Ahhh, die Grübelwanderungen... jaha, ausgelöst durch einen durch seine Kindheit schwer traumatisierten jungen Mann, der dem Grübeln durch radikale Schritte entfloh, stellte sie zahlreiche Lebensentwürfe in Frage und löste so eine Welle des Grübelns aus, die bis nach Europa schwappte um dort in den Gestaden der römischen Unentschloßenheit auslief.


    Ref lief gut, hab allerdings ein gesellschaftliches Fettnäpfchen, ok Fass, mitgenommen, so im Vorbeigehen. Nun versuche ich alte "was ist nun wenn xy das hört, was denken sie von mir" Muster fröhlich pfeifend zu ignorieren, nicht zu Grübeln und es auf mich zukommen zulassen. Deshlab geh ich nun gleich endlich das Schnittmuster abmalen, eine Angst zu vertreiben in dem ich eine andere überwinde shceint mir am besten. ;-D ;-D

    Ich habe das Gefühl, mich dem Abgrund zu nähern mit jedem Tag der vergeht. Meine Tagesrhythmus-Fortschritte, die mich noch vor Wochen so hoffnungsvoll stimmten, scheinen mir nun als Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Versuch gegenzusteuern, doch ich gleite auf den Abgrund zu wie die Titanic auf den Eisberg. Ich frage mich, ob dies das Ende ist. Ob all meine Vorstellungen einer Zukunft jenseits dieser Wohnung kollabiert sind wie eine Wellenfunktion bei der Messung, die dem System unbarmherzig die reine Wirklichkeit präsentiert.

    Mach dir nicht allzuviel draus.


    Mir geht es zur Zeit ähnlich.


    Seit Anfang März diesen Jahres bin ich mit meiner Ausbildung fertig.


    Der Arbeitsmarkt für Programmierer ist allerdings ein Witz, von wegen Fachkräftemangel. Ohne Studienabschluss oder mindestens Abitur und mehrjährige Erfahrung sowie einem mehrseitigem Profil der mitgebrachten (exquisiten) Fähigkeiten, ist nix mit einer Bewerbung.


    Hinzu kommt, meine Ausbildung hat mich nicht besonders gut vorbereitet, also müsste ich eigentlich lernen und meine Fähigkeiten durch tägliches Üben erweitern und schleifen (bzw. überhaupt mal auf den Minimumstand kommen).


    Schaffe ich aber nicht, da ich meinen Rythmus zwischendrinn völlig verschoben habe und ihn gerade sehr mühevoll wieder gerade biegen muss.


    Die bisherigen Bemühungen sind alle im Sand verlaufen, weil man sich netter Weise gar nicht bei mir meldet oder man mich zum Teil echt schroff ABgelehnt hat, sowohl beim Job als auch den Wohnungen.


    Dann versuche ich eine neue Wohnung zu finden, weil der jetzige Vermieter seit einiger Zeit versucht, mich hier mit aller Gewalt heraus zu jagen, um die Wohnung teurer neu vermieten zu können, aber kein Vermieter in unserer Gegend nimmt jemanden, der Geld vom Amt bezieht. Zumindest nicht die Vermieter von Wohnungen mit ordentlichem Milieu und anständigem Preis-Leistungsverhältnis.


    Also sitze ich den ganzen Tag zuhause, surfe wie blöd im Netz rum, zocke, lese, kram in meinen Unterlagen rum, aber bekomme seither nix geschafft.


    Alles, was ich zum lernen benötige, habe ich quasi schon raus gesucht, aber kann mich einfach nicht dazu aufraffen.


    Anzeigen und Plattformen für die Wohnungs- und Jobsuche habe ich alle ständig offen, aber irgendwie keine Lust mehr und keine Kraft, mich diesen völlig überzogenen Anforderunegn zu stellen und eigentlich die Nadel im Heuhaufen zu suchen.


    Siehst du, es geht nicht nur dir zur Zeit so. *:)

    3. Tag, Morgenroutine geschafft.


    Ich habe gestern zufällig zwei Freunde in der Stadt getroffen, die ich schon länger nicht gesehen hatte. Wir haben eine Stunde zusammengesessen. Es tat so gut und war gestern echt die Rettung.


    Zacharias,


    immerhin sind wir damit nicht allein.


    Wohnst Du in einer großen Stadt? Und willst Du dort bleiben?

    Ja, so das Gefühl "so wies ist, ist es doof, aber es zu ändern, ist unglaublich mühselig, wo soll man Kraft und Motivation hernehmen"..


    und was Du als "Titanic" beschreibst, empfinde ich eher als "man rast auf eine Wand zu, müsste dringend Bremsen oder drumrum lenken, findet aber die notwendigen Hebel nicht"..