Depressionen. Noch so viel Leid vor mir ... :'-(

    Liebe Leute


    Manchmal weiss ich nicht weiter. Wir Menschen leiden so verdammt viel. Und das völlig sinnlos. Aber ich denke, Leid ist nun mal unvermeidbar im Leben.


    Aber manchmal wird es einfach zu viel. Ich bin erst 28 Jahre alt, trotzdem tut mir schon alles weh wie bei einem betagten Mann. Ich habe einfach Schrott-Gene, wenn man das so sagen kann. Anfällig für Depressionen, Karies und Kurzsichtigkeit... als ob nur eines dieser Probleme nicht schon genug wäre.


    Und wenn ich daran denke, dass es noch so lange geht bis ich sterbe, wohl noch 50 Jahre, und dass da noch so verdammt viel Schmerz auf mich wartet... ja, da kriege ich so gewisse Gedanken. Also ich will gar nicht alt werden, ich will nicht jeden Tag Schmerzen haben.


    Und niemand versteht das. Weil alle davon ausgehen, dass man im meinem Alter in bester Gesundheit sein sollte und sich deshalb ruhig den Arsch abarbeiten kann. Ja, ist bei mir leider nicht so. Ich bin depressiv, habe so verdammt schlechte Zähne, obwohl ich sie pflege, und ich bin kurzsichtig, sodass ich eine Brille brauche. Ich wünschte, ich wäre ein harter Kerl und könnte das zurückstecken. Aber ich bin hypersensibel.


    Es ist eine ungerechte Welt, in der wir leben, so verdammt viel Leid, und dabei bin ich ja noch einer der Glücklicheren, es geht 90% der Menschheit wohl noch schlechter als mir, das ist mir klar.


    Aber wie haltet Ihr das aus, jeden Tag Schmerzen? Wo ist da der Sinn? Und wie soll ich damit umgehen mit dem Wissen, dass alles noch schlimmer wird?

  • 26 Antworten

    Ich bin jetzt 43 und habe Epilepsie, hatte Depressionen und alles mögliche andere.


    Mein Leben ist holprig verlaufen, aber niemals nur negativ.


    Gerade wenn es gerade sehr dunkel aussieht bedeutet das, dass es irgendwann wieder aufwärts gehen wird.


    Aus dir spricht die Depression. Bist du in Behandlung?

    Ja, so ist das.


    Nicht nur das Leiden ist sinnlos, das ganze Leben ist sinnlos.


    Hast Du Dich mal mit Schopenhauer beschäftigt? Da findest Du zumindest grundlegenden philosophischen Unterbau für all das. Es beseitigt allerdings auch alle Zweifel daran, dass es eventuell doch anders wäre.


    Ich denke - es ist ja nicht IMMER Leid. Man hat auch schöne Momente. Man kann zumindest versuchen, diese in den Fokus zu rücken.


    Ausserdem ist das alles besser zu ertragen, wenn man einen Lebenssinn hat (den man sich allerdings weitgehend selber suchen/geben muss). Wenn man einen Grund hat, ein "wofür das alles", ist es bedeutend einfacher.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl


    Zitat

    „Die Antwort, die der leidende Mensch durch das Wie des Leidens auf die Frage nach dem Wozu des Leidens gibt, ist allemal eine wortlose Antwort; aber sie ist die einzig sinnvolle Antwort.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/…rapie_und_Existenzanalyse

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  • Hyperion

    Hat den Titel des Themas von „Noch so viel Leid vor mir ... :'-(“ zu „Depressionen. Noch so viel Leid vor mir ... :'-(“ geändert.

    ":/ bist du familiär vorbelastet? wann hat es angefangen mit den depressionen? schon mal an Alternativen heilmethoden / Studien an einer Uniklinik gedacht?


    bist du in therapeutischer behandlung psychiater/Psychologe? nimmst du die Tabletten regelmäßig ein?


    ich finde du solltest nicht aufgeben, sondern für sich kämpfen. das Leben bietet so viel mehr als nur diese b*ssene depression

    Ich glaube,der TE meint damit sein Gefühl,nichts wert zusein-

    @TE

    Gehörst Du auch zu den Vielen,die ihre Verstimmung oft mit Süßigkeiten bekämpfen?

    Zucker macht Deine Zähne kaputt,vorallem Softdrinks, und verschärft Deüressionen und Müdigkeit.

    Depression ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn,die man bekämpfen kann.Mit Dpaziergängen,Fahrradtouren,Sonnenlicht,Psychotherapie ,gesundem Essen und Medikamenten.

