Hab nur das Eingangsposting gelesen, aber letztlich beschreibst Du exakt "depressives Grübeln" - endlose Gedankenschleifen, die nicht abbrechen, aufgrund nicht erfüllbarer Bedingungen (oder eher psychologisch formuliert, aufgrund einer fehlenden Lösung).


    Genau die Unfähigkeit, daraus auszubrechen, ist dann wohl das Wesen der Depression.


    Für mich fühlt es sich manchmal an, als würde ich gedanklich von Bande zu Bande prallen, auf beiden Seiten ist es doof, aber man kommt nicht zur Ruhe.


    Ich glaube, das ist auch der Grund, warum man sich nicht selber therapieren kann,. Wenn man in sowas steckt, kann nur Anregung von aussen (also meist ein Therapeut) helfen.


    Wobei es auch sein kann, dass die Gedankenschleifen verhindern, dass man überhaupt in der Lage ist, sich einen Therapeuten zu suchen. Schwierig..

    Ja. Der Körper macht mal wieder genau das Gegenteil von dem, was ich von ihm will. :=o Heute Nachmittag musste ich zwei Stunden schlafen, weil ich so müde war. Trotzdem sollte ich eigentlich längst wieder schlafen können. War abends noch spazieren und hab den Rest des Tages gelernt. Mir kommen die Tage im Moment eh schon so kurz vor, bei all den Dingen, die gerade auf meiner inneren To-Do-Liste stehen. Und dann stundenlang rumliegen, nix machen können und sich dabei nicht mal erholen. Ich habe mich in der Zeit schon wieder unzählige Male in der Vorstellung zerstückelt, aber ich bin immer noch ganz und auch ganz wach.


    Ich werd jetzt versuchen, wenigstens was Sinnvolles zu tun und irgendwie mindestens bis zum Nachmittag wach zu bleiben. Oder so. :-|

    Zitat

    Für mich fühlt es sich manchmal an, als würde ich gedanklich von Bande zu Bande prallen, auf beiden Seiten ist es doof, aber man kommt nicht zur Ruhe.

    Ja, das ist auch eine gute Beschreibung.

    Zitat

    Wobei es auch sein kann, dass die Gedankenschleifen verhindern, dass man überhaupt in der Lage ist, sich einen Therapeuten zu suchen. Schwierig..

    Stimmt. Praktischerweise spielt man das Erstgespräch mit einem potentiellen Therapeuten ja auch im Kopf durch, bevor man ihn überhaupt anruft, und weiß deshalb ganz genau, dass der einem natürlich sagen wird, dass man sich halt mehr Mühe geben muss, und daher braucht man ihn ja gar nicht erst anzurufen... :=o

    Zitat

    Stimmt. Praktischerweise spielt man das Erstgespräch mit einem potentiellen Therapeuten ja auch im Kopf durch, bevor man ihn überhaupt anruft, und weiß deshalb ganz genau, dass der einem natürlich sagen wird, dass man sich halt mehr Mühe geben muss, und daher braucht man ihn ja gar nicht erst anzurufen... :=o

    Da darf man sich dann aber schon selber mal ein wenig zusammen stauchen und sich selbst sagen das der Mann oder die Frau kaum Jahre studiert hätte, wenn es so einfach wäre das man selsbt drauf kommt. Sich selbst ein wenig weniger als beste Instanz für einen selbst zu sehen ist sehr hilfreich.


    Hast du Morgenroutine geschafft? Und wenn du schläfst, kannst du das Mittags erledigen? Weil Nachmittags ist denkbar scheiße um abends ins Bett zu kommen. ":/

    Zitat

    Da darf man sich dann aber schon selber mal ein wenig zusammen stauchen und sich selbst sagen das der Mann oder die Frau kaum Jahre studiert hätte, wenn es so einfach wäre das man selsbt drauf kommt. Sich selbst ein wenig weniger als beste Instanz für einen selbst zu sehen ist sehr hilfreich.

    Ja, eben. Das war ja ein illustrierendes Beispiel für einen dieser typischen und total bescheuerten Gedankengänge.


    Ich habe bis ca. halb drei geschlafen. Konnte echt die Augen nicht mehr offenhalten. Ich bin immer noch müde, jetzt bleib ich wach bis zum Abend. Die Morgenroutine habe ich heute nicht gemacht.

    Das müsste man direkt mal recherchieren. Die beiden Probleme können sich auf jeden Fall sehr wirkungsvoll gegenseitig verstärken.


    Ja, mich stört das gewaltig. Es nimmt Sozialkontakte und macht einsam; es ist total schwer, Termine wahrzunehmen, weil der Körper manchmal einfach entscheidet, dass er jetzt schlafen muss; ich bekomme wenig Sonnenlicht ab etc.


    Deswegen dieses Projekt, in der Hoffnung, irgendwann mal wieder ein normaleres Leben zu führen.