Alanis Morissette Incomplete

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    Das Video ist aber faktisch nicht ganz richtig. Die politische Komponente darf nicht vernachlässigt werden. Die Menschen verhungern nicht nur, weil zuviel Getreide an Tiere verfüttert wird.

    Sicher, in einer Zeit des Massenkonsums und der Massenproduktion, und dem damit verbundenen Regelmechanismus, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt – und der damit verbundenen Entscheidungsgewalt und Macht jedes Einzelnen -, wird vorrangig erstmal nur das Angebot bestimmt.


    Wenn ein Mensch jedoch soweit gereift ist, dass er bewusst und willentlich das Angebot bestimmt, dann ist er früher oder später eventuell auch dazu bereit, dafür einzustehen, wie das Angebot in einem global-demokratischen Kontext genutzt bzw. verteilt wird.


    Im Zweifel geht die Macht vom Volke aus, d.h. von jedem Einzelnen.


    Bewusstheit und Mündigkeit bedeutet auch, zu erkennen, dass man Verantwortung gegenüber dem Leben und Überleben anderer hat und darauf tagtäglich Einfluss nimmt. Konsum- und Ernährungsentscheidungen sind hierbei zwar nur ein Teil des Ganzen, aber ein durchaus gewichtiger. Darin kann man nicht nur Freiheit und Verantwortung finden, sondern durchaus auch eine sehr einfache Möglichkeit, ein wenig stolz auf sich zu sein.

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    Wenn ein Mensch jedoch soweit gereift ist, dass er bewusst und willentlich das Angebot bestimmt, dann ist er früher oder später eventuell auch dazu bereit, dafür einzustehen, wie das Angebot in einem global-demokratischen Kontext genutzt bzw. verteilt wird.

    Das "wenn" würde ich hier nicht als ein "wenn / sobald" sondern als ein "wenn / falls" sehen, da ich bezweifel, dass eine solches Bewusstsein wirklich in ein solches Maß erreicht werden kann, dass es die Erde umspannt und die herrschende Mangelhaftigkeit ausgleichen kann.

    Zitat

    Im Zweifel geht die Macht vom Volke aus, d.h. von jedem Einzelnen.

    Ist das nicht eine Utopie? Natürlich sollten wir danach streben, aber ist es wirklich möglich?

    Zitat

    Bewusstheit und Mündigkeit bedeutet auch, zu erkennen, dass man Verantwortung gegenüber dem Leben und Überleben anderer hat und darauf tagtäglich Einfluss nimmt.

    Sehe ich genauso. Theoretisch.

    Zitat

    Konsum- und Ernährungsentscheidungen sind hierbei zwar nur ein Teil des Ganzen, aber ein durchaus gewichtiger. Darin kann man nicht nur Freiheit und Verantwortung finden, sondern durchaus auch eine sehr einfache Möglichkeit, ein wenig stolz auf sich zu sein

    Auch hier stimme ich dir zu. Vor allem aber stimme ich der Aussage zu, dass es nur ein Teil des Ganzen ist.


    Ich sehe aber auch die vielen anderen Gründe, und die sind wahrlich nicht durch uns zu beeinflussen. Aber wie heißt es so schön: Wenn viele kleine Leute, viele kleine Dinge tun.....

    Zitat

    in ein solches Maß erreicht werden kann

    Falsch %-|


    Es heißt:

    Zitat

    dass ein solches Bewusstsein wirklich in einem solchen Maß erreicht werden kann

    Übrigens esse ich gerade einen Fairtrade-Sesamriegel. Absolut vegan. Ist aber in einer Plastikverpackung verpackt, die alles andere als ökologisch ist. Sehr inkonsequent.

    Zitat

    Übrigens esse ich gerade einen Fairtrade-Sesamriegel. Absolut vegan. Ist aber in einer Plastikverpackung verpackt, die alles andere als ökologisch ist. Sehr inkonsequent.

    Da hilft nur: Buy local and eat fresh. ;-)

    Konsequenterweise müsste ich dann aber auch die 8 Kilometer zum nächsten Geschäft mit dem Fahrrad fahren.


