Kommunikativ sein heißt nicht automatisch Anschluss finden.


    Es gibt Menschen, die sich genauso fühlen wie Du, es aber anders kompensieren, labern jeden zu, quatschen drauf los, gelten nach außen hin als "kommunikativ" und trotzdem rennt jeder vor ihnen davon.


    Das allein ist es also nicht.


    Das Gesamtbild muss stimmen. Du musst Dich mit Dir wohlfühlen. Dein Ziel sollte nicht sein: "Ich kann ganz schlau daher reden und damit alle beeindrucken". (Denn das gelingt, wenn der Rest nicht stimmt, in den seltensten Fällen.) Sondern: "Ich möchte mit mir zufrieden sein."


    Und dieses Zufriedensein sollte keinen Bedingungen unterliegen wie etwa "eine Freundin" oder "ein riesiger Freundeskreis". Das alles sind nämlich Sachen, die sich ergeben – oder wenigstens ergeben können – wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Und mit sich im Reinen zu sein bedeutet, auf solche Bestätigungen von außen – Freunde, Freundin – eigentlich gar nicht mehr angewiesen zu sein. In dem Moment, wo man das Gefühl hat "ach, ich brauch das alles eigentlich gar nicht, mir geht es super", kommen diese Dinge nämlich sehr oft von ganz allein, ganz ungezwungen.


    Man darf sein eigenes Glück nicht von einem anderen Menschen (z.B. einer potentiellen Partnerin) abhängig machen, denn dann macht man sich – sollte eine daher kommen – auch von dieser Person emotional abhängig. Und das willst Du bestimmt nicht. Und die potentielle Partnerin will so jemanden auch nicht.


    Dein Therapieziel sollte sein: Finde Dich selbst, söhne Dich mit Dir selbst aus, richte Dir Dein Leben mit Dir selbst so ein, dass es Dir gefällt und Du mit Dir zufrieden bist. Du wirst sehen, wenn Du und Dein Leben Dir gefallen, wird es auch mehr anderen Menschen gefallen. Wenn Du Dich selbst nur als Generalverlierer siehst, dann sehen die anderen Dich auch so.

    Mit dem Gemochtwerdenwollen, ergo: Partnerin finden können, ist es eigentlich ähnlich wie mit dem Ernstgenommenwerdenwollen.


    Jemand, der sich selbst nicht ernst nimmt, den nehmen die anderen meist auch nicht ernst. Jemand, der unsicher in der Ecke steht und sich beschwert "mich nimmt ja eh keiner ernst", der sollte erstmal sein eigenes Verhältnis zu sich selbst hinterfragen.


    Also, werde so, dass Du Dich selbst in weiblich als Freundin haben wolltest. ;-)

    Bärentatze

    Zitat

    Aber das bei sich zu erreichen, dazu bedarf es doch keiner Therapie?

    Was braucht es denn dann? Ein Wunder aus dem Himmel? Okay – Wunder geschehen immer mal wieder, das ist wahr. Aber dennoch sind sie selten genug, um sich darauf verlassen zu können, dass sich das Wunder bei einem selbst bewirkt.


    Bärentatze, schreib doch bitte hier mal, was genau es denn Deiner Ansicht nach bedarf, dass Du die benötigten Fähigkeiten entwickeln, einen Job, eine Wohnung und eine Freundin finden kannst.

    @ Bärentatze

    Zitat

    Aber das bei sich zu erreichen, dazu bedarf es doch keiner Therapie?

    Nicht? Warum bist Du dann nicht längst so?

    @ Optimismus

    Ich denke, ich kenne die Antwort schon, aber ich sag's jetzt nicht. :-X

    Bärentatze

    Ich fasse zusammen: Deine Ziele sind unerreichbar, Wohnung kriegt man nur, wenn man die Vermieter kontaktiert, mit Job und Freundin wird es nichts. Genau DAS hast Du heute hier geschrieben.


    Seit Jahren lese ich diese Aussage bei Dir. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich doch kurz das Gefühl "Doch, es tut sich was – jetzt scheint etwas möglich zu sein, was lange verschüttet war". Dieses Gefühl ist wieder erloschen. Ich stelle fest, dass es egal ist, was man Dir hier schreibt, verlinkt, empfiehlt – Du findest Argumente, warum genau all das bei Dir absolut unmöglich, undurchführbar, zu hoch oder wegen Deiner allumfassenden Behinderungen schlicht utopisch ist, obwohl die Ideen in ihrem Ansatz grundsätzlich ja nicht verkehrt sein. Sie scheitern einfach an Deiner Person, da noch nie ein Mensch auf der Erde gewandelt ist, der so viele, so grosse, so gravierende, so einengende Probleme hatte wie Du und dabei gleichzeitig auf so wenig wirklich praktikable Hilfe und Unterstützung trifft wie Du.


    Ich wiederhole mich: Ich bin am Ende mit meinem Latein. Und darum tue ich etwas, was ich normalerweise nur mit Briefen bei der Post mache: Ich gebe auf. Ich kann Dir nicht helfen, raten, beistehen oder sonst was. Und ich bin auch so egoistisch, dass ich mich wieder vermehrt um meine Familie, meine Freunde aus dem realen Leben und meine Arbeit kümmern werde. Die Zeit hier ist offenkundig vertane Zeit. Meine Vorschläge engen Dich ein, setzen Dich unter Druck und sind für Dich, aufgrund Deiner schwerwiegenden Einschränkungen und mehrfachen Behinderungen, einfach undurchführbar. Vielleicht kommt irgendwann irgendwer, der DIE Lösung für Dich hat und mit einem Schlag Dein ganzes Leben in Ordnung bringt. Wie auch schon geschrieben: Es geschehen auch in der heutigen Zeit noch Wunder. Dann will ich mal optimistisch sein, wie es sonst auch meiner Natur entspricht und hoffe, dass das Wunder sich bei Dir erfüllt und Deine Hoffnungen und Träume wahr werden. Ich wünsche Dir alles Gute. :)* :)* :)*

    An alle anderen im Faden

    Ich wünsche Euch viel Kraft, Geduld und Ausdauer – ich brauche eine Pause. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

    Ich kann dich verstehen, selbst experten konnten mir nicht helfen. Ich bin bereit was zu ändern, bloßlässt es sich wohl nicht mehr ändern, da dies hätte in der Kindheit passieren müssen.


    Ich hoffe allerdings, das ich mal wieder was von dir höre.