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    Meinst du hier generell den Sinn des Lebens oder die Menschheit als Ganzes??

    Ich meine, wenn man sich fragt fuer was die Menschen leben, kann "um weitere Menschen zu erzeugen" keine zufriedenstellende Antwort sein, weil es dann ja unendlich so weitergeht, wenn man fragt, "und die neuen, von den vorherigen Menschen gezeugten/geborenen Menschen, wofuer sind die da?"


    Wenn niemand fuer sich selber da ist (oder aus noch ganz anderen Gruenden), hat unter dem Strich keiner was davon.

    @ Lewian

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    "und die neuen, von den vorherigen Menschen gezeugten/geborenen Menschen, wofuer sind die da?"

    Hier könnte man auch gleich das ganze Universum in Frage stellen, wofür das da ist. Es ist nun mal eine Tatsache, dass wir existieren. Meine Antwort lautet, um die "Art Mensch" aufrecht zu erhalten, denn wozu legen zum Beispiel die Krebse auf der Weihnachstinsel eine riesige Strecke über die Insel an den Strand zurück, um danach dieselbe Strecke retour zu krabbeln und setzen ihr Leben dabei aufs Spiel?? Ganz einfach, für die Fortpflanzung. Wir Menschen sind, meiner Meinung nach, nicht anders gestrickt, nur können wir darüber nachdenken, ob wir unser Erbgut weiter vererben möchten oder nicht und Tiere machen das instinktiv und denken weniger.

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    Warum? Was wenn man das nicht tut?

    Stelle diese Frage einmal jemanden, der in einer Depression ist. Ich denke, viele Menschen mit dieser Krankheit stellen sich täglich die Frage nach dem Sinn des Lebens und glaube mir, ich spreche hier aus Erfahrung. Es geschieht nichts, wenn man das nicht tut, aber ich zumindest finde dadurch einen Halt für mein Leben, wenn ich weiss, was mein Leben für einen Sinn hat. Andere haben Gott oder weiss ich was, das ihnen die Frage nach dem Sinn beantwortet. Da ich nicht gläubig bin, muss ich mir anderswo weiterhelfen. Ob die Frage für dich nicht wichtig ist, ist dein Bier. Jeder entscheidet selbst, was im Leben zählt.

    Call of duty

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    Ob die Frage für dich nicht wichtig ist, ist dein Bier. Jeder entscheidet selbst, was im Leben zählt.

    OK. Vorher hattest du es ausdruecklich verallgemeinernd formuliert ("jeder muss"); ich hielt mich da schon fuer einen Teil von "jeder". 8-)

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    wozu legen zum Beispiel die Krebse auf der Weihnachstinsel eine riesige Strecke über die Insel an den Strand zurück, um danach dieselbe Strecke retour zu krabbeln und setzen ihr Leben dabei aufs Spiel?? Ganz einfach, für die Fortpflanzung.

    Das finde ich eben nicht "einfach". Wir wissen, sie tun es, und sie pflanzen sich fort. Das kann man beobachten. Zu behaupten, sie taeten es um sich fortzupflanzen, beinhaltet jede Menge freie Interpretation. Vielleicht tun sie das auch, weil sie Sex so geil finden? Oder weil sie einfach fuehlen, sie muessten das tun (und man keine weiteren Gruende da hereinphantasieren will als sie selber finden koennten)? Die Fortpflanzung als Erklaerung zu nehmen statt bloss als Vorgang, ist eine menschliche Konstruktion.

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    OK. Vorher hattest du es ausdruecklich verallgemeinernd formuliert ("jeder muss"); ich hielt mich da schon fuer einen Teil von "jeder"

    Die Macht der Worte ;-) Ich muss in Zukunft noch ein wenig mehr auf die Wortwahl achten, damit ich hier niemand unnötigerweise auf die Füsse trete, in dem Sinne: sry :)z

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    Das finde ich eben nicht "einfach". Wir wissen, sie tun es, und sie pflanzen sich fort. Das kann man beobachten. Zu behaupten, sie taeten es um sich fortzupflanzen, beinhaltet jede Menge freie Interpretation. Vielleicht tun sie das auch, weil sie Sex so geil finden? Oder weil sie einfach fuehlen, sie muessten das tun (und man keine weiteren Gruende da hereinphantasieren will als sie selber finden koennten)? Die Fortpflanzung als Erklaerung zu nehmen statt bloss als Vorgang, ist eine menschliche Konstruktion.

