Sehen-Update


    Last-Minute-Something. Kurz vor Ladenschluss. Letzter Kunde.


    Nur Gott weiß, was ich da wieder fabriziert bzw. geordert habe. Bin mir ziemlich unsicher. Dennoch weiß ich, dass es (wieder mal) besser sein wird. Das muss doch mal ein Ende nehmen. {:( ":/


    Nun ja, ich lebe. Ich denke schon, dass ich hier und dort ein paar sinnvolle Dinge produziert habe, und mit ein bisschen Glück werde ich nicht komplett scheitern bzw. den Rest meines Lebens dahinsiechen, sondern noch ein paar andere sinnvolle Dinge produzieren. Nur noch zwei oder drei sinnvolle Dinge tun, das würde mir schon reichen.

    Vielleicht bin ich zu idealistisch angehaucht, aber wenn ich es noch schaffe, zwei oder drei Dinge ins Leben zu rufen, welche anderen Menschen helfen, sie unterstützen, und woran sie sich freuen können, dann finde ich, habe ich mir mein Leben verdient und kann zufrieden sterben.

    Zitat

    Und wenn nicht? Stirbst Du dann verbittert?

    Ich wäre wohl nicht verbittert, aber schon [setze hier ein tolles Wort ein, welches mir gerade nicht einfällt], wenn ich merkte, dass ich unter meinem Potential geblieben bin.

    Zitat

    Wir haben uns das Leben schon verdient, sonst wären wir nicht am Leben.

    Ich finde, dadurch dass man ein Leben hat, hat man es sich noch nicht verdient. Eher ist es so eine Art Vorschuss. Zumindest sehe ich das so. Ich sehe es so, dass man sich das Leben dadurch verdient, dass man ihm möglichst wenig schadet und ihm bestmöglich förderlich ist.

    _Tsunami_

    Zitat

    Vielleicht bin ich zu idealistisch angehaucht, aber wenn ich es noch schaffe, zwei oder drei Dinge ins Leben zu rufen, welche anderen Menschen helfen, sie unterstützen, und woran sie sich freuen können, dann finde ich, habe ich mir mein Leben verdient und kann zufrieden sterben.

    ich finde es toll wenn jemand idealistisch ist........aber problematisch wird es wenn man merkt das sich die eigenen ideale nicht umsetzen lassen..........aber besser ist es ideale und werte zu haben als gleichgültig und egoistisch durchs leben zu stolpern.

    Zitat

    Ich finde, dadurch dass man ein Leben hat, hat man es sich noch nicht verdient. Eher ist es so eine Art Vorschuss. Zumindest sehe ich das so. Ich sehe es so, dass man sich das Leben dadurch verdient, dass man ihm möglichst wenig schadet und ihm bestmöglich förderlich ist.

    Meiner Meinung nach tust Du Dir Gewalt an mit dieser Einstellung. Für mich ist das die Denkweise der protestantischen oder reformierten Kirchen: Man muss sich den Himmel verdienen, indem man sich sich selbstlos aufopfert, den Weg des Kreuzes geht. Wie merkt man (in diesem Denksystem gedacht), dass man auf dem richtigen Weg ist? Wenn es schmerzt, es darf keine Freude machen, weil: Freude=sich Gehenlassen=Sündigen

    Zitat

    Meiner Meinung nach tust Du Dir Gewalt an mit dieser Einstellung. Für mich ist das die Denkweise der protestantischen oder reformierten Kirchen: Man muss sich den Himmel verdienen, indem man sich sich selbstlos aufopfert, den Weg des Kreuzes geht. Wie merkt man (in diesem Denksystem gedacht), dass man auf dem richtigen Weg ist? Wenn es schmerzt, es darf keine Freude machen, weil: Freude=sich Gehenlassen=Sündigen

    Nein, bewildered, ohne deine Sichtweise angreifen zu wollen, ist meine Sicht eine andere. Für mich ist es einfacher, aus dem Leben selbst einen Sinn und Kraft zu ziehen, als aus mir selbst. Für mich gibt es einen gravierenden und erkennbaren Unterschied zwischen dem Leben selbst und dem Leben eines jedweden Individuums.


