Bordiegirl

    :°_:°_


    Vielleicht wären ja homöopathische Mittel was für dich?


    Klar, wenn du nur Nebenwirkungen hast oder die Wirkung zu stark ist, macht es überhaupt keinen Sinn, im Gegenteil!


    Aber das kann ich gut vorstellen, dass da die meisten Ärzte nicht locker lassen und dir auch einfach nicht glauben wollen, dass du es nicht verträgst...


    Der Arzt von meinem Mann hat neulich gesagt: "Was ich Ihnen geben kann, sind bloß Ratschläge. Was ich auf ein Rezept schreibe, ist mir völlig egal, ich kann Ihnen nur ein Medikament empfehlen, nehmen müssen Sie es. Sie entscheiden, ob sie es nehmen und ob es hilft oder nicht. Sie entscheiden, welche Ratschläge Sie beherzigen, es ist Ihr Leben! Ich bin nur Ihr Berater, ich habe nichts davon, ob Sie ein Medikament nehmen oder nicht! Im schlimmsten Fall müsste ich Sie mal irgendwann einweisen, aber mich kostet das nur 2 Minuten, eine Unterschrift, Sie kostet das mehrere Monate Ihres Lebens! Wenn Sie nun sagen, der spinnt doch, was ist das für ein Arzt, ist es Ihre Entscheidung, ob Sie wiederkommen. Ich möchte Ihnen helfen, aber wenn Sie das nicht wollen, helfe ich jemand anderem! Ihre Entscheidung..."


    Fand, diese Worte hatten zwar irgendwie etwas sehr hartes, von wegen "mir kann das alles egal sein", aber es hatte auch etwas befreiendes, dass man eben nichts muss, dass einem nichts aufgedrängt wird, sondern man immer auch "nein" sagen kann. Ich finde, man fühlt sich sonst manchmal so machtlos, man soll dies nicht tun und jenes lieber lassen, und immer brav die Medis schlucken...aber wir tun es nur für uns und wenn wirs lassen, ist es unsere Entscheidung, aber auch unsere Konsequenzen, die nur wir tragen müssen!

    phoebe

    Ich weiß überhaupt nicht, wie das anfangen sollte, wie ich mir das vorstellen kann. Ich meine, fühlst du in dich rein, also ist das Kind in dir drin? Oder sitzt es dir gegenüber? Stellst du dir dich als Kind vor oder ist es einfach irgendein Kind? Oder hat es eine völlig andere Erscheinung?


    Könnte es helfen, sich dabei ein Foto aus der Kindheit zu betrachten? Oder sollte man etwas tun, was man als Kind gerne gemacht hat? Oder lieber etwas, was man ganz und gar nicht gerne gemacht hat?


    Ich kanns mir überhaupt nicht vorstellen....


    Aber ich habe auch noch nicht in deine Links reingeguckt...:=o


    Mach ich gleich mal...

    also ich hatte am anfang schon probleme mir dieses kind überhaupt vorzustellen ..für mich existierte diese göre nur in einem sehr schlimmen zustand ..und ich musste mir tatsächlich ein bild vorstellen um dieses kind zu sehen -wenn ich andere kinder sah -die konnte ich trösten usw. aber das eigene kind..


    naja -die therapie hat ihr bestes gegeben ..wie gesagt -heute bin ich in der lage das kind sogar in den arm zu nehmen ..mein inneres kind..und es zu trösten und es zu wiegen ...aber nicht immer. musst einfach schauen ..wie du es am besten zu fassen bekommst.:)*

    hallo

    noch mal ne frage zu den medis?ist es eigendlich möglich,wenn man diverse medikamente bekommt,seinen beruf normal auszuüben,geschweige denn auto zu fahren?das wäre meine einzigste befürchtung warum ich keine nehmen will

    Also, in den ersten 1-2 Wochen solltest du sehr vorsichtig sein, was Autofahren oder gefährliche Tätigkeiten betrifft! Später, wenn der Körper darauf eingestellt ist, gibt es im allgemeinen keine Probleme mehr, es sei denn, du musst halt sehr viel nehmen. Allerdings ist jedesmal, wenn etwas an der Dosierung geändert wird oder was neues hinzukommt oder so, wieder Vorsicht geboten!


    Ich selbst bekomme sehr viele verschiedene Medikamente (3 verschiedene Schmerzmittel, Antidepressivum, Schilddrüsenhormone, etwas gegen Händezittern und Gerinnungshemmer), darf aber ausdrücklich Auto fahren, da ich diese Mittel alle schon länger in etwa gleichbleibender Dosierung bekomme! Auch bei meiner Labortätigkeit, wo ich schon sehr aufpassen muss, nicht das falsche zu verschütten oder eine Chemikalie zu verwechseln, gibt es keine Einschränkungen!


    Natürlich hat man manchmal einen schlechten Tag oder eine schlechte Phase, wo man unkonzentriert ist (aber das gibts ja auch und gerade ohne die Medikamente) oder wo der Kreislauf instabil ist, da muss man sich dann eben mal zurückhalten...

    Hallo,


    Grossie du arbeitest auch im Labor? Cool ich auch.


    Es kommt auf die medis drauf an. Also ich dar nur bei meinem Notfallmedikament (Tavor) für die nächsten paar Stunden kein Autofahren und auch beim arbeiten unter Tavor nehm ich mich sehr zurück und versuch überwiegend Dokumentation und wenig laborarbeit zu machen.


    LG

    Grossie

    homöopathisches werd ich mal probieren, das vertrage ich sehr gut. hat ich jetzt noch gar nicht dran gedacht, danke.


    ich finden den arzt voll okay weil er ehrlich war. die ärzte die ich besucht habe waren total verschlossen und haben nur dumm gekuckt als ich von problemen erzählt habe. haben mir medis in die hand gedrückt und gesagt "kommen sie in zwei monaten wieder".


    diese rücksichtslose medikamentenausgabe ist auch fahrlässig weil die ärzte nichtmal den blutdruck messen, geschweige denn nach sonstigen erkrankungen fragen.

    also bei den antidepressiva -ich habe das gefühl du hast mehr angst als es eigentlich nötig ist. -man kann ganz normal damit leben -man hat nur nicht mehr diese angst ..oder panik..oder gedanken die immer kommen und gehen.


    sicherlich ..tavor -ist aber kein antidepressivum -das nehme ich abends damit ich schlafen kann ..hey..versuchs doch einfach mal -du kannst es immer noch wieder absetzen.

    @ :)

    also was ich gelernt habe in den letzten Jahren ist es auf keinen Fall gegen den eigenen Körper zu handeln. Mein Körper drückt sich klar aus und gibt mir zu verstehen was er mag und was nicht.


    Jahrzehnte lang hat man seinen Körper "vergewaltigt" und reale Gefühle abgespalten. Und genau das will ich jetzt nicht mehr tun.


    Das Psychopharmaka Chemiebomben sind ist jedem bewusst oder?


    Warum sollte der Körper soetwas zulassen? Warum sollte der Körper sich freiwillig beeinflussen lassen wenn Symptome von Borderline ja die Schreie des verzweifelten Kindes sind.


    Die Folgeschäden von Psychopharmaka sind auch nicht erforscht. Ich für mich kann es nicht verantworten nochmal auf meine Psyche so einzuwirken. Sie soll frei sprechen können, sie soll sich frei äußern können auch wenn es schlimme Gefühle sind.


    Ich sehe (für mich) keinen Sinn darin Medis zu nehmen. Die Ängste - wie du sagst - sind die Ängste des inneren Kindes. Warum soll ich diese Ängste mit Medis abschwächen oder beiseite schieben? Genau darin besteht -für mich- der Fehler. Desto größer die Ängste sind, desto größer ist die Angst des inneren Kindes und desto mehr sollte man daran arbeiten die Angst zu ergründen.