    Da hast du vollkommen Recht. Hier möchte ich folgende Begriffe erwähnen (musste natürlich kurz Spicken ;-) ).


    "Anthropomorphismus" was Vermenschlichung des Tieres bedeutet, in dem menschliche Gestalt und Verhaltensweisen auf die Tiere übertragen werden.


    "Naturalistischer Fehlschluss", wo das Verhalten der Tiere für die Moral der Menschen verwendet wird. Dies nennt man glaube ich auch Sein-Sollen Fehlschluss (Hume'sches Prinzip), wo aufgrund der Realität wünschbare Zustände erörtert werden. Man kann aber laut dem Prinzip nicht von Sein auf das Sollen schliessen.


    Vielen Dank für deine konstruktive Kritik.


    *:) *:)

    *lol* – was ein Müll

    Heute wurden in meinem Bezirk Berlin-Kreuzberg Flyer bzgl. einer kostenlosen Sperrmüllabholung am morgigen Tage verteilt. Der Clou an der Sache ist, dass Sperrmülabholungen in Berlin, wie ich aus sehr sicherer Quelle weiß, nach wie vor nur nach Auftragserteilung und gegen eine Mindestpauschale von 50 EUR erfolgen. ;-D


    Hier der Flyer dazu.


    Man merkt deutlich, dass es Leute gibt, die sehr viel Zeit haben.


    Wäre schon ein kurioses Bild, wenn morgen tatsächlich die Straßen hier voller Sperrmüll wären.

    Call of Duty

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    Die Macht der Worte ;-)

    Kleiner linguistischer Tipp von mir, den die meisten Menschen allerdings nur mit Verwirrung zur Kenntnis nehmen werden.

    Zitat

    Manchmal sind es Worte, manchmal Wörter.

    Du meintest meines Erachtens nicht Worte, sondern Wörter.


    Insofern:

    Zitat

    Die Macht der Wörter.

    @ No_Name_

    Niemand ist vollkommen und ich bin immer gerne bereit, aus Fehlern zu lernen ;-) Ich verstehe insofern was du meinst, als es diesmal um ein Wort ging und nicht um ein Satzfragment oder mehrere Wörter in dem Sinne. Sind hier meine Überlegungen folgerichtig, deines Erachtens??


    Hmm... Bist du Schriftsteller oder hast du Sprachen studiert, dass dir das so schnell auffällt, respect dafür :)^ :)= ??

    Wie soll ich das nun sagen? Vieles ist Zufall, entzieht sich einer "vernünftigen Wertung". Habe nicht studiert, aber erfolgreich abgebrochen. Bin weder der Schlaueste, noch der Dümmste. Beschäftige mich einfach gerne mit den Dingen, den Menschen und der Welt – wie sie wirklich sind.


    Meine Eigenart (wissenschaftlich: visuelles Denken und eine gut ausgeprägte Alphawellen-Aktivität) ist, dass ich Dinge eher selten im Detail sehe, sondern meist im Gesamten. Klingt komisch, aber ist so.


    Mein Denken funktioniert tatsächlich so, dass ich ein gigantisches, multidimensionales Bild sehe, welches sich mit anderen gigantischen, multidimensionalen Bildern überlagert – im Bruchteil einer Sekunde.


    Dieses Bild in Worte (nein: Wörter) zu fassen, würde der Unendlichkeit bedürfen. Und in diesem Bild bin ich ein kleiner, verschwommener Bildpunkt. Andere wiederum würden es einen Menschen, ein Leben oder so nennen.

    Das soll nicht überheblich klingen, aber meine Lebensumstände, meine Reflektion und meine Entscheidungen haben mich dazu geführt, dass ich beruhigt und guten Gewissens sagen kann:

    Zitat

    Ich bin angekommen.

    Manchmal frage ich mich, wo denn alle anderen eigentlich hinwollen?


    Soweit ich es mich selbst betrifft und wie ich es schon ein paar Mal in diesem Faden schrieb:


    Der Rest meines Lebens ist Bonus-Zeit. :)z


    Jedoch: Ich bin mir sicher, dass wir immer ein paar Dinge zu besprechen, zu diskutieren, zu entscheiden und zu leben haben. :)z