drug

    Zitat

    Du schließt mit deinen Argumenten also aus, dass ein kranker Mensch glücklich sein kann?

    Nein, das liegt mir fern. Genausowenig schließe ich aus, dass ein gesunder Mensch unglücklich sein kann.

    Zitat

    Ich denke, dass Gesundheit und Freiheit sicherlich Aspekte sind, die sich positiv auf den mentalen Zustand auswirken.

    Ja, das sehe ich genauso. Zumindest sind das Grundpfeiler für einen Menschen, um glücklich zu sein. Das Gegenteil würde ich einem glücklichen Menschen nicht unbedingt wünschen, ob er nun glücklich ist oder danach strebt.


    Gesundheit an für sich hat keine negativen Aspekte, deshalb kann man meines Erachtens schon sagen, dass Gesundheit besser ist als Krankheit - und somit das Bestreben nach Gesundheit und die Gesundheit selbst als positiv gewertet werden können - für jeden Menschen. Gesundheit ist immer etwas Positives.


    Ich kenne das auch aus einigen Sprichwörtern, die sinngemäß etwa so lauten: "Gesundheit ist das Wichtigste".


    Ich kann keinen Widerspruch dazu finden.

    Zitat

    Jedoch ist Glück doch ein in seiner Gesamtheit positiver Mentalzustand, und nicht die Positivität eines seiner TEILASPEKTE.

    In diesem Punkt stimme ich dir nur teilweise zu. Ich denke, dass Glück sicherlich aus vielen Elementen besteht, doch ist auch der mentale Zustand nur eines dieser Teile.


    Der eigene mentale Zustand ist ja nicht das Maß aller Dinge oder des Glücks. Zu berücksichtigen wären zum einen Drogen, welche den Mentalzustand oder die Wahrnehmung darüber stark verzerren, und die Mentalzustände der Mitmenschen (z.B. Familie). Ich denke schon, dass der eigene Mentalzustand alleine nicht zwingend etwas über das Glück(lichsein) aussagt.

    Zitat

    Beispiele:


    Es gibt zwei Menschen mit völlig unterschiedlicher Lebensgeschichte und damit völlig unterschiedlicher Persönlichkeit. Der eine ist beispielsweise lange Zeit krank gewesen und legt nun große Wichtigkeit auf Gesundheit, diese macht ihn also glücklich, oder, um es etwas genauer auszudrücken, er multipliziert den Aspekt "Gesundheit" mit einem sehr großen Faktor, der durch seine Lebensgeschichte - die Krankheit - bedingt ist. Der andere Mensch hatte bisher keine Probleme mit seiner Gesundheit, er jedoch hat früh seine Eltern verloren, daher ist nun seine neue Familie - die Frau und die Kinder - für ihn von größter Wichtigkeit, er multipliziert den Aspekt "Familie" mit einem großen Faktor und dafür "Gesundheit" nicht so sehr.


    Zwei Neugeborene hingegen unterscheiden sich viel weniger in ihrer Persönlichkeit, da sie über kaum Lebenserfahrung verfügen. Daher wirkt sich für sie weniger der durch Lebenserfahrung geschaffene "Multiplikationsfaktor" der Teilaspekte auf ihr Glück aus, sondern vielmehr das grundlegende, triebgesteuerte Belohnungssystem des Menschen, sozusagen der vererbte Teil der Persönlichkeit.

    Ich kann deine Beispiele nachvollziehen, insbesondere auch die Unterschiedlichkeit der Personen und deren unterschiedliche Präferenzen für Wichtigkeiten, welche sich auch durch das Alter verändern, doch es schließt meines Erachtens für keine der genannten Personen aus, dass für sie beide / beide Familien Gesundheit und Familie nicht zum Glück gehören, und sie es für andere anders sehen würden.


    Gerade die Priorität Familie beinhaltet sehr wahrscheinlich auch die Priorität Gesundheit (für sich und die Familienmitglieder). Die Priorität Gesundheit beinhaltet wahrscheinlich durchaus dieselbige, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Familie.


    Die Wertung (in der "Magnitude" der Einzelperson) für Familie und/oder Gesundheit, mag zwar unterschiedlich ausfallen, doch verkehrt es die Wertigkeit von Familie und Gesundheit keinesfalls vom Positiven ins Negative, sondern wird gleichermaßen als positiv und "glücksfördernd" anerkannt.


    Ich sage keinesfalls, dass Familie und Gesundheit die einzigen "Faktoren" zum Glück sind, aber man kann sie schon als positiv bezeichnen.


    Eine gesunde Familie ist ein guter Anfang, denke ich.

    Sascha

    Zitat

    Natürlich ist Glück individuell. Du kannst doch keiner anderen Person sagen, was für sie Glück zu sein hat.

    Das sage ich auch nicht. Ich frage danach.

    Zitat

    Und was ich mit Gesundheit und Freiheit meinte, man kann sich als glücklich betrachten und dann auf Familie, Frau, Kinder, guten Job, Geld, Haus und von mir aus tolles Auto in dem Zusammenhang hinweisen, aber wer dann schwer und vielleicht unheilbar krank wird, dem wird schnell klar, Gesundheit ist mit das größte Glück. Ebenso die Freiheit.

    Du bist nicht der Erste, der es in dieser oder ähnlichen Form erwähnt. Wenn alle die von dir genannten Dinge positiv verlaufen, das macht Glück für dich aus, ja?

    Zitat

    Der eigene mentale Zustand ist ja nicht das Maß aller Dinge oder des Glücks. Zu berücksichtigen wären zum einen Drogen, welche den Mentalzustand oder die Wahrnehmung darüber stark verzerren, und die Mentalzustände der Mitmenschen (z.B. Familie). Ich denke schon, dass der eigene Mentalzustand alleine nicht zwingend etwas über das Glück(lichsein) aussagt.

    Dann haben wir wohl eine unterschiedliche Auffassung von Glück. Ich für meinen Teil definiere Glück als einen gewissen emotionalen (ist vielleicht ein besseres Wort als "mental") Zustand jener Abschnitte meiner Persönlichkeit, die Emotionen erzeugen und kontrollieren. Daher sehe ich Glück als eine rein objektiv zu betrachtende Konfiguration gewisser Hirnareale. Dabei lasse ich aber den Begriff der Zeit und den Begriff der Kausalität, die dieses Glück erzeugt hat, erst einmal außen vor. Das bedeutet, das ich schon behaupte, glücklich zu sein, wenn ich eben zu einem definierten Zeitpunkt jene Gehirnkonfiguration aufweise. Ob dies jetzt durch Drogenkonsum kommt, oder durch eine andere Kausalität, welche ich in meinem letzten Beitrag näher erläutert habe, ist zu diesem Zeitpunkt egal - ich bin glücklich. Du hingegen scheinst in deiner Definition zusätzlich zu dieser reinen "Glückserscheinung" noch die Aspekte der Kausalität und der Zeit hinzuzunehmen, also eine gewisse Glücksdauer und eine entsprechende Begründung für Glück vorauszusetzen. Sehe ich das richtig?

    Das ist alles an sich schon konform mit meiner Meinung, doch ich möchte noch betonen, dass ich denke, dass es eben diese vielen verschiedenen Aspekte (by the way: kennt jemand ein besseres Wort dafür?) gibt, die zu dem Glück beitragen, doch in welcher Relation diese zueinander stehen, ist individuell und durch die verschiedenen Persönlichkeit bedingt. Natürlich denke ich auch, dass Dinge wie Gesundheit niemals einen NEGATIVEN Einfluss auf das Glück haben können, doch zwischen Faktor 0 und Faktor 100 ist es trotzdem ein großer Unterschied. UND, da meiner Anschauung nach unendliche viele Aspekte zum Glück beitragen können, relativiert sich unter Umständen (kommt auf den Faktor an) die Relevanz von Gesundheit.

    @ Tsunami

    Zitat

    Wenn alle die von dir genannten Dinge positiv verlaufen, das macht Glück für dich aus, ja?