    Wenn ich es jetzt mal stark ins Extreme ziehe, dann sind die verheerenden Umstände für viel zu viele Menschen auf dieser Welt die Schuld unserer "Vorgänger" und natürlich auch zeitgenössischer Menschen – aufgrund mangelnder Erfahrung, Bildung, Intelligenz, Weisheit und Mut. Ich bin einfach nicht bereit, ohne mein Leben dafür einzusetzen, mich in die Reihe der genannten Vorgänger und Zeitgenossen einzureihen. Ich bin nicht verantwortlich für meine Vorgänger und nur bedingt für meine Zeitgenossen, aber ich bin verantwortlich für mich und meine Nachfolger.

    Du darfst mich schon ein wenig angreifen, wenn Du willst, ich mag solche Diskussionen, die sind ja gerade bei unterschiedlichen Sichtweisen interessant.


    Ich bin eigentlich mit allem einverstanden, was Du schreibst. Der grosse Unterschied sehe ich darin, dass es keine Last sein soll, das "Richtige" zu tun, sondern es soll Freude bringen. Im Umkehrschluss heisst das, wenn man sich schlecht fühlt, dann kann man nicht das Richtige tun. Wenn Du etwas schaffen willst, was den Andern hilft, wieso bist Du dann traurig, wieso fühlst Du Dich schwer? Das wäre doch eigentlich etwas Schönes, etwas, worüber man sich freut. Aber das tust Du nicht. Wieso nicht?

    Jeder tritt seinen ganz eigenen Weg an oder befindet sich mittendrin, aber "Vorgänger" oder Zeitgenossen wirken nachteilig oder förderlich auf den eigenen Weg. Ich ziehe es vor, in meiner Position als "Vorgänger" – nach bestem Wissen und Gewissen – möglichst förderlich und nicht nachteilig zu wirken. Was ich mir gewünscht hätte, das wünsche ich anderen. Und ja, ich denke, manchmal wünsche ich nicht nur, sondern tue.


    Ich sehe keinen Sinn darin, mir mein ganzes Leben lang etwas zu wünschen. Lieber tue ich es – auch bei Gefahr meines Lebens. Meine Vorgänger haben sich entweder die falschen Dinge gewünscht, oder eben einfach nur gewünscht und nichts getan. Das ist nicht mein Weg.


    Manchmal denke ich, dass ich vielleicht irgendwann mal ein Kind haben werde. Vielleicht nicht, aber wenn doch, dann sehe ich mich in einer verdammten Pflicht, dass es nicht nur überlebt, sondern gut lebt. Das ist mit meinen guten Wünschen nicht getan. Ich werde mir ggf. den Arsch dafür aufreißen, sprich, nicht nur wünschen, sondern etwas tun. Und ich weiß, dass der Vater eines Kindes es nur so gut haben wird, wie ich es als Mensch bin.

    Zitat

    Wenn Du etwas schaffen willst, was den Andern hilft, wieso bist Du dann traurig, wieso fühlst Du Dich schwer? Das wäre doch eigentlich etwas Schönes, etwas, worüber man sich freut. Aber das tust Du nicht. Wieso nicht?

    interessante frage.... :)^


    ich denke wenn man es schafft sich selber glücklich zu machen dann kann man auch andere glücklich machen...........schafft man es nicht sich selbst glücklich zu machen wird es schwierig anderen effektiv zu helfen.

    Zitat

    Manchmal denke ich, dass ich vielleicht irgendwann mal ein Kind haben werde. Vielleicht nicht, aber wenn doch, dann sehe ich mich in einer verdammten Pflicht, dass es nicht nur überlebt, sondern gut lebt. Das ist mit meinen guten Wünschen nicht getan. Ich werde mir ggf. den Arsch dafür aufreißen, sprich, nicht nur wünschen, sondern etwas tun. Und ich weiß, dass der Vater eines Kindes es nur so gut haben wird, wie ich es als Mensch bin.

    Du wärst ein toller vater mit dieser einstellung..... :)^ :)z