• Depressionen und Gedächtnisstörungen

    Ich habe massive Probleme damit mir Informationen zu merken. Ich vermute, dass das durch Depressionen verursacht wird und hoffe, dass sich meine Gedächtnisleistung nach einer erfolgreichen Behandlung wieder normalisieren lässt. Ist eigentlich bekannt, ob eher die Aufnahme neuer Informationen durch psychische Probleme gestört wird, oder aber das…
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    Ich muss allerdings sagen, dass ich gar nicht das Gefühl habe, dass zu viele Gedanken es mir unmöglich machen neue Informationen aufzunehmen. Eher schon das Gegenteil. Als wäre mein Gehirn von einem Tuch bedeckt, dass wenig durchlässt und zudem schwer auf dem Gehirn lastet.

    Zitat

    Depression kann sogar so starken kognitive Störungen mit sich bringen, das ältere Leute fälschlicherweise mit Demenz diagnostiziert werden.


    ADs alleine reichen nicht aus. Dazu gehört einer Psychotherapie.


    Man kann das Gedächtnis mit Strategien verbessern. Z.B. Gedächtnistagebuch (man schreibt alles auf was man gerade gemacht hat und liest es am nächsten Tag durch). Ein Kalender anschaffen, ist auch sinnvoll und nicht nur kurzen Einträge im Handy.

    Soll ein solches Gedächtnistagebuch dabei helfen die darin niedergeschriebenen Informationen besser zu behalten, oder sogar generell das Erinnerungsvermögen trainieren?

    In schlimmen Zeiten hab ich mir wirklich alles auf einen Zettel geschrieben weil ich mir nix mehr merken konnte.


    Die fehlende Konzentration geht natürlich auch zu lasten gelesener Dinge, gesehener Dinge usw. Lesen, fern sehen etc war eigentlich für die Katz, ivh wusste ja nachher nix mehr davon.


    Als ich anfangs noch gearbeitet hab wusste ich manchmal die einfachsten Arbeitsschritte nicht mehr die ich täglich mehrmals gemacht habe. Ich wusste die Namen von Kollegen nicht mehr, es war richtig schlimm.


    Mit ADs und Therapie wurde es langsam wieder besser, heute hab ich eigentlich keine dauerhaften Probleme mehr. Ich merke aber daran wenn es mir von der Depression her wieder schlechter geht.

    Irgendwie sehr beruhigend zu lesen, dass das noch andere kennen ...

    Zitat

    Meinst du soetwas wie Bewältigungsstrategien?

    Die auch. Aber durch die jahrelange Therapie würde ich schon sagen, dass ich viel über mich selbst und die Psyche allgemein gelernt habe und allgemein auch eine ganz andere Sicht auf die Dinge bekommen habe. Vielleicht könnte man das im Gegensatz zum kognitivem Wissen als emotionales Wissen bezeichnen? Ist schwer zu erklären, finde ich, und wahrscheinlich auch persönlich sehr verschieden. Aber die Veränderung, die man durchläuft, damit es besser wird, ist ja auch irgendwie ein Art Lernprozess.

    Owei ich dachte nur ich bin so verpeilt. Ich vergesse auch alles immer nach paar Minuten. Und Allgemeinbildung äre schon da, aber nutzen kann ich nichts...kann nichts erklären. Und Führerschein abe ich auch nicht. Besser so. Naja auch traurig...bin in einem Alter wo ich sicher bin, dass das nie mehr weggehen wird. Mal besser al schlechter...mehr kann mann nicht erwarten denk ich.

    ach, da fühle ich mich plötzlich gar nicht mehr so allein...


    bei mir war auch die rede von "depressive demenz" (kein fachbegriff, aber vom psychotherapeut so gesagt), und da war ich erst um die 35 jahre alt.


    tipps habe ich leider keinen, da sich daran nichts geändert hat, trotz medis und therapien, aber ich habe auch viiiel mehr zu bieten als "nur" depressionen... ;-D

    so hat 5 Minuten gedauert bis ich kapiert habe heute 3.2. nicht 3.1. und habe mich schon gewundert was ich heute alles geschrieben habe %-|


    Arbeitet ihr eigentlich? Ich habe echt üble Tage da geht nichts. Wenn ka was macht ihr. Vll wäre Fließband gut :)^

    Zitat

    Das hilft Deinen Lebensaltag besser zu bewältigen. Nicht gegen Gedächtnisstörungen.