    Gesundheit und Freiheit? Nein, nicht nur das macht Glück aus, aber es ist für mich die Grundvoraussetzung. Welches Glück gibt es denn, wenn es z. B. von schwerer Krankheit überschattet wird?


    Mir fällt da ganz spontan meine ehemalige Zahnärztin (48) ein. Super Frau, tolle Kinder, Mann (auch Arzt), Haus. Ihre Mitarbeiter sagten mir, sie hatte ein sehr glückliches Leben und so wirkte sie auch immer auf mich. Im August 09 bekam sie die Diagnose Krebs, Anfang Dezember 09 lebte sie schon nicht mehr. Sie konnte ihr Glück nicht mehr genießen, weil sie krank wurde. Leider. Glück und Glück genießen gibt es nur, wenn man gesund bleibt.

    ich kann mich über kleine dinge freuen....über besondere momente.....das ist für mich glück......ich kenne aber kein dauerhaftes glücklichsein......es ist die summe....der glücksgefühle.......die das leben für mich lebenswert machen.....

    Es wurden schon eine Menge guter Beiträge geschrieben, was Glück für den einzelnen bedeuten kann. Toll! :)^


    Ich stimme mit einigen überein. Glück ist relativ und auch nur individuell als solches erlebbar. Was mich vor ein paar Jahren glücklich gemacht hat, ist heute evtl. der Auslöser von heftigen Schamgefühlen... ich denke da nur an die Mode oder die anzüglichen Einträge im Poesiealbum der Teeniezeit...|-o;-D


    Oder wie oft wird dem Bräutigam bei der Hochzeit vom Brautvater gesagt, er solle seine Tochter glücklich machen und dieser arme Kerl versucht das auch noch nach Leibeskräften...%-| Mein Ehemann hat das auch versucht und mich damit totunglücklich gemacht, denn wir beide hatten eine vollkommen unterschiedliche Auffassung von Glück! :-/


    Oder wer kennt nicht die entsetzten Blicke der Mütter, wenn kleine Jungs "glücklich" strahlend mit schlammverdreckten Hosen und Taschen voller Kleingetier das Haus betreten, während sie verzückt und glückstrunken ihre kleinen Töchter in kitschige Kleidchen zwängen, jene aber dann nur mit den Augen rollen...


    Was ist Glück? Ich würde sagen, ein persönlich erlebter Augenblick der Erfüllung.


    Und das kleine Glück ist, wenn man diese Augenblicke täglich entdecken und bewußt leben darf, ganz unabhängig von den äußeren Umständen! ;-)


    Und das große Glück ist, wenn man dieses Prinzip so gut beherrscht, dass man überzeugt davon ist, ein wundervolles Leben zu leben - es ist letztendlich eine Sache (und ein Training) der Wahrnehmung. :)_

    Glück ist in erster Linie eine Frage des Anspruchs. Der Quantität und der Qualität des Anspruchs.


    Hat jemand wenige bzw. niedrige Ansprüche, ist er leicht glücklich zu machen. Wobei die eigenen Ansprüche nicht nur von einem selbst, sondern auch (heute besonders) von der Umwelt aufgedrückt werden. Gib einem Hungernden zu essen, und er wird darüber glücklich sein. Andererseits kann man einen, der alles hat, was er sich wünscht, kaum glücklich machen. Es sei denn mit etwas, was er noch nicht kannte.


    Genauso kann man durch einen anderen Menschen glücklich werden. Hat man aber den Anspruch, daß dieser Mensch öfter mal wechseln sollte, dann wird das Gefühl des Glücks immer wieder verschwinden.

    Hallo Tsunami...


    Deine Threads zu lesen macht mich glücklich...


    "perfekte Frau" "glücklich sein"


    zu den Themen habe ich bisher mitgelesen.


    Vielleicht werde ich auch irgendwann mal einen qualifizierteren philosophisch wertvollen Kommentar abgeben, aber fürs erste reicht es:-)

    liviao

    Danke für deinen Beitrag.

