Zitat

    Booa, dann könnte ich ende des Monats, wenn ich keine Kohle mehr habe, zur Essensausgabe rennen. Dann hätte ich nie gelernt wie man eine Waschmaschine bedient. Wie man Soucen dicker macht, wo die Sachen im Supermarkt liegen, die in 2 Tagen ablaufen und deshalb um einiges billiger sind.

    ;-D


    Das ist eine schöne Liebeserklärung. Sag ihr das mal.

    Zenjor

    Hatte vergangene Woche ein Bildungsurlaubsseminar nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz besucht. Heißt in diesem Fall, dass sich 24 Personen aus den verschiedensten Bereichen des Lebens zusammengefunden haben, um sich eine Woche lang intensiv mit den "Weltreligionen in Berlin" auseinanderzusetzen.


    Interesse vorausgesetzt, kann ich diese Seminare wärmstens empfehlen, weil man hautnah unglaublich viel über einzelne Menschen, Gesellschaft, Politik, Geschichte, das jeweilige Thema und das Leben selbst lernen / erfahren kann.

    Gleichfalls lernt man ziemlich viel über mehr oder weniger stark abgeschottete Lebensräume / Quartiere – zwar alles in der selben großen Stadt, doch jeweils eine ganz eigene Welt. Beispielsweise ist ein hinduistischer Tempel gerade mal zwei Kilometer von mir entfernt, "versteckt" im Keller eines Berliner Altbaus, an dem ich unzählige Male mit Bus oder Fahrrad vorbeigefahren bin. Dort finden zu vorgegebenen Zeiten und 6 mal am Tag Pujas statt, zu denen jeder herzlich eingeladen ist. Bis zur letzten Woche wusste ich das nicht. Ziemliche Bildungslücke. ;-)

    Auch die alevitische Gemeinde und deren Moschee ist nicht besonders weit entfernt von mir, und die waren wirklich interessant und sympathisch. Einige würden es als "stillen Ableger des Islam" bezeichnen. Kopftuch brauchste nicht, Männer und Frauen sind gleichgestellt, überhaupt sind alle Menschen, egal welcher Herkunft, gleichgestellt. Der Ramadan wurde um ein paar Tage gekürzt und auf die klimatisch verträglichste Zeit des Jahres verlegt. Man muss bedenken, dass man beim Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts isst und nichts trinkt. Wenn die Sonne knallt, kann das richtig hart werden.


    Das Alevitentum ist gerade mal 30 Jahre alt, gegründet von einem Dichter, der echt ein paar schöne Sprüche drauf hat. Beispielsweise und in etwa: "Meine Kaba ist der Mensch."

    Auch schön: