Call of Duty

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    genau und was ist heutzutage das Problem. Die WERBUNG, denn diese suggeriert einem immer mehr und mehr die Perfektion (Z.B. Mit den ganzen Kosmetikprodukten sieht man doch makellos aus, obwohl man sich doch nur selbst betrügt, wenn man sich unter einer Schicht an Chemikalien verbirgt, die der Haut im Endeffekt noch mehr Schaden zufügen, als die Werbung einem das makellose Gesicht verspricht).

    Die Werbung ist meines Erachtens kein Bösewicht, sondern genauso natürlich wie die Schwerkraft oder der Sand am Meer. Ob eine Werbung natürlich das hält, was sie verspricht, und das sehe ich genauso wie du, ist eine andere Frage. Im Grunde kann sie das gar nicht, doch darum geht es auch nicht.


    Es geht darum, dass verkauft wird, der Rubel rollt, die Umsätze des Unternehmens florieren und die Renditeansprüche des Eigentümers bzw. der Anteilseigner erfüllt werden. Gerade im Bereich der Privatwirtschaft sind im Grunde alle Mittel recht, solange man sich nicht offiziell strafbar macht. Allerdings ist es auch so, dass bei meist größeren Unternehmen die Kosten für verlorene Gerichtsprozesse bereits in den Produktpreis einkalkuliert bzw. dadurch abgedeckt sind. Stichwort: Gewinnmargenbestimmung eines Produkts bzw. einer Dienstleistung.


    Auf der Kundenseite wiederum sieht es so aus, dass der Mensch verschiedene Bedürfnisse und Wünsche hat. Die Bedürfnisse und Wünsche einzelner Verwirrter sind dabei uninteressant, denn die Masse macht's – also umsatztechnisch gesehen. Natürlich gibt es auch den "Liebhabermarkt" – also den Markt, wo knappe Güter wie Villen und Diamanten zu verstandesmäßig nicht mehr erfassbaren Summen gekauft und verkauft werden. Jedoch ist der Massenmarkt in gewisser Weise solider bzw. stabiler, weil Massen viel besser zu psychologisieren sind, als Individuen.


    Marketing, wenn man sich genau Werbeslogans, Plakate, etc. anschaut, fußt immer auf dem Angebot, das Leben zu bereichern bzw. der Erfüllung der Bedürfnisse und Wünsche näherzukommen. Kontextweise bzw. assoziativ wird oft mit den Begriffen Göttlichkeit, Sex oder Freiheit gearbeitet. Wenn man sich Werbung genau anschaut, dann werden durch die vorgenannten drei Begriffe etwa 70-90 % aller Werbung abgedeckt – psychologisch und kaufmännisch sehr sinnvoll. Es funktioniert – für den Umsatz und den Kunden. Wenn es nicht so wäre, dann wäre die Werbung anders.


    Um es kurz zu machen: Es wird immer nur das verkauft und für das geworben, was die Masse bzw. der Kunde nachfragt und letzten Endes auch kauft.


    Die Logik ist eine simple: Was der Kunde nicht nachfragt bzw. kauft, kann auch nicht verkauft werden.

    Kleiner Nachtrag:

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    Die Logik ist eine simple: Was der Kunde nicht nachfragt bzw. kauft, kann auch nicht verkauft werden.

    In Grunde liegt im Vorgenannten für den Einzelnen und alle die "Macht des Konsumenten". Man kann bestimmen, zumindest für sich selbst, was gekauft und verkauft wird. Tatsächlich liegt in jedem Kauf oder Verkauf das Votum dafür, was man befürwortet oder auch nicht.


    Und so ist es im ganzen Leben. Man bestimmt das Geschäft, man bestimmt darüber, was man nimmt und gibt – seien es Gefühle, Gedanken oder Handlungen.


    Ein insgesamt überaus mächtiger Fuhrpark, in welchem jeder Mensch der Fahrer ist.

    Es tut mir Leid, ich kann heute nicht mehr meine Antwort liefern, hatte noch so viele andere Dinge zu tun, und bin schlichtweg nicht mehr dazu gekommen.


    p.s. mir vor gut zwei Wochen ein Tropfen Fruchtsaft beim Laptop genau auf die "linke Maustaste" gefallen, als ich das Glas zu schnell vom Mund weggezogen hatte und mit der Zeit blieb die Taste unten. Da hab ich das Ding ausgestellt und einfach Wasser hinein geschüttet und dann gleich mit einem Küchenpapier wieder aufgesaugt, trocknen lassen und nun funktioniert es wieder, muss aber vielleicht sicherheitshalber noch einmal "reinigen" damit auch der letzte Rest verschwindet ;-)


    Nun denn, bis morgen *:) *:)

    Call of Duty

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    Es tut mir Leid, ich kann heute nicht mehr meine Antwort liefern, hatte noch so viele andere Dinge zu tun, und bin schlichtweg nicht mehr dazu gekommen.