    Naja, ich esse dann jetzt einmal Nudeln (höchste Form der Dekadenz: Schon vorgekocht aus dem Kühlregal!) mit einer Dose stückigen Tomaten und Zwiebeln. Dazu gibts Sojamilch aus dem Tetrapack.


    :-q

    Zitat

    Konsequenterweise müsste ich dann aber auch die 8 Kilometer zum nächsten Geschäft mit dem Fahrrad fahren.

    Nur zu. :)^ ??mir persönlich wär' das ja zu weit??

    Zitat

    Naja, ich esse dann jetzt einmal Nudeln (höchste Form der Dekadenz: Schon vorgekocht aus dem Kühlregal!) mit einer Dose stückigen Tomaten und Zwiebeln. Dazu gibts Sojamilch aus dem Tetrapack.

    Ist ja eigentlich Latte, wer die Nudeln (vor)kocht, denke ich. ":/


    Guten Appetit.

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    Wenn ein Mensch jedoch soweit gereift ist, dass er bewusst und willentlich das Angebot bestimmt, dann ist er früher oder später eventuell auch dazu bereit, dafür einzustehen, wie das Angebot in einem global-demokratischen Kontext genutzt bzw. verteilt wird.

    Das "wenn" würde ich hier nicht als ein "wenn / sobald" sondern als ein "wenn / falls" sehen, da ich bezweifel, dass eine solches Bewusstsein wirklich in ein solches Maß erreicht werden kann, dass es die Erde umspannt und die herrschende Mangelhaftigkeit ausgleichen kann.

    Ich meinte zwar "sobald", aber dieses "sobald" mag auch erst in 3600 Jahren sein, wenn der letzte Mensch auf Erden sich fragt, ob nicht irgendwas schiefgelaufen ist.

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    Im Zweifel geht die Macht vom Volke aus, d.h. von jedem Einzelnen.

    Ist das nicht eine Utopie? Natürlich sollten wir danach streben, aber ist es wirklich möglich?

    Wenn man es genau nimmt, dann ist es der Ist-Zustand. Dieser Zustand beinhaltet auch brachliegendes Potential, aber in einer Demokratie hat auch jeder die Freiheit, Potentiale brach liegen zu lassen.

    Zitat

    Ich sehe aber auch die vielen anderen Gründe, und die sind wahrlich nicht durch uns zu beeinflussen.

    Ich würde sagen, wenn Dinge überhaupt zu beeinflussen sind, dann sind sie nur durch uns zu beeinflussen.


    Da gehe ich dann ganz d'accord mit Margaret Mead:

    Zitat

    Zweifle niemals daran, dass eine kleine Gruppe aufmerksamer und engagierter Menschen die Welt verändern kann.


    In der Tat, es ist das Einzige, was die Welt jemals verändert hat.

    Tofu-Curry war gewohnt gut. Die Mohamara – wohl eine arabische Pizza – mit einem Mini-Durchmesser und einem Kostenpunkt von 1 Euro dagegen war eher mau. Da lungerten ein paar Spatzen rum. Denen hab' ich ein paar Reiskörner hingeworfen. Stelle fest, dass heute ein Feiertag ist. Das heisst, die Geschäfte dürften heute alle zu haben. Entweder esse ich heute Abend wieder auswärts oder ich hole mir bei einem arabischen Laden ein paar Dosentomaten oder frisches Gemüse. Die haben nämlich auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet – zumindest ein paar von denen.


    Bin pappsatt und träge wie nur so was. Meine Liege wirkt eine enorme Gravitationskraft auf mich aus.


    Die Vögel zwitschern wieder.


    Wenn ich die Vögel höre, dann weiß ich, dass ich lebe, dass ich Chancen habe. Nicht nur die Chance, gegen den Abstieg zu arbeiten, sondern auch ein wenig für den Aufstieg.


    So, diese gigantische Aufgabe mit dem Aufräumen ist noch lange nicht beendet.


    Zeit zum Schaffen und Aufräumen.