Dauerübelkeit, möchte keine Beruhigungstabletten mehr

    Hallo,


    der Titel sagt eigentlich alles. Mir ist jeden Tag von morgens bis abends übel. Mal sehr stark, dann mal in abgeschwächter Form, so dass ich meine Erledigungen tätigen kann.


    Verschiedene Hausärzte (einer in Rente, Vertretung, neue Ärztin) und auch die Psychologen schieben es auf die Psyche. Deshalb schreibe ich hier auch. Ich bekam Bromazanil verschrieben. Sollte bei Bedarf eine halbe Tablette (3 mg) einnehmen. Geht die MDG um, brauche ich zwei bis drei Tabletten am Tag. Vor einem Zahnarzt Termin wegen meiner Panik drei Tage lang 3 Tabletten (18 mg).


    Nun haben sich die Leberwerte sehr verschlechtert und die Hausärztin schiebt das auf Vomex, was ich täglich einnehme. Im Winter komme ich davon nicht ganz los. Von 150 mg auf 50 mg ist möglich, wenn gerade nichts um geht.


    Von den Psychopharmaka möchte ich ganz loskommen, schaffe es jedoch nur wenige Tage. Dann geht es mir so schlecht, dass ich wieder etwas nehmen muss. Da ich Kinder habe, kann ich nicht sagen, gut, dann bleibe ich liegen. Denn ich habe dann das Gefühl, mich bald übergeben zu müssen. Vielleicht sollte ich mit dem Entzug im Sommer anfangen, da ist die Angst vor einer Ansteckung des MD Virus nicht so groß,, weil wir mehr draußen sind und somit mehr Abwehrstoffe haben.


    Jedoch muss ich auch zugeben, dass ich Sorgen habe, die mich kaum schlafen lassen. Nicht nur eine, sondern mehrere. Ich weiß da nicht weiter und auch keine Lösung. Das könnten auch Gründe sein, weshalb mir übel ist. Nicht der Entzug der Tabletten, sondern die Sorgen. Da so etwas mir schnell auf den Magen schlägt.


    Was kann ich tun, um die Sorgen in den Griff zu bekommen? Die Werte für die Leber sind doppelt so hoch wie sie sein sollten und meine Ärztin meinte, wenn das so bleibt, bekomme ich große Probleme. Deshalb muss ich etwas tun.


    Aber was? Am besten natürlich meine Sorgen anpacken. Doch finde ich dafür keine Lösung. Habe diesbezüglich schon mit meinen Eltern, eher Mutter, gesprochen. Sie weiß da auch keinen richtigen Weg.


    Habe es mit Ablenkung versucht. Mit den Kindern spielen, lesen, DVD ansehen, Handarbeiten usw. nichts hilft.


    Bin auch alleine. Habe keinen Partner, keinen Kumpel, keine Freundin, keine Geschwister.

  • 30 Antworten

    Hallo :)


    Ich weiß wie belastend es sein kann :(


    Ich hatte das auch mal eine Zeit ganz schlimm und inzwischen tritt es in psychisch belastenden Lebensphasen/Situationen immer mal wieder auf. Nachdem ich erkannt habe, dass es tatsächlich keine körperlichen Ursachen hat, hat es mir hat es sehr geholfen, zu versuchen die Übelkeit "anzunehmen" und es hinzunehmen, dass es jetzt eben so ist ohne damit zu hadern. Das ist der einzige Tipp, den ich dir geben kann. Muss aber auch dazu sagen, dass ich mich nur selten tatsächlich übergeben musste. Ich habe aufgehört Vomex zu nehmen und mich dadurch einzuschränken, dass ich zu Hause bleibe aus Angst mich übergeben zu müssen. Ich habe, wenn ich z. B. im Kino war geschaut, dass ich irgendwo außen sitze, mir vorher angeguckt wo die Toiletten waren und immer eine Tüte dabei gehabt. Das hat mich beruhigt, so dass es ich "drauf angekommen lassen habe"...ansonsten haben mir auch in akuten Momenten Spaziergänge besonders wenn es draußen frisch war sehr geholfen und im Endeffekt letztlich die Psychotherapie. Ich hoffe, dass du auch einen Weg findest. Ich denke wirklich, dass du deine Probleme mit professioneller Hilfe angehen solltest, damit es dir bald wieder besser geht.

    Fakt ist, du bist absolut nicht allein. Ich leide auch darunter und es ist absolut anstrengend und deprimierend. Deine offensichtlichen Sorgen hingegen sind sicherlich ein ganz großer Berg an denen du aber dann auch gleichzeitig easy peasy arbeiten kannst, da sie eben bekannt sind. Bei mir ist das leider anders:(

    Danke für eure Antworten.


