belegen, dass der Mensch im Prinzip lernfähig ist, solange er lebt. Und mit lernfähig ist nicht gemeint, dass Du lesen und schreiben lernst (okay, das natürlich auch), sondern dass Du generell, egal was lernen kannst. Aber dazu braucht es den Willen dazu, die Ausdauer, die Geduld, die Stärke mit momentanen Stillständen oder Rückschritten umgehen zu können oder sie zumindest eine Weile auszuhalten und den Glauben an den Erfolg.


    Also – Deine Ausgangsfrage zu diesem Faden war, wie man das Zwischenmenschliche lernen kann. Willst Du lernen? Willst Du an Deiner Kommunikation arbeiten? Willst Du sie weiterentwickeln? Willst Du irgendwann mit anderen in Kontakt treten können, einfach weil Du es willst und Dir danach ist? Wenn Du es wirklich willst und auch daran glaubst, dass Du es lernen kannst (in der dafür notwendigen Zeit natürlich), dann kannst Du das auch schaffen.

    Zitat

    Das zweite Problem, die fehlenden Interessen und die fehlenden Fähigkeiten. Da gibt es wohl keine Lösung.

    Ich nehme diese beiden Dinge mal auseinander. Interessen kommen nicht einfach so vom Himmel geflogen. Sie entwickeln sich durch Dinge, die man erlebt, von denen man mal was gelesen hat, die einem jemand erzählt hat, die man im TV gesehen oder im Radio gehört hat. Dazu muss man halt mal raus gehen, ein Buch, eine Zeitung oder Zeitschrift (gibt es mittlerweile auch in Grossschrift) lesen, Radio hören, TV schauen (z.B. Doku-Sendungen), sich zu den Damen 50+ setzen und das Gespräch dort zwanglos üben. Z. B. wenn Du sie das nächste mal siehst, dass Du zuerst grüsst und fragst, wie es ihnen denn heute geht, etc. – irgendeinen Bezug auf das nehmen, wovon das letzte Mal gesprochen worden war.


    Fähigkeiten fallen einem auch nicht in den Schoss. Die kann (und muss) man entwickeln. Auch hier ist üben, üben, üben angesagt – und noch mal üben. Sei das sportlich – der Muskelkater zeigt Dir, dass Du lebendig bist und wo Du beim nächsten, übernächsten, überübernächsten mal noch Training brauchst, .... Wenn es etwas EDV-mässiges ist, einen Kurs besuchen und zwischen den Kurseinheiten üben, üben, üben, .... und im Unterrricht wieder nachfragen, was man noch nicht ganz beherrscht. Auch das ist mit Arbeit an sich selber verbunden und braucht seine Zeit, Deine Geduld, Deine Ausdauer und Deinen festen Willen und Glauben zur und an die Zielerreichung. (Fast) alles ist möglich, woran Du wirklich glaubst.

    Zitat

    Es ist wie mit meiner Schwerhörigkeit, ich werde nie wieder richtig hören können.

    Das ist wohl so. Ich entsinne mich aber an diverse Postings Deinerseits, dass es noch andere, bessere Hörgeräte gibt, dass ein grosses Problem allerdings die Kosten sind. Die Leute, die ich betreue, haben auch allesamt für fast alles zu wenig Geld. Da schreiben wir entsprechende Hilfsfonds mit den entsprechenden Begründungen an – und bekommen fast immer Geld – nicht immer den vollen Betrag, aber doch soviel, dass der/die Betreffende sich den Rest in absehbarer Zeit ersparen kann und dann klappt das auch.


    Und ansonsten gibt es bestimmt auch in Deiner Gegend eine Selbsthilfegruppe, wo man hingehen und sich austauschen kann, wie andere heikle oder allgemeine Situationen meistern. Daraus kann man oft viel für sich selber lernen. Du kannst sogar beides tun – Versuchen solche Hörgeräte zu bekommen UND in eine Selbsthilfegruppe gehen.


    Wenn ich mich an unsere Gespräche zurück erinnere, hattest Du mich doch aber eigentlich akustisch immer gut verstanden, hatte ich den Eindruck – hat sich das verändert?


    :)*

    Weißt du, Bärentatze, wir alle haben unsere Stärken und Schwächen im Bereich der Kommunikation, der Interessen und Fähigkeiten. Das geht jedem so. Du sagst, Kommunikation, Interessen und Fähigkeiten sind dir fremd – dann ist das der Ist-Zustand, den es zu akzeptieren gilt. Wird sich das jemals ändern? Du sagst: "wohl nicht". Ich kann und will dir da keinesfalls widersprechen.


    Meines Erachtens geht es auch nicht darum, "die Welt zu verändern" oder einem bestimmten Status gerecht zu werden, sondern hauptsächlich darum, so gut wie möglich im Leben zurechtzukommen. Und wenn man nun "nicht viel" hat, dann muss man damit arbeiten. Vielleicht ändert sich das auch irgendwann – das weiß ja keiner.


    Ich glaube zwar nicht an Gott, aber finde folgendes Zitat in vieler Hinsicht treffend:

    Zitat

    Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.


    -- Franz von Assisi

    Ja, beim telefonieren mit Kopfhörer gehts auch noch, aber beim Handy habe ich schon so meine Sxhwierigkeiten.


    Wenn ich zum beispiel mich mit einer Person unterhalte, die mir gegenüber sitzt, also nur ein geringer Abstand, so fällt mir das Verstehen auch sehr schwer.