Zitat

    Ich weiß gar nicht so genau, ob Loslassen eine Tätigkeit ist, die man aktiv in Angriff nimmt und planen / sich vornehmen kann. Vieles passiert einfach durch Zeit, die man verstreichen lässt. Also ist loslassen für mich zu einem großen Teil auch: Der Sache Zeit geben, wegzurücken.

    Das Loslassen, welches mir meine Mutter zuletzt und im heutigen Telefongespräch wieder nahegelegt hat, war der Art, dass ich nicht ihr Leben leben soll oder mich entsprechend den Erwartungen verhalten soll, die sie vermeintlich an mich hat, sondern, dass ich meinen ganz eigenen Weg gehen soll.


    Den ganz eigenen Weg zu gehen bedeutet natürlich auch, dass andere Dinge in den Hintergrund rücken bzw. man sie loslässt, weil man einfach nicht alle Wege gehen und sich allen Dingen mit großer Aufmerksamkeit widmen kann. Man entscheidet sich – zugestanden: mal mehr, mal weniger.


    Im Endeffekt geht man natürlich immer seinen eigenen Weg. Es ist ausschlaggebend, ob dieser Weg fremd- oder selbstbestimmt ist, und natürlich, wie der Weg überhaupt bestimmt ist.

    Ich würde sagen:

    Das Leben ist Gesetz.

    bzw.

    Die Prinzipien des Lebens sind ultimatives Gesetz.


    Vor allem, was der Mensch an Gesetzen versteht, erschafft und ausführt, ist immer das Leben und dessen Prinzipien gesetzt. Der Mensch kann nichts ersetzen oder verändern, dessen er selbst doch nur ein kleiner Teil ist.

    Eine andere Sichtweise wäre, dass alles im Leben bzw. das Leben selbst Ki, Qi, oder Chi ist – wandelbare und formbare Energie. Ich möchte gar nicht über Gott sprechen oder was Gott bedeuten könnte, aber es entspricht perfekt den Erkenntnissen in der Quantenphysik. Wissenschaftlich anerkannter Bestandteil eines jeden Dings und Wesens auf dieser Erde sind Quanten bzw. Photonen – Energie. Profanes Beispiel: Das Bauen eines Wolkenkratzers oder jemanden krankenhausreif zu schlagen, ist die Neuanordnung von Quanten – umgewandelte Energie. Diese Umwandlung von Energie bzw. Quanten, aus der / denen wir selbst bestehen, ist das, was wir als Menschen schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden tun. Und nicht nur das, wir tun das tagtäglich – jeden Tag.


    Ob nun vor der Zeit des Menschen oder jetzt, wo wir bewusst bzw. mittendrin sind, diese Umwandlung von Energie bzw. Quanten erfolgt nach bestimmten Prinzipien.


    Das sind diese Prinzipien des Lebens, welche gleichermaßen mit oder ohne Mensch gelten.


    Im menschlichen Kontext erfassen diese Prinzipien nicht mehr nur Materie bzw. anorganische Masse, sondern eben auch Körper und Geist des Menschen.


    Der Mensch wäre zwar gerne frei, und kann es auch sein, allerdings nur innerhalb der ihm gesetzten Grenzen bzw. Prinzipien.


    Ich persönlich nenne diese Prinzipien gerne Naturprinzipien.


    Der Begriff life-force von George Bernard Shaw ist auch schön.


    Alles, was nicht das Ganze ist, ist immer nur ein Teil. Somit unterliegt auch das Glück den Prinzipien des Lebens bzw. einer Logik.


    Eigentlich ganz simpel.

    Ist zwar nur eine Vermutung, aber ich denke, wenn man sich die Mühe macht, genau hinzuschauen und gut zuzuhören, dann ergeben sich halbwegs sinnvolle Handlungen automatisch.


    Die Sache ist die, dass gutes Hinschauen und Zuhören letztendlich für Verstehen steht – nicht zuletzt auch für Verständnis und Verstand. Verstehen seiner Mitmenschen, seiner selbst und des Lebens.


    Ich meine, wenn man nix verstanden hat, was kann man da von den Handlungen erwarten?

    Verstehen klingt vielleicht nach einem leichten Job, ist aber meines Erachtens sehr viel härter, als mal schnell aus der Hüfte zu schießen. Betrachtet man sich das Weltgeschehen und einzelne Personen, dann sieht man, wie verheerend das sein kann.


    Verstehen ist diesbezüglich der Sniper-Mode.


    Und mit sehr viel Übung und gegenseitiger Unterstützung – gewissermaßen Teamwork – kann man das Sniper-Gewehr mit einer Maschinenkanone kombinieren. ;-) ]:D ;-D