Zitat

    jedoch muss ich mir selbst eingestehen, das meine Probleme in keinsterweise zu vergleichen sind

    Nein. Zu sagen, dass deine eigenen Probleme unvergleichbar mit deren anderer sind, ist kein Eingeständnis, sondern ein Ausrede für das, was du dir eigentlich eingestehen müsstest: dass du es nicht schaffst, dich und deine Problematik so anzuerkennen, wie du bist, wie sie ist und sie so anzugehen, dass du damit umgehen lernst.


    Es geht nicht darum, die Gesellschaft für dich zu ändern oder dich zu irgendetwas zu machen, was du nicht bist. Du hast es aber 32 Jahre nicht geschafft, dich selbst anzunehmen und zu akzeptieren, dass du nun mal so bist, mit deiner Behinderung, mit deinen Schwächen, mit deiner "Unnormalität". Es ist einfach so, du bist einfach so und das ist genauso real wie das Wetter. Diese Erkenntnis ist ein verdammt schwerer und sehr langer Schritt und dafür brauchst du nen Profi, sprich eine Therapie. Das bedeutet aber auch, dass du bereit bist, diesen Schritt zu gehen und viel auf dich zu nehmen und dass es keine direkten Erfolge in kurzer Zeit geben wird. Die Normalität, die du dir wünschst, ist weit weg und wird weit weg bleiben, wenn du nicht endlich aus deinem Kreislauf ausbrichst, Entscheidungen triffst und konsequent wirst und nicht ständig einen Gedanken oder Plan wieder verwirfst. Was hatten wir gemeinsam vor ein paar Wochen mal festgehalten? Dass das Thema "Freundin" hier nicht mehr auftaucht. Was ist daraus geworden?

    Zitat

    Eine stationäre Therapie machen zu können ist auch sehr schwierig, da ich hier keinen Hausarzt habe und keinen Therapeuten.

    Dann such dir einen neuen Hausarzt, über den kommst du an einen geeigneten Therapeuten und über den an eine geeignete Therapie. Geht nicht von heute auf morgen, aber wenn du's erst irgendwann mal angehst, verlängerst du deinen Schritt in die richtige Richtung immer nur noch weiter. Worauf wartest du also?

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    Ich glaube, ihr unterliegt da einem gewaltigem Irrtum, was das selbst annehmen anbelangt. Man muss durchaus manche Sachen verändern.


    Ich könnte auch sagen, ich wiege 30 kilo zuviel und könnte sagen, ich will so bleiben, wie ich bin. Aber ich versuche es zu ändern.

    @ Tatze,

    du unterliegst einem gewaltigen Irrtum:


    Der erste Schritt zur Besserung ist Erkenntnis.


    Der zweite Schritt die Akzeptanz des Ist-Zustands.


    Der dritte Schritt das Erfassen neuer Ziele.


    Momentan versuchst du nicht dich selbst weiterzuentwickeln, sondern über das, was du als gesellschaftlichen Normalwert erkannt hast, zu definieren, also sprich, etwas zu werden, was du sein möchtest, aber nicht du selbst bist. Es bringt nichts, Schritt 3 vor Schritt 1 und Schritt 2 machen zu wollen. Und in Sachen Selbsterkenntnis hast du einige Jahre nachzuholen und das bedeutet erstmal ordentlich Arbeit für dich, die am besten eben durch eine professionell durchgeführte Therapie erreicht wird.

    Warum


    Therapie

    Bärentatze

    diesen Satz hab ich mal gelesen von einem Therapeuten und er ist sehr treffend auch für dich .

    Zitat

    Man "heilt" schneller, wenn man seine Fähigkeiten erweitert (insbesondere durch neue Erfahrungen), statt auf das Verschwinden von Symptomen zu warten oder sich in deren Bekämpfung zu verausgaben.

    Meine Bedenken sind halt, das ich alle Hoffnungen in eine Therapie setze und am Ende feststellen muss, dass sie nichts gebracht hat.


