Es mag eine Binsenweisheit sein, aber es macht für einen selbst und alle anderen einen gravierenden Unterschied, ob man sich lebensförderlich verhält oder nicht.


    Das Prinzip der Lebensförderlichkeit überschreitet die subjektive Moral oder Gerechtigkeit des Einzelnen bei Weitem.

    Zitat

    Vielleicht haben alle recht, vielleicht hat niemand recht. Keineswegs halte ich es jedoch für ausgeschlossen, dass die Evolution nicht chaotisch ist und der Mensch dies zu erkennen vermag.

    Fragt sich bloss, was du unter "Chaos" verstehst. Angenommen, man sieht Struktur darin (und in dem Masse eben kein Chaos), dann fragt sich immer noch, wo die Struktur herkommt. War sie "in der Evolution natuerlicherweise angelegt", "durch Selbstorganisation der Beteiligten entstanden", oder "durch den Beobachter hineingesehen"? Oder mehrere davon gleichzeitig.

    Zitat

    Gedanke: Wenn man den Menschen nicht als abgegrenzt zur Evolution sieht, sondern als Teil derselbigen, dann hat die Evolution durch den Träger Mensch Bewusstsein.

    Netter Gedanke. Aber das macht noch kein Bewusstsein ueber das des Traegers Mensch hinaus.

    Sehen-Update


    Das Bild wird klarer, der Überblick besser. Gut.


    Operation Aufräumen


    Ich stehe vor, nein, in einer Messie-Bude par excellence. Es gilt nicht, einen Berg zu erklimmen, sondern ihn komplett beiseite zu schieben. Wie heißt das nochmal: Der Wille kann Berge versetzen? Auch Müllberge?


    Nun gut, ich habe jetzt einen besseren Überblick und würde sagen, dass der Berg drei große Sektionen hat. Den ersten Teil des Berges habe ich schon vor geraumer Zeit abgetragen, was mehrere Tage und unzählig viele Müllbeutel lang gedauert hat. Seit dem hat sich nicht viel getan. Verbleiben also noch 2/3 des Berges.


    Gestern habe ich nicht viel geschafft – also nicht extrem, aber meines Erachtens dennoch nennenswert. Auch heute ist Teil 2 des Berges meine Hausaufgabe.


    Also los.

    Hmm, irgendwie habe ich keinen Plan. Ich mache einfach alles, was mir gerade in den Sinn kommt (die Idee dahinter ist, dass dann irgendwann alles erledigt sein wird). Habe Leergut zum Supermarkt gebracht, endlich das "Bitte keine Werbung"-Schild am Briefkasten angebracht und die Standardfahrradklingel gegen eine vor Jahren gekaufte ausgewechselt – so eine, die ein oldsytyle "Ring Ring" macht, anstatt dieses schrille und nervige "Ding".


    What's next? Gute Frage.


    Okay, whatever, weiter.

    Okay, ich muss das Ganze zumindest ein bisschen strukturieren, sonst wird das nichts. Es läuft auf eine Grundreinigung bzw. Renovierung hinaus. Dafür brauche ich viel Platz. Habe beschlossen, zumindest für heute mir erstmal das Wohnzimmer vorzunehmen. Eine Möglichkeit wäre, dass ich einfach alles wegschmeiße, dann hätte ich Platz, und könnte erstmal das Wohnzimmer renovieren.


    Einiges an Möbiliar ist so runtergekommen, dass ich es getrost entsorgen kann, weil es sonst eh nur im Weg rumsteht. Hier würde sich ein Sperrmüllservice anbieten, allerdings kann ich den im aktuellen Zustand nicht in meine Wohnung lassen. Also werde ich das selbst in die Hand nehmen. Allerdings nagt an mir der Gedanke, dass ich Diverses doch nicht wegschmeißen sollte, weil ich es unter "normalen Umständen" wieder in Schuss bringen und verwerten könnte, was in Anbetracht meiner finanziellen Lage nicht das Dümmste wäre. Schwierig.

    Nun gut, ich muss jetzt Entscheidungen treffen, sonst komme ich nicht weiter.


    Beispiel: Habe vier kleine Regalbretter, die an der Wand angeschraubt sind – sehr versüfft. Gar nix Tolles, aber auch nicht wertlos. Das Einfachste wäre, sie abzuschrauben und zu entsorgen, weil sie beim Streichen eh stören würden. Die Alternative wäre, dass ich sie aufhebe, sie irgendwann mal abschmirgele und dann streiche bzw. lackiere. Wegschmeißen finde ich einfach nicht gut, aber da das tatsächlich ein Billigprodukt ist, wäre Wegschmeißen womöglich die beste Lösung. Schwierig.

    Ist schon irgendwie kurios, womit ich mich gerade beschäftige, während andere Menschen Liebeskummer oder Depressionen haben, andere wiederum gerade verhungern und die Evolution permanent voranschreitet.


    Der Unterschied zwischen mir und einem Menschen vor – sagen wir mal – 3000 Jahren ist nur, dass ich mir dessen sehr viel bewusster bin.

    Zitat

    Ist schon irgendwie kurios, womit ich mich gerade beschäftige, während andere Menschen Liebeskummer oder Depressionen haben, andere wiederum gerade verhungern und die Evolution permanent voranschreitet.

    so ist das leben............irgendwo wird unendlich gelitten und anderswo wird freude empfunden in diesem einen moment.