• Depressionen und Gedächtnisstörungen

    Ich habe massive Probleme damit mir Informationen zu merken. Ich vermute, dass das durch Depressionen verursacht wird und hoffe, dass sich meine Gedächtnisleistung nach einer erfolgreichen Behandlung wieder normalisieren lässt. Ist eigentlich bekannt, ob eher die Aufnahme neuer Informationen durch psychische Probleme gestört wird, oder aber das…
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    hehehe, ok, das hast du gewollt... ]:D


    nee, ich versuche (!) mich kurz zu fassen...


    bei mir liegt eine zum teil recht massive störung des arbeitsgedächtnisses, die wahrscheinlich aufs ADHS zurückzuführen ist, es ist mir manchmal einfach unmöglich auf dem, was ich eigentlich doch gut weiss, zurückzugreifen.


    also, mein lieblingsbeispiel, als gelernter koch, mit gut 15 jahre erfahrung, nehme ich (zuhause) das brathähnchen aus dem ofen, und stehe dann ein viertel stunde davor mit den messer in der hand, weil ich in den moment einfach nicht weiss wie man ein hähnchen tranchiert, egal wie lange ich daran denke, ich komme auch nicht darauf.


    ...aber vielleicht eine halbe stunde davor hätte ich einen ganzen vortrag darüber halten können...


    hinzu kommt der ADHS-klassiker, 10 mal am tag "was wollte ich jetzt in der küche?", oder das stundenlange wiederholen der 10 sachen, die man beim arzttermin sagen will, und wenn ich da sitze fallen mir nur 11 und 12 ein.


    noch mit 25 war mein kurzzeitgedächtnis sehr gut, hab' als kellner im eiscafe selten eine bestellung aufschreiben müssen, hatte schon in ein paar tage alle 500 bestellnummern der kasse im kopf.


    ...aber schon als kind war ich überhaupt nicht in der lage egal was auswendig zu lernen, mich hinzusetzten um etwas zu "lernen" war schon immer ein kompletter zeitverlust, ich lernte nur beim zuhören in der schule (obwohl ich immer was anderes dabei tat), nur wenn es interessant war.


    dazu habe ich jahrzehntelang gekifft und viel mehr, und depressiv bin ich noch länger, was wieviel einfluss gehabt hat wird unklar bleiben.


    auch mein langzeitgedächtnis macht was er will, ich kann mich an völlig uninteressante uralte sachen bis ins kleinsten detail erinnern, und an manches viel wichtigeres oder aktuelleres überhaupt nicht, manchmal weiss ich nicht einmal was ich selbst mal gesagt, getan, geschrieben hatte, meistens habe ich einen "da war was", oder danach diesen "ach stimmt"-gefühl wenn ich damit konfrontiert werde, aber längst nicht immer.


    aber das sind alle nur teilproblemchen, es wäre absurd sie einzeln angehen zu wollen, da helfen ein bisschen mal eine liste, mal eine eselsbrücke, mal strenge ritualen. auch sowas wie gehirnjogging oder einfachere strategiespiele mache ich gern, keine ahnung ob ich noch "dementer" wäre, würde ich es nicht tun.


    und für die grösseren problemen, also, ADHS und depressionen, hat bisher kein medi geholfen, und nur die letzte therapie ein bisschen, darauf baue ich jetzt noch, nach meine eigene art, kann aber zumindest noch von keine erfolge berichten, was mein gedächtnis betrifft.


    ich glaube ja kaum das eine depression für sich alleine existieren kann, ich glaube es gibt immer irgendwelche komplikationen, comorbiditäten, hintergründe, aber ich wünsche dir doch ein bisschen weniger komplexität als bei mir... ;-)