    Das ist eine Krankheit,die nichts mit Unwert/Versagen/Schuld zutun hat.


    Ich könnte mir vorstellen,dass Du hypersensibel bist.

    Du solltest mit einem Therapeuten über Deine Verletzungen sprechen und lernen,wie Du leben willst und was Dir guttut.

    :°_@:)Gugelhupf

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    Was hier wieder klar zu erkennen ist, dass der TE vermeintlich "nicht richtig tickt". Seine negative Sichtweise wird von allen (ausser mir) als irgendwie krankheitswertige Abweichung vom Normalzustand bewertet.


    Dabei kann man doch auch erstmal einfach respektieren, dass jemand nunmal so empfindet. Tue ich selber ja auch. Und es gibt wahrlich Grund genug dafür. Es ist sicherlich nicht unbedingt erstrebenswert, aber es ist auch nicht per se "krankhaft" oder "falsch".


    Wenn du die Erwartungshaltung "harter Kerl" an dich selbst hast und diese nicht erfüllen kannst, warum hältst du dann an dieser fest? Es gibt nun mal Menschen, die sensibler sind als andere. Wenn du so eine Eigenschaft an dir ablehnst, ist der Weg ins Negative ziemlich kurz.


    Und entschuldige, wenn ich das so direkt sage, aber wegen Karies und Kurzsichtigkeit dermaßen abzurutschen, hört sich z. B. für Menschen mit chronischen Schmerzen oder einer lebensbedrohlichen und/oder unheilbaren Erkrankung schon ziemlich weinerlich an.


    Nichtsdestotrotz leidest du offensichtlich unter deinem Zustand. Wenn du etwas daran verändern möchtest, kümmere dich um eine passende Therapie. Das Leben kommt nicht rein zu dir und bemitleidet dich, auch wenn es in deiner Situation viel Kraft kosten mag, musst du aktiv werden, um aus dem Tal rauszukommen.

    HopeToRecover schrieb:

    Anfällig für Depressionen, Karies und Kurzsichtigkeit... als ob nur eines dieser Probleme nicht schon genug wäre.

    Allein dieser Satz sagt mir, dass Du irgendwie im Leid suhlst. Und ich bin sehr vorsichtig, bevor ich so eine Äußerung mache. Aber bei Dir scheint es hinzuhauen, denn wer Karies und Kurzsichtigkeit in Kombination schon zu schlimm findet, so sehr, dass eins doch wohl genügen würde, der hat echt noch nie Probleme gehabt.

    Ok, bei Karies fürchte ich den Zahnarzt. Diese Panik ist dann auch ein Problem. Aber Karies und Kurzsichtigkeit gilt allgemein als Pillepalle, was jeder hat.

    Es gibt Leute, die haben Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall gehabt, Partner verloren und Kind durch Unfall und sehen ihr Leben als lebenswert an.

    Sei doch mal etwas bescheidener und dankbarer dem Leben gegenüber.

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    Wenn jemand ein Problem hat, dann hat er es. Dann ist es für ihn ein Problem. Da sollte man nicht hergehen und sagen dass das Problem so klein ist das es eigentlich keins ist.


    Natürlich gibt es Menschen die es wesentlich schwerer im Leben getroffen haben.

    Wer depressiv ist, sieht die Welt als "dunkel" an.


    Bei endogenen (von innen, ohne äußere große Auslöser entstandenen) Depressionen ist es egal ob einem nur mal eine Tasse runterfallt, der Himmel grau aussieht oder der Nachbar einen nicht grüsst... Es ist dann alles ein Zeichen für eine furchtbare Welt.


    Sprich - alle die sich über die Tatsache wundern, daß sich der TE angesichts von Karies und Kurzsichtigkeit schon als zutiefst leidend empfindet....


    Genau das ist ja die Krankheit.


    Und lässt sich nicht wegdiskutieren oder vergleichen.


    Das hat den Charakter, den es auch hat wenn sich jemand wegen Langzeitarbeitslosigkeit und Geldmangel kein Geschenk zum Geburtstag seines Kindes leisten kann und zu hören bekommt "Sei doch froh, in Afrika würde dein Kind jetzt verhungern, also stell dich nicht so an!"

    Ach ja - und Depressionen sind kein wehleidiges "Reinsteigern" oder mangelndes "Zusammenreißen" sondern eine neurogische Erkrankung die im Gehirn sichtbar ist.


