Die Logik vom Glücklichsein

    Hallo alle miteinander!


    Ich habe gestern mit einem Freund über das Glücklichsein gesprochen. Ich habe behauptet, dass Menschen glücklich sein wollen, aber sich nicht besonders viele Gedanken darüber machen, sondern sich den lieben langen Tag mit Dingen beschäftigen, die nichts mit Glücklichsein zu tun haben, und sie auch nicht darauf hinarbeiten.


    Um sich aber mit dem Glücklichsein zu beschäftigen und darauf hinzuarbeiten, muss man wissen, was Glücklichsein überhaupt ausmacht.


    Meine Frage lautet daher:


    Was braucht es, um glücklich zu sein?

  • 23 Antworten

    Wir müssen uns nur der Dinge bewusst zu machen, die wir für selbstverständlich halten, die aber sehr wichtig für uns sind, wie Gesundheit, die Familie und Freunde. Wir vertun oft zuviel Zeit mit der Suche nach dem Glück und haben es doch schon lange in uns- und merken es erst wenn es nicht mehr da ist.


    Das Glück ist schon da. Es ist in uns.


    Wir haben es nur vergessen und müssen uns


    lediglich wieder daran erinnern.


    - Sokrates -

    Ich weiss nicht ob es universal gilt aber für mich lautet die Antwort ganz klar: Frau, Familie, Freunde und vielleicht noch einen Job der einem Freude bereitet.


    Und was man definitiv nicht braucht um glücklich zu sein? Ganz klar: Geld.


    Auch wenn die ganze Welt hinter materiellen Dingen hinterher läuft, glaube ich nicht, dass dies der Schlüssel zum Glücklichsein ist. Geld beruhigt vielleicht aber glücklich macht es nicht.


    Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Ich habe keine Geldsorgen aber dafür habe ich weder eine Freundin noch irgendwelche Freunde. Und ich bin definitiv nicht glücklich.

    Glück ist für mich, wenn man zufrieden ist. Und das definiert jeder Mensch für sich anders. Was für eine Person Glück bedeuten würde, hat ein anderer Mensch vielleicht und der ist damit mitunter unglücklich. Ich finde viel interessanter, was einen unglücklich machen kann, wenn man meint, glücklich zu sein oder alles zu haben. Und da fallen mir Gesundheit und Freiheit ein.

    anywhere

    Schlaues Zitat von einem der "drei großen Philosophen", welches ich zuvor nicht kannte. Sehr bodenständig. :)^


    Die Schwierigkeit (und der "Schlüssel") liegt wohl hierin:

    Zitat

    der Dinge bewusst machen, die wir für selbstverständlich halten

    ...

    Zitat

    Wir haben es nur vergessen

    Tja, sieht so aus. :-/

    Randnotiz:

    Sokrates und Aristoteles auf einer Seite im med1-Forum - was ein Zufall. ;-)

    Sascha

    Zitat

    Glück ist für mich, wenn man zufrieden ist. Und das definiert jeder Mensch für sich anders.

    Ist das so?

    Zitat

    Was für eine Person Glück bedeuten würde, hat ein anderer Mensch vielleicht und der ist damit mitunter unglücklich.

    Ein Beispiel?

    Zitat

    Ich finde viel interessanter, was einen unglücklich machen kann, wenn man meint, glücklich zu sein oder alles zu haben. Und da fallen mir Gesundheit und Freiheit ein.

    Glück und Unglück liegen oft nah bei einander, denke ich. Sind vielleicht Gesundheit und Freiheit Teil des allgemeinen/universalen Glücks?

    Glück ist individuell, man kann es nicht verallgemeinern. Die reale Situation eines Menschen steht oftmals in keiner Relation zu seinem mentalen Zustand. Damit meine ich, dass der eine Mensch bei Situation X glücklich ist, doch der andere nicht. Eben weil es zwei Individuen sind, die sich durch ihre Lebensgeschichte unterscheiden. Daher kann man eventuell sagen, was allgemein einen Neugeborenen glücklich macht, doch dies funktioniert sicherlich nicht bei einem älteren Menschen mit mehr Individualität.

    Wie war das mit dem Glück und dem Schmid?? :-x


    Es sind nicht Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge. D.h. wir können uns alleine dadurch schlechte Gefühle machen, dass wir etwas negativ sehen. Wir können uns stärkende, positive, selbstbewusste, liebevolle und zuversichtliche Gedanken und Gefühle zu machen, und wir haben die Fähigkeit, uns negative, ängstliche und ärgerliche Gedanken und Gefühle zu machen.


    Machst du dir schlechte Gedanken, dann fühlst du dich schlecht. Machst du dir ängstliche Gedanken, dann hast du Angst. Machst du dir ärgerliche Gedanken, dann bist du verärgert.Unsere Gedanken entscheiden darüber, ob unser Leben befriedigend oder unbefriedigend, spannend oder langweilig, erfüllt oder unerfüllt ist.Aleinun sere Gedanken sind die Baumeister unseres Schicksals. Auf diesem einfachen Gesetz beruhen die Strategien des Glücks.


    Und aus diesem Grund denke ich kann es auch kein "universelles" Glück geben...das wäre ja auch voll langweilig ;-D

    aber wenn es mit den Gedanken so einfach wäre, dann wären wir doch bestimmt alle die glücklichsten Menschen.


    Ich versuche oft positiv zu denken...prompt kommt ein negativer Gedanke und ich bekomme den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Wie machst Du das???


    Ja was ist Glücklischsein...gute Frage. Das ist eine Sichtweise die jeder nur für sich selber beantworten kann. Man wird, denke ich, viel zu viel von der Gesellschaft beeinflusst. Das kann ich nur von mir sagen.