    Easy going. Niemand ist irgendjemandem irgendwelche Rechenschaft schuldig – so zumindest meine Sicht. Auch dieser Faden stand aus meiner Sicht niemals unter diesem Licht. Was geht, geht, was nicht geht, geht nicht. As simple as that. :-)

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    Laut dem Chaos-Prinzip gibt es auch im Chaos eine gewisse Ordnung und Gesetzmässigkeit ;-D


    *:) *:)

    Aus meiner Sicht, nach meinem Empfinden und Erkenntnis, unterliegt alles und jedes unerschütterlichen Prinzipien. Der Clou ist, dass sie permanent wirken, auch dann, wenn wir nicht die geringste Ahnung davon haben.

    Ich bin mir nach wie vor sicher, dass jeder Mensch in seinem Leben erreichen kann, was er wirklich möchte. Sei es ein bestimmter Beruf, eine bestimmte Geisteshaltung oder bestimmte Handlungen. Und selbst wenn ein Mensch dieses niemals erreicht, dann haben doch seine Einstellung und Handlungsweisen gezählt, weil nichts ohne Effekt bleibt.

    @ No_Name_

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    schon mal zum Berserker mutieren

    Hier liegt meine Reizschwelle ziemlich tief, denn ich kann es überhaupt niemals billigen, wenn jemand erniedrigt wird, da ich ja auch selbst Erfahrung habe mit Mobbing und selbst eine ziemlich sensible Person bin. Ich bin zwar nicht gläubig, aber es gibt in der Bibel viele gute "Tipps" fürs Leben. Einer davon:


    "Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu". Klingt simpel, ist es auch und einfach anzuwenden.


    Mit meiner Yin und Yang Theorie habe ich das selbstverständlich nicht Wort wörtlich gemeint, sondern vielmehr sinngemäss, denn es gibt auch vielen externen Faktoren wie die Umgebung (Menschen) und Umwelt, die unser Handeln, unsere Gedanken und Stimmungen beeinflussen können. In Bezug auf die äusserlichen Einflüsse verweise ich hier auf die Begriffe der Genetik: Genotyp und Phänotyp. Als mögliche Beispiele externer Faktoren, die unsere Gefühle beeinflussen können, möchte ich die Katastrophe in Fukushima oder die aktuellen Streitigkeiten in Mali oder Syrien erwähnen.

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    Wenn ich differenziere, dann differenziere ich danach, ob etwas "gesund/ungesund", "dumm/intelligent" oder "gerecht/ungerecht" ist

    Hier wird es aus meiner Sicht auch wieder schwierig, denn jeder hat ein eigenes Weltbild und eigene Wertvorstellungen, wie die Welt richtig zu funktionieren hat, was gerecht und ungerecht, was richtig und falsch ist, denn was ist richtig und falsch, positiv und negativ? Eigentlich ist alles, was zunächst auf uns einprasselt an Eindrücken und Informationen neutral, sei es ein Gewitter, ein Erdbeben oder wenn die Sonne scheint. Erst in unserem Gehirn wird dank dem limbischen System, das die Informationen analysiert und evtl. mit Früherem vergleicht, den einkommenden Reizen eine Wertung zugeschrieben. Zum Beispiel ist doch ein Vulkanausbruch ein sehr schönes Naturschauspiel und in dem Sinne positiv für mich. Wenn nun aber Menschen dabei gefährdet werden ist er plötzlich für viele nicht mehr so interessant, oder doch für Schaulustige, die sich am Unglück anderer nähren.


    Des Weiteren dumm und intelligent zu klassifizieren ist auch heikel, denn es gibt ja verschiedene Intelligenzarten. Ich kenne eine Frau, die nun wirklich nicht viel Wissen hat, dennoch über eine ausgeprägte soziale Intelligenz verfügt und in dem Sinne nicht dumm ist.

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    der wird eventuell und meines Erachtens auch nachvollziehbarer Weise sein Glück in jeglichem, auch ungesundem Vergnügen suchen und finden, welches er erlangen kann.

