Diazepam vor Online-Vortrag

    Hallo,


    ich leide seit jeher an Prüfungsängsten. Besonders schlimm ist’s bei Vorträgen.


    Bei meinem letzten Vortrag konnte ich haarscharf eine Panikattacke „vermeiden“ - mein Herz begann zu rasen, Hitzewallung und zittrige Stimme. Ich dachte, das war’s. Ging dann aber gerade so gut, mehr schlecht als recht, aber immerhin nicht völlig zusammengebrochen.

    Bin auch dran, das mit nem Therapeuten anzugreifen, aber kurzfristig hilft mir das jetzt noch nicht, weil der nächste Vortrag kurz bevor steht. Deshalb meine Frage:


    Ich nehme ganz selten, vlt 5 mal bisher über mehrere Jahre verheilt, Diazepam in Tropfenform - abends vor ner wichtigen Prüfung oder vor nem Flug. Bisher aber noch nie vor einem Vortrag - das wird sich jetzt aber ändern :-D

    1,5 mg (3 Tropfen) beruhigen mich erfahrungsgemäß leicht, aber bei der Dosierung hab‘ ich Angst, dass es trz zu Panik kommen kann.


    Was meint ihr, wieviel kann ich nehmen, dass die Angst noch deutlicher reduziert wird, man vorm Laptop aber nicht einschläft? ;-D


    Ich weiß, ist individuell, und ich weiß auch um die Risiken.


    Ich bin 26 Jahre alt, männlich und wiege 70kg.

    Hat jemand Erfahrungen? Mir geht’s nur um eine ganz grobe Einschätzung; ich dachte vlt. an 3mg (6 Tropfen)?


    Bei welcher Dosierung ist nach euerer Erfahrung noch nicht mit starker Müdigkeit und ähnlichem zu rechnen?


    Vielen Dank im Voraus - würd mich echt über ne Rückmeldung freuen :)

  • 35 Antworten

    das solltest du deinen Psychiater fragen, finde es auch reichlich seltsam Diazepam einem 26-jährigen zu verschreiben (Suchtgefahr!)


    es gibt andere Medikamente die speziell gegen Ängste wirken und bei Bedarf eingenommen eerden können, z.B. Atarax


    besprich das bitte mit deinem Facharzt

    Vielen Dank für die Rückmeldung.


    Der Suchtgefahr bin ich mir bewusst; da ich das Medikament jedoch nur in äußersten Notfällen nutze, bin ich diesbezüglich relativ unbesorgt.


    Die Präsi ist Montag früh, das mit einem Arzt zu besprechen wird also etwas knapp; und ob mir mein Hausarzt, denn von ihm hab ich’s, da genauer weiterhelfen kann, wage ich auch zu bezweifeln..;-D


    Hat sonst niemand eine Dosierungserfahrung aus einer Stresssituation aus Job oder Studium zu teilen?


    Danke Euch :)

    Dosierungsempfehlung kann man keine geben das ist höchst individuell, 5-10mg kenne ich, aber du solltest morgen evtl 3mg testen und gucken wies dir geht, 5mg könnten dich schon ausnocken


    und dann ab zum Facharzt es gibt geeignetere Mittel! wenn du es vor jeder Prüfung nimmst wirds zur Gewohnheit, du bist zu jung für regelmäßige Diazepameinnahme

    freiburger93 schrieb:

    Hat sonst niemand eine Dosierungserfahrung aus einer Stresssituation aus Job oder Studium zu teilen?

    Kann ich leider nicht mit dienen. Was ich aber anmerken möchte: Gerade Präparate in Tropfenform sind mitunter nicht so sehr lange haltbar. Beachte also die Angabe "Verwendbar bis" auf der Packung. Zusätzlich gibt es oft eine Angabe, wie lange das Medikament nach Anbruch der Flasche verwendet werden kann (evtl. nur im Beipackzettel).

    Zitat

    5mg könnten dich schon ausnocken

    Ich habe das noch nie verstanden. Habe auch schon Diazepam genommen. Wieviel Tropfen entsprechen denn 5mg? Mein Arzt hat mir damals gesagt, wieviele ich nehmen soll.

    sunny_84 schrieb:

    Habe auch schon Diazepam genommen. Wieviel Tropfen entsprechen denn 5mg?

    Das ist nicht bei allen Präparaten gleich (Diazepam-Tropfen gibt es von verschiedenen Herstellern). Es steht aber bestimmt im Beipackzettel. Notfalls findet man den auch online, Beispiel:

    https://www.apotheken-umschau.…um-Einnehmen-1015506.html


    Bei diesem Präparat hätte man also 5mg, wenn man 10 Tropfen nimmt.

    Danke euch.


    Dann probiere ich es morgen mit 3mg, wird schon schief gehen.


    Und ja, schaue mich mal nach Alternativen um; nehme es auch echt ungern bei all dem, was man darüber liest.
    Aber während ner Präsi oder Prüfung zusammenzubrechen ist halt leider auch keine Alternative :/


    Danke nochmal :)

    freiburger93 schrieb:

    Und ja, schaue mich mal nach Alternativen um

    Atarax kann Mundtrockenheit verursachen. Wenn man sprechen muß, ist das evtl. hinderlich. Probieren könnte man's natürlich.


    Sehr beliebt gegen Lampenfieber, Prüfungsangst etc. sind vor allem Betablocker.

    Wäre es nicht sinnvoller, wenn Sie sich auf den Vortrag konzentrieren als sich über irgendwelche Dosierungen von Medikamenten Gedanken zu machen?


    Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit Ihrem Therapeuten über Ihr Selbstbewusstsein unterhalten oder warum sagten Sie hier Ihre Größe und Gewicht?


    Alles Gute und viel Erfolg für den Vortrag:)^

    odw70 schrieb:

    Wäre es nicht sinnvoller, wenn Sie sich auf den Vortrag konzentrieren als sich über irgendwelche Dosierungen von Medikamenten Gedanken zu machen?


    Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit Ihrem Therapeuten über Ihr Selbstbewusstsein unterhalten oder warum sagten Sie hier Ihre Größe und Gewicht?


    Alles Gute und viel Erfolg für den Vortrag:)^

    die Größe und Gewicht ist bei Dosierungen wichtig und hat nix mit dem Selbstbewusstsein zu tun..

    Das ganze Valiumszeug etc. ist meiner Erfahrung nach nicht geeignet gegen

    Prüfungsangst,Lampenfieber usw...damit kommt nur Leere in den Kopf, Müdigkeit

    und Konzentrationsmangel.

    Musicus hat richtig gesagt, daß Betablocker geeigneter sind.

    Sehr viele Orchestermusiker nehmen das, auch ich habe damit früher gute

    Erfahrungen gemacht.

    Ich kann nachvollziehen, was Du meinst.


    Aber bei mir ist’s halt wirklich Panik, unmittelbar bevor ich anfangen muss, zu reden. Ich rede da nicht von ein bisschen Nervosität oder Lampenfieber, sondern Panik. Mein Herz explodiert gefühlt.


    Wirken Beta Blocker wirklich auch gegen solche Panikgefühle?

    Betablocker sind keine Zuckerl, sondern verschreibungspflichtige Medikamente. Hier mehr oder weniger zu einer Selbstmedikation zu raten, halte ich für bedenklich. Wenn das Problem mit Angst und Panik vor Prüfungen immer gegeben ist, gehört das professionell begleitet.


    Ich rate sehr von Selbstversuchen ab. Betablocker senken den Blutdruck, für mich mit generell schon niedrigem Blutdruck könnte eine Einnahme zum Beispiel ziemlich nach hinten losgehen.