    Wo man ja in der Zeit hätte wirklich an sich arbeitenkönnen.


    Wenn man hier eine kurze zusammenfassung machen würde, so müsste ich doch nur versuchen, neue Interessen zufinden und dem ebtsprechendin die richtigen Vereine zu gehen und dort versuchen, Anschluss zu finden.


    Die Probleme mit dem Job wird eine therapie auch nicht ändern können.

    Zitat

    Meine Bedenken sind halt, das ich alle Hoffnungen in eine Therapie setze und am Ende feststellen muss, dass sie nichts gebracht hat.

    ja, das kann ich sogar verstehen, es ist diese Angst vor Enttäuschung die dich unbeweglich macht. Nur...............

    Zitat

    Wo man ja in der Zeit hätte wirklich an sich arbeitenkönnen.

    du siehst das nicht ganz klar . Ich glaube nicht dass du aus dieser Starre alleine heruaskommst und an dir arbeitest. Eine Therapie hilft dir dabei, zeigt die Wege auf die du dann gehen kannst wenn du willst.

    Zitat

    Wenn man hier eine kurze zusammenfassung machen würde, so müsste ich doch nur versuchen, neue Interessen zufinden und dem ebtsprechendin die richtigen Vereine zu gehen und dort versuchen, Anschluss zu finden.

    Bärentatze du belügst dich selber :)_


    Ich werde dir meine Kurzfassung schreiben, mein Bild zu dir wenn du es möchtest.

    Ich hab eher ein bildliches Denken, kein analytisches , deshalb kann ich dir mein Bild nicht begründen aber ich sehe es so vor mir, wenn ich dich hier lesen.


    Diese Bewegungslosigkeit von dir zeigt sich ja nicht nur durch deinen Körper . Sie betrifft auch deine Seele, deinen Geist. Deshalb hab ich ja ein paar Seiten vorher geschrieben "du kannst nicht wollen".


    Ich glaube es macht dir Angst aus diesem "Gefängnis" rauszukommen. Außerhalb dieser Gitterstäben siehst du eine heile Welt, wenn dir jemand erzählt dass es Menschen gibt die auch viel Leid ertragen müssen , denkst du dir:"so schlimm wie in meinem Käfig kann es doch nirgends sein, niemand weiß wie ich mich fühle , wie schlecht es mir geht. "


    Du hast große Sehnsucht nach dieser Welt , aber genau so große Angst davor, denn im Grunde weiß du , dass es auch außerhalb dieser Stäbe keine heile Welt gibt.


    Weißt du was es aber gibt? Eine lebendige Welt , lebendig heißt Freude , Glück aber auch Trauer , Schmerz.


    Lebendigsein heißt sich spüren, andere spüren.


    Eine Therapie würde dich auf diesem Weg zur Lebendigkeit begleiten. Nur du müßtest dich dafür einfach aus dieser Starre lösen und diesen für dich ganz sicher hilfreichen Schritt gehen. Das wäre alles und doch für dich soviel.


    Hier im Forum können wir dich nur anfeuern, anstupsen aber nicht helfen.


    Deshalb macht es ja manche auch so wütend dir dabei zuzusehen wie du dich kurz bewegst und dich dann wieder in den Käfig verkriechst.


    Ich hätte dich auch schon des öfteren beim lesen hier geschüttelt 8-)


    Nur es bringt nichts den Körper zu schütteln wenn die Seele der Ursprung ist. Es nützt nichts dir Worte in den Käfig zu werfen wenn du sie kurz ansiehst und dann wieder rauswirfst .

    tja, so sehe ich es und ich wünsche dir von ganzem Herzen Bärentatze, dass du den Mut hast diesen Schritt in die Therapie zu gehen. Was könntest du dabei verlieren?


    Denk darüber nach, versuch es wenigstens :)_ und gute Nacht 8-)