    Hier bewegen wir uns, meiner Meinung nach auf der Ebene eines Individuums, denn es gibt jene, die ihr Schicksal eines "verfrühten" Endes oder sagen wir mal, die ihren Deadline kennen, akzeptieren können und das Beste aus der gegebenen Situation machen oder die anderen, die resignieren, in Depressionen versinken und womöglich sich das Leben noch vorher nehmen. Klar gibt es noch viele dazwischen, aber ich möchte hier klare Grenzen ziehen. Was ich aber meine ist, dass es auf jeden selbst ankommt, wie er/sie mit seinem Schicksal umgeht. Es kann ja sein, dass jemand todkrank ist, unbedingt glücklich seine restlichen Erdtage verbringen möchte, seine Psyche ihm da aber einen Strich durch die Rechnung macht.

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    "externe Faktoren", welche übermächtig sind oder einem zumindest so erscheinen, nicht zu unterschätzen sind.

    Wie definierst du diese übermächtigen, externen Faktoren, damit ich mir genauer vorstellen kann, was du damit meinst?

    Ich habe mich noch nicht sehr oft mit diesem durchaus sehr interessanten Aspekt des Lebens auseinandergesetzt und versuche diese zu beantworten. Die folgenden Erklärungen sind dementsprechend meine Meinung und jeder kann sich selbstverständlich kritisch dazu äussern.


    Also zunächst ist hier für mich eine Begriffserklärung von Belang. Für mich gilt man als frei, wenn man so Denken, Fühlen und Handeln kann, wie man selbst möchte und dabei nicht eingeschränkt wird. Ich gehe dabei auch von einem "gesunden" Menschen aus, der selbst in der Lage ist, sein Handeln selbst beurteilen und eventuelle Konsequenzen, so gut es geht, abschätzen zu können. Es gibt viele pflegebedürftige Menschen in unserer Gesellschaft, wie jene, die beispielsweise mit einem Down Syndrom auf die Welt kommen und nur partiell eigen Entscheidungen treffen können.


    Des Weiteren sind die demografischen Voraussetzungen wichtig. Ich vertrete die Meinung, dass Menschen, die systematisch unterdrückt werden wie in China oder Nordkorea, sicherlich nicht dieselbe "Freiheit" und Privilegien wie wir in der westlichen Gesellschaft geniessen können


    Nun, also ich denke in grossen Teilen Europas können wir unser Leben ab einem bestimmten Alter selbst in die Hand nehmen und darüber weitgehend bestimmen.


    Ich denke die erste Frage nach dem warum kann man nicht pauschal beantworten. Ich zum Beispiel möchte glücklich sein, damit ich ein erfülltes Leben führen kann und die schönen Momente auch bewusst geniessen kann, denn in einer Depression kann man das beispielsweise nicht.


    Die zweite Frage beantworte ich mal so, dass jeder im Prinzip für sich selbst herausfinden muss, was ihn glücklich macht und insofern kann man dann Einfluss darauf haben. Zum Beispiel erfüllt mich eine schöne Bergwanderung in der Natur mit glücklichen Gefühlen, oder eine gesunde Lebenseinstellung, andere wiederum macht Geld glücklich und wieder andere lösen künstlich Glücksgefühle aus mit Hilfe von Drogen, was natürlich eines Tages den bitteren Beigeschmack eines Entzuges oder schlicht den Tod mit sich führt.


    Die dritte Frage hab ich gewissermassen im ersten Abschnitt beantwortet.


    An welchen Punkten bin ich unfrei. Nun, bis wir 18 sind, unterstehen wir der Vormundschaft der Eltern, somit zu einem Grossteil im Handeln eingeschränkt und ab da wird es interessanter, denn man wird offiziell volljährig (Yippie, Steuererklärungen ausfüllen;-)).


    In der Gesellschaft gibt es viele gesellschaftliche Konventionen, die sich über Generationen manifestiert haben. Dazu gehört für mich die Sitte, also die Gesamtheit der moralischen Werte und Regeln (aus: Wikipedia). Respekt, Höflichkeit, Freundlichkeit, Anstand oder andere Verhaltensregeln ordne ich diesen Regeln als mögliche Exempel zu.