    Easy peasy kann ich meine Probleme nicht angehen. Natürlich weiß ich, was mich belastet. Aber ich weiß auch, dass es sehr böse nach hinten losgehen kann, wenn ich etwas dagegen unternehme. Aber ich MUSS etwas unternehmen, nur weiß ich nicht, wie ich das anpacken soll, ohne bestraft zu werden. Nicht falsch verstehen, es geht nicht um eine Straftat, sondern um Rache einer Person, was ich untätig sein lässt. Aber genau das macht mich fertig. Und einige andere Probleme auch, die ich jedoch versuche zu ändern. Mein Hauptproblem bzw. meine Hauptsorge, da weiß ich noch nicht weiter. ":/

    Zitat

    Von den Psychopharmaka möchte ich ganz loskommen, schaffe es jedoch nur wenige Tage.

    Und wenn du anstatt von Benzodiazepinen ein Antidepressivum nehmen würdest? Bist du auch in psychiatrischer Behandlung oder verschreibt dir nur deine Hausärztin diese Medikamente?


    Man kann Erbrechen tatsächlich wegen psychischen Problemen haben, das kenne ich auch.


    Was rät dir denn deine Psychologin?

    Zitat

    Aber ich MUSS etwas unternehmen, nur weiß ich nicht, wie ich das anpacken soll, ohne bestraft zu werden. Nicht falsch verstehen, es geht nicht um eine Straftat, sondern um Rache einer Person, was ich untätig sein lässt

    Magst du hier darüber schreiben? Vielleicht war jemand schon einmal in ähnlicher Situation und hat einen Rat.

    Zitat

    Easy peasy kann ich meine Probleme nicht angehen

    Sagte niemand, aber du kennst sie. Glaub mir, ein großer Vorteil.


    Ich habe auch Rachegedanken, meiner Ex würde ich am liebsten ins Gesicht spucken, weil die **** nur noch genau das Wert ist.


    Ich verzichte freiwillig auf eine hohe Summe Geld, weil ich weiß, dass es völlig eskalieren würde wenn ich mir wiederhole was meins ist!


    Du musst für dich damit abschließen oder dein Recht durchsetzen! Rache ist nur kein Recht!

    Erbrechen muss ich zum Glück nicht. Habe nur öfter das Gefühl, dass es passiert. Erbrechen muss ich nur, wenn ein Magen-Darm-Virus um geht und ich betroffen bin. Als es meine Familie erwischte, kam ich als Einzige darum herum. Wohl wegen der Vomex Tabletten.


    Die Benzos nehme ich zwischen 3 und 6 mg. Nur 2-3 Tage schaffe ich es ohne. Dann ist die extreme Übelkeit wieder da.


    Ja, ich bin in Behandlung und wir haben angefangen mit einem Anti Depressivum, weiß nur die Namen nicht mehr (es waren zwei verschiedene) Die Ärztin meinte, ich müsse Geduld haben, es kann einige Wochen dauern, bis sich eine Wirkung zeigt. Beide halfen nicht. Nux Vomica wurde mir von einer Freundin empfohlen, dass war auch vor der Einnahme der Benzos, half auch nicht, auch nicht Rescue Tropfen.


    felis margarita, nur zu gerne würde ich über mein Problem hier schreiben. Doch ich würde die Antwort wissen, genau deshalb weiß meine Ärztin auch nichts davon, was mich so sehr belastet. Ich erzähle ihr sonst alle Sorgen und Probleme, aber dieses eine kann ich einfach nicht. Die Antwort wäre: Einschreiten, nicht zusehen. Aber ich weiß, wenn es herauskommt, dass ich dahinter stecke, wird mir das Leben endgültig zur Hölle gemacht.


    Plüschbiest, Nein, es hat nichts mit dem verheirateten Mann zu tun, in den ich verliebt bin bzw. nicht mit seiner Frau. Es geht um andere Personen und genau dieses Problem macht mich täglich schwächer, kränker. So kann es nicht weitergehen, aber machen kann ich auch nichts. So weine ich mich jeden Abend in den Schlaf. Die Tränen erlaube ich mir nachts, wenn die Kinder schlafen. Ist nur komisch. Wenn ich ihn sehe, dann habe ich Kraft. Dann kann ich lachen, bin glücklich, wie im Rausch. Das hält dann eben diese paar Tage an und dann falle ich wieder zurück. Ich würde nie etwas unternehmen, dass er fremdgeht oder seine Ehe gefährden würde. Ich gönne ihm sein Glück, halte mich zurück. Dennoch kommen Gedanken, was wäre, wenn es zu einer Trennung kommen würde, vielleicht, ein kleines vielleicht, würde es mit uns etwas werden. Für diese Gedanken schäme ich mich.