    Einfach ist das sicher nicht, und daß wir uns viel zu viel von aussen beeinflussen lassen ist auch klar. Ich denke man muss im Kleinen anfangen und sich dann hocharbeiten*s*


    Ich bin ganz sicher nicht dauerglücklich, aber seit mein Mann seit seinem Motorradunfall vor viereinhalb Jahren im Wachkoma liegt hat sich für mich vieles relativiert- und ich freu mich über Kleinigkeiten die ich früher nicht mal beachtet habe. Und ich habe gemerkt was für ein Glück ich doch vor dem Unfall hatte- ein ganz normales Familienleben zu haben das es jetzt für uns nicht mehr gibt.


    LG,


    any

    Kleio

    Zitat

    Was meinst Du mit "allgemeinen"universalen Glück"?

    Damit meinte ich, dass man die Direktive/Maxime aufstellen könnte, dass Gesundheit und Freiheit für "dich und mich" (und jeden anderen) Glück bedeuten?


    Und diese Teile zwar nicht erschöpfend das Glück ausmachen, aber einen allgemeinen Konsens haben, dass es für jeden (allgemein/universal) zum Glück dazu gehört.


    (Und das Ganze kontra dem Argument, dass Glück "für jeden anders sei".)

    anywhere, das tut mir leid mit Deinem Mann.


    Man sollte die kleinen Dinge im Leben genießen jeden Tag so nehmen wie er ist. Und am Abend die positiven Dinge aus dem Tag revue passieren lassen und daraus Kraft schöpfen.


    Dir wünsch ich alles Gute und auch für Deinen Mann:)*:)*:)*

    @ Lara79

    ich danke Dir...


    Ich wollte damit auch nur sagen dass uns ja gar nichts anderes bleibt als zu versuchen das positive zu sehen. Dass das nicht immer geht ist glaub jedem klar. Man darf nur nicht aufgeben und grübeln warum und weshalb- wie du schreibst, die positiven Dinge müssen die wichtigeren werden in unserm Leben, das ist dann jedesmal ein kleines Stück vom Glück.

    natürlich muss man positiv denken. Sonst kann man gleich aufgeben...!!!


    Aber im Alltag finde ich es immer schwer positiv zu denken und da die Kraft raus zu schöpfen.


    Ich seh oft eher das Glas halb leer und nicht halb voll...und das ist auch ein Lernprozess...!!!

    drug

    Zitat

    Glück ist individuell, man kann es nicht verallgemeinern.

    Beispiele?

    Zitat

    Daher kann man eventuell sagen, was allgemein einen Neugeborenen glücklich macht, doch dies funktioniert sicherlich nicht bei einem älteren Menschen mit mehr Individualität.

    Beispiele?

    @ Tsunami

    Du schließt mit deinen Argumenten also aus, dass ein kranker Mensch glücklich sein kann? Ich denke, dass Gesundheit und Freiheit sicherlich Aspekte sind, die sich positiv auf den mentalen Zustand auswirken. Jedoch ist Glück doch ein in seiner Gesamtheit positiver Mentalzustand, und nicht die Positivität eines seiner TEILASPEKTE. So jedenfalls meine Meinung. Daher hängt vom Glück weitaus mehr ab als zwei Aspekte. Es hängen davon nämlich die Zustände aller Teilaspekte, die auf die Mentalität einwirken, sowie gewisse Dinge, die mit ihnen asoziiert werden (also gewissermaßen diejenigen Faktoren, die auf die Wichtigkeit eines Aspekts für den Gesamtzustand positiv oder negativ wirken und die sich durch die Gesamtpersönlichkeit und damit durch die Gesamtheit der Lebenserfahrungen entwickelt haben).

    Beispiele:


    Es gibt zwei Menschen mit völlig unterschiedlicher Lebensgeschichte und damit völlig unterschiedlicher Persönlichkeit. Der eine ist beispielsweise lange Zeit krank gewesen und legt nun große Wichtigkeit auf Gesundheit, diese macht ihn also glücklich, oder, um es etwas genauer auszudrücken, er multipliziert den Aspekt "Gesundheit" mit einem sehr großen Faktor, der durch seine Lebensgeschichte - die Krankheit - bedingt ist. Der andere Mensch hatte bisher keine Probleme mit seiner Gesundheit, er jedoch hat früh seine Eltern verloren, daher ist nun seine neue Familie - die Frau und die Kinder - für ihn von größter Wichtigkeit, er multipliziert den Aspekt "Familie" mit einem großen Faktor und dafür "Gesundheit" nicht so sehr.


    Zwei Neugeborene hingegen unterscheiden sich viel weniger in ihrer Persönlichkeit, da sie über kaum Lebenserfahrung verfügen. Daher wirkt sich für sie weniger der durch Lebenserfahrung geschaffene "Multiplikationsfaktor" der Teilaspekte auf ihr Glück aus, sondern vielmehr das grundlegende, triebgesteuerte Belohnungssystem des Menschen, sozusagen der vererbte Teil der Persönlichkeit.


    Ich hoffe meine Logik ist verständlich.

    @ Tsunami

    Natürlich ist Glück individuell. Du kannst doch keiner anderen Person sagen, was für sie Glück zu sein hat. Und was ich mit Gesundheit und Freiheit meinte, man kann sich als glücklich betrachten und dann auf Familie, Frau, Kinder, guten Job, Geld, Haus und von mir aus tolles Auto in dem Zusammenhang hinweisen, aber wer dann schwer und vielleicht unheilbar krank wird, dem wird schnell klar, Gesundheit ist mit das größte Glück. Ebenso die Freiheit.