Ich möchte ehrlich zu mir selbst sein.


    Und obwohl ich dadurch meine Schwächen und Fehler erkenne, möchte ich erkennen, dass ich wertvoll bin.


    Ich möchte es mir wert sein, gut zu mir zu sein. Das ist mein Glück.

    In meiner Schulzeit bin ich mit Kierkegaard in Berührung gekommen und war sehr schnell fasziniert.


    x:)

    Zitat

    Der dänische Philosoph und Theologe gilt als Begründer des Existenzialismus. Hegels auf die Entfaltung des Weltgeistes bezogene These, dass die Wahrheit ein Prozess sei, wandte Kierkegaard auf die individualpsychologische Situation des Einzelnen an. Wahrheit und Glaube könne der Mensch niemals besitzen, sondern bestenfalls momenthaft erfahren. So sei die menschliche Existenz gekennzeichnet durch ein Wechselspiel von Glauben und Verzweiflung. Nur das Aushalten dieser Zerrissenheit biete dem Menschen die Möglichkeit, zu erfahren, dass das Zeitlose in der Zeit enthalten sei und deshalb jederzeit der Sprung aus der Verzweiflung in den Glauben möglich sei. Kierkegaard bekannte sich zu den Idealen des Christentums, kritisierte aber vehement dessen reale Erscheinungsformen.

    Zitat

    Das Große ist nicht dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.

    Zitat

    Denn wohl entwickelt sich der Mensch mit Freiheit, aber er schafft sich doch nicht aus nichts, sondern hat seine Aufgabe in seiner Konkretion, die zugleich das Gebiet und die Grenze seines Lebens ist. Insofern ist es gleich wahr, daß jeder Mensch das Allgemein-Menschliche repräsentiert und daß er eine Ausnahme ist. Indem der Ausnahmemensch das versteht, versöhnt er sich wieder mit dem Dasein.

    x:) x:) x:)


    Und, _Tsunami_, für dich:

    Zitat

    Der Unterschied zwischen Gut und Böse bleibt bestehen, ebenso Verantwortung und Pflicht, wenn mir auch kein Mensch sagen kann, was meine Pflicht ist; worauf es ankommt, ist ja nur, daß jeder wisse, was seine Pflicht ist, und das kann er immer wissen, wenn er die Einheit des Allgemeinen und des Einzelnen ist.

    Zitat

    Denn wohl entwickelt sich der Mensch mit Freiheit, aber er schafft sich doch nicht aus nichts, sondern hat seine Aufgabe in seiner Konkretion, die zugleich das Gebiet und die Grenze seines Lebens ist. Insofern ist es gleich wahr, daß jeder Mensch das Allgemein-Menschliche repräsentiert und daß er eine Ausnahme ist. Indem der Ausnahmemensch das versteht, versöhnt er sich wieder mit dem Dasein.

    Ja. Denn wir sind viele und einer unter Vielen.

    Zitat

    Indem der Ausnahmemensch das versteht, versöhnt er sich wieder mit dem Dasein.

    Ein Abgetrenntsein ist gleichermaßen sinnvoll und leidvoll. Beides ist wahr.

    Zitat

    Insofern ist es gleich wahr, daß jeder Mensch das Allgemein-Menschliche repräsentiert und daß er eine Ausnahme ist.

    Das Eine ist ohne das Andere zur Existenz nicht fähig.


    Der Wert, oder auch der Sinn des Lebens, ergibt sich nicht aus dem Einzelnen, noch aus einer amorphen Masse, sondern aus dem konturreichen Zusammenspiel der Mitglieder der Gemeinschaft – dem Zusammenspiel zwischen dem Geist des Einzelnen und dem Geist der Gemeinschaft.


    Die hohe Kunst bzw. der Brückenschlag besteht darin, das Eine im Anderen zu finden bzw. im Anderen das Eine. Wenn man so will, das Gegenteil des Getrenntseins, nämlich:


    Einheit bzw. Vereinigung.

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    Zitat

    Der Unterschied zwischen Gut und Böse bleibt bestehen, ebenso Verantwortung und Pflicht, wenn mir auch kein Mensch sagen kann, was meine Pflicht ist; worauf es ankommt, ist ja nur, daß jeder wisse, was seine Pflicht ist, und das kann er immer wissen, wenn er die Einheit des Allgemeinen und des Einzelnen ist.

    Danke. Das ist der Punkt.


    Mir behagt allerdings die Verwendung der Begriffe gut und böse nicht, weil sie oft einer maßlosen Borniertheit und Missbrauch zum Opfer fallen. Da finde ich Begrifflichkeitspaare wie förderlich-schädlich, gesund-krank und intelligent-dumm sehr viel präziser und aussagekräftiger.

    Zitat

    Wie ist es um uns gestellt?

    Wenn wir das

    Zitat

    [...] worauf es ankommt, ist ja nur, daß jeder wisse, was seine Pflicht ist, und das kann er immer wissen, wenn er die Einheit des Allgemeinen und des Einzelnen ist.

    erkennen, pflegen und leben, dann sind wir sehr gut (auf-)gestellt. :)^