    Typisch Ärzte, mit ihren "sinnvollen" Maßnahmen, wenn sie wieder mal nicht weiterwissen :|N

    Zitat

    ach, da fühle ich mich plötzlich gar nicht mehr so allein...


    bei mir war auch die rede von "depressive demenz" (kein fachbegriff, aber vom psychotherapeut so gesagt), und da war ich erst um die 35 jahre alt.


    tipps habe ich leider keinen, da sich daran nichts geändert hat, trotz medis und therapien, aber ich habe auch viiiel mehr zu bieten als "nur" depressionen... ;-D

    Es hat bei dir also nichts auch nur eine kleine Verbesserung gebracht? Tägliches Gedächtnistraining oder so?

    Zitat

    so hat 5 Minuten gedauert bis ich kapiert habe heute 3.2. nicht 3.1. und habe mich schon gewundert was ich heute alles geschrieben habe %-|

    :)* Na, das wäre auch eine extreme Form von Gedächtnisproblemen, wenn deine ganzen Beiträge tatsächlich von heute gewesen wären. |-o

    Zitat

    Arbeitet ihr eigentlich? Ich habe echt üble Tage da geht nichts. Wenn ka was macht ihr. Vll wäre Fließband gut :)^

    Wenn überhaupt wäre Fließband möglich, aber nicht gut. Eine repetitive Aufgabe wird wohl kaum förderlich für das Gedächtnis sein. In diesem Zustand kann ich nur möglichst simple Arbeiten ohne große Verantwortung durchführen.

    Nur kurz soviel dazu: Konzentrationsstörungen sind ein ganz klassisches Symptom von Depressionen. Das kann sehr gut damit zusammenhängen.

    Bei älteren Personen, die an Depressionen erkrankt sind, wird das sogar oft als Demenz verkannt, man nennt das dann "depressive Pseudodemenz".

    oh, es ist bei mir (wie immer... :=o ) etwas komplizierter, ich will jetzt nicht dein faden mit meine geschichte zuspammen...


    die depressionen waren nur eine teildiagnose, sind nur eine folgeerkrankung, und meine gedächtnisproblemen kommen auch woanders her, es wäre hier alles ziemlich OT.

    Zitat

    Nur kurz soviel dazu: Konzentrationsstörungen sind ein ganz klassisches Symptom von Depressionen. Das kann sehr gut damit zusammenhängen.


    Bei älteren Personen, die an Depressionen erkrankt sind, wird das sogar oft als Demenz verkannt, man nennt das dann "depressive Pseudodemenz".

    Ja, ich denke sowas in der Richtung wird das bei mir sein. Nur ob das geheilt werden kann ist fraglich :-|

    Zitat

    Das habe ich uch gehört. Anton bist Du eigentlich in Therapie (will nicht noch mal alle Beiträge durchlesen )?

    Noch nicht. Ich warte noch auf einen Termin.

    Zitat

    oh, es ist bei mir (wie immer... :=o ) etwas komplizierter, ich will jetzt nicht dein faden mit meine geschichte zuspammen...


    die depressionen waren nur eine teildiagnose, sind nur eine folgeerkrankung, und meine gedächtnisproblemen kommen auch woanders her, es wäre hier alles ziemlich OT.

    Also wenn es dir nichts ausmacht kannst du gerne darüber schreiben. Dadurch muss ja nicht gleich eine seitenlange Diskussion entstehen (und wenn doch, auch okay :-) ). Irgendwie vermute ich nämlich, dass das bei mir ganz ähnlich sein könnte. Zumindest komplizierter und eine Folgeerkrankung kann ich mir bei mir auch gut vorstellen.

    Meist verbirgt sich hinter der Depression noch anderes. ..habe auch gsnz schönen Dachschaden. Gegen die Depressionen hilft Escitalopram wirklich gut. Ich bin froh, dass ich es wieder nehme. Man bekommt auch wieder Aufschwung :)^