    Zitat

    Vielleicht werde ich auch irgendwann mal einen qualifizierteren philosophisch wertvollen Kommentar abgeben, aber fürs erste reicht es.

    Bestimmt. Keine Zweifel daran. Wann immer, wo immer, es dir passend erscheint.


    Muss auch nicht immer alles philosophisch sein - gar nicht. Auf der anderen Seite, wenn man so will, hat alles eine philosophische Wurzel, die Frage nach dem Warum oder Wie. Und Philosophie lässt durchaus schöne Pflanzen und Bäume heranwachsen.


    Doch das "Geschwätz von gestern" ist nicht der Weisheit letzter Schluß. So, wie es steht, ist es einfach nicht richtig bzw. nur die Hälfte der Wahrheit.


    Richtigerweise müsste es so lauten:


    Glücklichsein ist sehr individuell, und Menschen, die glücklich sind, sind sich sehr ähnlich.


    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, und der Schmied des Glückes anderer.

    Zitat

    Ich habe keine Geldsorgen aber dafür habe ich weder eine Freundin noch irgendwelche Freunde. Und ich bin definitiv nicht glücklich.

    Und ich wäre mit fetten Geldsorgen definitiv auch nicht glücklich, egal ob mit oder ohne Freund.

    Ebbuschka

    Zitat

    Und ich wäre mit fetten Geldsorgen definitiv auch nicht glücklich, egal ob mit oder ohne Freund.

    Ich denke, das ist genau das, was Aristoteles gesagt hat. Geld macht ihn nicht glücklich.


    Du sagst, dass du mit Geldsorgen nicht glücklich sein kannst.


    Beides widerspricht sich ja nicht.

    drug

    Zitat

    Dann haben wir wohl eine unterschiedliche Auffassung von Glück. Ich für meinen Teil definiere Glück als einen gewissen emotionalen (ist vielleicht ein besseres Wort als "mental") Zustand jener Abschnitte meiner Persönlichkeit, die Emotionen erzeugen und kontrollieren. Daher sehe ich Glück als eine rein objektiv zu betrachtende Konfiguration gewisser Hirnareale. Dabei lasse ich aber den Begriff der Zeit und den Begriff der Kausalität, die dieses Glück erzeugt hat, erst einmal außen vor. Das bedeutet, das ich schon behaupte, glücklich zu sein, wenn ich eben zu einem definierten Zeitpunkt jene Gehirnkonfiguration aufweise. Ob dies jetzt durch Drogenkonsum kommt, oder durch eine andere Kausalität, welche ich in meinem letzten Beitrag näher erläutert habe, ist zu diesem Zeitpunkt egal - ich bin glücklich. Du hingegen scheinst in deiner Definition zusätzlich zu dieser reinen "Glückserscheinung" noch die Aspekte der Kausalität und der Zeit hinzuzunehmen, also eine gewisse Glücksdauer und eine entsprechende Begründung für Glück vorauszusetzen. Sehe ich das richtig?

    Du hast es genau richtig erkannt und benannt. Unser beider Verständnis/Definition von Glücklichsein ist sehr unterschiedlich.

    Muss noch ergänzen.


    Ich meine mit Glücklichsein nicht das kurzfristige Glück, welches man sich "erkaufen" kann, sondern das "dauerhafte" Glücklichsein, welches man sich erarbeiten kann, und welches bei einem bleibt.

    Zitat

    das "dauerhafte" Glücklichsein, ...welches bei einem bleibt.

    Sowas gibt es? Das steht tatsächlich im krassen Gegensatz zu den meisten Meinungen hier, wie z. B. die von Hanna-Maria:

    Zitat

    Glück ist .. ein persönlich erlebter Augenblick der Erfüllung.

    Ein Dauerglück erscheint mir nicht ertrebenswert.

    Zitat

    Ich meine mit Glücklichsein nicht das kurzfristige Glück, welches man sich "erkaufen" kann, sondern das "dauerhafte" Glücklichsein, welches man sich erarbeiten kann, und welches bei einem bleibt.

