Das Leben

    Nur ein Wort, sicherlich. Dabei könnten wir es belassen.


    Das Leben ist jedoch etwas mehr als das – mehr als ein Wort.


    Setzen6, ich widerspreche dir nicht. Ich ergänze.


    Natürlich sind wir nur ein Teil des Lebens – Partizipienten.


    Das Leben an sich ist sehr einfach, gar nicht krank, sondern sehr gesund.


    Das Leben hat einen Kern, ein Wesen, Prinzipien, welche auf das Leben ausgerichtet sind.


    Diese Prinzipien sind unschlagbar, weil sie das Leben selbst sind.


    Der Mensch vermeint jedoch oft, dass er etwas anderes oder besseres als das Leben ist.


    An diesem Punkt, hat der Mensch aufgehört, zu verstehen, warum er überhaupt existiert.


    Tatsächlich ist es so, dass Menschen leben, aber keine Ahnung haben, warum sie überhaupt leben.

    Leben ist vielleicht der Moment wo aus Stille ein Feuerwerk entspringt... nur um später wieder zur Stille zu werden. Leben ist Veränderung und Konstanz, Überraschung und Erwartung. Stille und Krach. Leben ist grausamm und zugleich wunderschön.


    Ich möchte Leben. Auch wenn die Augenblicke des Glücks selten sind, so sind sie es dennoch wert darauf zu warten. Ich will warten. Ich will leben.

    Ich stimme dir größtenteils zu.


    Aber:

    Zitat

    Die Sache ist die, dass man schon seit Geburt eine Pflicht gegenüber dem Leben hat.

    Da nun wieder gar nicht. Nicht weil ich das Gegenteil denke, sondern weil ich glaube, dass der Satz gar nicht schlüssig ist.


    Erstens: Welche Pflicht?


    Zweitens: Wie können wir sie dem Leben gegenüber erfüllen?


    Drittens: Hat man eine Pflicht nicht immer nur jemandem gegenüber, der über die Erfüllung urteilen kann und der die Erfüllung benötigt / anerkennt?


    Mein Leben steht nicht vor mir und erwartet etwas von mir. Es ist kein verwaltendes Etwas.

    Das Leben und der Tod sind nicht so unterschiedlich – kommt ganz darauf an, was man daraus macht.


    Ich habe schon manchmal von lebenden Menschen gehört, dass sie sich wie tot fühlen. Und ja, ich glaube es diesen Menschen auch. Ich glaube schon, dass man wie eine lebende Leiche durch das Leben wandern kann, und es den jeweils Betroffenen wie der Tod vorkommt.

    FAQ

    Zitat

    Erstens: Welche Pflicht?

    Es gibt keinerlei Pflicht, außer jene, welche man sieht und anerkennt.

    Zitat

    Zweitens: Wie können wir sie dem Leben gegenüber erfüllen?

    Ich behaupte, dass man durch Krankheit und Leid die Pflicht nicht erfüllt. Ganz unabhängig davon, ob man Krankheit und Leid seiner selbst oder anderer vernachlässigt.

    Zitat

    Drittens: Hat man eine Pflicht nicht immer nur jemandem gegenüber, der über die Erfüllung urteilen kann und der die Erfüllung benötigt / anerkennt?

    Das Leben hat so einen sehr interessanten Mechanismus: man selbst ist letzten Endes der strengste Richter, das eigene Bewusstsein. Wer nicht glücklich ist, stellt oftmals fest, dass er seiner Aufgabenerfüllung nicht gerecht geworden ist.

    Es ist auf deinem Balkon,


    vielleicht holst du es besser rein


    Und wenn du dann mal Zeit hast


    brings mir doch vorbei.


    Es liegt in deiner Küche


    weißt du, ich hab Angst


    um Dinge, die schnell kaputt gehen können


    die man noch gebrauchen kann.


    Es klopft in deiner Tasche


    und pocht, weil du nich siehst


    wie ab und zu dein Kamm kratzt


    oder dein Kajalstift piekst.


    Refrain:


    Ich bin in Gefahr


    ich kann nich lang ohne leben


    Fass dir ein Herz


    ich werd sonst nich überstehen


    Hast du kein Herz


    du musst mir meins wiedergeben


    Wird Zeit, dass du das merkst


    sonst muss ich mir eins stehlen.


    Mein Herz liegt auf deinem Desktop


    gespeichert unter meinem Namen


    Schicks mir doch per Email


    ich würds gern wieder haben.


    Ich glaub es liegt an der Kasse


    ich deinem Lieblingsrestaurant


    Und während du das Dessert vernaschst


    rempelt irgendwer es ständig an.


    Mein Herz auf deinem Beifahrersitz


    dort hat es nichts verloren


    Und wenn du jetzt jemand anderen mitnimmst


    sitzt er hoffentlich nicht vorn.

    Zitat

    Das kommt nur daher, dass du die vollkommene Natürlichkeit des Todes, der dem Leben an Wirklichkeitsgehalt nicht nachsteht, noch nicht fühlst. Du denkst noch zu viel an den unbedeutenden Körper und an das tiefe Grab, in das er einst zu liegen kommt. Doch dies ist nur das Gefühl eines Gefangenen, der befreit werden soll, und der sich nun ängstigt, die dunkle Zelle zu verlassen, in der er so lange Zeit zugebracht hat. Du siehst den Tod als Gegensatz zum Leben und doch sind beide unwirklich, beide nur ein Wechsel und ein Schein. Deine Seele wird nicht aus vertrautem Wasser in ein unbekanntes Meer gleiten. Was wirklich ist in dir, deine Seele, kann niemals sterben, und deine Todesfurcht gehört daher nicht deiner Seele an. Du musst diese Furcht für immer überwinden; oder vielmehr wird es, wenn du älter wirst und du natürlich aus deinem Herzen, nur den Regungen von Tao folgend gelebt hast, von selber geschehen, dass dieses Gefühl einfach nicht mehr da ist.


    Henri Borel

    ??ich tränen laufen seit tagen....und der schmerz aus der vergangenheit schmerzt besonders stark....ich fühle mich nackt und offen.............ich stosse an grenzen, da ich nicht vor menschen weinen will.....diese gefühle von trauer,hilflosigkeit,vermissen und co..........schiessen aus mir.......sie hat mich heute sehr gut aufgefangen und wieder aufgebaut..damit ich arbeiten konnte.......es ist grad ein innerlich kampf........................mich zu öffnen...??


    nicht nur vor ihr...sondern auch vor MIR