    Daher wäre wichtig zu wissen ob der TE in Behandlung ist.


    Es hilft nullkommagarnix ihm quasi zu sagen er solle sich nur mal zusammenreißen und nicht so "wehleidig" sein. Wenn er wirklich depressiv ist wird ihn das nur noch weiter runterreissen und das will ja wohl hoffentlich niemand.

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    Hast du über eine psychosomatischen Klinik nachgedacht? Man kann psychische chronischen Schmerz relativ leicht behandeln - es ist ja Teil der Depression.


    Ich habe schwere Depression - was sich gerade verbessert hat. Psychiatrie wo ich war, kann ich dir leider nicht empfehlen (ist einfach mit die Zeiten nicht mitgegangen). Ich würde lustigerweise in einen Schmerzklinik los.


    Ich habe auch schlechte Zähnen - gehört zu meine genetischen Mutation (was auch lustige andere Symptomen hat wie z. B. Hirntumoren , Dystonie, Kleinhirnatrophie, Epilepsie, sonder Form der Migräne) Sie wachsen abnormal. Einer mit meine Krankheit hatte 80 Zähne. Ich hatte auch teilweise Haifischzähne. D. H. Man hat 2 Reihen (in manche anderen Fälle mehr, ich bin nur leicht betroffen) hintereinander und die die ich behalten habe, haben nicht individuellen Würzeln. Die sind zu einen Block zusammengewachsen. Die Zähne brechen aber leider relativ leicht ab. Ein Zahn zu entfernen, bedeutet oft eine Kurznarkose, da man ordentlich durchsägen muss. Ich habe viele Kronen, Implanten und eine Brücke. Ist halt auf Dauer Teuer (einige Tausend Euro) aber sind nicht sichtbar oder natürlich schmerzhaft. Ich habe ja kaum noch Nerven. Bei meiner Mutter ist so gut wie alles künstlich (seit so lang, dass manche Zähne sogar teilweise aus Gold sind).


    Brille habe ich zwischendurch für Kontaktlinsen getauscht (geht wegen eine einseitige Gesichtslähmung nicht mehr). Ist halt so. Es gibt aber genug modischen Brillen und es läuft einige sogar quasi mit Fensterglas drin rum. Mode statt tatsächliche Sehschwäche.


    Ich habe 18 neurologischen und neurochirurgischen Diagnosen und Dauerschmerzen. Das Leben kann trotzdem ganz gut sein. Ich habe ja auch viel positiven im Leben. Es brauchte nur Zeit, das zu lernen.


    Du bist aber in der schweren Aussichtlosigkeitsphase der Depression -dringend behandlungsbedüftig, da sehr, sehr hohen Leidensdruck.

    Kalinkana schrieb:
    HopeToRecover schrieb:

    Anfällig für Depressionen, Karies und Kurzsichtigkeit... als ob nur eines dieser Probleme nicht schon genug wäre.

    Allein dieser Satz sagt mir, dass Du irgendwie im Leid suhlst. Und ich bin sehr vorsichtig, bevor ich so eine Äußerung mache. Aber bei Dir scheint es hinzuhauen, denn wer Karies und Kurzsichtigkeit in Kombination schon zu schlimm findet, so sehr, dass eins doch wohl genügen würde, der hat echt noch nie Probleme gehabt.

    Ok, bei Karies fürchte ich den Zahnarzt. Diese Panik ist dann auch ein Problem. Aber Karies und Kurzsichtigkeit gilt allgemein als Pillepalle, was jeder hat.

    Es gibt Leute, die haben Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall gehabt, Partner verloren und Kind durch Unfall und sehen ihr Leben als lebenswert an.

    Sei doch mal etwas bescheidener und dankbarer dem Leben gegenüber.

    Das kann ja auch eine missglückte Formulierung sein? Oder vielleicht sogar Fake.Aber solange man das nicht weiss finde ich es fies,wie einige hier mit dem TE umgehen.Der zitierte Kommentar dient nur als Beispiel.|-o.

    :-oGugelhupf01

    nanchen schrieb:

    Wenn jemand ein Problem hat, dann hat er es. Dann ist es für ihn ein Problem. Da sollte man nicht hergehen und sagen dass das Problem so klein ist das es eigentlich keins ist.


    Natürlich gibt es Menschen die es wesentlich schwerer im Leben getroffen haben.

    Dann suhl du auch mit ihm im Einklang. Das wird dem TE sicher helfen. Manche wollen anscheinend im Leid suhlen, dann sollen sie es auch tun.

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