    Deine Unterscheidung zwischen dem augenblicklichen Glück und dem dauerhaften Glücklichsein entspricht auch meinem Verständnis. Ein unglücklicher Mensch kann auch Augenblicke des Glücks erleben. Genau so wie ein glücklicher Mensch unglückliche Momente haben wird. Ich verstehe unter Glücklichsein, daß die Augenblicke des Glücks und ihr Nachhall in mir deutlich überwiegen.


    Das ist vom Geld unabhängig. Aber nicht von den Sorgen, die man sich macht, wenn man zu wenig Geld hat. Wer erkennt, daß die Sorgen nichts an einer finanziell prekären Situation ändern, kann man auch mit leeren Taschen glücklich sein. Das Gefühl verläßt ihn dann nur kurzzeitig, wenn er sich mit seiner finanziellen Armut beschäftigt. Wenn ein Millionär Angst davor hat, seinen Reichtum zu verlieren, wird ihn das Geld nicht glücklich machen. Er kennt Glück dann nur als Gefühl für die Momente, in denen er seine grundlegende Angst vergißt.

    Zitat

    Das ist vom Geld unabhängig.

    Hier spricht der gut versorgte Mitteleuropäer %-| Wenn man Glück vom materiellen Wohlstand völlig entkoppeln kann, dann geht es einem wirklich gut. Leider werden ein paar Milliarden Menschen da ganz anderer Meinung sein :-/

    ceterum

    Zitat

    Ein Dauerglück erscheint mir nicht ertrebenswert.

    Sondern?


    Ich finde, man kann gar nicht glücklich genug sein, um nicht weiterhin für sich und andere danach zu streben.

    schnattergusche

    Zitat

    Deine Unterscheidung zwischen dem augenblicklichen Glück und dem dauerhaften Glücklichsein entspricht auch meinem Verständnis. Ein unglücklicher Mensch kann auch Augenblicke des Glücks erleben. Genau so wie ein glücklicher Mensch unglückliche Momente haben wird. Ich verstehe unter Glücklichsein, daß die Augenblicke des Glücks und ihr Nachhall in mir deutlich überwiegen.

    Exakt so sehe ich das auch.


    In meiner persönlichen Sicht gibt es noch einen Unterschied zwischen dem Glück, welches mir "passiert", und dem, welches ich mir "erarbeite", wobei ich glaube, dass das Glück, welches ich mir selbst erarbeite, (um mit deinen Worten zu sprechen) länger nachhallt.

    Zitat

    Das ist vom Geld unabhängig. Aber nicht von den Sorgen, die man sich macht, wenn man zu wenig Geld hat. Wer erkennt, daß die Sorgen nichts an einer finanziell prekären Situation ändern, kann man auch mit leeren Taschen glücklich sein. Das Gefühl verläßt ihn dann nur kurzzeitig, wenn er sich mit seiner finanziellen Armut beschäftigt. Wenn ein Millionär Angst davor hat, seinen Reichtum zu verlieren, wird ihn das Geld nicht glücklich machen. Er kennt Glück dann nur als Gefühl für die Momente, in denen er seine grundlegende Angst vergißt.

    Auch hier stimme ich dir zu.


    Ich finde es interessant/bezeichnend, dass man beim Thema Glücklichsein so schnell auf das Thema Geld kommt, als wäre Glücklichsein tatsächlich vom Geld abhängig. Mitnichten.


    Es gibt diesbezüglich zwei Worte, die ich überlegenswert finde:

    Zitat

    Geld macht nicht glücklich, aber ohne Geld ist man unglücklich.

    Zitat

    Ich habe keine ärmeren Menschen gesehen, als jene, die viel Geld haben wollen, und wenn sie es haben, keinen anderen Sinn in ihrem Leben sehen, als noch mehr Geld daraus zu machen.

    Man sollte erkennen, dass Geld in seinen vielfältigen und allgemein akzeptierten Erscheinungsformen doch nur ein Tauschmittel ist.


    Man kann sich damit Essen, Wohnung und Kleidung kaufen. Das ist, was Geld für dich tun kann. Es kann einem durch Tausch die notwendigen Mittel zum Überleben verschaffen. Mehr nicht.


