Depression, was jetzt tun?

    Hallo liebes Forum,


    momentan habe ich eine starke Depressive Phase (wobei ich selber sagen muss, dass ich schon sehr lange Depressiv bin. Nur habe ich bis zum Abschluss meiner Prüfung mich noch durchgebissen.) und frage mich, wie ich am schnellsten Hilfe bekomme. Ich bin seit August krank geschrieben und ab den 1.1. auch arbeitssuchend. Ich hatte schon mehrere Vorstellungsgespräche, aber die meisten konnte ich nicht wahrnehmen, da ich einfach keine Motivation habe und auch Angst habe zu den Gesprächen zu gehen. Leider spiegelt sich selbst meine Wohnung mit meiner jetzigen Situation wieder. In der Vergangenheit war sie aufgeräumt und jetzt herscht das reinste Chaos....


    Ich habe einfach zu nichts mehr Lust und kann mich zu nichts Motivieren. Ich war auch nie der Mensch, der sich gegenüber anderen so geöffnet hat. Und wenn es wirklich zu schlimm wurde und alles schon über das Ruder gelaufen ist, dann bin ich in aller äußersten Notfall zu meiner Mutter gegangen. Aber auch da stoße ich an meine Grenzen, da die Situation (für mich) auch nicht die Beste ist und ich deswegen da sehr ungerne hingehe.


    Ich habe bereits versucht einen Therapieplatz zu bekommen, aber die haben alle eine Wartezeit von mindestens 6 Monate. Und da ich selber festellen muss, dass mir Suizidgedanken immer wieder in den Sinn kommen (Mit dem Auto einfach bei 150 scharf einlenken nur mal als Bsp.), ist jetzt meine Frage, wie ich mir am schnellsten Hilfe zukommen lassen kann und was ich dafür tun muss. Denn ich weiß, dass es so nicht weitergeht und ich möchte das so schnell wie möglich ändern, bevor das noch schlimmer wird.


    Danke im Vorwege.

  • 6 Antworten

    Liegt die Wartezeit von 6 Monaten bei einer ambulanten oder stationären Therapie?


    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich dir ohnehin eine stationäre Therapie empfehlen, da du dort die Zeit hast, dich um dich selbst zu kümmern, und nicht gleichzeitig dem Alltagsstress ausgesetzt bist.


    Wenn du keine Arbeit momentan hast, und mit deinen Prüfungen fertig bist, ist der Zeitpunkt für einen stationären Aufenthalt doch ohnehin ziemlich gelegen. Dann kannst du nach der Therapie gesund in die Arbeitswelt einsteigen.

    Zitat

    Liegt die Wartezeit von 6 Monaten bei einer ambulanten oder stationären Therapie?

    Die Wartezeit von 6 Monaten besteht bei einer Ambulanten Therapie.


    Wie läuft die Stationäre Therapie ab bezüglich der Anmeldung? gibt es dort auch eine Warteschlange? Und was würde mich da erwarten?

    Geh am besten zu deinem Hausarzt und sprich es dort an. Ja, auch für stationäre Therapien gibt es Wartelisten. Bei mir war es so, dass ich Donnerstags meinem ambulanten Therapeuten gesagt habe, dass mir die ambulante Therapie nicht mehr ausreicht, und am darauf folgenden Dienstag war ich dann bereits in der Klinik.


    Bezüglich der Frage, was dich dort erwartet kannst du mal hier gucken: http://www.med1.de/Forum/Psychologie/719678/


    Da hab ich schon ein wenig dazu geschrieben...

    Wenn du wirklich Suizidgedanken hast, dann gibt es normalerweise keine Wartezeiten für eine stationäre Behandlung. Rufe in der nächstgelegenen Klinik an und schildere dort, was dir durch den Kopf geht und das du Hilfe brauchst. Als ich soweit war, war es eine Frage von Stunden, bis ich aufgenommen wurde, die Ärztin am Telefon fragte mich, wie lange ich brauche, bis ich da bin und ob ich bis dahin alleine wäre, als ich das verneinte, gab sie mir die Zeit für den Weg plus eine halbe Stunde. Und glaube mir eins, die Entscheidung dort anzurufen war eine der besten meines Lebens!

    Wie alt bist du denn?


    Und wie ausgeprägt sind die Selbstmordgedanken? Denn solche Gedanken hat jeder schonmal, der in einer miesen Lebenssituation steckt. Es kommt wirklich auf das Ausmaß an.