• Die Angst, mir die Zukunft verbaut zu haben..

    Hey zusammen, nach langem Überlegen habe ich mich doch dazu überwinden können, hier das zu schreiben. Es fällt mir irgendwie ziemlich schwer. Ich habe einfach eine mega Angst. 2019 habe ich mich das erste mal verliebt - in einen Jungen. Ich muss dazu sagen: Ich bin selber einer. Ich habe das lange geheim gehalten, wollte nicht, dass es jemand weiß. Mit…
  • 20 Antworten

    Verbauen tut man sich etwas mit einer unnötigen Festlegung. Du hattest Gefühle für andere Jungs und dachtest vielleicht du müsstest deshalb schwul sein. So ist es aber nicht, zumindest nicht zwangsläufig und nicht endgültig. Als junger Mensch entwickelt man sich noch bis Mitte 20, alles vorher ist quasi suchen und finden und ausprobieren. Das Wichtigste ist eigenlich nur, dass du offen bleibst und dem folgst, was dich anzieht, dir Spaß macht, für dich interessant ist.

    Eine Festlegung braucht es erst, wenn du mit einem Menschen eine Beziehung eingehen willst. Dieser Mensch kann eine Frau, ein Mann und beim nächsten mal wieder ein anderes Geschlecht haben. Da gibt es zum Glück keine Vorschriften mehr. Entdecke die Möglichkeiten. Wahre Freunde werden sich immer für dich freuen, wenn sie sehen, dass es dir gut geht, egal wie und egal mit wem.

    Ich kann da den anderen nur zustimmen. Du hast dir deine Zukunft nicht verbaut. Es ist klar, dass man als Teenager noch nicht genau weiß auf was man steht und sich das erst über die Jahre entwickelt. Du solltest dir da keinen so großen Kopf machen, was die anderen von dir denken können. Was denkst du denn über dich? Das ist das einzige was zählt! Du solltest auf ein paar Dates gehen ( sofern es durch Corona überhaupt möglich ist) und schauen was sich ergibt. Du brauchst deine Sexualität auch nicht mit einem Label zu versehen. Am Ende zählt nur das was du für jemanden empfindest.


    Über dein Umfeld kannst du dir Gedanken machen sobald es soweit ist und du jemand an deiner Seite hast, egal ob Mann oder Frau.

    Plüschbiest schrieb:

    Ich denke es geht ihm um sein Umfeld.

    Vielleicht denkt er, er hat unnötigerweise etwas negatives von sich preisgegeben.

    Aber was sein Umfeld denkt hat er doch gar nicht in der Hand. Ausserdem trennt sich dann eventuell die Spreu vom Weizen und man weiß an wem man etwas hat und an wem nicht.


    Und was soll das negatives gewesen sein?

    User300 schrieb:

    Ich habe Angst, dass Leute, denen ich damals von meiner "homosexuellen Seite" (die ich damals fühlte, bzw teilweise immer noch fühle), denken, ich habe sie angelogen. Was ja nicht stimmt.

    wenn du denen vertraust, dann rede doch mi ihnen und erzähl ihnen, dass du mal Mädchen interessant findest und mal Jungs und dass eben noch nichts entschieden ist und du es eben auch erstmal richtig ausprobieren musst.


    <Wenn du noch gar kein Sex hattest, dann probiere es doch einfach aus. Ganz ohne Angst - schau wie es dir gefällt und höre auf deinen Bauch.

    Schreib doch mal konkret, wie du auf diese absurde Idee kommst, vielleicht merkst du dann am besten, wie absurd die ist.


    Du hast das Leuten erzählt, denen du vertraust, und die haben dein Vertrauen offenbar nicht enttäuscht.


    Du hast nichts darüber geschrieben, wo/ dass dieses "outing" (ist es ja eigentlich gar nicht, wenn du es nur ein paar Vertrauten erzählt hast) dir bisher geschadet hat.


    Also wo bitte soll hier ein Problem sein, noch dazu sowas Monströses, dir "die ganze Zukunft verbaut" zu haben? Welche Zukunft überhaupt? Die berufliche? Was Beziehungen angeht?