    Leben und Glücklichsein ist ein ganz anderes Kaliber. Jeder Mensch, der wohlhabend und nicht gänzlich vertrottelt ist, wird das bestätigen können.

    ceterum

    Zitat

    Wenn man Glück vom materiellen Wohlstand völlig entkoppeln kann, dann geht es einem wirklich gut.

    Ich denke, du schreibst es genau richtig.

    Zitat

    Leider werden ein paar Milliarden Menschen da ganz anderer Meinung sein :-/

    Gerade die von dir genannten Menschen (sicherlich meinst du jene ca. 3 Milliarden Menschen, welche von weniger als 2 Euro am Tag leben müssen) wären glücklich, wenn ihr Glücklichsein nicht an materiellen Wohlstand "gekoppelt" wäre, den sie nun mal nicht haben.

    Zitat
    Zitat

    Ein Dauerglück erscheint mir nicht ertrebenswert.

    Sondern?

    Zitat

    Glück, ... welches ich mir "erarbeite",... länger nachhallt.

    Glück hat für mich was mit Staunen, Hoffnung, Überraschung zu tun. Was ich mir erarbeite, ist kein Glück, es ist eher ein Vertragsbestandteil. Ich arbeite ja darauf hin. Auf Glück kann ich nicht hinarbeiten, da gehört für mich immer etwas unerwartetes dazu. Ansonsten würde ich es Zufriedenheit nennen.

    Zitat

    Man kann sich damit Essen, Wohnung und Kleidung kaufen. ... Mehr nicht.

    Doch. In einem bestimmten Rahmen kann man sich solch unverzichtbare Werte, wie Gesundheit (teure Medikamente, beste Ärzte) und Sicherheit (Versicherungen, beste Anwälte) kaufen.

    Zitat

    die von dir genannten Menschen ... wären glücklich, wenn ihr Glücklichsein nicht an materiellen Wohlstand "gekoppelt" wäre,

    Sicher. Aber bis es soweit ist, diskutiere ich das Glück nicht (nur) philosophisch, sondern (auch) pragmatisch. :-)

    Also ich bin glücklich.


    Ich hab VERDAMMTES Glück in Österreich geboren worden zu sein. Ich glaub, besser gehts gar nicht. Ich bin gesund und sehe nicht schlecht aus ;-D Mit Geld kann ich zwar nicht so gut umgehen, aber wenn es nicht anders ginge, würde es schon klappen mit weniger auszukommen.


    Ich habe einen Job der mir Spaß macht und verdiene nicht schlecht dabei. Ich habe eine eigene Wohnung und komm gut zurecht, zwei süße Kätzchen, Freunde, Familie und ziehe demnächst mit meinem Freund zusammen.


    Wenn ich nicht so glücklich gewesen wäre und dies auch ausgestrahlt hätte, hätte ich niemals SO EINEN Menschen wie ich ihn jetzt als Partner habe, bekommen.


    Wäre ich unzufrieden und jammernd durch die Welt gegangen, hätte ich acuh einen unzufriedenen, jammernden Partner abgekriegt, da bin ich mir sicher.


    Ich bin sehr dankbar für das was ich habe und denke mir oft, wow, was hab ich für ein Glück.

    Miss_T - WUNDERBAR, was du ausstrahlst!!! :-D:-D:-D:)^@:)


    Ja, es ist genau das, was du beschreibst:


    Vielen Menschen fehlt es an Dankbarkeit für das, was sie haben, auch wenn es manchmal wenig ist. Sie erwarten "Glück" von aussen oder gar, dass sie es nur durch einen anderen Menschen erlangen. Aber Glück muss zuerst in uns selbst entstehen, durch die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen und uns selbst annehmen. Das erfordert Gelassenheit und Dankbarkeit. Wenn wir mit uns selbst glücklich sind, dann werden wir das auch ausstrahlen und genau dasselbe wiederum anziehen... und natürlich funktioniert das Ganze auch andersherum in negativer Richtung! ;-):)*