    Natürlich gibt es da noch die gesellschaftlichen Richtlinien und Gesetze, denen wir zwangsläufig untergeordnet sind, ob wir wollen oder nicht, und welche ein friedliches Zusammenleben beabsichtigen ohne anarchistische Zustände. Will meinen, man kann nicht einfach auf die Strasse gehen, um zu demolieren, nur weil einem der Sinn danach steht. In der Schweiz besteht, als Beispiel zur Unfreiheit, die Pflicht zu einer Krankenversicherung, wo man wieder nicht frei entscheiden kann, ob man diese weglässt (wie ist das in Deutschland geregelt, ähnlich oder?). Des Weiteren muss man auch arbeiten, um sein Leben finanzieren zu können, denn in der heutigen westlichen Gesellschaft existieren keine Formen des Tauschhandels Ware gegen Ware mehr, sondern vielmehr Geld gegen Ware.


    Zusammenfassend glaube ich, dass wir im Sinne der Gesellschaft nicht ganz so frei sind. Auch Familie und Schulklassen sind gemeinschaftliche Formen, wo Regeln für das Zusammenleben festgelegt werden können. Ganz anders sieht es für mich aus, wenn man die Perspektive auf die Stufe des Individuum beschränkt, denn was für mich eindeutig ist, wir können über unser Leben und seinen Verlauf frei entscheiden, in beruflicher wie auch privater Hinsicht, wenn wir mal alle "externen Faktoren" weglassen.


    Wenn man komplett frei sein möchte, meiner Meinung nach, sollte man kann sich auch den gesellschaftlichen Normen total entziehen, indem man aus der Gesellschaft ausbricht und par exemple identitätslos in die Natur flüchtet, dabei alles hinter sich lässt und als Einsiedler lebt von nichts weniger, als was die Natur hergibt.


    Ich denke, hier mach ich mal einen Schlussstrich, denn man kann noch etliche weitere Aspekte aufzählen, aber dies sind meine ersten Grundgedanken zu deinen Fragestellungen.

    ... und weiter gehts

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    Es geht darum, dass verkauft wird, der Rubel rollt, die Umsätze des Unternehmens florieren und die Renditeansprüche des Eigentümers bzw. der Anteilseigner erfüllt werden.

    Natürlich und da liegt auch ein Problem für mich. Unsere Gesellschaft hat sich zu einem kapitalistischen System entwickelt mit dem ganzen Zinssystem, wohlgemerkt, das bequem dafür sorgt, dass die untersten Schichten die Oberen mit Geld versorgen und selbst verzichten müssen. Des Weiteren wird aufgrund der Geldgier immer mehr die Umwelt und die Arbeitsbedingungen der Angestellten vernachlässigt, um noch ein paar Milliönchen mehr an Umsatz zu generieren. Paradebeispiel China: wir wollen auch Wirtschaftsaufschwung, also bleibt uns fern mit euren Ökostempeln. Folge: Umweltverschmutzung, Smog. Weiteres Exempel: Ein Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch, die Kleider u.a. für C&A herstellt. 109 Tote. Dies nur, weil die riesigen Konzerne uns die Rammschware billig verkaufen möchte und darum auf die Sicherheitsbedingungen in den armen Ländern pfeift und auch die Arbeiter zu unwürdigen Löhnen für sich arbeiten lässt.Das ist ausserdem moderne "Sklavenhaltung", ganz abgesehen von dem, was wir in Afrika derzeit praktizieren, so mein statement. Sry, aber da hört bei mir der Spass auf mit dem Geld.

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    Göttlichkeit, Sex oder Freiheit

    Mir fehlt hier die Angst und Unsicherheit. Wie erklärst du die Produkte, die Haarausfall verhindern sollten (dass ich nicht lache), Botulinumtoxin (Botox), was die Nerven lähmt und man keine Falten bekommt. Huch, man wird älter und sieht nicht mehr ansehnlich aus für die Gesellschaft. Hmm, lecker, dieses Gift in unseren Organismus zu pumpen... Die ganzen Diät Produkte, die im Endeffekt einen noch dicker machen oder zumindest für den Jo-jo Effekt sorgen. Sportgeräte, die einem den hammermässigen Body versprechen. Als letztes alle Schönheitsprodukte: Ihr seid alle hässlich, schämt euch dafür oder kauft dies und das, dann geht es euch gleich besser, von heute auf morgen, pssst...Schönheit kommt von innen ;-)…(ist jetzt ein bisschen krass formuliert, aber du verstehst, was ich meine). Gehört für dich dies in die Abteilung Göttlichkeit (kleine unabhängige Frage nebenbei: glaubst du an Gott??)


    So, nun denke ich, reicht dies einmal fürs erste und wünsche a nice weekend @all :)z :)z *:) *:)