    Ich möchte ganz real spüren ob ich weiter komme. Wenn ich mit meinem inneren Kind arbeite möchte ich spüren ob ich ihm helfe und das spüre ich nur ohne Einfluss von Medikamenten weil ich die Gefühle in seiner ganzen Intensität wahrnehme.


    Ich hab diese Überempfindlichkeit in so vielen Dingen!


    Aber das komische ist dass ich das erst so krass habe seit Borderline ausgebrochen ist.

    fehlerchen

    Zitat

    Also ich dar nur bei meinem Notfallmedikament (Tavor) für die nächsten paar Stunden kein Autofahren und auch beim arbeiten unter Tavor nehm ich mich sehr zurück

    Ja, das nimmst du ja dann auch nicht täglich oder? Da kann der Körper dann schon mal durcheinander kommen. Ich nehme als Bedarf Atosil, das haut mich auch ziemlich um, da fahre ich dann auch nicht und Labor lassen wir dann auch lieber...

    BordieGirl

    Zitat

    diese rücksichtslose medikamentenausgabe ist auch fahrlässig weil die ärzte nichtmal den blutdruck messen, geschweige denn nach sonstigen erkrankungen fragen.

    Da hast du voll recht!! Das finde ich immer total daneben, auch mit Blutkontrollen...man liest immer, die müssen unbedingt gemacht werden, aber man glaube ja nicht, dass die Ärzte von selbst dran denken...


    :(v

    Hallo,


    nein Tavor nehm ich nur wenn's gar nicht anders mehr geht. Und dann auch mit Respekt vor dem Zeug, quasi als Notlösung.

    @ Bordie-Girl:

    Bevor ich mein Körper mit SV schädige oder etwas anders unüberlegtes zu tue versuche ich es mit medis aber nur in der Konzentration die meine Ärztin mir sagt.


    Und die achtet sehr genau darauf regelmäßig Blutkontrollen zu machen.


    LG

    Grossie

    Man kommt - von den verschreibungspflichtigen Medikamenten - an nichts leichter als an Psychopharmaka. Man macht einfach einen Termin beim Neurologen, heult n bisschen rum und schwups hat man eine Packung in der Hand. Es gibt auch einige Drogensüchtige unter psychisch Kranken. Was das für fatale Auswirkungen haben kann, kann sich sicher jeder denken. Aber das scheint den Ärzten völlig egal zu sein. Bluttest? Hab ich noch nie bei einem Neurologen bekommen.


    Man kann also nach belieben seinen Cocktail mixen. Die einen Tabs bei Dr. X, die anderen bei Dr. Y usw. und dann schön daran zugrunde gehen. Ganz legal. Aber bei Schlaftabletten machen sie nen riesen Stress. Was macht das denn noch für einen Unterschied.


    Und wirkliche Hilfe bekommt man auch bei den meisten Psychiatern nicht. Ich laufe jetzt seit 3 Jahren von Arzt zu Arzt und keiner fühlt sich zuständig. Demnächst fange ich mit der Liste der nächsten Städte an, die aus meiner Stadt hab ich schon alle durch - vergeblich. Aber die ARGE stellt sich alles so schön einfach vor.


    sorry fürs Auskotzen.

    Zitat

    Bluttest? Hab ich noch nie bei einem Neurologen bekommen.

    Also meine Psychiaterin besteht darauf, dass alle 3 Monate ein Bluttest gemacht wird (na ja, für mich gilts nicht, weil ich eh alle 3-4 Wochen einen Bluttest machen muss :-/ )

    Zitat

    Aber bei Schlaftabletten machen sie nen riesen Stress.

    Was mich ja erschreckt ist die Tatsache, dass meine Schlaftabletten die allerbilligsten von meinen Medis sind... Die Seroquel kosten bei einer 100er packung (200mg) fast 350 Euro...


    Und die Schlaftabletten (20 Stück - 7,5mg) gerade mal um die 15 Euro...