    JohnCrossaint, würde es sehr schlimme Folgen für dich haben, wenn du dir das holst, was dir zusteht? Es hat nichts mit meinem Recht zu tun. Rache ist kein Recht, das ist mir klar, jedoch würde es fast sicher so kommen, dass sich an mir gerächt wird, wenn ich kämpfe. Ich habe panische Angst. Weiß nicht mehr, was ich machen soll. Meine Eltern halten sich raus, ist auch ihr Recht. Eine Bekannte hat mich wegen diesem Problem belogen, ob ich es nochmal versuchen soll? Sie wäre eine Person, die helfen könnte. Sie sagte damals von sich aus, sie würde es tun, weil sie einiges beobachtet hat. Ich war erleichtert. Es wird etwas unternommen, ohne das ich Rache befürchten muss. Sie tat nichts. Würde sie es jetzt tun? Wenn ich ihr sage, was ich weiß. Sie kennt nur einen Miniteil von dem, was mir bekannt ist.


    Ich habe das Gefühl, durchzudrehen. Natürlich ist dieser eine Grund nicht das alleinige Problem, was mich nicht von den Tabletten weg bekommt, aber eben das größte. Ich weiß, mit einem Partner an meiner Seite hätte ich mehr Kraft. Doch ich bin nun einmal Single und habe niemanden mehr.


    Mir ist klar, ihr könnt mir auch nicht weiterhelfen. Zumal ich mein größtes Problem, meine größte Sorge verschweige und nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.


    So viele Sorgen. Ich weiß, ich muss mich aus diesem Sumpf selbst befreien. Aber wie? Ich wollte Stück für Stück meine Sorgen/Probleme angehen. Nur dann habe ich eine Chance, von den Tabletten wegzukommen. Jetzt ist wieder Wochenende und die Angst ist, wie an jedem Wochenende, wieder so stark. Noch habe ich nichts eingenommen. Ich kämpfe weiter.

    Ich kann dich gut verstehen, mir ist auch ständig übel..wenn ich irgendwohin muss und ich nervös bin, ist mir auch gleich übel.


    auf jeden Fall solltest du versuchen Vomex nicht mehr so oft zu nehmen, das ist nämlich wirklich nicht gut.


    ich nehme des öfteren iberogast tropfen (die sind pflanzlich) oder Bachblüten damit ich ruhiger werde.

    Nein, das ist es nicht. Ich decke keine Straftat, nicht in diesem Sinne, wie du es wahrscheinlich denkst. Eine Straftat ist es wohl nicht. Raten bringt jetzt auch nichts. Fakt ist, ich habe Angst um Kinder, panische Angst.


    Bin gerade sowieso am Ende. Richtig am Ende. Mir ist extrem übel.

    Wie gesagt, das kenne ich und viele andere hier aus dem Forum ebenfalls.


    Sorry wenn ich das jetzt so deutlich schreibe aber das "worüber du nicht sprechen willst". Über kurz oder lang wirst du das müssen! Warum? Es scheint einen maßgeblichen Anteil an deiner psychischen Verfassung zu tragen. Du bist Mutter und irgendwann ist man vielleicht nicht mehr in der Lage sich um die Kinder zu kümmern. Man stellt Fragen, es werden immer mehr davon und irgendwann stehst du vor der Wahl - reinen Tisch machen oder alles verlieren.

    Ich glaube du solltest doch ein wenig mehr von deinem Problem verraten.


    Vielleicht kann man dir hier Tipps geben. Manchmal ist es so, dass man selber die Lösung gerade nicht auf dem Schirm hat.


    Ganz ehrlich bei Kindern sollte der Spaß aufhören. Die dürfen nicht im Stich gelassen werden.

    Genau das ist mein Problem. Bei Kindern hört der Spaß auf und ich weiß die Antwort schon, bevor ich genauere Angaben mache. Jugendamt! Doch habe ich Angst, dass diese Frau meinen Kinden etwas antun wird, der traue ich alles zu. Deshalb überlege ich, die Bekannte über alles einzuweihen, vielleicht macht sie es doch wahr, dass sie das Jugendamt informiert. Andererseits, die waren schon in der Familie und es wurde NICHTS unternommen. Sollte ich diese Frau einweihen, sie arbeitet auch als Pflegestelle und hat deshalb Kontakt zu der zuständigen Dame vom Amt. Mich hält nur davon ab, dass sie es schonmal gesagt hat, sie würde das Amt informieren und es kam damals wohl nicht von ihr. Jetzt ertrage ich alles nicht mehr. Wäre es denn so wichtig, dass ich die Gründe hier erwähne? Reicht es nicht aus, das ich das Kindeswohl gefährdet sehe und Angst vor dieser Frau habe?


    Sie sitzt fast nur herum und schreibt in Facebook. Wer garantiert mir, dass sie nicht auch hier unterwegs ist und wenn ich meine Gründe nenne, bin ich dran.