Die Freiheit des Lebens besteht nicht darin, alles kontrollieren oder beeinflussen zu können, sondern darin, wie man mit den Situationen und Personen seines Lebens umgeht. Die Summe aller Aktionen und Reaktionen – der Umgang mit dem Leben und der Welt – bestimmen den Wert des eigenen Lebens und somit das Glück.


    Jemand, der sich wertlos fühlt, kann sich nicht glücklich fühlen.


    Das Leben baut auf sehr einfachen Prinzipien.

    Zitat

    Alle Dinge werden zweimal erschaffen.


    _Tsunami_

    Da bin ich am frühen Morgen spontan anderer Meinung ;-)


    Erschaffen im Geiste, und in der Realität umgesetzt. Erschaffen gibt es immer nur einmal. Was dann folgt, ist, was daraus wird, bzw.: für welche der Möglichkeiten ich mich entscheide.


    Betrachten wir den "Urknall" als göttliche Entfaltung, dann ist der "Urknall" das Erschaffen, was dann folgt, sind die unendlichen Möglichkeiten der göttlichen Entfaltung. Alles ist in diesen Entfaltungsmöglichkeiten (Erfahrungen) aber immer noch im Ursprung zu Hause: In der göttlichen Entfaltung.


    Unendliche Entfaltungsmöglichkeiten = unendliche Freiheit.


    Grüße *:)

    @ _Tsunami_

    Das hier, wird dir gefallen ;-) Ich habe es extra für dich mal eben abgetippt, da ich das Buch heute im Büro habe.


    Aus:


    Bhagavad Gita


    Der Gesang Gottes


    Eine zeitgemäße Version für westliche Leser


    Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich vergelte Gleiches mit Gleichem. Wenn die Betreffenden mich als Vater und Mutter behandeln, behandle ich sie als meine Kinder. Wenn sie mir als einem Gebieter dienen, akzeptiere ich ihre Dienste als ihr Herr. Wenn sie mich als ein Kind verehren, nähere ich mich ihnen als ein Kind. Jene, die sich nach mir sehnen, nach denen sehen ich mich. Jenen, die mich als Freund ansehen, bin ich ein Freund. Auch für jene, die mich als Feind empfinden, nähere ich mich als ein Feind. Alle Wege führen zu mir, der Göttlichkeit.


    Mir gefällt es, mich der Göttlichkeit als Freund zu nähern ;-)


    Grüße und alles Gute *:)

    Zenjor

    Ja, das aus der Bhagavad Gita gefällt mir tatsächlich. Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche geistigen Schätze – wahrscheinlich schon seit Anbeginn der Menschheit – niedergeschrieben und ergo auch gedacht/gefühlt wurden. Im weitesten Sinne sind wahrscheinlich auch Höhlenmalereien ein Ausdruck von Gedanken und Gefühlen. So gesehen, sind wir jetzt im Zeitalter des Internet schon ganz schön weit gekommen.


    Ich finde es auch interessant, warum bestimmte Dinge erfunden werden und andere nicht, einige Dinge langsamer, andere schneller. Gewöhnlich dienen Erfindungen bestimmten Zwecken. Welchem Zweck dient wohl das Internet? ;-)

    Jestem

    Zitat

    Auf welche Weise auch immer ein Mensch sich mir nähert, ich .... versuche dessen Ursache zu finden.

    Es mag merkwürdig klingen, aber aus meiner Erfahrung heraus ist das beste Mittel, um einen anderen zu verstehen, sich selbst zu verstehen.


    Andererseits ist es auch irgendwie logisch, denn: Wenn ich mich selbst nicht verstehe, wie könnte ich da einen anderen verstehen?


    Ich denke, im Grundsatz gilt, dass ich in dem Maße, wie ich mich selbst verstehe, auch andere verstehen kann. Oder anders ausgedrückt: Je weniger ich mich selbst verstehe, desto weniger kann ich auch andere verstehen.


    Wohl gibt es nicht nur eine Liebesfähigkeit, gar eine Glücksfähigkeit, sondern auch eine Verständnisfähigkeit – soll heißen: Je mehr Verständnis ich für mich aufbringen kann, desto mehr Verständnis kann ich auch für andere aufbringen.


    Ich denke, Liebe, Glück und Verständnis fallen nicht einfach so vom Himmel und einem in den Schoß. Selbst wenn einem das Glück durch einen glücklichen Zufall vor die Füße geworfen wird, heißt das noch lange nicht, dass man es sieht, sich bückt und es aufhebt.


    Wohl muss man die Zu-fälle des Lebens schätzen und akzeptieren, doch in diesem Faden geht es primär nicht um das Unbeeinflußbare, sondern um das Beeinflußbare, also um Fähigkeiten – die eigene Freiheit und die eigene Verantwortung. Letzten Endes ist das die einzige Freiheit, die einem das Leben gibt – die Freiheit, zu sehen, zu erkennen, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, zu handeln und zu tun. Das ist die einzige Freiheit im Leben – Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – die Verantwortung dafür, was man tagtäglich sagt und tut, und wie man sich anderen gegenüber verhält. Das ist schon alles, und es ist sehr viel. Das ist Freiheit – die eigene Lebenszeit, die man hoffentlich für sich zufriedenstellend ausfüllt.


    Das Geschenk der Freiheit voll auszuschöpfen, aber nicht mehr zu beanspruchen, als einem die Freiheit ermöglicht, das ist Demut.


    Und um Mißverständnisse auszuschließen, das Vorgenannte kann man nur in sich selbst finden und aktivieren. Man kann es niemandem aufzwingen. Es ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten im Leben. Es ist Freiheit.